• Aber das mit dem verhungern halte ich für ziemlich übertrieben, zumal die damalige Bevölkerung ganz im Gegensatz zur Heutigen, bei der Selbstversorgung gar nicht so schlecht war.

    Es sind weit über eine Million Deutsche an Hunger gestorben, es gelten beide Winter ( Vorjahreszeiten waren extrem schlecht ) 16/17 und 17/18 als Hungermonate bzw. verschönt der erstere als reiner Steckrübenwinter. Zigtausende Kinder litten aufgrund der schon latenten Unterernährung an diversen Spätfolgen.

    (Z.B. ist es auch das was ich weiter oben meinte, einerseits wird Geschichte im Abstand versachlicht, anderseits fehlen Dir die Zeitzeugen... heißt, meine Oma hätte Dir schon erzählt wer wie oder wo gehungert wurde bzw. wie schnell z.B. ein gerade zu Boden gegangener, schon dürrer Klepper teils von Wildfremden auf offener Strasse und noch im vollen Geschirr ausgeweidet wurde.. )


    Und über die Spanische Grippe die ab Frühjahr 1918 wütete und alles noch ein draufsetzte brauchen wir uns ja heute nicht mehr zu unterhalten.....

    Demokratie ist die schlechteste aller Regierungsformen – abgesehen von all den anderen Formen, die von Zeit zu Zeit ausprobiert worden sind

  • meine Oma hätte Dir schon erzählt wer wie oder wo gehungert wurde bzw. wie schnell z.B. ein gerade zu Boden gegangener, schon dürrer Klepper teils von Wildfremden auf offener Strasse und noch im vollen Geschirr ausgeweidet wurde.. )

    Mir sind solche Hungergeschichten von Oma nicht so geläufig. Dass es Elend gab schon und dass die städtische Bevölkerung bei den Bauern betteln gehen musste- ja. Wahrscheinlich war es in der Hamburger Gegend schlimmer als in Rheinhessen, wegen dem überwiegend ländlichen Raum zur damaligen Zeit.

  • Mir sind solche Hungergeschichten von Oma nicht so geläufig. Dass es Elend gab schon und dass die städtische Bevölkerung bei den Bauern betteln gehen musste- ja. Wahrscheinlich war es in der Hamburger Gegend schlimmer als in Rheinhessen, wegen dem überwiegend ländlichen Raum zur damaligen Zeit.

    Na, Anekdoten der letzteren Hunger bzw. Leidensjahre ( 46/47) habe ich noch live und in Farbe vom Senior erhalten.


    Das angesprochene war das von 1917 wo Oma in Breslau und Berlin das aushalten musste. Und ich denke selbst in einer Hauptstadt wo das "ordinäre" Volk schon im Frieden a la Zille gelebt haben muss war das in dieser Kriegszeit nun wirklich alles andere als prall.

    Demokratie ist die schlechteste aller Regierungsformen – abgesehen von all den anderen Formen, die von Zeit zu Zeit ausprobiert worden sind

  • Das angesprochene war das von 1917 wo Oma in Breslau und Berlin das aushalten musste. Und ich denke selbst in einer Hauptstadt wo das "ordinäre" Volk schon im Frieden a la Zille gelebt haben muss war das in dieser Kriegszeit nun wirklich alles andere als prall.

    Das war um die Mainzer Gegend nicht so extrem. Da kenne ich auch Geschichten von Betteltouren bei den Bauern, das Klauen von Kohlen durch Kinder von rollenden Güterzügen herunter. Es gab aber wohl immer noch irgendwo etwas durch die Selbstversorgung. Heute wären solche Wirtschafts-Embargos wie durch den WK I viel wirkungsvoller. Stell Dir mal vor die Bundeswehr würde sämtliches Klopapier und alle Nudeln an die Front umleiten... :nosee:

  • Na, Anekdoten der letzteren Hunger bzw. Leidensjahre ( 46/47) habe ich noch live und in Farbe vom Senior erhalten.


    Das angesprochene war das von 1917 wo Oma in Breslau und Berlin das aushalten musste. Und ich denke selbst in einer Hauptstadt wo das "ordinäre" Volk schon im Frieden a la Zille gelebt haben muss war das in dieser Kriegszeit nun wirklich alles andere als prall.

    Ne jetzt, deine Oma kommt auch aus Schlesien?Und ist dann auch nach Berlin?Haha, die Welt ist klein.Jetzt sag bloß noch das sie sich als blutjunges Mädchen als Hausmädchen andingen musste, bei den Herrschaften.

  • Ne jetzt, deine Oma kommt auch aus Schlesien?Und ist dann auch Berlin?Haha, die Welt ist klein.Jetzt sag bloß noch das sie sich als blutjunges Mädchen als Hausmädchen andingen musste, bei den Herrschaften.

    Geboren in Breslau und dort sowie in Berlin aufgewachsen. "Dienen" musste Sie nicht schließlich war der Herr Papa bei der Post.

    Demokratie ist die schlechteste aller Regierungsformen – abgesehen von all den anderen Formen, die von Zeit zu Zeit ausprobiert worden sind

  • Ich sitz hier in der Ecke und hör´ Euch erzählen. Toll! Wann erfährt man sowas aus erster oder zweiter Hand?


    Boris hat wieder zum Volk geprochen, weiß aber auch nicht mehr als sonst auch nicht.

         



    Höflichkeit ist wie ein Luftkissen - scheinbar ist nichts drin, aber es mildert die Stöße.

  • Ne jetzt, deine Oma kommt auch aus Schlesien?Und ist dann auch nach Berlin?Haha, die Welt ist klein.Jetzt sag bloß noch das sie sich als blutjunges Mädchen als Hausmädchen andingen musste, bei den Herrschaften.

    Na, dann wären wir jetzt zu dritt. Meine Oma väterlicherseits musste mit ihm als 11-jährigem im Februar 1946 von Glatz nach Berlin laufen.

    Libertarismus. Eine einfältige rechte Ideologie, die sich ideal für diejenigen eignet,

    die nicht in der Lage oder nicht bereit sind, über ihre eigene soziopathische Haltung hinauszusehen.

    * Iain Banks

  • Manchmal läßt man Sachen einfach mal ruhen oder überdenkt sie noch einmal neu. Die EU muss sich jetzt auf Sachen konzentrieren die wirklich alle anstandslos unterstützen können und das sind nicht wenige. Die meisten wissen das sie alleine nur noch Vogelfutter sind und die Zukunft von anderen diktiert wird. Also nichts mit Souveränität.

    Wie hat gestern ein SPD Abgeordneter zum Thema China auf Phönix gesagt. Der technische Vorsprung ist so groß, dass wir das aufgrund der Dimensionen dieses Landes gar nicht mehr aufholen können. Sie müssen sich vorstellen, dass allein der Konzern Huawei 80.000 Ingenieure beschäftigt. Begreifen sie die Dimensionen?

    Aus 1,4 Miliiarden Menschen kann man eben mehr intellektuelles Potential rekrutieren, als aus 82 Millionen, von denen dann auch nur ein relativ geringer prozentualer Teil ZUgang zu kostenfreier elitärer Bildung hat. Die EU könnte mit ihren rund 500 Millionen Menschen schon ein äquivalentes Potential entwickeln, aber dann müsste man real jedes irgendwie erkennbare Talent umfassend fördern, was aber derzeit nicht erkennbar ist.

  • Waren sie auch und sind sie noch. Und wenn es ihnen ab bald richtig "nass neigeht", werden sie es fertigbringen, dafür auch noch die EU verantwortlich zu machen.

         



    Höflichkeit ist wie ein Luftkissen - scheinbar ist nichts drin, aber es mildert die Stöße.

  • Ich würde mal sagen, London war eigentlich nie richtig in der EU. Seit sie Mitglied waren, haben sie sich immer so verhalten als wären sie dagegen.

    Absolut richtig - die ewigen Bremser, Nörgler und Rosinenpicker haben sich vom Zug abgekoppelt. Weg mit Schaden - besser is dat.

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    * Iain Banks

  • Da mögen die Engländer und die Continentals noch so meckern. England ist Europa, und ohne England ist Europa nichts.


    Was wir hier in diesem Land brauchen, sind mutige Bürger, die die roten Ratten dorthin jagen, wo sie hingehören - in ihre Löcher.

    Franz Josef Strauß


  • Da mögen die Engländer und die Continentals noch so meckern. England ist Europa, und ohne England ist Europa nichts.

    Englands Einfluss auf dem europaeischen Festland war noch nie besonders gross. Ich sehe in Frankreich und Deutschland die grossen Nationen Europas,

    "Unsere Antwort ist mehr Demokratie, mehr Offenheit und mehr Humanitaet" ( J. Stoltenberg nach den Terroranschlaegen)