• Wenn alles so läuft, wie sich das einige EUler vorstellen, dann könnte ein neues Referendum durchgeführt werden und die Briten entscheiden, dass sie dann doch drin bleiben. Das wäre für mich der Oberbrüller.


    Aber ich denke, mein Brüllen wird im Halse stecken bleiben. :(

    Da muss ich allerdings an das Gleichnis mit dem verlorenen Sohn denken. Man kann sich ärgern, man kann sauer sein, aber am Ende zählt das bessere Ergebnis.


    Egal ob die Briten drin bleiben oder rausgehen, die Frage welche EU mit welchen Kompetenzen wir sein wollen wird demnächst neu verhandelt und den momentanen Erfordernissen angepasst. Aber es sollte klar sein, dass man sich diesmal auf Grundprinzipien einigen muss die alle vertreten können, länger als 25 Jahre bestand haben und bestehen egal welche Parteien in den Nationalstaaten und im EU-Parlament regieren.


    Und wir leben noch, daran kann Jesse James, Ivan der Schreckliche und Qin Shi Huang Di nichts ändern. Bitte, bitte, bitte laßt uns Europäer nicht wieder in Schüttelfrost verfallen und irrationale Entscheidungen fallen.


    Wenn wir akzeptieren, dass die Anglo-Amerikaner ein wenig mehr nach Captain Kirk kommen und wir Continentals mehr nach Spock, dann ist es vielleicht einfacher8o.

  • Eben. Und bei der Grenze zwischen irland und Irland... geht es ja nicht darum, dass Wanderer sie passieren. Das bedeutet weit mehr.

    Wenn alles so läuft, wie sich das einige EUler vorstellen, dann könnte ein neues Referendum durchgeführt werden und die Briten entscheiden, dass sie dann doch drin bleiben. Das wäre für mich der Oberbrüller.


    Aber ich denke, mein Brüllen wird im Halse stecken bleiben. :(

    Ein neues Referendum, wie es im Moment geschildert wird, würde bedeuten, dass zwischen einem ausgehandelten Vertrag und keinem Vertrag entschieden wird, nicht wie beim ersten nur Ja oder Nein. Und das ist auch bescheuert.

  • Meine Kernthese von vor zwei Jahren war:


    Mit zunehmender Erkenntnis durch die Verhandlungen erleben die Briten, dass der Austritt aus der EU ziemlicher Bullshit ist.

    Wahrscheinlich kommt es dann zu einer neuen Volksabstimmung und die Briten bleiben dann drin......


    Derzeit bin ich noch auf Kurs.....


    Bis Oktober wäre Zeit für Neuwahlen, eine Mehrheitsregierung unter Labour und dann einer erneuten Volksabstimmung zu einem Brexit, der dann entweder ein weicher Brexit mit Zollunion wäre, oder der gar von einer knappen aber relevanten Mehrheit der Wähler abgelehnt wird.


    Es bleibt dann beim Verbleib der Briten in der EU.....noch immer aus meiner Sicht ein durchaus wahrscheinliches Szenario.

  • ...Spaltversuche...


    Und nun stell dir nochmal die Frage, warum die Briten raus wollten. ;)


    mfg


    ...

    Derzeit bin ich noch auf Kurs.....

    ...


    Es bleibt dann beim Verbleib der Briten in der EU.....noch immer aus meiner Sicht ein durchaus wahrscheinliches Szenario.


    Rin kleiner Artikel zur englischen Psyche. Ich finde das trifft es ganz gutX/.


    ...


    Bei der Frage warum die Briten raus wollten wird von allem etwas mitspielen, aber wenn das so ist muss man sie diese Erfahrung machen lassen und darf das Ganze nicht so lange verschleppen, bis ein anderes Ergebnis dabei herauskommt. Das ist dann nämlich wirklich kontraproduktiv, weil ein wirklich großer Teil der Bevölkerung sich weiter betrogen fühlen wird und der Konflikt so niemals beigelegt werden kann.


    Gerade dieser Artikel aus der Washington Post verdeutlicht das doch so eindringlich, dass ich überhaupt nicht mehr verstehe, wie man die Entscheidung für die Verlängerung gut finden kann und sich vorstellt, man kann alles schleifen lassen, bis Merkel und Putin in Rente gehen und Trump abgewählt ist oder auch in Rente. Bis dahin hat die EU die Quittung längst bekommen. Ich sehe da für die Europawahl auch eher schwarz. Schopi ist einfach eine Art lebender Ortsverein. "Jaja, alles nicht so schlimm, warten wir lieber ab, seien wir vernünftig, glauben wir daran dass wir alles richtig machen, das wird schon..." Die Sprüche kenne ich. 8o Erinnert mich sehr an die Statements zum Kanzlerkandidat Schulz... :erol: ;)

  • Schopi ist einfach eine Art lebender Ortsverein. "Jaja, alles nicht so schlimm, warten wir lieber ab, seien wir vernünftig, glauben wir daran dass wir alles richtig machen, das wird schon..." Die Sprüche kenne ich. 8o Erinnert mich sehr an die Statements zum Kanzlerkandidat Schulz... :erol: ;)


    So alt bin ich nun doch nicht, Buddy:).Aber ich bin es mittlerweile leid, immer nur düster in die Zukunft zu blicken ohne eine gewisse Balance.Ich habe ja diesen Artikel eingestellt und unterstreiche ja auch die Beobachtungen, welche Fintan O'Toole für 1/3 der Engländer prognostiziert.Das hält mich aber nicht davon ab eine Position einzunehmen, welche die Situation eventuell entschärft.Ich möchte unter keinen Umständen, dass aus diesen 1/3 ein 2/3 in Zukunft wird.Da habe ich echt keinen Bock drauf...

    Ich möchte keine Dauerkanonade von der Insel gegenüber D in der Zukunft und ich möchte auch nicht das die Iren schon wieder leiden müssen.Was ist daran falsch?

    Nur weil ich glaube das der Autor meine Einschätzung der tieferlegenden Probleme teilt heißt das nicht, dass ich mich nicht für eine konstruktivere Lösung des Problems einsetzen kann.

    Wie das Ergebnis auch ausgeht kann ich nicht sagen, aber ich unterstütze jede Initiative die das Ergebnis für alle Beteiligten abmildert und ich bin kein Preusse (auch wenn meine Mutter in Potsdam geboren ist), der mit Zuckerbrot und Peitsche rumfuchtelt.Revanchismus, Demütigung und Überheblichleit ist der Anfang jeden Kreislaufes zum Schlechten.


    Ich bin kein Mitglied der SPD von daher ist es unlauter mir zu unterstellen ich würde hier die Parteilinie der SPD vertreten.Gerade Schulz wäre eher ein Vertreter, der um die EU zu "retten", die Engländer draussen sehen würde.


    Ja ich lebe, aber nicht als Eckkneipe!8o

  • ...

    Ich möchte keine Dauerkanonade von der Insel gegenüber D in der Zukunft und ich möchte auch nicht das die Iren schon wieder leiden müssen.Was ist daran falsch?

    ...

    Wir wollen beide mit verschiedenen Lösungsansätzen das Gleiche. Auch ich habe kein Interesse daran, die ewigen Angriffe von der Insel zu schüren und auch ich wünsche den Iren ein konfliktfreies Leben.
    Ich denke aber eben gerade nicht, dass man Ersteres erreicht, indem man den Briten den Brexit verschleppt, sondern ich stelle mir einfach vor dass sie es nach ein paar Brexit-Jahren selbst einsehen. Nur so ist das Lernen nämlich nachhaltig. Was Du favorisierst ist in meinen Augen eine Strategie, die die imperialen Phantomschmerzen erhalten wird und auf ewig konserviert.
    Das Irlandproblem ist schwierig, aber es braucht eine Lösung und der Druck diese zu finden würde ein Brexit erzeugen. Ich glaube nicht an einen Krieg an der inneririschen Grenze, sondern einfach an eine praktikable Lösung, die gefunden wird.

    Das mit dem Ortsverein war natürlich ein Witz auf Deine Kosten Schopi, aber dafür bin ich ja hier bekannt. ;)

  • Also, zum Thema Ortsverein/Eckkneipe - was ich aus meinem über einem Halben Jahrhundert Erdendasein gelernt habe - ob im Privaten oder Geschäftlichen - von Anfang an klare Ansagen und das auch konsequent durchziehen. Nur so, wirklich nur so gehts. ( Eben genau weil ich das bis dato nicht so rüberbringen konnte ). Speziell wenn dein Gegenüber ein bunt gemischter Hühnerhaufen ist. Bei allem anderen Wegen bis Du der Leidtragende, dein Gegenüber kommt nicht weiter bzw. verwässert, labbert und verzögert Entscheidungen oder macht Lösungen schwierig bis unmöglich. Dein eigenes Standing in der Aussendarstellung leidet und kostet Dir Deine eigene Kraft.

    Und auch wenn diese deine Entscheidung letztendlich nicht die glücklichste ist, es ist eine und kein Wischi-waschi.


    Genau das sehe ich bei dem Brexit. Es sind klare Ansagen gemacht worden ( Brexit ) und das ist so zu akzeptieren. Und genauso klar und konsequent muss man dem gegenüber stehen.


    Die EU ist schon ein enorm schwieriges Konstrukt zu handeln, und jetzt masst man sich an die Probleme der Engländer und ihren ethnischen Diversivikationen noch gerecht zu werden bzw. helfen deren eingebrockte Suppe mit aus zu löffeln ?


    Das kann Brüssel nicht stemmen, egal welche Einflüsterer da gerade am Ohr hängen.


    Ich erinnere da an die Waliser, also eine Volksgruppe die seit Jahrhunderten von den Rothosen gef..... wurde, zuletzt nochmal so ganz kräftig von Maggie Thatcher. Als ich das letzte mal da war waren überall die Schilder an der Infrastruktur was und wie die EU dort finanziell zu gegen war.


    Und genau die haben in der Mehrheit für den Austritt gestimmt. Sorry Jungs, wie meine Oma zu sagen pflegte, geht mit Gott aber geht...


  • Das Irlandproblem ist schwierig, aber es braucht eine Lösung und der Druck diese zu finden würde ein Brexit erzeugen. Ich glaube nicht an einen Krieg an der inneririschen Grenze, sondern einfach an eine praktikable Lösung, die gefunden wird.

    An diesem Punkt sind wir uns ja einig.Ich denke nur, dass man diese Lösung eben vorher finden kann, ohne wieder einen neuen Mythos zu erschaffen, der der EU ewig anhängen wird.Und dafür braucht es vielleicht Zeit, Neuwahlen oder eine DUP, die von ihren eigenen Landsleuten zu Kompromissen gedrängt wird.


  • An diesem Punkt sind wir uns ja einig.Ich denke nur, dass man diese Lösung eben vorher finden kann, ohne wieder einen neuen Mythos zu erschaffen, der der EU ewig anhängen wird.Und dafür braucht es vielleicht Zeit, Neuwahlen oder eine DUP, die von ihren eigenen Landsleuten zu Kompromissen gedrängt wird.


    Genau das ist es was ich meine......;)....Noch mal auf der virtuellen Zunge zergehen lassen.....Eine reaktionäre Partei die ein Teil einer reaktionären Meinung wiederum eines Teils einer Bevölkerung in einer Region (!) Großbritanniens wiederspiegelt die so dermassen reaktionär ist das man bis dato Konfessionsgetrennte Stadtteile pflegt weil man sich sonst - völlig ohne zutun irgendeiner "Besatzungsarmee" - gepflegt massakriert - da soll man seitens der EU auf Läuterung hoffen und warten, und warten und..... ?


    Tschulligung, bei aller Liebe zu einem angestrebten Konsenz in der Sache, das ist so wahrscheinlich wie wenn die Polen die Wallfahrtskirche von Tschenstochau für den Publikumsverkehr schließen....

  • Genau das ist es was ich meine......;)....Noch mal auf der virtuellen Zunge zergehen lassen.....Eine reaktionäre Partei die ein Teil einer reaktionären Meinung wiederum eines Teils einer Bevölkerung in einer Region (!) Großbritanniens wiederspiegelt die so dermassen reaktionär ist das man bis dato Konfessionsgetrennte Stadtteile pflegt weil man sich sonst - völlig ohne zutun irgendeiner "Besatzungsarmee" - gepflegt massakriert - da soll man seitens der EU auf Läuterung hoffen und warten, und warten und..... ?


    Tschulligung, bei aller Liebe zu einem angestrebten Konsenz in der Sache, das ist so wahrscheinlich wie wenn die Polen die Wallfahrtskirche von Tschenstochau für den Publikumsverkehr schließen....


    Wenn es zu Neuwahlen kommt, was nicht unwahrscheinlich ist oder Labour diese Stimmen außer Kraft setzt, dann ist das möglich.Allerdings könnte die Öffentlichkeit in NI auch so viel Druck machen, dass sie einknicken muss.NI hat für remain gestimmt.

  • Wenn es zu Neuwahlen kommt, was nicht unwahrscheinlich ist oder Labour diese Stimmen außer Kraft setzt, dann ist das möglich.Allerdings könnte die Öffentlichkeit in NI auch so viel Druck machen, dass sie einknicken muss.NI hat für remain gestimmt.

    Sicher, die EU kann warten, warten, warten...bis sich evtl. einer der jetzigen Brexiteers mal entscheidet vielleicht doch nicht...


    Was hier gerade läuft ist eine Farce.


    Und on top, Bud schrieb es schon mal, die Briten müssen jetzt schlicht raus weil das ganze Gewürge beide Seiten enorm beschädigt.


    Die (politische) Glaubwürdigkeit wäre/ist dahin, Wähler, hüben wie drüben wären oder sind jetzt schon frustriert, extreme Ränder wären gestärkt und den Spaltpilz Britanniens hätten wir wieder unter uns - weil an der generellen Haltung sich ja nichts geändert hat.


    Wahrscheinlicher ist sogar - nachdem sich die europäischen Politentscheider untereinander ob Ihres Verhandlungsgeschicks genug selbst auf die Schulter

    geklopft haben - den Briten through the backdoor Extrawürste angeboten werden.


    Alles nur aus dem Ego der EU Kommissare heraus ( wäre ja nix neues ) eine Exit verhindert zu haben.


    Das aber diese Ganze, also diese "zurück ins Reich" Heimholung und die jetzige Hängepartie dem Gesamkonstrukt Vereinigtes Europa einen viel grösseren Schaden beifügt als die wirtschaftlichen Folgen eines Brexits, das wird nicht kalkuliert.

  • Ich habe ja nun meine Argumentation erläutert und hoffe darauf, dass wenigstens ein Minimum an Ordnung in diesem Ablauf passiert.Wenn nicht, dann habt ihr halt Recht behalten, das ist für mich kein Weltuntergang.Ich werde jetzt aber nicht ellenlang über eine Entscheidung reden welche bereits gefällt wurde, das wäre ja brexit-like^^.

  • Wenn alles so läuft, wie sich das einige EUler vorstellen, dann könnte ein neues Referendum durchgeführt werden und die Briten entscheiden, dass sie dann doch drin bleiben. Das wäre für mich der Oberbrüller....................

    Wenn aktuell ein Referendum stattfände, würde eine Mehrheit für den Verbleib in der EU stimmen. Und wenn die Briten zur EU-Wahl antreten, dürften die Tories eine Pleite erleben. Danach sehen wir weiter.

  • Wenn aktuell ein Referendum stattfände, würde eine Mehrheit für den Verbleib in der EU stimmen. Und wenn die Briten zur EU-Wahl antreten, dürften die Tories eine Pleite erleben. Danach sehen wir weiter.

    Da bin ich mir nicht mehr so sicher. Es könnte gut sein, dass so ein Trotzeffekt zu einer erneuten Stimmenmehrheit für den Brexit führt. Die Briten sind zwar nicht begeistert von dem was die Politiker sich im Unterhaus leisten, die EU hat sich aber auch nicht mit Ruhm bekleckert.


    Was die Pleite der Tories bei einer Neuwahl angeht, da bin ich mit dir einer Meinung.

  • Wenn aktuell ein Referendum stattfände, würde eine Mehrheit für den Verbleib in der EU stimmen. Und wenn die Briten zur EU-Wahl antreten, dürften die Tories eine Pleite erleben. Danach sehen wir weiter.

    Und wie viele Referenden sollten die Briten durchführen bis das Ergebnis zählt? Oder sollten die Briten so viele Referenden durchführen bis das Ergebnis der EU passt? Im Prinzip wird abgestimmt und dann gibt es ein Ergebnis. Wozu durch das Oberste Gericht das Parlament der Briten eingeschaltet wird bleibt für mich nicht nachvollziehbar, das Volk hat bereits entschieden, der Vollzug wäre die Aufgabe der Regierung gewesen. Aber vermutlich ist bei den Briten nicht das Volk der Souverän sondern wer weiß ich?

    Jene die aufrecht gehen, werden nur historisch hoch angesehen.

  • Und wie viele Referenden sollten die Briten durchführen bis das Ergebnis zählt? Oder sollten die Briten so viele Referenden durchführen bis das Ergebnis der EU passt? Im Prinzip wird abgestimmt und dann gibt es ein Ergebnis. Wozu durch das Oberste Gericht das Parlament der Briten eingeschaltet wird bleibt für mich nicht nachvollziehbar, das Volk hat bereits entschieden, der Vollzug wäre die Aufgabe der Regierung gewesen. Aber vermutlich ist bei den Briten nicht das Volk der Souverän sondern wer weiß ich?

    Ja, wie viele?

    Zitat

    1975: Das Votum des Volkes ist eindeutig. Mehr als 17 Millionen Briten stimmen für den Verbleib in der EG, nur 8,4 Millionen dagegen: 67,2 Prozent Ja- und 32,8 Prozent Nein-Stimmen.


    Das Referendum war die wohl mieseste Idee, die ein Politiker der Torys jemals gehabt hat. Eine derartige Entscheidung auf einer nur absoluten Mehrheit der Teilnehmer zu begründen ist hirnrissig.

    Solche Referenden müssten meines Erachtens so gestaltet sein, dass mindestens 50+x der Wahlberechtigten benötigt werden, oder 2/3 der Abstimmenden.


    Zudem gehört eine Quote gesetzt für die Teilnahme, da wäre ich für 3/4 der Wahlberechtigten. Eine solche Abstimmung mit einer einfachen Mehrheit der Wahlberechtigten ohne Mindestteilnahmequote zu erlauben zeigt die außerordentliche Verblödung, wahrscheinlich Spätfolgen von BSE.

    Religion wird von den einfachen Leuten als wahr, von den Weisen als falsch und von den Herrschern als nützlich angesehen.

    Lucius Annaeus Seneca

  • Wenn aktuell ein Referendum stattfände, würde eine Mehrheit für den Verbleib in der EU stimmen. Und wenn die Briten zur EU-Wahl antreten, dürften die Tories eine Pleite erleben. Danach sehen wir weiter.

    Wenn aktuell ein Referendum stattfände, würden nicht wenigen aus Trotz, oder weil die die May nicht mögen, oder weil sie den Corbyn nicht mögen, oder weil die das Thema satthaben, möglicherweise für ein Ende mit Schrecken abstimmen.

  • Und wie viele Referenden sollten die Briten durchführen bis das Ergebnis zählt? Oder sollten die Briten so viele Referenden durchführen bis das Ergebnis der EU passt? Im Prinzip wird abgestimmt und dann gibt es ein Ergebnis. Wozu durch das Oberste Gericht das Parlament der Briten eingeschaltet wird bleibt für mich nicht nachvollziehbar, das Volk hat bereits entschieden, der Vollzug wäre die Aufgabe der Regierung gewesen. Aber vermutlich ist bei den Briten nicht das Volk der Souverän sondern wer weiß ich?

    So viele, bis die Briten mehrheitlich der Meinung sind, dass es genug ist. Und zwar mit HOHER Mehrheit - also mindestens 2/3!


    Die Erkenntnislage darf sich doch wohl über die Jahre verändern - faktisch sind viele derer, die vor 2 Jahren abgestimmt haben, heute schon tot - und andere, die vor 2 Jahren noch nicht abstimmen durften, sind massiv von einem Brexit betroffen, wenn er denn kommt. Ist es da nicht fair, wenn man das Ergebnis der Verhandlungen nochmals zur Abstimmung stellt?


    "Das Volk hat bereits entschieden....." ist eine billige Aussage - das hatte es zuvor auch schon. Bei jeder Wahl. Und jeweils wurde ein Unterhaus gewählt, was mehrheitlich für einen Verbleib in der EU war. Das gilt sogar auch heute!


    Es gab nur genau eine Abstimmung des Volkes, mit einer ganz konkreten Fragestellung, die zu einem ganz bestimmten Zeitpunkt vom abstimmenden Volk mit einer knappen Mehrheit so beantwortet wurde, dass man einen Austrittswunsch zu genau diesem Zeitpunkt von genau den abstimmenden Wählern daraus ableiten kann....nicht mehr und nicht weniger.


    Seitdem hat sich die Welt aber dramatisch weiter gedreht! Heute ist viel klarer, was ein Brexit bedeutet. Die Briten darüber nicht erneut abstimmen zu lassen - ich empfinde das eher als Verrat an der Demokratie!


    WENN die Briten sich mehrheitlich für einen Brexit auf der Basis der jetzt vorhandenen (und noch nicht verabschiedeten) Verträge entscheidet, dann wäre das bindend!


    Warum diese Feigheit vor der Befragung des Volkswillens?