Dramatische Entwicklung in Venezuela. Marschiert Trump ein?

  • dieterbruno


    Was tun?? Dialog! Alle Beteiligten müssen miteinander reden!


    Leider sind dafür jetzt die Fronten schon zu verhärtet. Schuld daran ist die Parteiergreifung unserer Musterdemokraten. Denn genau die haben die Jetzt-Situation ja zu verantworten.


    Und dabei ist es egal, was Maduro ist. Vorrangig ist er demokratisch mit 67% gewählt worden. Was er dann in seinem Land macht, darüber kann man ja diskutieren. Aber einfach einen Typen anerkennen, der zwar auf seinem Posten legitim wirkt, nur eben sich nicht herausnehmen kann, mal so mich nichts, dich nichts die Regierung zu übernehmen, weil...ja warum überhaupt?


    Und die Lage in Venezuela nur dem Maduro anzulasten ist leider auch viel zu einfach gestrickt.

    Seit wann unterliegt dieses Land diversen Sanktionen? Wie wirken die sich auf die Wirtschaft aus? Wer kann daran etwas ändern? Und wen treffen diese sogenannten "Personenbezogenen Sanktionen" denn wirklich?


    Ach ja, die USA waren der Großabnehmer für das Öl. Die sind jetzt aber selbst Exporteur.

    Chaves hat die Ölindustrie verstaatlicht. Nicht Maduro. Diesen Schritt hat die USA natürlich verärgert.

    Denn nun sprudeln nicht mehr exorbitante Gewinne aus einer Industrie, die Venezulaner in schlechten Lohnverhältnissen beschäftigt. Denn vorher ging es den Venezulanern auch nur nicht wirklich besser.

    Schau doch mal nach Kolumbien. Da flohen im gleichen Zeitraum dreimal so viel Menschen als aus Venezuela. Dumm nur, dass in Kolumbien US Marionetten in der Regierung sitzen, deshalb ist das ja auch kein Thema in der Presse.


    Ich würde die Gesamtsituation nicht allein dem Maduro in die Schuhe schieben. Egal was man an ihm berechtigt kritisiert und beanstandet. Der Umgang mit diesem Land und grad die Haltung der USA haben vieles potenziert. Und jetzt einen Dialog völlig ausschließen und Maduro mit Ultimaten drohen, ohne das der überhaupt eine Möglichkeit zur Mitsprache hat, ist gelinde gesagt: eine Schande für Staaten, die sich selbst demokratisch nennen.


    mfg

  • Da kannst Du noch so viel lachen, wir haben dieses Ziel gehabt, nur eben nicht die wirtschaftliche Potenz erreicht, um überall wirksam zu helfen. Wenn über zwei Drittel der Erde vom Kapital unterdrückt werden, kann jenes Drittel, das selbst noch seine Entwicklung meistern muss, einem erbarmungslosen Wettrüsten unterworfen wurde, nicht alle retten. Vielleicht haben die Chinesen es richtiger gemacht, indem sie ihre militärische Potenz nur soweit entwickelten, dass sie eine ausreichende Abschreckung gewährleistete.

    Den vom Kommunismus unterdrueckten Voelkern ging es praechtig. Ne Danke, ich war froh darueber unter dem Kapitalismus leben zu duerfen. Werden da Mauern und Zaeune errichtet dienen sie dazu Menschen draussen zu halten, und nicht eigene an der Flucht zu hintern.

    "Unsere Antwort ist mehr Demokratie, mehr Offenheit und mehr Humanitaet" ( J. Stoltenberg nach den Terroranschlaegen)

  • Nur mal so.....zur Info.


    Zitat

    Mitte April hatte die US-Regierung zudem der Zentralbank von Venezuela verboten, nach dem 17. Mai Transaktionen in US-Dollar durchzuführen. Bis März 2020 sollen persönliche Überweisungen und Kreditkartengeschäfte unterbunden werden.

    "Es ist schwer nachzuvollziehen, wie Maßnahmen, die die Wirtschaft Venezuelas zerstören und verhindern, dass Venezolaner Geld nach Hause schicken, darauf abzielen könnten, dem venezolanischen Volk zu helfen", sagte der US-Experte unter Bezugnahme auf entsprechende Begründungen des US-Finanzministeriums.

    Jazairys Aussagen folgen Berechnungen des Washingtoner Centre for Economic and Policy Research, wonach seit 2017 rund 40.000 Menschen in Venezuela an den Folgen von US-Sanktionen gestorben sein könnten.

    https://www.heise.de/tp/featur…S-Sanktionen-4417130.html


    Sanktionen haben also auch Auswirkungen auf die Bevölkerung. Gut, dass wir das jetzt wissen.


    mfg

  • Über die Politik der USA müssen wir nicht diskutieren, da sind wir uns einig. Trotzdem bin ich der Meinung dass Chaves und später Maduro den Hauptanteil an dieser Misere hatten/haben. Das kann man nicht so einfach schönreden. Ob jetzt aus Kolumbien mehr Menschen geflohen sind als aus Venezuela macht die Politik der beiden nicht besser. Ja die USA mischen dort kräftig mit, aber die gewissenlose Politik von Maduro macht es den Amis auch leicht.

  • Den vom Kommunismus unterdrueckten Voelkern ging es praechtig. Ne Danke, ich war froh darueber unter dem Kapitalismus leben zu duerfen. Werden da Mauern und Zaeune errichtet dienen sie dazu Menschen draussen zu halten, und nicht eigene an der Flucht zu hintern.

    Du hast auch nie in Staaten gelebt, die die realen Folgen des US-/europäischen Imperialismus/Kolonialismus/Neokolonialismus zu tragen hatten, so dass Du ein hochpriviligierter Staatsbürger der BRD/jetzt Norwegens bist, dessen Lebensstandard nicht ausschließlich, aber in bestimmten Maße auch auf dem Blut, dem Schweiß und den tränen der Unterdrückten und schamlos Ausgebeuteten basiert. Zudem kannst Du ruhig mal begreifen, dass es nirgends weltweit je Kommunismus gab.

    Dass Israel, USA und andere, wie Spanien, Mauern und Zäune gegen Menschen bauen, Tausende im Mittelmeer ertrinken lassen, nachdem in deren Ländern die Konflikte angeheizt und die Wirtschaft kaputtgemacht wurde, massiver Landraub betrieben wird, geht Dir auch am A.... vorbei.

  • Über die Politik der USA müssen wir nicht diskutieren, da sind wir uns einig. ...................

    Die USA betrachten Lateinamerika als ihren Hinterhof seit Jahrzehnten, eigentlich schon seit ihrer Gründung. Hier liegen die Ursachen für die Unterentwicklung und die Krisen, die diesen Teil der Welt erschüttern! Venezuela ist nur der aktuelle Fall.

  • Kater, mit abgestandenen Parolen hilft man diesen Menschen auch nicht.


    Dass es nirgendwo jemals Kommunismus gegeben hat, hat seinen Grund. Es ist ein Gedankengebäude, das einen Menschentyp voraussetzt, den es ebenfalls noch nie gegeben hat, den man erst hätte "erziehen" müssen - mit ungewissem Ausgang. Denn dort, wo man es in Anklängen versucht hat, ist es immer fehlgeschlagen und hat per saldo den Menschen geschadet.



    "Nur die allerdümmsten Kälber wählen ihren Metzger selber"

  • Kater, mit abgestandenen Parolen hilft man diesen Menschen auch nicht.


    Dass es nirgendwo jemals Kommunismus gegeben hat, hat seinen Grund. Es ist ein Gedankengebäude, das einen Menschentyp voraussetzt, den es ebenfalls noch nie gegeben hat, den man erst hätte "erziehen" müssen - mit ungewissem Ausgang. Denn dort, wo man es in Anklängen versucht hat, ist es immer fehlgeschlagen und hat per saldo den Menschen geschadet.

    Das trifft auf den Gegenspieler Kapitalismus ebenso zu. Die Extremform, der Anarchokapitalismus, in dem im Prinzip jede staatliche Aufgabe hoheitlicher Art durch private Dienstleister erbracht wird, ist eine Horrorvorstellung mit dem heutigen Menschentypus. Selbst in seiner gezähmten Form produziert Kapitalismus einen hohen Anteil an Verlierern.

    Libertarismus. Eine einfältige rechte Ideologie, die sich ideal für diejenigen eignet,

    die nicht in der Lage oder nicht bereit sind, über ihre eigene soziopathische Haltung hinauszusehen.

    * Iain Banks

  • Kater, mit abgestandenen Parolen hilft man diesen Menschen auch nicht...............

    Der Kommunismus scheitert nicht am Menschentyp, sondern bisher daran, dass es nie gelungen ist, die erforderliche Produktivität und Effizienz zu entwickeln, die die Voraussetzung für diese Gesellschaftsformation ist. Bislang hat sich der Kapitalismus noch immer an die Erfordernisse anpassen können, einen Teil der Menschheit privilegiert und den Verdammten der Erde eine Eigenschuld zugewiesen, dass sie "nicht aus dem Knick" kommen.

  • Die USA betrachten Lateinamerika als ihren Hinterhof seit Jahrzehnten, eigentlich schon seit ihrer Gründung. Hier liegen die Ursachen für die Unterentwicklung und die Krisen, die diesen Teil der Welt erschüttern! Venezuela ist nur der aktuelle Fall.

    Ich sprach über Maduro. Ein Krimineller bleibt ein Krimineller. Ich halte es für sehr fragwürdig einen verkommenen Charakter systemtechnisch schön zu reden.

  • Yeah, lasst uns den Dieb aufhängen - durch die Mörder und Kriegsverbrecher ....

    Libertarismus. Eine einfältige rechte Ideologie, die sich ideal für diejenigen eignet,

    die nicht in der Lage oder nicht bereit sind, über ihre eigene soziopathische Haltung hinauszusehen.

    * Iain Banks

  • Ich sprach über Maduro. Ein Krimineller bleibt ein Krimineller. Ich halte es für sehr fragwürdig einen verkommenen Charakter systemtechnisch schön zu reden.

    Mir ist Herr Maduro völlig wurscht! Es geht um die Unterdrückung Venezuelas durch die USA und ihre schamlosen Vasallen, die über Jahre eine vernünftige Entwicklung gestört haben und jetzt das Land für einen Bürgerkrieg reif gemacht haben. Es geht auch nicht um Sozialismus oder dergleichen, sondern erstmal darum, eine stabile bürgerliche Demokratie zu etablieren, die die Potenzen des Landes für dessen Bürger nutzbar macht. Wer in Lateinamerika von Kommunismus schwafelt, hat keinen Schimmer von diesem Kontinent.


    Zudem, wieviel Staaten derzeit weltweit werden von "Kriminellen", teils sogar von Massenmördern, regiert????

  • Mir ist Herr Maduro völlig wurscht! Es geht um die Unterdrückung Venezuelas durch die USA und ihre schamlosen Vasallen, die über Jahre eine vernünftige Entwicklung gestört haben und jetzt das Land für einen Bürgerkrieg reif gemacht haben. Es geht auch nicht um Sozialismus oder dergleichen, sondern erstmal darum, eine stabile bürgerliche Demokratie zu etablieren, die die Potenzen des Landes für dessen Bürger nutzbar macht. Wer in Lateinamerika von Kommunismus schwafelt, hat keinen Schimmer von diesem Kontinent.


    Zudem, wieviel Staaten derzeit weltweit werden von "Kriminellen", teils sogar von Massenmördern, regiert????

    Ahso, arbeitet Herr Maduro dort als Reinigungskraft oder ist er Präsident der das Land völlig an die Wand gefahren hat?

  • Ahso, arbeitet Herr Maduro dort als Reinigungskraft oder ist er Präsident der das Land völlig an die Wand gefahren hat?

    Der außenpolitische Einfluß auf die Entwicklung Venezuelas seit der Wahl von Chaves ist für Dich irrelevant? Venezuela ist nur ein Staat Lateinamerikas, der unter dem unseligen Einfluß der USA nicht seine natürliche Entwicklung vollziehen konnte und kann. Und dass die Masse der Menschen Lateinamerikas mal in Wohlstand lebt, ist keineswegs Ziel der Außenpolitik der USA.

  • Yeah, lasst uns den Dieb aufhängen - durch die Mörder und Kriegsverbrecher ....

    Heißt das, dass Du die Knechtung eines Volkes relativieren möchtest und dafür das immer gern genommene "Die aber auch" anbringst?



    "Nur die allerdümmsten Kälber wählen ihren Metzger selber"

  • Der außenpolitische Einfluß auf die Entwicklung Venezuelas seit der Wahl von Chaves ist für Dich irrelevant? Venezuela ist nur ein Staat Lateinamerikas, der unter dem unseligen Einfluß der USA nicht seine natürliche Entwicklung vollziehen konnte und kann. Und dass die Masse der Menschen Lateinamerikas mal in Wohlstand lebt, ist keineswegs Ziel der Außenpolitik der USA.

    Nein er ist nicht irrelevant. Trotzdem regieren dort keine Goldhamster, Wellensittiche, Zwerghasen sondern Menschen aus Fleisch und Blut. Chavez und Maduro haben ihr Land wissentlich und willentlich in den Bankrott geführt. Das ist ein Fakt

  • Heißt das, dass Du die Knechtung eines Volkes relativieren möchtest und dafür das immer gern genommene "Die aber auch" anbringst?

    Ne, ich kritisiere nur, wer die treibende Kraft dahinter ist. Und das sind nun mal leider viel größere Verbrecher.

    Libertarismus. Eine einfältige rechte Ideologie, die sich ideal für diejenigen eignet,

    die nicht in der Lage oder nicht bereit sind, über ihre eigene soziopathische Haltung hinauszusehen.

    * Iain Banks

  • Ne, ich kritisiere nur, wer die treibende Kraft dahinter ist. Und das sind nun mal leider viel größere Verbrecher.

    Die treibende Kraft wobei? Beim Pampern der Armee, der Korruption und der Armut und Rechtlosigkeit des Volkes?



    "Nur die allerdümmsten Kälber wählen ihren Metzger selber"

  • Nein er ist nicht irrelevant. Trotzdem regieren dort keine Goldhamster, Wellensittiche, Zwerghasen sondern Menschen aus Fleisch und Blut. Chavez und Maduro haben ihr Land wissentlich und willentlich in den Bankrott geführt. Das ist ein Fakt

    Sowohl Chaves als auch Maduro dürften sich kaum durch überragende Fähigkeiten ausgezeichnet haben. Sozialismus stand in Venezuela nun mal nicht auf der Agenda, war aber das Schlagwort, das die verarmten Massen begeisterte und zur Wahl von Chaves führte. Die Folgen kamen hinterher, die USA dulden keinen "Sozialismus" in ihrem Hinterhof, wie Guatemala, Chile, Kuba, Nigaragua und nun auch Venezuela beweisen.

  • Die treibende Kraft wobei? Beim Pampern der Armee, der Korruption und der Armut und Rechtlosigkeit des Volkes?

    Tu nicht so, als ob du nicht genau wüsstest, was ich meine. Die treibende Kraft hinter jedem 2. Umsturz, Putsch und bei der Einsetzung von Diktatoren, ultrarechten Regimen und Blutsäufern in Süd- und Mittelamerika ist nicht Maduro.

    Libertarismus. Eine einfältige rechte Ideologie, die sich ideal für diejenigen eignet,

    die nicht in der Lage oder nicht bereit sind, über ihre eigene soziopathische Haltung hinauszusehen.

    * Iain Banks