Dramatische Entwicklung in Venezuela. Marschiert Trump ein?

  • Nein er ist nicht irrelevant. Trotzdem regieren dort keine Goldhamster, Wellensittiche, Zwerghasen sondern Menschen aus Fleisch und Blut. Chavez und Maduro haben ihr Land wissentlich und willentlich in den Bankrott geführt. Das ist ein Fakt

    Mit wissentlich würde jetzt nicht unbedingt konform gehen, zumindest bei Chavez. Sein Problem war das er viele Projekte ausserhalb Venezuelas angestrengt hatte die zu einem gut ( Kuba) zu anderen nach hinten ( Kooperation mit z.B. Iran in der Ölgewinnung..) losgingen.


    Iregndwann war er wohl nicht mehr in der finanziellen Lage wichtige Infrastrukturmaßnahmen anzuschieben ( Ein einziges, grösseres Stromkraftwerk haben die bekanntlich ).


    Allerdings, hier auch nochmal, der Abschwung kam generell in der Zeit wo die einstigen südamerikanischen Hoffnungsträger wie eben Brasilien wirtschaftlich auf Tiefflug gingen. Und woran lag's ? Nicht nur an den üblichen wirtschaftlichen Kennzahlen, sondern das einstige Haupinvestoren

    ( vom Golf ) ihr Vertrauen in Brasilien verloren und massenhaft Geld abzogen sondern auch der gleichzeitig einsetzende Ölpreiskampf ( USA, UAE versus Iran etc. ) bei dem das teuer geförderte Öl aus Südamerika bei schlechterer Qualität dramatisch an Wert verlor. Das war ein Dominoeffekt der es in sich hatte...

  • Sowohl Chaves als auch Maduro dürften sich kaum durch überragende Fähigkeiten ausgezeichnet haben. Sozialismus stand in Venezuela nun mal nicht auf der Agenda, war aber das Schlagwort, das die verarmten Massen begeisterte und zur Wahl von Chaves führte. Die Folgen kamen hinterher, die USA dulden keinen "Sozialismus" in ihrem Hinterhof, wie Guatemala, Chile, Kuba, Nigaragua und nun auch Venezuela beweisen.

    Ach Kater, das kam wohl von beiden Seiten. Chavez und Maduro haben ja mit anti - amerikischen Parolen auch nicht gespart.

    Beide hohl in der Birne, politische Versager, da musste der Suendenbock USA her halten um eigene Unfaehigkeit zu uebertuenchen.

    Venezuela hat nur eine Moeglichkeit aus der Krise zu kommen, Maduro zum Teufel zu jagen. Schlimmer kann es ja nicht werden.


    Nur, aktiv von aussen einzugreifen ist der falsche Weg. Sanktionen? Was soll man da gross sanktionieren? Das Land kann ja noch nicht mal die Grundversorgung fuer das Volk sichern. Export? Nur Oel, und China freut sich. Mit Handelspartnern die am Boden sind kann man gut Geschaefte machen.

    Oel als Druckmittel hilft Venezuela bei dem momentanen Markt nichts. Dann, wer schliesst schon gerne Vertraege mit einem politisch unstabilen Land ab?

    "Unsere Antwort ist mehr Demokratie, mehr Offenheit und mehr Humanitaet" ( J. Stoltenberg nach den Terroranschlaegen)

  • Ach Kater, das kam wohl von beiden Seiten. Chavez und Maduro haben ja mit anti - amerikischen Parolen auch nicht gespart.

    Wenn man auf einen Mehlsack klopft, kommt immer Staub raus! Und die USA sind nun mal schuld an der Unterentwicklug ganz Lateinamerikas, da beißt die Maus keinen Faden ab. Allerdings ist Kritik kein "Antiamerikanismus", Venezuela ist auch Amerika! Ich bin grundsätzlich dagegen, diesen Begriff immer zu benutzen. Man diffamiert damit Kanada ebenso wie die lateinamerikanischen Staaten, die mit der Politik der USA kaum übereinstimmen, sondern mehrheitlich unter deren Folgen leiden.

    Und wenn man einen politischen Gegner ausgemacht hat, kann man ihm natürlich auch Schuld zuschreiben, wen es mit der eigenen Politik nicht so läuft, wie erhofft. Chavez und Maduro folgen darin nur den üblichen ausgetretenen Wegen in der Auseinandersetzung.

  • Über die Politik der USA müssen wir nicht diskutieren, da sind wir uns einig. Trotzdem bin ich der Meinung dass Chaves und später Maduro den Hauptanteil an dieser Misere hatten/haben. Das kann man nicht so einfach schönreden. Ob jetzt aus Kolumbien mehr Menschen geflohen sind als aus Venezuela macht die Politik der beiden nicht besser. Ja die USA mischen dort kräftig mit, aber die gewissenlose Politik von Maduro macht es den Amis auch leicht.

    Da sind wir auch einer Meinung. Nur sind in solchen Situationen eben Sanktionen, die IMMER auch die Bevölkerung treffen, nicht nur kontraproduktiv, sondern wirken auch verstärkend.

    Und eben dieses wird nun argumentativ auch noch gegen dieses Land verwendet. Ganz so, als sei man eben nicht in der Mitschuld. DAS ist für mich das perfide.


    Kein Land der Welt darf einem anderen Land aufzwingen, wann und wen sie wählen sollen/müssen. Das verstehe ich unter Nichteinmischung. Und nun überlege doch mal, welche Chancen die Ölindustrie Venezuelas hatte und heute hat, selbst wenn sie effektiv und ordentlich funktionieren würde.

    Bisher waren die USA der größte Abnehmer.


    Ich will hier mal das Verhältnis Europa/UdSSR heranziehen. Dir Russen haben selbst im kalten Krieg verlässlich geliefert. Denn hier geht es um Wirtschaft und nicht um Politik.

    Das sah bei den Amis schon immer anders aus. Und heute ist es mMn sogar noch schlimmer, weil die USA nämlich andere Länder erpressen, wenn sie mit jemandem Geschäfte machen, dessen Regierung denen nicht in den Kram passt, weil die mit der USA nicht viel zu tun haben wollen.


    Ja wo leben wir denn? El Dictatore Americano bestimmt, wo wir unser Gas, Öl, Mais und ...Schweinebäuche kaufen?

    Ich glaub es hackt!!


    Das hat sich die UdSSR nicht mal in ihren härtesten Zeiten getraut. Sorry, so nich.

    Für mich steht hier die UN in der Pflicht. Leider ist ja auch mittlerweile so dermaßen Parteiisch, dass man die eigentlich mal ausmisten müßte.


    Aber was meinst du, was wohl passieren würde, wenn internationale Hilfe die Industrie dort so unterstützen würde, dass sie auf eigenen Beinen steht? Wenn demokratische Reformen umgesetzt und durch Neuwahlen legitimiert werden. Was wenn sich Venezuela trotz all dem wieder für einen "Linken" entscheidet, der keine US Ölkonzerne über die Rohstoffe bestimmen lassen will, sonder es selbst macht.


    Solch Plänen würde eine USA nie zustimmen. Sie würde durch Veto weiterhin die Welt diktieren. Nein, es muß endlich eine Veränderung im Umgang mit den USA stattfinden. Wenn ich zu entscheiden hätte, dann würde ich einen Ausfuhrstop aller Waren in die USA verhängen. Mit Diktaturen würde ich nämlich keine Geschäfte machen. Denn das außenpolitische Verhalten der USA ist diktatorisch! Hinzu käme noch eine militärische Aggression, die mit der Charta der UN nichts mehr zu tun hat, das nicht anerkennen internationaler Institutionen und Gerichte kommt ja noch hinzu.


    Die Amis würde sehr schnell verstehen, dass "great again" nur zusammen funktionieren kann. Wie sähe denn eine USA aus, die starken Handelsbeschränkungen unterliegen würde? ...kann ich dir sagen, die wären im ArXXX... ;) Die sind von Importen so dermaßen abhängig, dass man denen wirtschaftlich im Handumdrehen das Genick brechen könnte.


    Aber leider stehen diesen ganzen Plänen nicht nur hörige und willige Pro USA Politiker im Weg, sondern auch die Angst, als kleiner Staat jederzeit durch diverse Subversivitäten durch Interessierte platt gemacht werden kann.


    Meiner Ansicht nach schießt sich grad die "westliche Wertegemeinschaft" ins eigene Knie. Wir zelebrieren die Versenkung unserer eigenen Glaubwürdigkeit in der intern. Politik.


    Bei all der Diskussion scheint mir aber ein Punkt etwas unter gegangen zu sein.

    Wie sieht denn das Programm des Selbsternannten aus? Was will der anders machen, besser machen?

    Vorbild Kolumbien? Oder Bolivien? ...oder doch Brasilien?


    Es darf jedenfalls nie wieder dazu kommen, dass Steuererhöhungen für Ami-Konzerne eine CIA Aktion nach sich ziehen (Banana Rama in Guatemala)


    Zitat

    ...

    1944 wurde jedoch die Diktatur in Guatemala gestürzt und daraufhin Juan José Arévalo als neuer demokratischer Präsident gewählt, 1951 wurde Jacobo Arbenz sein Nachfolger. Die neue Regierung enteignete gegen eine Entschädigung etwa 530 km² Land von der UFC und verteilte es an Kleinbauern. Außerdem forderte sie bessere Arbeitsbedingungen, Mindestlöhne und Sozialleistungen. Die UFC protestierte daraufhin beim amerikanischen Außenministerium und forderte unter dem Vorwand, die neue Regierung sei kommunistisch, deren Sturz. Der damalige Außenminister der USA, John Foster Dulles (der früher als Anwalt bei UFC arbeitete), sowie sein Bruder Allen Dulles, Chef der CIA, leiteten dann am 16. Juni 1954 mittels einer Söldnertruppe von nur 400 Mann um den Exil-Guatemalteken Castillo Armas den Sturz der guatemaltekischen Regierung ein (Operation PBSUCCESS). Als Präsident Arbenz endgültig die Kontrolle über sein Land verlor, trat er am 27. Juni 1954 zurück und überließ Castillo Armas das Amt. Als eine der ersten Amtshandlungen gab er der UFC das enteignete Land zurück und strich sämtliche Arbeitnehmerschutzgesetze. Es folgte eine fast 40 Jahre andauernde, von der CIA unterstützte Militärdiktatur, die vermutlich über 100.000 Todesopfer forderte, von denen viele zu den sogenannten „Verschwundenen“ zählen.

    ...

    https://de.wikipedia.org/wiki/…ternational#Lateinamerika

  • Es darf jedenfalls nie wieder dazu kommen, dass Steuererhöhungen für Ami-Konzerne eine CIA Aktion nach sich ziehen (Banana Rama in Guatemala)

    Genau darum gibt es in Deutschland/Berlin ja eine John-Foster-Dulles-Allee und in Guatemala ..nicht.


    Was noch fehlt in der Kurzbeschreibung sind die extremsten Beispiele das es Perioden gab wo jeder "aufgegriffene" Indigene ( 90 % Analphabetenrate ) ohne gültige Ausweispapiere eine gewisse Zeit fast unbezahlte Frondienste in den Plantagen leisten musste. Also hat sich United Fruit wirklich dumm und dusselig verdient.

    Und auch wer dort offiziell als Tagelöhner angestellt war, ohne medizinische Versorgung und ausreichende Nahrung, ruinierte seine Gesundheit allein an den natürlichen Gegebenheiten- dem klimatischen Stress - entweder zur Erntezeit in den heißfeuchten, subtropischen Regionen ( Bananen) oder dann wechselnd in den hochgelegenen, kühlen Kaffeeplantagen arbeiten "zu dürfen".....

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    Ja wo leben wir denn? El Dictatore Americano bestimmt, wo wir unser Gas, Öl, Mais und ...Schweinebäuche kaufen?

    Ich glaub es hackt!!


    ...

    Das ist der Knackpunkt. Nicht ob Guaido oder Maduro oder Chavez alles verkackt haben. Genau wie beim Iran zeigt sich die Wirkung von Wirtschaftssanktionen, wenn ein Land fast völlig isoliert ist. Auch Venezuela wird einknicken müssen. Trump zeigt gerade allen wo der Barthel den Most holt. (Das hat übrigens nichts mit einem Mann namens Barthel zu tun sondern mit jiddisch wo Barthel eine Brechstange ist und Most Geld bedeutet. Also es heißt "Wo der Hammer hängt" oder "wo es langgeht").

  • Genau darum gibt es in Deutschland/Berlin ja eine John-Foster-Dulles-Allee und in Guatemala ..nicht.


    Was noch fehlt in der Kurzbeschreibung sind die extremsten Beispiele das es Perioden gab wo jeder "aufgegriffene" Indigene ( 90 % Analphabetenrate ) ohne gültige Ausweispapiere eine gewisse Zeit fast unbezahlte Frondienste in den Plantagen leisten musste. Also hat sich United Fruit wirklich dumm und dusselig verdient.

    Und auch wer dort offiziell als Tagelöhner angestellt war, ohne medizinische Versorgung und ausreichende Nahrung, ruinierte seine Gesundheit allein an den natürlichen Gegebenheiten- dem klimatischen Stress - entweder zur Erntezeit in den heißfeuchten, subtropischen Regionen ( Bananen) oder dann wechselnd in den hochgelegenen, kühlen Kaffeeplantagen arbeiten "zu dürfen".....

    Uff... natürlich hab ich nur angerissen.

    Und natürlich sind mir viele Aktionen in diesem Gebiet der Erde bekannt. Auch solche, die es nicht in die MSM geschafft haben.


    Was mich ja so dermaßen verwirrt ist, dass wir hier von einem Land (USA) sprechen, dass sich grad in Sachen Humanität und demokratischer Umstürze einen Namen gemacht hat und zwar einen sehr miesen.

    Diese stellen sich jetzt als Moralapostel hin und diktieren anderen, bei diesem Spiel mitzumachen?

    Und nur wenige (und vor allem Aufgeklärte) finden das bedenklich. Grad die wären die letzten, die ich bei solch politischen Disputen hinzuziehen würde, weil die nämlich so gar keine Kompetenzen haben.


    Mal davon ab, dass ich eh der Meinung bin, dass diese Staaten dort im Norden von Südamerika viel besser zusammen arbeiten sollten. Aber das hat ja eben die USA in Jahrzehnte langer und brutalster Art verhindert. Man möchte meinen, dass die Juppys und Eliteschichtler sich ihre Quelle für gutes Koks nicht nehmen lassen wollen. ;)


    mfg

  • Und nur wenige (und vor allem Aufgeklärte) finden das bedenklich. Grad die wären die letzten, die ich bei solch politischen Disputen hinzuziehen würde, weil die nämlich so gar keine Kompetenzen haben.

    Aber auch hier, wir dürfen Trump dankbar sein. Die "Aufgeklärten" sparen sich das Gelaber....


    Das Negative ist halt das was unsere Politentscheider überhaupt nicht bemessen - die dadurch enorm gewachsene Errosion in der Glaubwürdigkeit unserer Demokratie vor Ort. Jeder Honk bekommt mittlerweile eine Ahnung wie und wo und wer, ob national/international hier den Griff an unsere Politentscheiderhoden hat.

    Entweder ist das überhaupt nicht einkalkuliert oder was ich eher glaube, man schließt Politisch vor diesen Tatsachen schlicht die Augen und lässt die Karre in dieser Richtung gegen die Wand fahren. Aufgrund fehlender Alternativen.

  • Vermeintlich fehlender Alternativen. Alternativen sind wie Sand, es gibt sie reichlich. Manche passen nicht ins verkrustete Ideologiemuster, andere sind risikoreich, wieder andere würden die Bedeutung desjenigen, der etwas als alternativlos propagiert verringern.


    Etwas als alternativlos darzustellen zeugt von intellektueller Armut.

    Libertarismus. Eine einfältige rechte Ideologie, die sich ideal für diejenigen eignet,

    die nicht in der Lage oder nicht bereit sind, über ihre eigene soziopathische Haltung hinauszusehen.

    * Iain Banks

  • ...


    Etwas als alternativlos darzustellen zeugt von intellektueller Armut.

    Es mangelt ja nicht an Alternativen oder an Vorstellungen und Ideen. Es mangelt an politischem, wirtschaftlichem und militärischem Gewicht. Das liegt einzig und allein in den USA. Beim POTUS. Von daher gibt es nur sehr langfristig eine Chance auf Änderung. Aktuell nützt das weder Venezuela noch dem Iran das Geringste.

  • Vermeintlich fehlender Alternativen. Alternativen sind wie Sand, es gibt sie reichlich. Manche passen nicht ins verkrustete Ideologiemuster, andere sind risikoreich, wieder andere würden die Bedeutung desjenigen, der etwas als alternativlos propagiert verringern.


    Etwas als alternativlos darzustellen zeugt von intellektueller Armut.

    Das wäre also deine Unterstellung mir gegenüber ?? Hmmm.


    Dann bitte ich um eine Präsentation einer im hier und jetzt machbaren Alternative, mit Personen die ad hoc wählbar sind, die nötige Durchsetzungkraft im politischen und gegenüber dem wirtschaftlichen Sektor bzw. überhaupt diese Vorstellungen auf der Agenda haben sich aus diesen genannten Fesseln zu befreien.

    Und bitte keine Ausflüchte in ein visionäres Taka Tuka Land, sondern ganz konkret.


    Weil das kann ich auch, oder analog zu einem meiner musikalischen Lieblingsinterpreten Fats Waller...


    images?q=tbn:ANd9GcSvBnxYItcTgpJuFCrwF_5ky898fezEHwG3rddHhxYtsw-KX-af


    ..You meet the nicest people in your dreams.."


    http://www.youtube.com/watch?v=nJQSBai3PUA

  • Wollen wir einmal das wirtschaftliche Gewicht der USA auf die Waage legen? Das einzige, was bei denen noch richtig Gewicht hat sind ihre überbordenden Schulden - im Grunde würde ihnen ein Griechenland-Rettungsprogramm gut zu Gesicht stehen inkl. aller damit verbundenen Härten. Ihren gesamten Frackingdreck , der für einen sehr großen Teil des künstlich herbeigeführten Aufschwungs steht könnten sie in die Tonne kloppen, wenn EU, China und Russland zusammen arbeiten würden.

    Libertarismus. Eine einfältige rechte Ideologie, die sich ideal für diejenigen eignet,

    die nicht in der Lage oder nicht bereit sind, über ihre eigene soziopathische Haltung hinauszusehen.

    * Iain Banks

  • Wollen wir einmal das wirtschaftliche Gewicht der USA auf die Waage legen? Das einzige, was bei denen noch richtig Gewicht hat sind ihre überbordenden Schulden -

    Sorry, das ist doch Tüdelkram. Die USA haben weltweit den Finanzsektor im Griff, sind global die Importgrösse nach deren Richtlinien von Amsterdam bis Quingdao alle tanzen, haben Anteile an den meisten Börsen weltweit, der soooo lange totgesagte USD Dollar ist dito Weltwährung Nummer 1, nach dem EURO richtet sich kaum einer. Die EU steht dagegen auf tönernden Füssen. Wie leicht man das zum zittern bringt siehst Du gerade.


    Gefällt mir das ? Nein. Sind das nunmal die Fakten ? Ja.

  • Das liegt aber nicht an der vermeintlichen Stärke der USA, sondern an der Rückgratlosigkeit und der eingebildeten Schwäche vor allem der EU. Gemessen an den Rohdaten ist alleine die EU stärker als die USA.


    Zitat

    https://www.bpb.de/nachschlage…/bruttoinlandsprodukt-bip
    Das weltweite Bruttoinlandsprodukt (BIP) lag im Jahr 2017 bei 80,1 Billionen US-Dollar (in konstanten Preisen, Basisjahr 2010). Davon entfielen 23,5 Prozent auf die 28 Mitgliedstaaten der Europäischen Union (EU), 21,8 Prozent auf die USA und 12,7 Prozent auf China.

    Libertarismus. Eine einfältige rechte Ideologie, die sich ideal für diejenigen eignet,

    die nicht in der Lage oder nicht bereit sind, über ihre eigene soziopathische Haltung hinauszusehen.

    * Iain Banks

  • Das liegt aber nicht an der vermeintlichen Stärke der USA, sondern an der Rückgratlosigkeit und der eingebildeten Schwäche vor allem der EU. Gemessen an den Rohdaten ist alleine die EU stärker als die USA.

    Die EU Staaten könnten aus der Nato austreten, die USA Politik ablehnen zu unterstützen und eben keinerlei Sanktionen der USA mitzutragen. Zudem sollten sämtliche Stützpunkte der USA in Europa geräumt werden. Wenn dann Russland und China sich solchem Vorgehen anschlössen, die meisten UNO Staaten mitmachen würden, hätten wir sofort eine andere freiere Weltordnung!

  • Und schwupps sind wir doch wieder auf Fantasy Island oder in dem linksliberalen Stuhlkreis der 1990er Jahre.


    Sorry, Jungs, hört doch mal die Realosignale.


    Nato: Deutschland hat den grössten ausländischen US Stützpunkt, ist strategischer Hauptpfeiler der Nato und und.

    Damit steht und fällt der politische und wirtschaftliche Einfluß der USA hier in Europa. Austreten wollen ?


    Russland und China sind Rivalen. Und zwar wirtschaftlich, nicht ideologisch. Das Thema ist ja längst passe.

    Die wollen in den gleichen Gewässern fischen wobei China die eindeutig längere Angel hat. Und egal wie wir hier die USA beurteilen, eine "freie" Weltordnung gibt es für jemand der zwischen diesen beiden Verhandlungspartnern ( China - Russland ) zu stehen hat nun wirklich üerhaupt nicht.

  • ..........Nato: Deutschland hat den grössten ausländischen US Stützpunkt, ist strategischer Hauptpfeiler der Nato und und.

    Damit steht und fällt der politische und wirtschaftliche Einfluß der USA hier in Europa. Austreten wollen ?

    Gerade deshalb wäre es für Deutschland zuerst Pflicht, sich aus der Nato zu verabschieden!

  • Also was die Militärstützpunkte angeht, so ist das lediglich abhängig vom politischen Willen.

    Es gibt keine Bestandsgarantie oder kein Recht, was die USA aufrufen könnten, um die weiter zu betreiben.


    Ja, BRM, ich bin in vielen Punkten bei dir. Nur Veränderungen können nur durchgeführt werden, wenn man auch Forderungen stellt, die politisch umgesetzt werden wollen. Und da hakt es gewaltig.

    Hätten unsere Volkstreter ein wenig Schneid, dann könnten wir sofort aus der NAhTOd Erfahrung aussteigen. Kein Problem.


    Dann würden die Amis uns auch nicht mehr mit diesen vershicenen 2% auf den Sack gehen.


    Und was wäre eigentlich, wenn wir den USA drohen, einfach nix mehr in ihr Land zu liefern?

    Es muß nur einer den Anfang machen. China könnte sich dem Anschließen und schon wären die USA wirtschaftlich am Ende.


    Wenn man all dies betrachtet und mal kleinlichst auseinander nimmt, dann muß man echt fragen, welche Macht die USA eigentlich darstellen? Ich sehe da nichts, weder substanziell noch ideologisch ist da was.


    Und nun stell dir vor, die wären auch das einzige Land, dass diesen Selbsternenner anerkennen.


    hm think GIF


    .....und? Kopfkino funktioniert? ;)


    mfg

  • Also was die Militärstützpunkt angeht, so ist das lediglich abhängig vom politischen Willen.

    Es gibt keine Bestandsgarantie oder kein Recht, was die USA aufrufen könnten, um die weiter zu betreiben.....

    Ist ja richtig. Und es wäre für Gesamteuropa natürlich alles von Vorteil. Nur weist Du doch auch am besten das allein nur zwischen der Äusserung eines derartigen "politischen Willens" und der Durchsetzung desgleichen eine Menge passieren muss und...äh auch kann.

    Dafür braucht es nichtmal diverser VT's um sich diese na ...also vielen Möglichkeiten auszumalen....


    Und da kommen wir zu dem anderen Punkt der hier in viele Beiträge reinriecht, d.H. es wird ewig vom alten, kranken transatlantischen Mann gesprochen und eigentlich ist der ja schon tot und überhaupt... Nein, er ist immer noch die Macht.

    Ist nicht fast 2/3 der Frankfurter Börse aufgebröselt in Investorenhand der USA ? Worin glotzen wir denn gerade, wer stellt das Marktbestimmenste Know-how dazu zur Verfügung, wer macht sich geradezu grotesk abhängig von arbeitsvernichtenden Systemanbietern im Dienstleistungssektor etc. pp.


    Also, bei den USA und Ihrem Gebahren liegt es nicht - was hier auch so durchscheint - das alles auf die Feigheit des Gegenübers beruht - Nope, es ist tatsächlich wie bei dem Köter und die Frage warum er sich die Eier leckt....


    Wir könnten eigentlich mal einen Thread aufmachen zum Thema Marktmacht in wieweit sich das auf uns Einzelne auswirkt - nur um mal zu zeigen wie illusorisch es ist hier zu sagen ein Ausstieg aus der DAF wäre doch ein Selbstgänger. Wegen der vielen Alternativen....

  • Die EU Staaten könnten aus der Nato austreten, die USA Politik ablehnen zu unterstützen und eben keinerlei Sanktionen der USA mitzutragen. Zudem sollten sämtliche Stützpunkte der USA in Europa geräumt werden. Wenn dann Russland und China sich solchem Vorgehen anschlössen, die meisten UNO Staaten mitmachen würden, hätten wir sofort eine andere freiere Weltordnung!

    "Die EU-Staaten könnten..." bist Du der Meinung, dass alle EU-Staaten aus einem Guss sind und aus der Nato austreten würden? "Wenn sich dann Russland und China solchem Vorgehen anschlössen..." Das ist doch nichts als völlig unrealistische Traumtänzerei, die nur im Konjunktiv gedeiht!

    Und was wäre eigentlich, wenn wir den USA drohen, einfach nix mehr in ihr Land zu liefern?

    Es muß nur einer den Anfang machen. China könnte sich dem Anschließen und schon wären die USA wirtschaftlich am Ende.

    Wer ist "wir"? "Wir" liefern nichts, es liefern BMW und andere, eigenständige Unternehmen. Wie willst Du die dazu bringen, "einfach nix mehr zu liefern"? Wie erklärst Du das denen, die dann ihre Arbeitsplätze verlieren? Und wieder der beliebte Konjunktiv: China könnte sich anschließen... China tut den Teufel und liefert blitzartig das, was "wir" nicht mehr liefern!



    "Nur die allerdümmsten Kälber wählen ihren Metzger selber"