• Du wirst es nicht glauben, die reine Wortfedinition kenne ich. Ich habe aber nie verstanden, wie diese "Reaktion" definiert werden kann. Es kann ja rein theoretisch auch die Demokratie damit gemeint sein, wenn es nur darum geht, dass sie "überwunden" wurde.

    Demokratie muss nicht überwunden werden! Sie ist ein gesellschaftlicher Idealzustand, wenn die Machtfrage zugunsten der fortschrittlichen Mehrheit gesichert wurde.

  • Aufstände gegen die herrschende Klasse waren in der Geschichte immer blutig und mit massiven Opfern verbunden. Ein friedliche Revolution ist die absolute Ausnahme. An die Spitze einer Revolution werden immer bestimmte Leute gespült, die einen gewissen Machtinstinkt ausleben. Mit friedlichen Demonstrationen hätte man keine Revolution zum Siege führen können, man hätte die Menschen einfach zusammengeschossen, hingeschlachtet, wie beim Spartakusaufstand, beim Dt. Bauernkrieg, der Pariser Kommune, oder Im Bürgerkrieg nach der Oktoberrevolution bzw. heute beim March of Return in Palästina/Gaza.


    Was die Herren und Damen übersehen, die hier die Gewalt auf Demos der Gelbwesten kritisieren:


    Wenn friedliche Demos und eine friedfertig versuchte politische Einflussnahme aus Sicht der betroffenen Akteure keinen Effekt erbringt, dann droht die versuchte politische Einflussnahme radikale Formen anzunehmen. Gewalt ist ein Problem, aber auch dieses Problem hat Ursachen und die werden meist von denjenigen, die diese Gewalt kritisieren übersehen. Das ist unklug und lässt daran zweifeln, dass es den Gegnern dieser Gewalt wirklich um eine Verhinderung dieser Gewalt geht. Am PC zusammengestöpselte Hassreden werden da nichts erbringen.


    Ichs ehe es inzwischen als eine Zeitverschwendung diese Thematik endlos zu zerreden. Die einen interessieren sich einen Dreck für die politischen Hintergründe der Gelbwesten und erreichen natürlich herzlich wenig, wenn sie sich hier in diesem Biotop auf Deutsch gegen diese auskotzen. Wer da gegen hält erzielt de facto keine bessere Effizienz, da eine eigentliche Diskussion auf Grund der Missachtung hier erbrachter Argumente ausfällt und meist nur das eigene Lager bedient wird,


    Die autokratische Politik einer Frau Merkel und eines Herrn Macron (die de facto auch nur Handlager der eigentlichen Machthaber sind) pfeift schön weiterhin auf die Belange der gesellschaftlichen Verlierer und das gesamte gesellschaftliche Klima unterstützt diese Ignoranz. Angesichts dieser Politik ist es vermutlich nur eine Frage der Zeit bis die Bombe platzt, dann haben unsere Gewaltgegner frischen Stoff für ihre hasserfüllte hilflose Jammerei und nichts ist gewonnen.

  • Du wirst es nicht glauben, die reine Wortfedinition kenne ich. Ich habe aber nie verstanden, wie diese "Reaktion" definiert werden kann. Es kann ja rein theoretisch auch die Demokratie damit gemeint sein, wenn es nur darum geht, dass sie "überwunden" wurde.

    Es geht nicht darum die Demokratie zu überwinden. Es geht vielmehr darum diese erst einmal wiederherzustellen bzw. erst einmal richtig herzustellen, da diese längst durch die Egomanie korrupter Eliten außer Kraft gesetzt bzw. an ihrer effizienten Ausgestaltung behindert wurde/wird.

  • Demokratie muss nicht überwunden werden! Sie ist ein gesellschaftlicher Idealzustand, wenn die Machtfrage zugunsten der fortschrittlichen Mehrheit gesichert wurde.

    Dass Demokratie ein gesellschaftlicher Idealzustand ist, ist von unserer Warte aus richtig, aber dennoch Interpretation, eine "Meinung". Es kann durchaus auch anders gesehen werden und wurde und wird es weltweit. Und was eine fortschrittliche Mehrheit ist, ist ebenfalls Auslegungssache.

    Für so manchen ist das, was als Fortschritt gilt, eine Zumutung.

  • Dass Demokratie ein gesellschaftlicher Idealzustand ist, ist von unserer Warte aus richtig, aber dennoch Interpretation, eine "Meinung". Es kann durchaus auch anders gesehen werden und wurde und wird es weltweit. Und was eine fortschrittliche Mehrheit ist, ist ebenfalls Auslegungssache.

    Für so manchen ist das, was als Fortschritt gilt, eine Zumutung.

    Fortschritt ist eine Entwicklung, die die Lebensqualität der Menschheit signifikant verbessert und die Lebensbedingungen in Übereinstimmung mit dem Erhalt der Natur für die überwiegende Mehrheit langfristig sichert.

  • In jeder Gesellschaft auf diesem Planeten gibt es Menschen, die jeder Art von Fortschritt im Weg stehen, sehr oft aus niedrigen Beweggründen wie Habgier.

    Religion wird von den einfachen Leuten als wahr, von den Weisen als falsch und von den Herrschern als nützlich angesehen.

    Lucius Annaeus Seneca

  • Das ist richtig, aber da geht es um Individuen, vielleicht sogar viele. Aber ich spreche davon, dass es Gesellschaftstheorien gibt, die grundsätzlich nach einem anderen Menschenbild ausgerichtet sind und deshalb scheitern müssen.

  • Demokratie muss nicht überwunden werden! Sie ist ein gesellschaftlicher Idealzustand, wenn die Machtfrage zugunsten der fortschrittlichen Mehrheit gesichert wurde.

    Und wenn die Möglichkeiten der Manipulation und des Lobbyismus stark eingeschränkt sind. Und wenn wirtschaftliche Macht ausgeschlossen ist. Und wenn es vor Gericht nur noch Pflichtanwälte gibt. Und wenn Bildung keine Frage des Elternhauses ist. Und wenn Arbeitnehmer viel weniger erpressbar sind. Ziemlich viele Wenns ? :erol: Eigentlich finde ich den Robotregenen besser, als Demokratie. :lol:

  • Sagst Du. Es gab und gibt Gesellschaften, in denen Fortschritt anders interpretiert wird und von anderen Lebewesen als den Menschen ausgeht, jedenfalls den Menschen, die sind wie sie sind.

    Die Dinosaurier sind unbewusst in den Untergang getrieben worden. Da war es ein Kometeneinschlag, an dessen Folgen sie sich nicht anpassen konnten. Die Menschen arbeiten bewusst an der Zerstörung ihres Lebensraums und der Natur, in weitgehender Kenntnis sämtlicher Folgen, wenn sie die Politik und die zukünftigen Technologiestrategien nicht anpassen.

  • Das ist richtig, aber da geht es um Individuen, vielleicht sogar viele. Aber ich spreche davon, dass es Gesellschaftstheorien gibt, die grundsätzlich nach einem anderen Menschenbild ausgerichtet sind und deshalb scheitern müssen.

    Das Menschenbild ist nichts Starres, es ist das Ergebnis der gesellschaftlichen Zustände, die auch veränderbar sind. Desweiteren sind die Gesellschaftstheorien auch nur eine Reflexion aus der Zeit, in der sie entstanden sind. Und wer Marx et al. verstanden hat, muss auch zur Erkenntnis kommen, dass es keine statischen Wege gibt, sondern eine Gesellschaft immer mit den sich ergebenden Möglichkeiten gesellschaftlicher Entwicklung taktisch und strategisch umgehen muss. Je höher der allgemeine Bildungsgrad der Menschen ist, je mehr Einsicht in die Notwendigkeit das Handeln prägt, desto mehr Freiheit in einer Demokratie eröffnet sich auch dem Individuum bezüglich Mitwirkung.

  • Und wer Marx et al. verstanden hat, muss auch zur Erkenntnis kommen, dass es keine statischen Wege gibt, sondern eine Gesellschaft immer mit den sich ergebenden Möglichkeiten gesellschaftlicher Entwicklung taktisch und strategisch umgehen muss.

    Die Frage ist aber, was zunächst da ist, der gebildete und veränderte Mensch, oder die Theorie, die den veränderten Menschen voraussetzt und mit dem unveränderten kollidiert.

  • Die Frage ist aber, was zunächst da ist, der gebildete und veränderte Mensch, oder die Theorie, die den veränderten Menschen voraussetzt und mit dem unveränderten kollidiert.

    Der Mensch verändert sich mit den Bedingungen, die seine Veränderung erfordern und auch bewirken. Es gibt keine Voraussetzung "Mensch". Es gibt eben nur Erkenntnisdefizite bei den Massen infolge unzureichender Bildung und deformierter Demokratie.

  • Wer bewertet denn die Meinungen danach, ob sie von gestern sind oder nicht. Im Übrigen: Nicht alle Meinungen von Gestern sind von vornherein verachtenswert, das kommt mir sehr simpel vor. Wenn Du so etwas schreibst, klingt das, als lässt Du ausschließlich eine, Deine Meinung gelten.

  • Du solltest mehr an Metaphern arbeiten. Ich meinte ganz bestimmte Menschen, nicht alle. Und deine Schlußfolgerung kann ich nun so gar nicht nachvollziehen. Ich selbst würde nicht mal im Ansatz auf die Idee kommen, mir solches nach solchem zu unterstellen.

    Wer in Grenzen denkt, denkt begrenzt.

  • Du solltest mehr an Metaphern arbeiten. Ich meinte ganz bestimmte Menschen, nicht alle. Und deine Schlußfolgerung kann ich nun so gar nicht nachvollziehen. Ich selbst würde nicht mal im Ansatz auf die Idee kommen, mir solches nach solchem zu unterstellen.

    Doch, allein "Meinungen von Gestern" als die von bezahlten Idioten zu interpretieren, zeigt, dass Du jede Meinung außerhalb Deiner eigenen als die von bezahlten Idioten betrachtest. Und das ist keine Metapher, sondern Deine grundsätzliche Anschauung.

    Dabei: Was genau sind die Meinungen von gestern?