• ................Die Große Französische Revolution ist ein ganz schlechtes Beispiel, weil zunächst Verbrecher an die Spitze gespült wurden und der Tod vieler unbeteiligter Menschen inkauf genommen wurde...............................

    Aufstände gegen die herrschende Klasse waren in der Geschichte immer blutig und mit massiven Opfern verbunden. Ein friedliche Revolution ist die absolute Ausnahme. An die Spitze einer Revolution werden immer bestimmte Leute gespült, die einen gewissen Machtinstinkt ausleben. Mit friedlichen Demonstrationen hätte man keine Revolution zum Siege führen können, man hätte die Menschen einfach zusammengeschossen, hingeschlachtet, wie beim Spartakusaufstand, beim Dt. Bauernkrieg, der Pariser Kommune, oder Im Bürgerkrieg nach der Oktoberrevolution bzw. heute beim March of Return in Palästina/Gaza.

  • Derartige Krawalle fügen dem Anliegen des überwiegenden, friedlichen Teils der allermeisten Demos einen beträchtlichen Schaden zu. Und in Einzelfällen sehe ich durchaus, auch aus eigener Erfahrung, die Verantwortung für die Eskalation nicht eindeutig bei den Krawallos. Nicht immer, nicht überall, aber wer meint, dass dem im Einzelfall nicht so ist glaubt auch, dass Zitronenfalter Zitronen falten.

    Krawalle, Zerstörung, Hass - dies fügt allem Schaden zu.

    Eigentlich haben die Täter keine Schuld? Weil sie ja einen Grund haben, sich derart zu benehmen?

    Wobei man wieder dabei wäre: Schuld sind immer die anderen. Die armen Jammerlappen. Genau so, wie die Pegidioten oder die AfDeppen.

    Der Zweck heiligt die Mittel? Nicht doch!

    WER ist denn nun verantwortlich für solche kriminellen Handlungen? Ach ja, der Herr Macron in Frankreich, bei uns natürlich Frau Merkel....:bounce:

  • Es kommt einem vor, als wabere undefinierbarer und ungelenkter Hass durch die Atmosphäre, und dann kommen (immer ähnliche) Typen daher und saugen ihn ein. Alsogleich ;-) suchen sie "Objekte", die sie mit diesem Hass anschnaufen können, und immer finden sie Gründe, warum sie das jetzt tun mussten, leider, das ist eben das Wesen des Kollateralschadens, wenn man eigentlich Gutes hat bewirken wollen, aber die bösen Umstände...usw.

    Kurzum: Der Hass ist zuerst da.

  • Krawalle, Zerstörung, Hass - dies fügt allem Schaden zu.

    Eigentlich haben die Täter keine Schuld? Weil sie ja einen Grund haben, sich derart zu benehmen?

    Wobei man wieder dabei wäre: Schuld sind immer die anderen. Die armen Jammerlappen. Genau so, wie die Pegidioten oder die AfDeppen.

    Der Zweck heiligt die Mittel? Nicht doch!

    WER ist denn nun verantwortlich für solche kriminellen Handlungen? Ach ja, der Herr Macron in Frankreich, bei uns natürlich Frau Merkel....:bounce:

    Beschäftige dich einfach mal mit dem Begriff "strukturelle Gewalt".

    Zitat

    „Strukturelle Gewalt ist die vermeidbare Beeinträchtigung grundlegender menschlicher Bedürfnisse oder, allgemeiner ausgedrückt, des Lebens, die den realen Grad der Bedürfnisbefriedigung unter das herabsetzt, was potentiell möglich ist.“

    Dann, wenn du dich damit beschäftigt hast sieh dir die Statistiken zur Einkommensentwicklung der unteren Lohngruppen der letzten 20 Jahre an, sieh dir an, mit was für einer Arschigkeit heute die politischen "Eliten" agieren, angefangen bei Nebentätigkeiten (ganz aktuell Siggi Pop), weiter bei der Verweigerung zukunftsfähiger Gestaltung in Bereichen wie Urheberrecht oder Umweltschutz, bei der Bevorzugung von Konzerninteressen gegenüber den Bürgern.


    Und dann, vielleicht, verstehst du ein ganz kleines bisschen davon, warum es diese Gewaltausbrüche in unseren als Demokratie maskierten Plutokratien gibt.

    Religion wird von den einfachen Leuten als wahr, von den Weisen als falsch und von den Herrschern als nützlich angesehen.

    Lucius Annaeus Seneca

  • Aufstände gegen die herrschende Klasse waren in der Geschichte immer blutig und mit massiven Opfern verbunden. Ein friedliche Revolution ist die absolute Ausnahme. An die Spitze einer Revolution werden immer bestimmte Leute gespült, die einen gewissen Machtinstinkt ausleben. Mit friedlichen Demonstrationen hätte man keine Revolution zum Siege führen können, man hätte die Menschen einfach zusammengeschossen, hingeschlachtet, wie beim Spartakusaufstand, beim Dt. Bauernkrieg, der Pariser Kommune, oder Im Bürgerkrieg nach der Oktoberrevolution bzw. heute beim March of Return in Palästina/Gaza.


    Was die Herren und Damen übersehen, die hier die Gewalt auf Gelbwesten_Demos kritisieren:

    Wenn friedliche Demos und eine friedfertig versuchte politische Einflussnahme aus Sicht der betroffenen Akteure keinen Effekt erbringt, dann droht die versuchte politische Einflussnahme radikale Formen anzunehmen.


    Gewalt ist ein Problem, aber auch dieses Problem hat Ursachen und die werden meist von denjenigen, die diese Gewalt kritisieren übersehen. Das ist unklug.


    Ich halte es auch inzwischen für unklug und sehe es als eine Zeitverschwendung diese Thematik endlos zu zerreden. Die autokratische Politik einer Frau Merkel und eines Herrn Macron (die de facto auch nur Handlager der eigentlichen Machthaber sind) pfeift auf die Belange der gesellschaftlichen Verlierer und das gesamte gesellschaftliche Klima unterstützt diese Ignoranz und angesichts dieser Politik ist es nur eine Frage der Zeit bis der Schuss nach hinten losgeht.

  • Gewalt ist durch nichts zu rechtfertigen, auch nicht durch den Pseudo-Verweis auf die angeblichen Autokraten Macron und Merkel, den dadurch werden wirkliche Autokraten vom Schlage eines Putins und Erdogan verharmlost.

    Das wird man doch wohl noch Fragen dürfen!!


    Uneingeschränkte Solidarität für Israel - gegen Antisemitismus und Antizionismus.



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  • Gewalt ist durch nichts zu rechtfertigen, auch nicht durch den Pseudo-Verweis auf die angeblichen Autokraten Macron und Merkel, den dadurch werden wirkliche Autokraten vom Schlage eines Putins und Erdogan verharmlost.

    Aha, so lange es Leute wie Putin oder Erdogan gibt, hat man gegenüber den harmloseren Vertretern zu kuschen? Merkwürdige Einstellung. Vielleicht sollten die harmloseren Vertreter mal über die Ursachen der Gewalt nachdenken und diese beseitigen, anstatt laufend neue zu schaffen.

    Religion wird von den einfachen Leuten als wahr, von den Weisen als falsch und von den Herrschern als nützlich angesehen.

    Lucius Annaeus Seneca

  • Aha, so lange es Leute wie Putin oder Erdogan gibt, hat man gegenüber den harmloseren Vertretern zu kuschen? Merkwürdige Einstellung.

    Wie Du auf harmlose Vertreter kommst, bleibt dir überlassen. Merkel und Macron sind sicherlich keine Autokraten und der bedeutende Unterschied ist doch, dass die Regime in Moskau und Ankara durch Wahlen "legitimiert" sind, die nach unseren westlich freiheitlich demokratischen Maßstäben, wenn nicht zur Gänze als undemokratisch, so doch nur als halb-demokratisch zu betiteln sind. Und wenn es hier einem nicht mehr gefällt, dann bleibt noch die Auswanderung ins gelobte Land der Putins oder Erdogans, dort wird sicherlich Milch und Honig fließen.

    Das wird man doch wohl noch Fragen dürfen!!


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  • Wie Du auf harmlose Vertreter kommst, bleibt dir überlassen. Merkel und Macron sind sicherlich keine Autokraten und der bedeutende Unterschied ist doch, dass die Regime in Moskau und Ankara durch Wahlen "legitimiert" sind, die nach unseren westlich freiheitlich demokratischen Maßstäben, wenn nicht zur Gänze als undemokratisch, so doch nur als halb-demokratisch zu betiteln sind. Und wenn es hier einem nicht mehr gefällt, dann bleibt noch die Auswanderung ins gelobte Land der Putins oder Erdogans, dort wird sicherlich Milch und Honig fließen.

    "Geh doch rüber" als Antwort ist aber nicht mal befriedigend. Ist aber die übliche Rhetorik des feisten Wohlstandsbürgers, der nicht kapieren will, dass es dieser Staat und das auf Gier und Egoismus basierende Wirtschaftssystem sind, die Millionen Menschen zu Verlierern machen, ohne dass dies nötig ist.

    Religion wird von den einfachen Leuten als wahr, von den Weisen als falsch und von den Herrschern als nützlich angesehen.

    Lucius Annaeus Seneca

  • ............... Und wenn es hier einem nicht mehr gefällt, dann bleibt noch die Auswanderung ins gelobte Land der Putins oder Erdogans, dort wird sicherlich Milch und Honig fließen.

    Das ist die allbewährte Floskel, mit der jegliche Kritik am westlichen System nieder gemacht wurde, Du bist keineswegs damit originell. Zudem fließen sowohl in Russland, der Türkei und anderen "weniger demokratischen Staaten" für eine mehr oder minder große Schicht oder Gruppierung durchaus "Milch & Honig"! Nur ist es bei uns eben auch nicht anders, die Reichen wissen nicht wohin mit ihrem Geld, der Mittelstand zahlt fast alles und ein größeres Drittel der Menschen weiss kaum noch, wie sie ihre Miete und Stromkosten bezahlen sollen. Und seit 30 Jahren stellen wir im Osten fest, dass keine Wahl etwas geändert oder verbessert hätte.

  • Das ist die allbewährte Floskel, mit der jegliche Kritik am westlichen System nieder gemacht wurde, Du bist keineswegs damit originell. Zudem fließen sowohl in Russland, der Türkei und anderen "weniger demokratischen Staaten" für eine mehr oder minder große Schicht oder Gruppierung durchaus "Milch & Honig"! Nur ist es bei uns eben auch nicht anders, die Reichen wissen nicht wohin mit ihrem Geld, der Mittelstand zahlt fast alles und ein größeres Drittel der Menschen weiss kaum noch, wie sie ihre Miete und Stromkosten bezahlen sollen. Und seit 30 Jahren stellen wir im Osten fest, dass keine Wahl etwas geändert oder verbessert hätte.


    Das westliche System... nun ja, das östliche System hat um 1989 verfallene Stadtteile hinterlassen! Dazu vieles mehr, was schon damals nicht dem Standard mehr entsprach. Möchtest Du dahin zurück ?


    Und wenn man sich die letzten 30 Jahre anschaut, dann hat sich in Ostdeutschland eine Menge zum besseren getan.


    Die Lage in Frankreich heute ist aber eine komplett andere als wie 1989 in der DDR. Frankreich ächzt in der Wirtschaft unter eingefahrenen Strukturen, Vetternwirtschaft usw. und ist politisch ein demokratisches System mit freien Wahlen, einem mächtigen Präsidenten, auf den das politische Leben zentriert ist und mir scheint, dass der Protest der Gelbwesten eher durch ein Gefühl der politischen Ohnmacht getragen wurde, bevor er sich verselbstständigt hat und in Gewalttätigkeit entartete.



    Der Zentralismus in Frankreich ist übrigens ein Erbe der Französischen Revolution. Der Föderalismus ist im Blut der Aufständischen der Vendee u.a. Orten ertränkt worden.

    Das wird man doch wohl noch Fragen dürfen!!


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  • ..................Und wenn man sich die letzten 30 Jahre anschaut, dann hat sich in Ostdeutschland eine Menge zum besseren getan.........................Die Lage in Frankreich heute ist aber eine komplett andere als wie 1989 in der DDR......................

    Wo habe ich die Lage in Frankreich je mit der in der DDR verglichen???? Und höre bitte auf von "Freien Wahlen" zu faseln! Wahlen sind erst frei, wenn der Wähler politisch bewusst unter realen Alternativen wählen kann! Die Große Französische Revolution hat auf ganz Europa und Nordamerika einen umfassenden positiven Einfluss ausgeübt, die Welt in die Neuzeit katapultiert, allerdings hat sie trotz hohem Blutzoll der normalen Menschen nicht ausreichend mit den reaktionären Kräften aufgeräumt, letztendlich auch deshalb, weil Napoleon sich mit Spanien und Russland völlig unsinnig in Kriege verwickeln liess, die nicht zu gewinnen waren.

  • Ich hab nie verstanden, was der Begriff "reaktionäre Kräfte" eigentlich bedeutet. Und: Kann ich da bitte eine Erklärungskurzform haben, denn ich will nicht den ollen Marx lesen müssen, um das zu erfahren.

    Dafür reicht ein Blick in ein Wörterbuch, hier präsentiert von Google:


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    Religion wird von den einfachen Leuten als wahr, von den Weisen als falsch und von den Herrschern als nützlich angesehen.

    Lucius Annaeus Seneca

  • Du wirst es nicht glauben, die reine Wortfedinition kenne ich. Ich habe aber nie verstanden, wie diese "Reaktion" definiert werden kann. Es kann ja rein theoretisch auch die Demokratie damit gemeint sein, wenn es nur darum geht, dass sie "überwunden" wurde.

  • Du wirst es nicht glauben, die reine Wortfedinition kenne ich. Ich habe aber nie verstanden, wie diese "Reaktion" definiert werden kann. Es kann ja rein theoretisch auch die Demokratie damit gemeint sein, wenn es nur darum geht, dass sie "überwunden" wurde.

    Reaktionär ist doch eher die "Frau an den Herd" Mentalität einer bestimmten politischen Spezies. Ein Musterbeispiel aus einem anderen Politikfeld dürfte der hier sein:


    v1IDsS1.png

    Religion wird von den einfachen Leuten als wahr, von den Weisen als falsch und von den Herrschern als nützlich angesehen.

    Lucius Annaeus Seneca

  • ...Ich habe aber nie verstanden, wie diese "Reaktion" definiert werden kann. ...

    Definiere sie wie ein Pendel. Das Pendel schlägt irgendwann in die andere Richtung aus. Jede politische Richtung schafft sich ihre Gegenkräfte selbst. So wie die Gelbwesten, deren einziges Anliegen es ist Gipsfiguren zu beschädigen und die dadurch entsetzte Reaktionen bei den Gipsfigurenliebhabern hervorrufen. Ist doch völlig klar sowas. :hehehe:

  • Ich hab nie verstanden, was der Begriff "reaktionäre Kräfte" eigentlich bedeutet. Und: Kann ich da bitte eine Erklärungskurzform haben, denn ich will nicht den ollen Marx lesen müssen, um das zu erfahren.

    "Reaktionäre Kräfte" sind jene, die sich dem gesellschaftlichen Fortschritt entgegen stellen, an ihren Status unbedingt festhalten wollen und Evolution hemmen, ausbremsen, die dadurch notwendige Revolution mit allen Mitteln bekämpfen oder konterrevolutionär zurückdrehen wollen.