• Du wirst die "Massen" niemals so bilden können, dass sie alle das wollen. was Du für richtig hältst. Es gibt hochgebildete Menschen mit sehr unterschiedlichen Denkergebnissen und ergo Meinungen-.

    Darum geht es doch garnicht. Was ich will, wird niemals entscheidend sein. Dennoch wird es einen Bildungsfortschritt geben müssen, wenn die Menschheit überleben will und der kategorische Imperativ KANTs wird an Bedeutung zunehmen. Auch ist entscheidend, wieviel gebildete Menschen Mehrheiten stellen, die die Notwendigkeiten der gesellschaftliche Entwicklung erkennen und entsprechende Entwicklungen einleiten. Der Mensch ist eben nichts statisch Festgelegtes.

  • .............. Was genau sind die Meinungen von gestern?

    Der Verweis auf den Erhalt der Klassengesellschaft und die "gottwohlgefällige Ordnung" des Kapitalismus, die zu ändern gegen "Gottes Plan" verstößt. Was heute als "Soziale Marktwirtschaft" oder gar "Neue Soziale Markwirtschaft" gepriesen wird, ist Volksbetrug, insbesondere wenn Deformationen der Demokratie und massiver Sozialabbau der in Jahrhunderten errungenen Rechte der Völker damit einhergehen. Wir leben alle auf einem einzigartigen Planeten, haben keine zweite Erde, somit ist das Wohlergehen aller Menschen auf die Agenda zu setzen und der Imperialismus eben keine zukunftsweisende Alternative.

  • Wie Du auf harmlose Vertreter kommst, bleibt dir überlassen. Merkel und Macron sind sicherlich keine Autokraten und der bedeutende Unterschied ist doch, dass die Regime in Moskau und Ankara durch Wahlen "legitimiert" sind, die nach unseren westlich freiheitlich demokratischen Maßstäben, wenn nicht zur Gänze als undemokratisch, so doch nur als halb-demokratisch zu betiteln sind. Und wenn es hier einem nicht mehr gefällt, dann bleibt noch die Auswanderung ins gelobte Land der Putins oder Erdogans, dort wird sicherlich Milch und Honig fließen.

    Putin, Erdogan, ........ koennen wohl kein Grund sein in unserer westlichen Welt alles kritiklos hinzunehmen, auch hier gibt es Verbesserungsbedarf.


    Gelbwesten? Was ablaeuft hat mit den urspruenglichen Gedanken nichts mehr zu tun.

  • ...


    Gelbwesten? Was ablaeuft hat mit den urspruenglichen Gedanken nichts mehr zu tun.

    Das stimmt nicht. Sie alle eint die Ablehnung von Macron. Und außerdem muss man doch mal anerkennen, dass die Proteste mittlerweile in die 18. Woche gehen. Macht man das ? Also sich 18 Wochen lang am Wochenende eine gelbe Warnweste umhängen und gegen die Regierung protestieren, wenn da alles in Ordnung wäre ? Es ist halt inzwischen viel mehr als eine Protestkundgebung mit einer geringen Halbwertzeit. Es ist eine Bewegung, die ohne Führungspersonen schwer zu greifen ist. Aber dass sie sich hält spricht schon ganz allein für sich.

  • Der Verweis auf den Erhalt der Klassengesellschaft und die "gottwohlgefällige Ordnung" des Kapitalismus, die zu ändern gegen "Gottes Plan" verstößt.

    Wo liest Du denn heute noch so etwas?

    Die sog. "klassenlose Gesellschaft" ist als Begriff ein bisschen anrüchig, weil wir das ja vor der Nase hatten. Von der Klassengesellschaft und Gottes Plan redet kein Mensch.

  • Doch, allein "Meinungen von Gestern" als die von bezahlten Idioten zu interpretieren, zeigt, dass Du jede Meinung außerhalb Deiner eigenen als die von bezahlten Idioten betrachtest. Und das ist keine Metapher, sondern Deine grundsätzliche Anschauung.

    Dabei: Was genau sind die Meinungen von gestern?

    Hochgebildete mit Meinungen von gestern! Das schränkt es ja schon mal ein. Und "Meinungen von Gestern" ist ja die Metapher. .....echt jetzt, muß ich das wirklich erklären?


    Und dein Urteil kann ich trotzdem nicht ganz nachvollziehen, da ich hier weder so auftrete, wie du das darstellst, noch tue ich so. Es ging mir darum, dass Menschen nun mal auch Meinungen vertreten, die lediglich dumm aber profitabel sind. Und wie gesagt, es ging um Hochgebildete! Nicht um Otto Normalo.

    Wer in Grenzen denkt, denkt begrenzt.

  • Ich stoße mich an dem Begriff "Meinungen von Gestern", weil ich nicht weiß, was demgegenüber "Meinungen von heute" oder gar "von morgen" sind. Würdest Du im Falle, jemand hat die Meinung, die Du als von Gestern identifizierst, dem Inhaber dieser Meinung das Prädikat "hochgebildet" auf jeden Fall absprechen?

  • Wo liest Du denn heute noch so etwas?

    Die sog. "klassenlose Gesellschaft" ist als Begriff ein bisschen anrüchig, weil wir das ja vor der Nase hatten. Von der Klassengesellschaft und Gottes Plan redet kein Mensch.

    Man kann auch dem Vogel Strauß nachahmen, obwohl ich noch keinen sehen konnte, der wirklich den Kopf in den Sand steckt. Wenn es heute nicht opportun erscheint, von der Klassengesellschaft zu sprechen, bedeutet das keinesfalls, dass diese nicht real existiert. Und Gottes Plan kennen wir alle nicht, wir wissen nicht mal, ob es einen Gott gibt. Dennoch meinen die Religionen, dass ihre Gläubigen einem solchen Plan folgen sollten und mit gottwohlgefälligem Lebensverlauf in ein verheißenes Paradies gelangen, in welchem allerdings die Mächtigen schon im Irdischen leben, auf Kosten derer, die glauben.

  • @Argo


    "Meinungen von Gestern" als Metapher verwendet, soll dir nix sagen? Na dann brauch ich auch nichts mehr dazu zu schreiben. Sorry aber das is mir jetzt ehrlich gesagt ein wenig zu doof.

    Wer in Grenzen denkt, denkt begrenzt.

  • Ich finde eben, dass der Spruch nicht als Metapher taugt, weil er unterschiedlich ausgelegt werden kann. Deshalb hab ich ja gefragt. .

    Ob nun Metapher oder nicht, überholte Ansichten zur Reflexion der Realität bringen keine Gesellschaft weiter. Und wer wirklich intelligent ist, zumindest den Anspruch erhebt, als intelligent angesehen zu werden, der kann höchstens solche Entwicklungen gut finden, die sich auf bewährte Art als positiv erwiesen haben und muss Veränderungen begrüssen, die die Gesellschaft humanistisch weiterbringen. Zudem gerät zunehmend die kapitalistische Ordnung an die Grenzen, wird zum Hemmnis der gesellschaftlichen Entwicklung, die Monopole und Kapitalkonglomerate tendieren zum Faschismus, Fortschritt im Interesse der Massen findet nicht mehr statt. Dabei könnten die neuen technisch-wissenschaftlichen und technologischen Erkenntnisse einen Segen darstellen und alle Probleme, die vor der Menschheit stehen, lösen.

  • Ja, Herrschaftszeiten - was sind denn "überholte Ansichten"??? Es könnte sein, dass sich in einem Volk Ansichten, die man noch (!) für überholt und gestrig hält, erneut breitmachen. Lasst die AfD weiter an Zustimmung gewinnen, lasst die Stimmung im Land von liberal zu reaktionär kippen, dann kommen wieder Ansichten nach oben, die eine Zeitlang als überwunden galten, aber plötzlich als heutig bewertet werden.


    Liberalität muss immer wieder neu erstritten werden, weil der Mensch als solcher im Grunde an ihm Bekannten hängt und die Zukunft eher fürchtet. Deshalb wird ja auch vieles, was als fortschrittlich ausgegeben - und vielleiht auch gdacht - wurde, wie etwa der Sozialismus, schleichend wieder autoritär und reaktionär.

  • ..................Liberalität muss immer wieder neu erstritten werden, weil der Mensch als solcher im Grunde an ihm Bekannten hängt und die Zukunft eher fürchtet. ..................

    Der Mensch hängt am Wohlstand, die Zukunft fürchtet er nur, wenn man ihm Furcht macht, dass die Zukunft eben düster sei. Wenn von den "Fünf Weisen" z.B. vorhergesagt wird, die Konjunktur würde einbrechen, andere Horrorszenarien in den Medien die Runde machen, ist es nicht verwunderlich, dass diese Prophetie dann Folgen hat. Als aktives, agierendes Wesen kann der Mensch aber bewußt seine Zukunft gestalten, was ihn wesentlich vom Tier unterscheidet, das nur langfristig genetisch die Anpassungen an sich verändernde Bedingungen in der Natur vornehmen kann.

  • Das stimmt einfach nicht. Der Mensch hängt an dem, was er kennt. Er macht vieles in seinem Leben so wie immer, auch wenn er meint, flexibel zu sein. Will sagen, er lässt sich scheiden, wandert aus und macht sich selbstständig, aber sein Haus richtet er sich ein wir früher und heiratet eine Frau, die exakt so ist wie die frühere, nur jünger. Seine Zukunft aktiv und bewusst gestalten, kann er nur begrenzt, und er fürchtet sie nicht, wenn er zuversichtlich ist, dass sie im wesentlichen so bleibt oder besser wird.

    Das ist ja die Tragik, dass er auch meist dieselben Fehler macht.

  • Das stimmt einfach nicht. Der Mensch hängt an dem, was er kennt.

    .....

    Bitte wirf mir nicht mehr vor, ich würde andere Meinungen nicht gelten lassen.


    Woher stammen denn deine Erkenntnisse, dass du hier so fatalistisch eine Behauptung aufstellst, die einige wohl nicht teilen werden?

    Natürlich ist bewährtes immer ein gute Grundlage. Nur stößt dieses auch irgendwann an seine natürlichen Grenzen und eben dann muß Veränderung auch Verbesserung bringen.

    Alte und verstaubte Ansichten und Meinungen, die einfach nicht mehr den gesellschaftlichen Ansprüchen genügen, einfach weiter predigen, DAS sind Sichtweisen von gestern! Und wenn jemand eben sich als Hochgebildeter verkauft und eben solche Meinungen vertritt, sie propagiert, dann sind das eben meist bezahlte Vollidioten. Denn auch mit solchem kann man richtig gut verdienen.

    Nur leider bringen diese Sichtweisen eine Gesellschaft nicht nach vorn, ins Heute und schon gar nicht ins Morgen.


    mfg

    Wer in Grenzen denkt, denkt begrenzt.

  • Liberalität muss immer wieder neu erstritten werden, weil der Mensch als solcher im Grunde an ihm Bekannten hängt und die Zukunft eher fürchtet. Deshalb wird ja auch vieles, was als fortschrittlich ausgegeben - und vielleiht auch gdacht - wurde, wie etwa der Sozialismus, schleichend wieder autoritär und reaktionär.

    Da sprichst du ein wahres Wort. Toleranz heisst ja nicht, dass man Intolleranz tolerieren muss. Da ist leider bei vielen der Groschen noch nicht gefallen

  • Die Gelbwesten-Bewegung so gut wie man Ende. Der Pöbel und Mob bleibt zu Hause .

    ...

    Als Erklärbär bist Du wirklich nicht zu gebrauchen. Die Repressionen gegen die Bewegung sind stärker, die Polizeigewalt ist nach wie vor vorhanden. Manche Städte haben versucht die Proteste zu verbieten (Toulouse, Avignion und Rouen) . Der Bürgermeister von Bordeaux hat alle Bürger aufgefordert Zuhause zu bleiben. Es gibt inzwischen empfindliche Geldstrafen, die sofort bezahlt werden müssen und viele tausend Verfahren. Außerdem wird bei den Teilnehmerzahlen in den Medien gelogen dass sich die Balken biegen. Ein Rückgang war zu erwarten, ein Ende sicherlich nicht.

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