Klare Worte, so oder so....

  • "Wer immer das letzte Wort haben will, spricht schon bald mit sich allein."

    aus der Bretagne und ein gern benutzter Spruch meiner Oma.

    Haste Calvados im Blut,sowas nie nich stören tut....:P

    Möglicherweise auch ausse Bretagne

    Kopp hoch und wenn der Hals ooch dreckig ist!

  • Also bitte Kleinlok, das kann gar nicht sein. Gerade jetzt, wo klein Kevin nicht mehr nur Wohnungen, sondern auch BMW verstaatlichen will. Die sind auf dem aufsteigendem Ast!

    Ist aber auch eine ganz böse Frage, nicht wahr?

    Zitat

    In einem Interview mit der Wochenzeitung „Die Zeit“ sagte Kühnert auf die Frage, wie er sich Sozialismus vorstelle: „Ohne Kollektivierung ist eine Überwindung des Kapitalismus nicht denkbar.“

    Ich stelle mir sowas auch gerne vor. BMW, RWE und Bayer im breit gestreuten Besitz des Volkes. Wohnungen maximal in genossenschaftlichem Besitz, unter demokratisch organisierter Verwaltung.

    Erschreckende Vorstellung, nicht wahr?

    Religion wird von den einfachen Leuten als wahr, von den Weisen als falsch und von den Herrschern als nützlich angesehen.

    Lucius Annaeus Seneca

  • […] Ich stelle mir sowas auch gerne vor. BMW, RWE und Bayer im breit gestreuten Besitz des Volkes. […]

    Dann schau mal: Bayer, BMW und RWE sind allesamt Werte, die im DAX geführt werden, also ist's jedem uneingeschränkt geschäftsfähigen Bürger möglich, durch Aktienkauf Mitbesitzer zu werden… dummerweise ist den meisten Kleinaktionären viel zu anstrengend, auf den jährlichen Hauptversammlungen eine Weisung zu geben - und schlimmer noch: Er könnte von den anderen Aktionären überstimmt werden…

  • Dann schau mal: Bayer, BMW und RWE sind allesamt Werte, die im DAX geführt werden, also ist's jedem uneingeschränkt geschäftsfähigen Bürger möglich, durch Aktienkauf Mitbesitzer zu werden… dummerweise ist den meisten Kleinaktionären viel zu anstrengend, auf den jährlichen Hauptversammlungen eine Weisung zu geben - und schlimmer noch: Er könnte von den anderen Aktionären überstimmt werden…

    Am Ende bestimmen Großaktionäre und institutionelle Anleger über das Unternehmen, die Kleinaktionäre haben allerhöchstens eine Alibifunktion, das ist weit weg von demokratischer Mitbestimmung. Das ist bei Genossenschaften im Besitz der Mitarbeiter komplett anders.

    Religion wird von den einfachen Leuten als wahr, von den Weisen als falsch und von den Herrschern als nützlich angesehen.

    Lucius Annaeus Seneca

  • Am Ende bestimmen Großaktionäre und institutionelle Anleger über das Unternehmen, die Kleinaktionäre haben allerhöchstens eine Alibifunktion, das ist weit weg von demokratischer Mitbestimmung. Das ist bei Genossenschaften im Besitz der Mitarbeiter komplett anders.

    Der Staat könnte leicht Großaktionär sein und im Sinne von Arbeitnehmern in Entscheidungen eingreifen. Dazu bräuchte es aber eine deutliche Schwächung von "Privat vor Staat" und dafür existieren keine Mehrheiten.

    Aber den Hass hat KK wohl mit der Aussage dass das nutzen von Grundeigentum anrüchig wäre auf sich gezogen und nur was man selbst nutzt privat sein dürfte. Das ist ein bisschen grass für einen Sozen. Grundvermögen ist eines der wenigen Dinge, die man mit einem normalen Gehalt für die Vermögensbildung nutzen kann. War ja auch meine eigene Strategie zur besseren Altersversorgung. Sonst bleiben wirklich nur noch Aktien.

  • Aber den Hass hat KK wohl mit der Aussage dass das nutzen von Grundeigentum anrüchig wäre auf sich gezogen ...

    Den Hass hat er wohl eher mit dem Begriff "demokratischer Sozialismus" auf sich gezogen. Wollten die Seeheimer ja auch, war schon da nicht allzu beliebt. Was vielleicht daran liegt, dass viele noch leben, die das Experiment "real existierender Sozialismus" schon mal mitgemacht haben. Einschließlich Mangelwirtschaft, Kollektivierung, staatlicher Planvorgaben und zerfallender Infrastruktur. Und den daraus resultierenden Folgen. KK betont mehrfach, das solle keine DDR 2.0 werden, letztlich ist das in weiten Teilen aber überhaupt nicht vermeidbar, weil systemisch.

  • Dann schau mal: Bayer, BMW und RWE sind allesamt Werte, die im DAX geführt werden, also ist's jedem uneingeschränkt geschäftsfähigen Bürger möglich, durch Aktienkauf Mitbesitzer zu werden

    Da irrst Du dich gewaltig! Käuflich sind nur die Aktien, die gehandelt werden. Und das sind i.d.R. nur wenige Prozent. Wenn Du dann das Glück hast eine Sperrminiorität zu erreichen, kannst Du einige Fragen mitbestimmen. Entscheiden tun dann dennoch die Mehrheitsbesitzer, Im Falle von BMW die Quandt-Truppe, bei VW Piech und Porsche etc. ! Als Kleinaktionär hast Du Glück, wenn durch Aktienkursmanipulation Dein Besitz nicht baden geht.

  • […] Wenn Du dann das Glück hast eine Sperrminiorität zu erreichen, kannst Du einige Fragen mitbestimmen […]

    Da sieht man doch gleich, dass Du keine Ahnung vom Aktienrecht hast… wenn "Mitbestimmung" erst bei Erreichen einer Sperrminorität anfinge, hätte man sich die Pflichtmitgliedschaften von Arbeitnehmervertretern im Aufsichtsrat gleich sparen können… im Übrigen zeigt die Führung der genannten Unternehmen im DAX, dass die frei handelbaren Aktien dieser Kapitalgesellschaften doch in recht großer Zahl an jedem Geschäftstag den Besitzer wechseln…

  • Da sieht man doch gleich, dass Du keine Ahnung vom Aktienrecht hast… wenn "Mitbestimmung" erst bei Erreichen einer Sperrminorität anfinge, hätte man sich die Pflichtmitgliedschaften von Arbeitnehmervertretern im Aufsichtsrat gleich sparen können… im Übrigen zeigt die Führung der genannten Unternehmen im DAX, dass die frei handelbaren Aktien dieser Kapitalgesellschaften doch in recht großer Zahl an jedem Geschäftstag den Besitzer wechseln…

    Mitbestimmung und wirksame Mitbestimmung kannst Du wohl nicht unterscheiden. Und wenn der Streuaktienbesitz einigen Wechsel unterliegt ändert sich auch kaum viel. Was juckt es einen Herrn Piech, wenn von rund 7% gehandelter Aktien mal 2 bis 3 % von anderen Traumtänzern gekauft werden? Und einer Frau Kladden ist es noch mehr egal, sie kann bestimmen, wie sich BMW weiter entwickelt, allerdings tut sie das besser als Piech, Porsche und Niedersachsen zusammen.

  • Du hast […]

    […] Herrn Piech […]

    […] grad in den falschen Thread geschubst - einen Thread, bei dem man nun auch nicht so genau weiß, ob Karl Marx berühmter Ausspruch nun eher verifiziert oder falsifiziert werden soll: Ist's jetzt das Sein, das das Bewusstsein eintrübt? Oder das Bewusstsein das Sein?

    Übrigens ein Einblick in die Kladde von Susanne Klatten zu werfen war mir bislang nicht vergönnt - allerdings neide ich ihr das geerbte Vermögen nicht, und wenn sie als Großaktionärin von BMW am Unternehmenserfolg partizipiert, ist's mir ebenfalls Schnuppe - BMW baut schon seit über 40 Jahren kein Auto mehr, das mich sonderlich interessieren würde.

  • Weil jedes System mit den Menschen zurecht kommen muss, die es gibt. Und darunter befinden sich leider, unabhängig von jedem politischen System, viel zu viele machtgeile und geldgeile Egomanen. Vorrangiges Ziel muss also erst einmal sein zu verhindern, dass derartige Leute in Positionen mit zu großem Verantwortungsbereich und zu großer Entscheidungsbefugnis kommen.

    Religion wird von den einfachen Leuten als wahr, von den Weisen als falsch und von den Herrschern als nützlich angesehen.

    Lucius Annaeus Seneca

  • Ist es das? Warum?

    Weil die jüngere Geschichte eigentlich zur Genüge gezeigt hat, wohin Kollektivierung und übertriebene Verstaatlichung so führen. Erinnert sei da nur an die Kollektivierung der Landwirtschaft. Der Kevin behauptet zwar, das passiere natürlich freiwillig. Das wird genauso freiwillig klappen wie vor 50 Jahren. Vielleicht ohne Hausbesuche der örtlichen Offiziellen oder ein paar kräftigen Typen. Die Ergebnisse werden analog sein. Und das Interesse ähnlich. Die Leute, die gesehen haben, was so mit dem "Volkseigentum" passieren kann, leben nämlich noch. Völlig absurd sind diese Phantasien von der Verstaatlichung von Konzernen. Laut Kevin auch freiwillig. Die kauft der Staat? Na denn mal zu. Oder gar die Belegschaft? Da muss ich Kahrs recht geben. Was hat der Kevin geraucht? Zunehmend mehr junge, gut ausgebildete Menschen verlassen das Land. Weil sie der Meinung sind, sich hier nicht verwirklichen zu können, Das sich Leistung schon hier und heute nicht mehr lohnt. Und in dieser Situation redet der Kevin von Verstaatlichung und Sozialismus. Da muss man erst mal drauf kommen.

  • ... Und in dieser Situation redet der Kevin von Verstaatlichung und Sozialismus. Da muss man erst mal drauf kommen.

    Für mich ist das sowieso nur Theater. Das übliche linksblinken bei der SPD vor einer Wahl. Außerdem will KK im Gespräch bleiben und hofft dass seine SPD wieder die Kurve kriegt und die Grünen wieder hinter sich lässt. Nichts davon ist wirklich ernst gemeint.

    Eingriffe des Staates sind notwendig, gerade bei großen Konzernen und nicht nur bei Facebook, aber eine Zwangskollektivierung ist natürlich Blödsinn. Der Staat soll steuern und keine Autos verkaufen.

  • .. Weil sie der Meinung sind, sich hier nicht verwirklichen zu können, Das sich Leistung schon hier und heute nicht mehr lohnt. Und in dieser Situation redet der Kevin von Verstaatlichung und Sozialismus. Da muss man erst mal drauf kommen.

    Leistung lohnt sich aus verschiedenen Gründen nicht mehr - für eine wachsende Zahl von Bürgern schon alleine deshalb nicht, weil sich ein gewisser Teil der Unternehmerschaft weigert, die Belegschaften angemessen an ihren stetig wachsenden Gewinnen teilhaben zu lassen. Ist ja auch viel besser, wenn der Steuer- und Beitragszahler die Gewinne noch zusätzlich subventioniert, sei es durch Lohnaufstockungen, staatl. finanzierte Weiterbildungen oder billige Grundstücke, Vorzugskonditionen bei Steuern oder Sonderkonditionen im Hinblick auf die Umwelt.


    Von da auf den Gedanken zu kommen, diesen Drecksäcken ein wenig ins Handwerk zu pfuschen ist im Grunde gedanklich kein weiter Weg.


    Und ich meine mit Drecksäcken ausdrücklich nicht die vielen kleinen und mittleren Familienunternehmen, die zu einem sehr großen Teil ihrer unternehmerischen wie auch sozialen Verantwortung gerecht werden.

    Religion wird von den einfachen Leuten als wahr, von den Weisen als falsch und von den Herrschern als nützlich angesehen.

    Lucius Annaeus Seneca

  • Herr E. hat für die Übernahmeverhandlungen von Mannesmann D2 durch Vodafone eine Prämie von 50 Mio DM erhalten. Beim Mannesmann-Prozess kam zur Sprache, dass Prämienzahlungen bei Mannesmann völlig unüblich waren, d.h. nicht einmal die Manager, die für den Erfolg von D2 verantwortlich waren, hatten jemals eine Prämie erhalten.


    Herr Z. wurde wegen Steuerhinterziehung in Millionenhöhe zu zwei Jahren Freiheitsstrafe auf Bewährung verurteilt. Jeder Postbeamte, der zu zwei Jahren verurteilt wird, verliert seine Pensionsansprüche. Nicht so Herr Z. - er konnte sich seine Betriebsrente in Höhe von 20 Mio Euro (!) kapitalisieren lassen. (Wozu brauchen solche Leute eigentlich eine Betriebsrente? Die reden doch so viel von Eigenverantwortung, und von deren Gehalt lässt sich doch locker etwas fürs Alter zurück legen.)


    Herr C. verließ EnBW auf eigenen Wunsch. Dafür erhielt er eine Frührente (er war Mitte 40) in Höhe von 400.000 Euro jährlich, zahlbar bis zur Aufnahme einer neuen Tätigkeit, längstens bis zum 60. Lebensjahr. Sechsstelliges Arbeitslosengeld bis zur Rente - der Traum eines jeden Arbeitslosen.


    Herr W. verließ HRE vorzeitig nach eineinhalb Jahren; nach einem Jahr hatte er sich bereits den Anspruch auf eine Betriebsrente in Höhe von 240.000 Euro jährlich "erarbeitet", zahlbar ab dem 60. Lebensjahr. (Der "normale" Arbeitnehmer hat erst nach fünf Jahren bei einem Arbeitgeber einen unverfallbaren Anspruch auf Betriebsrente ab gesetzlichem Rentenbeginn; dass die dann ein besseres Taschengeld ist, sei nur nebenbei erwähnt.)


    Ein anderer Herr W. hat bei VW bis zu 17 Mio Euro pro Jahr verdient, dafür, dass er zuschaute, wie der Konzern an die Wand gefahren wurde. Heute erhält er 3.000 Euro Betriebsrente. Pro Tag.


    Und dann behaupten hier einige Leute, Leistung lohnt sich in Deutschland nicht mehr??? :evil:

  • Weil die jüngere Geschichte eigentlich zur Genüge gezeigt hat, wohin Kollektivierung und übertriebene Verstaatlichung so führen.

    Huuuuu, das Gespenst des Sozialismus geht wieder um. :bartwickel:


    Übrigens, was Kühnert von sich gegeben hat, das hat Gerhard Schröder als Juso-Vorsitzender schon in den 70ern gefordert. Und was ist daraus geworden?

  • … das hat Gerhard Schröder als Juso-Vorsitzender schon in den 70ern gefordert. Und was ist daraus geworden?

    Als Schröder das forderte, war der real existierende Sozialismus noch nicht krachend zusammengebrochen. Man sollte also erwarten, statt einer Neuauflage längst gescheiterter Ideen ("die sind das nur falsch angegangen" - lächerlich!) mal eine wirklich neue Vision zu hören zu bekommen. Aber weit gefehlt!


    Und dann behaupten hier einige Leute, Leistung lohnt sich in Deutschland nicht mehr??? :evil:

    Als wenn es um 50 oder 100 dieser genannten Leute gehen würde! Da soll man vernünftig besteuern und gut. Oder meinetwegen Linien der steuerlich - betriebswirtschaftlichen Absetzbarkeit für das jeweilige Unternehmen einziehen. So what? Ich dachte da eher an Ärzte, Forscher, Erfinder, Ings und Unternehmer, denen auf Grund eines unendlichen Regelungswahns und darauf basierender Bürokratie zunehmend die Luft abgeschnitten wird. Und genau die sind es ja, die zunehmend das Land verlassen.

  • Und genau die sind es ja, die zunehmend das Land verlassen.

    Und das zu recht...würde ich nicht anders machen.

    Lasst mal die Doitschen in ihrer hirnverbrannten Selbstverliebtheit zurück...die können sich dann weiterhin in ihrer uneingeschränkten Solidarität zu Israel suhlen....