Parteien unter der Lupe - SPD

  • Im Bereich des Verkaufs von privaten Eigenheimen halte ich Makler heutzutage ohnehin für eine überflüssige, parasitäre Branche.

    Libertarismus. Eine einfältige rechte Ideologie, die sich ideal für diejenigen eignet,

    die nicht in der Lage oder nicht bereit sind, über ihre eigene soziopathische Haltung hinauszusehen.

    * Iain Banks

  • Meine Meinung: Der Schritt ist überfällig. Nicht wegen Preissenkungen. Sondern zur Wiederherstellung von marktwirtschaftlichen Strukturen.

    Bin mir da nicht so sicher. Besser fände ich eine Begrenzung der Maklergebühren. Die gibt es bei Verkäufen nämlich nicht.

    Bei der Miete aber schon, nämlich 2 Nettokaltmieten zuzüglich Mehrwertsteuer.

    Also diesbezügliche Angleichung ok. Ob man das in % begrenzt, den Einheitswert als Maßstab nimmt, oder sonstiges, könnte man diskutieren.

    Ist der Makler vom VK zu zahlen, schlägt der diese Kosten - zumindest größtenteils - auf den Verkaufspreis drauf.

    Von dem höheren Preis muss dann die Grunderwerbssteuer (bis zu 6,5 % je nach BuLa) gezahlt werden.


    Einziger "Vorteil" könnte sein, die Banken "müssten" den höheren Preis dann als Bruttokreditsumme ansehen. Allerdings, wenn durch die versteckte Provision die Immobilie dann überbewertet, finanzieren sie diesen Teil letztlich doch nicht.

    Kalkulatorisch gehen die je nach Immobilie eh von nur 80% Maximalkreditsumme - Eigenkapital aus.

    Üblich sind ca. 7,5 % vom Verkaufspreis, bei einer Hütte von 250.000 € sind 18750 € eine Stange Geld und dann noch die Grunderwerbssteuer. Die Notarkosten sind hierbei fast schon Peanuts.


    TM, aber auf jeden Fall für Deckelung der Provisionen

  • Ich halte die Branche, zumindest im Privatbereich, ungefähr für so nützlich wie einen Kropf. Preisvergleiche kann man selbst anstellen, es gibt genügend Portale. Ein Angebot schreiben und aufgeben ist auch kein Hexenwerk. Und wer zu faul dazu ist, möge eben einen Makler bezahlen. Auf seine Kosten. Natürlich wird er versuchen, diese Kosten umzulegen. Andererseits werden das aber auch keine 7,5% sein, die da nach dem Friß oder Stirb- Prinzip beim Käufer landen. Plus Märchensteuer. Angesichts der Leistung des Maklers, der dort erwarteten Qualifikation und des tatsächlichen Aufwandes ist das schlicht eine Frechheit. genauso wie der verlangte Mindestpreis für eine Vermittlung in Höhe einiger tausend Euro. Die vom Maklerverband gebrachte Feststellung, dann könne man ja keine Käufer mehr beraten, was man jetzt sehr gern tue, ist der Kracher an Argumentation schlechthin. Ich vermag so recht auch nicht einzusehen, warum der Makler eine feste Provision erhalten soll, deren Höhe sich am Verkaufserlös bemisst und nicht am Arbeitsaufwand. Warum?? Der Dachdecker schreibt ja auch keine Rechnung auf der Basis des Hauswertes. Nö, die Forderung an sich erscheint für mich schon sinnvoll.

  • Genau so sehe ich das auch. Es ist eine Frechheit, dass Maklergebühren nach der Höhe des Kaufpreises und nicht nach tatsächlichem Aufwand/erbrachter Leistung berechnet werden. Allerdings gibt es noch so einige andere Branchen, die nach dem gleichen Muster ihren Honig saugen. Ich sag nur Anwälte, Notare und Wirtschaftsprüfer/Steuerberater.

    Libertarismus. Eine einfältige rechte Ideologie, die sich ideal für diejenigen eignet,

    die nicht in der Lage oder nicht bereit sind, über ihre eigene soziopathische Haltung hinauszusehen.

    * Iain Banks

  • Wer eine Dienstleistung bestellt, der soll sie auch bezahlen! PUNKT!


    Und diese sollte sich, so seh ich das auch, nach dem Aufwand richten und nicht prozentual von...irgendwas berechnet werden. Und schon gar nicht sollte diese Dienstleistung auf irgendwas verrechnet werden.

    Solch Leistungen sind KOSTEN! Wenn sich die nicht aus den Wert der Immobilie oder was weiß ich ... ergeben, dann wäre schon viel erreicht.


    Ich finde dieses "delegieren" von Kosten an den Kunden eh schwachmatisch.


    mfg

  • Ich habe dazu eine andere Meinung. Der Vorschlag von Katarina Barley kommt einer staatlich verordneten, versteckten Erhöhung der Durchschnittsmieten gleich. Formal bezahlt zwar dann der Verkäufer die Maklergebühren. Tatsächlich werden diese Kosten dann über eine Erhöhung des Kaufpreises indirekt auf den Käufer umgelegt, was wiederum durch einen damit höheren Kaufpreis zu einer höheren Grundsteuer führt, die bei Vermietung auf die Mieter umgelegt wird.

  • Ich habe dazu eine andere Meinung. Der Vorschlag von Katarina Barley kommt einer staatlich verordneten, versteckten Erhöhung der Durchschnittsmieten gleich. Formal bezahlt zwar dann der Verkäufer die Maklergebühren. Tatsächlich werden diese Kosten dann über eine Erhöhung des Kaufpreises indirekt auf den Käufer umgelegt, was wiederum durch einen damit höheren Kaufpreis zu einer höheren Grundsteuer führt, die bei Vermietung auf die Mieter umgelegt wird.

    Und genau darum müssen die Maklercourtagen gedeckelt werden.

    Wenn - wie vorgeschlagen - nach Arbeitsleistung abgerechnet wird, ist das eher intransparent.

    Den Stundenaufwand kann man ja nicht kontrollieren. Der kann übrigens auch recht enorm sein, wenn man viele Besichtigungen machen muss.

    Daher tendiere ich zu einem klar definierten Bezugsrahmen. Habe offen gestanden aber keine konkrete Idee welchen und welcher angemessen wäre.

    Die Grunderwerbssteuer richtet sich ja auch nach dem VK. Die Grundsteuer aber nach dem (niedrigeren) Einheitswert. Daher halte ich den für eine denkbare Berechnungsgrundlage.


    Am besten wäre es sie würden es an den von den Jobcentern für Hatz 4-Berechtigte angemessenen Mietkosten ausrichten :evil:

    Wie schnell würden dann einkommensschwächere Leute günstig Mieten bekommen.


    TM, die aktuell extrem günstig wohnt

  • TM, die aktuell extrem günstig wohnt

    Was heißt bei dir "extrem günstig"?

    Allemagne? C'est un grand Bordel néolibéralement conservateur Merkel'scher l'empreinte


    AMERIKA......oder..... Alles was die Welt nicht braucht....oder....Spiel nicht mit den Schmuddelkindern....


    Ich bin zum Glück KEIN Europäer.....



  • Zurück zur sPD:


    http://www.taz.de/!5575303/


    Zitat


    Mitglieder des Juso-Vorstands Baden-Württemberg missbrauchten jahrelang Daten. Linke Kreisverbände sollten unterwandert werden.

    Libertarismus. Eine einfältige rechte Ideologie, die sich ideal für diejenigen eignet,

    die nicht in der Lage oder nicht bereit sind, über ihre eigene soziopathische Haltung hinauszusehen.

    * Iain Banks

  • Da hast du vollkommen recht. Deshalb sollte man den Vermietern auf die Finger klopfen. Komm mal hier nach München dann weißt du wovon ich spreche

    Ist aber schlecht realisierbar weil eben jene eine teils passgenaue Nähe zur Politik haben. Besonders in den Metropolen. Und egal wo, ob München oder Hamburg, beide SPD geführt.

    Demokratie ist die schlechteste aller Regierungsformen – abgesehen von all den anderen Formen, die von Zeit zu Zeit ausprobiert worden sind

  • Ist aber schlecht realisierbar weil eben jene eine teils passgenaue Nähe zur Politik haben. Besonders in den Metropolen. Und egal wo, ob München oder Hamburg, beide SPD geführt.

    Korrekt. Nachzulesen hier Lobbyismus - Sammelthread


    TM, die meint, dass zumindest das Zweckentfremdungsgesetz bundesweit eingeführt werden sollte und Strafabgaben für Brachland in der Stadt

  • Sie scheuen sich eben, die ergaunerten ehrlich verdienten Gelder auch wieder abzuschöpfen.

    Libertarismus. Eine einfältige rechte Ideologie, die sich ideal für diejenigen eignet,

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    * Iain Banks