Parteien unter der Lupe - SPD

  • Vermutlich braucht diese Partei erstmal jemanden,der den Laden in Stücke schlägt,um sie dann sorgfältig wieder neu zusammenzusetzen. Sisyphos hatte dagegen 'n ganz lauen Job.Bin gespannt,ob sich etwas grundlegend ändert.Wenn die Sozis nicht ihre Wurzeln wiederentdecken,dann sindse weg vom Fenster.Wäre schade drum!

    Auf jeden Fall brauchen sie keine Doppelspitze mit Herrn Scholz, sondern eine Konsequente Führung durch eine Frau oder einen Mann, die/der weiss, in welche Richtung die Politik in Deutschland gehen soll und die derzeitige GroKo auf den Müllhaufen der Geschichte schickt!

  • So einfach ist das alles nicht, weil sich die Bevölkerung in ihrem Selbstverständnis geändert hat.


    Die SPD ist eine Partei gewesen, die den Arbeitern und sog. "kleinen Leuten" zu ihrem Recht verhelfen wollte und das auch konnte. Viele der heute selbstverständlichen sozialen, arbeitnehmerfreundlichen Gesetze gäbe es vermutlich ohne die SPD gar nicht.


    Zwar gibt es immer noch sehr viel Ungerechtigkeit, Ausnutzung, mies bezahlte Jobs usw, was sich aber geändert hat, ist die Selbsteinschätzung der Leute.

    Die Klientel der SPD hat nie zur gesellschaftlichen Moderne gezählt. Aber heute zählt sich auch niemand mehr zu den "kleinen Leuten" und mag sich auch nicht von einer "kämpferischen" SPD in diese Kategorie einsortieren lassen.


    Das ist auch der SPD nicht verborgen geblieben, weshalb sie sich in Wort und Bild dem Mittelstand angenähert hat, der aber wiederum lieber zu den "besseren Leuten" gehören will und sich eher der Union zuneigt, die wiederum - vor allem unter Merkel - eher leicht nach links ruckelt, ihr "korrektiv aber in der Schwesterpartei hat. Die Bandbreite ist damit größer.


    Wer von der früheren Klientel der SPD sich nach wie vor als absolut ungerecht behandelt und von "denen da oben" übergangen fühlt, wählt jetzt die AfD, die ihre Wähler vornehmlich bei den Unzufriedenen einsammelt, an den rechten Rändern der Unionsparteien, den sich abgehängt Fühlenden und auch bei denen, die den nationalen Traum von der Macht in ihren Dumpfhirnen haben.


    Das ist das Elend der SPD, dass sie seit längerem auf der Suche nach passenden Wählern ist.



    "Oh Tor, im Unglück ist Trotz nicht förderlich!" (Sophokles: Ödipus auf Kolonos)

  • So einfach ist das alles nicht, weil sich die Bevölkerung in ihrem Selbstverständnis geändert hat..............................


    Das ist das Elend der SPD, dass sie seit längerem auf der Suche nach passenden Wählern ist.

    Die Misere der SPD waren Schröder, Müntefering, Steinbrück, Steinmeier und Clement, die sämtliche Werte der SPD mit der Agendapolitik verraten und die CDU/CSU/FDP rechts überholt haben. Die Nachfolger waren dann noch weniger geeignet die Partei zu führen, man erinnere sich an den lächerlichen "Wahlkampf" von Schulz, der Merkel den roten Teppich ausgebreitet hat, damit sie die Wahlen gewinnt, anstatt ihr ihre miserable Politik um die Ohren zu klatschen. Dazu dann der erneute Eiertanz um die GroKo, die völlig unfähige Nahles ins Spitzenamt zu hieven, wer soll denn solch einen Verein guten Gewissens noch wählen?

    Wer über Jahre die Wähler enttäuscht, sich nach rechts anbiedert, für die CDU/CSU die Drecksarbeit erledigt, hat beim denkenden Wähler verspielt. Und wer nach Merkel noch CDU/CSU wählt, sollte seinen Geisteszustand überprüfen lassen.

  • Auf jeden Fall brauchen sie keine Doppelspitze mit Herrn Scholz, sondern eine Konsequente Führung durch eine Frau oder einen Mann, die/der weiss, in welche Richtung die Politik in Deutschland gehen soll und die derzeitige GroKo auf den Müllhaufen der Geschichte schickt!

    So einer wie er hier z. B. https://www.zeit.de/politik/de…-parteivorsitz-kandidatur

    Jan Böhmermann "... kommt aus einem Graswurzelland der SPD: Bremen ..."


    Das Erstaunliche m. E. ist an seiner Bereitschaft, dass es (mir) noch nicht einmal erstaunlich vorkommt. :huh:


    Frdl. Grüße

    Christiane

  • Manchmal entfalten ganz seltsame Leute ungeahnte Talente, schlechter als ein Herr Scholz dürfte ein Herr Böhmermann die SPD auch nicht führen. Ob sie allerdings mit einem der beiden aus dem Keller kommt, sei dahingestellt.

  • Zu dieser Umfaller- und Opportunistenpartei habe ich mich anderswo schon oft geäußert und doch glatt praktischerweise aus einem gefallenen Reich, in dem ich grad zum Glück nicht mehr weilen muß, etwas parat. ;-D


    Zunächst ließ ich mich über die opportunistische Politqualle Nahles aus, die auch hier nun keine Rolle mehr spielen soll, außer vielleicht mit denen auf ihrem Bauch, und kam dann zum Glaubwürdigkeitsproblem der (S)PD, das sich durch die Aufstellung dieses neoliberal-hanseatischen Knallkopps Scholz gleich noch mal wieder verstärkt hat:


    Und da liegt auch einfach das Problem dieser Partei, das sie sich selbst zuzuschreiben hat: Man kann ihr nichts mehr glauben und tut es auch nicht mehr nach all den vertanen Chancen und immer wieder strategischen Umfallern, wenn es drauf ankommt. Das fing schon vor dem ersten Weltkrieg an und erreichte mit Kanzler Schredder den üblen Höhepunkt, aber unzählige Jahre später noch konnte die Partei mit diesen Führungsfiguren sich nicht vom neoliberalen Agenda-Mief befreien, der Deutschland in eine Dumpingzone und das europäische Ausland noch übler in ein Armenhaus verwandelt hat - und wollte es auch nie konsequent und glaubwürdig. Immer wieder kippte die (S)PD um, wenn sie sich mal hätte zaghaft beweisen können und es übers halbherzige Labern hinausgehen sollte. 2011 am Ende doch der erbärmlichen Erhöhung des ALGII um verhöhnende fünf Euro zugestimmt, 2016 der Verschärfung des ohnehin schlimm und GG-widrig genugen Hartz4, 2017, entgegen aller Beteuerungen zuvor und selbst nach der Wahl noch, doch wieder die große Diktatur... Selbst schuld. In diesem Falle hat der Wähler überraschenderweise wohl endlich mal ein funktionierendes Langzeitgedächtnis entwickelt - sehr zur negativen Überraschung Gerhartz Schredders übrigens einst. Selbst wenn die Partei es jetzt mal ernst meint, so wird man ihr das auf absehbare Zeit nicht mehr glauben großteils, und das hat sie sich selbst zuzuschreiben. Eine Partei des Verrats, des Opportunismus und des Umfallertums. Eine konspirative Sozialbremse. Ein Plan B der konservativ-neoliberalen Asseln.

    Natürlich scheut die (S)PD angesichts miesester Umfragewerte stets Neuwahlen, da die Momentaufnahme dann erstmal wieder für bis zu vier Jahre gelten könnte, aber in der Umklammerung der (CD)U ist die Gefahr groß, daß es im Laufe der Zeit nicht etwa besser, sondern immer schlimmer wird und man sich schließlich unter die Fünf-Prozent-Hürde verabschiedet. In der großen Koalition hat die (S)PD stets eine recht schlechte Figur gemacht und ist als Juniorpartner - obwohl die (CD)U natürlich auch zunehmend von der (S)PD abhängig ist, um stabile Mehrheiten gerade noch zusammenbekommen zu können, und man von daher auch etwas forscher auftreten könnte, anstatt sich derart jämmerlich als Vasall anzubieten - natürlich eingeschränkt, und von daher sehe ich die einzig verbliebene ohnehin kleine Chance, sich zu rehabilitieren und zu erholen, zunächst einmal nur in der Opposition. Doch ein Knallkopp nach dem anderen will das dort nicht begreifen oder hängt zu sehr an kurzfristigen Diäten und Pöstchen. Doch nicht nur in der Führungsetage scheint man so zu denken, wie die Abstimmungen über die letzten beiden großen Koalitionen bewiesen haben, muß man mittlerweile leider sagen; man scheint bereits viele anständigere Wähler und Mitglieder vergrault zu haben... ;-/

    Tja, ich denke, die (S)PD kann in ihrem derzeitigen Zustand versprechen und beteuern, was sie will; es wird nichts bringen, da es ihr aufgrund der Erfahrungen keiner mehr abkauft. ;-/


    Und dann kam ich noch zum Scholz-GAU aktuell, und es zeichnet sich ja schon wieder ab, daß sich diese Fehlbesetzung durchsetzt (ein Fehler, den übrigens auch die "Demokraten" in den USA gerade mit Biden zu begehen im Begriff sind nach dem Clinton-Desaster zuvor):


    ...der GAU, sowas wie Scholz da aufzustellen, diese hanseatisch-neoliberale Sozialbremse im miefigen Geiste des Gerhartz Schredder und seines Seeheimer Tatterkreis'. Besser als mit dieser unglaubwürdigen Übeltüte könnte die (S)PD wohl nicht beweisen, immer noch nichts gelernt zu haben und das zur Farce verkommene "S" in der Partei NICHT wieder stärker betonen zu wollen nach den zehn Schritten nach rechts unter dem Basta-Regime von Kanzler Schredder. Besser könnte man nicht durchblicken lassen, den Karren auf Abgrundskurs und in Richtung Talstation unter die Fünf-Prozent-Hürde bringen zu wollen. Und angesichts der sonst antretenden weitgehenden No-Name-Typen beschleicht mich auch das ungute Gefühl, man fällt wieder auf solch ein CDU-Boot herein. Der Kerl macht jetzt schon den Schulz, von wegen erst so, dann so, und labert von "Verantwortung", dabei will er doch einfach nur echte Sozialpolitik verhindern, auch wenn er aktuell bez. des Solidaritätszuschlages gegenüber Hasenscharte Altmaier besser dasteht - was leicht ist. Er würde die Reihe gescheiterter Schröder-Altlasten a la Steinmeier, Steinbrück und Schulz fortsetzen. Und alle Zeichen stünden auf ein Weiterwurschteln als Pickel am Arsch der (CD)U in einer großen Diktatur (wobei es ja zunehmend unsicher ist, ob es für beide sogenannten "Volksparteien" ZUSAMMEN überhaupt noch reicht) oder eben ein unrühmliches Dasein ganz hinten auf der Oppositionsbank. Mit DEM Kerl ist sowas wie eine möglicherweise zukunftsträchtige und hoffnungsvolle Allianz mit Greenhorns und der Linken jedenfalls kaum denkbar - oder wenn, dann nur so, daß zumindest Die Linke sich dafür prostituieren und selbst aufgeben müßte. So nicht! 8-/

    Ebenfalls verzichten kann man auf sowas wie Pis(s)torius mit seiner resultatorientierten Law and Order Scheiße, so als ob es sonst keine wichtigen Themen gäbe. Und wie wir alle wissen, erschießen Pistoriusse - oder Pistorii? - ja auch gerne mal ihre Freundinnen mit der Pumpgun durch die Tür... 8-)

    Stegener und Schwan sind natürlich auch inkonsequente halbe Sachen und zumindest ersterer einfach nicht eben ein Sympathieträger im ganzen Erscheinungsbild, aber das bisher schlimmste Duo - zumindest in Bezug auf Scholz - ist dieser jüngste Lernresistenzakt der (S)PD da. Mit dem Kerl werden ein glaubwürdiger Neustart und eine glaubwürdige Besinnung auf angebliche alte Werte noch unmöglicher als mit den anderen Nulpen. Wenn man das selbst in der Theorie schon ausschließen kann. Man wird es selbst mit angeblich linken Kandidaten schon schwer haben, nach all den vertanen Chancen und den Jahren des Verrats und der Asozialpolitik noch glaubwürdig zu sein, aber SO geht es schon gar nicht. Diese Partei WILL einfach untergehen und aus Fehlern nicht lernen, wie es scheint. Man WILL die Gründe für den Niedergang partout ignorieren und baut immer wieder denselben Scheiß! Man läßt immer wieder diese deplatzierten Seeheimer Konspirateure da ans Ruder, die für den Niedergang der Partei verantwortlich sind! In der naiven Hoffnung offenbar, der frühere Wähler fällt zum x-ten Mal auf diese Kurz-links-blinken-Luftnummern rein oder könne großartig Wähler von weiter rechts mobilisieren. Die wählen dann aber wohl lieber das asoziale Original...


    Lieber ECHTE Linke/Soziale wählen und keine Etikettenschwindler, die alles in Verruf bringen und somit auch rechte Bauernfänger indirekt fördern. ;-/

    Geldbeutelunabhängige Freiheit und soziale Gerechtigkeit statt Kapitalismus: Stoppt die Diktatur der reichen Minderheit!

    2 Mal editiert, zuletzt von Redwing ()

  • Mein Güte, dieses Kanditatenschaulaufen ist ja so was von müßig. Die SPD sollte sich lieber mit den Inhalten, der Ausrichtung, mit dem Sinn und Zweck dieser Partei beschäftigen, anstatt endlos Personaldebatten zu führen.

  • So einfach ist das alles nicht, weil sich die Bevölkerung in ihrem Selbstverständnis geändert hat.


    Die SPD ist eine Partei gewesen, die den Arbeitern und sog. "kleinen Leuten" zu ihrem Recht verhelfen wollte und das auch konnte. Viele der heute selbstverständlichen sozialen, arbeitnehmerfreundlichen Gesetze gäbe es vermutlich ohne die SPD gar nicht.

    Diesem Absatz kann ich noch zustimmen, ab da aber folgt erst einmal eine sehr putzige Realitätsverdrehung. :narren105:


    Zitat

    Zwar gibt es immer noch sehr viel Ungerechtigkeit, Ausnutzung, mies bezahlte Jobs usw, was sich aber geändert hat, ist die Selbsteinschätzung der Leute.

    Die Klientel der SPD hat nie zur gesellschaftlichen Moderne gezählt. Aber heute zählt sich auch niemand mehr zu den "kleinen Leuten" und mag sich auch nicht von einer "kämpferischen" SPD in diese Kategorie einsortieren lassen.


    Das ist auch der SPD nicht verborgen geblieben, weshalb sie sich in Wort und Bild dem Mittelstand angenähert hat, der aber wiederum lieber zu den "besseren Leuten" gehören will und sich eher der Union zuneigt, die wiederum - vor allem unter Merkel - eher leicht nach links ruckelt, ihr "korrektiv aber in der Schwesterpartei hat. Die Bandbreite ist damit größer.


    Sowohl der SPD als auch dir scheint verborgen, was hier wirklich seit längerem in diesem Land (und der Welt allgemein) läuft: eine teils gnadenlose Anzocke der Allgemeinheit durch kleine egomanische Eliten.

    Schon deine Rede davon, dass es immer noch sehr viel Ungerechtigkeit, Ausnutzung, mies bezahlte Jobs gäbe, würde ein massives sozialpolitisches Versagen ausweisen, wenn dem so in einem der reichsten Länder der Welt wäre. Es kommt aber schlimmer und das kann, das muss man wissen solange man noch eine Zeitung richtig herum halten kann und im Internet nicht nur Pornos oder Bösennews studiert.


    Ungerechtigkeit, Ausnutzung und der Umfang mies bezahlter Jobs haben in Folge der von der beschissenen SPD verbrochenen Agenda-Politik satt zugenommen. Arbeiteten 1995 noch ca. 15% der Beschäftigten im Niedriglohnbereich, so waren es 2010 rund 24% und dieser für ein reiches Land beschämende Wert hält sich bis heute.


    Das ist auch so politisch gewollt,



    https://www.stuttgarter-nachri…4d-bd67-f5027b612fa3.html


    In diesem extrem lesenswerten Artikel kommen m.E. alle zentral wichtigen Aussagen zur Sprache, die für Deutschland wichtig sind, aber von der Trantüten-Kanzlerin (und ihrer gleichartigen Ziehtochter) genauso ignoriert werden, wie von der durch und durch degenerierten SPD. Die SPD verliert in Folge immer mehr Wähler, denn warum sollten Menschen eine Partei wählen, die Politik GEGEN sie macht?


    Nur die dümmsten Schweine wählen ihren Metzger selber, so gesehen kann das Gros der Deutschen wirklich nicht als intelligent erachtet werden, aber irgendwann läuft jedes Fass über, das beständig nur mit Jauche gefüllt wird. Auch hier liefert der oben verlinkte Artikel eine bestechend klar und eigentlich einfach zu erkennende Logik, die von den Marionetten der CDU/SPD Einheitspartei verleugnet wird:

    Zitat

    Der britische Historiker Tony Judt hat konstatiert, dass die Auswirkungen materieller Ungleichheit sich erst nach einiger Zeit zeigen. Der Konkurrenzkampf verschärft sich, Menschen fühlen sich überlegen oder minderwertig, Vorurteile gegenüber den Schwächeren verstärken sich. Nach meiner Überzeugung erleben wir dies im Moment. Deshalb ist die Politik gefordert, für weniger soziale Ungleichheit und damit für weniger politische Spaltung zu sorgen.(...) Offen gestanden verstehe ich gerade in diesem Punkt als wertkonservativer Mensch bis heute nicht, weshalb die Politik die Möglichkeiten der vergangenen zehn Jahre, die ja von wirtschaftlichem Erfolg geprägt waren, nicht genützt hat, um für mehr Gerechtigkeit zu sorgen. Am Geld hat es nicht gefehlt. Steuert die Politik nicht entschieden um, wird sich die Spaltung durch Globalisierung, Digitalisierung und, im Kontext des Klimawandels, durch globale Migrationsbewegungen weiter verschärfen.


    Wenn es wer nicht glauben will: Überall mehren sich die Indikatoren, welche der seit langem betriebenen Politik und den mit dieser verbundenen politischen Stillstand das Erreichen des Endstadiums attestieren.

    Politik und Gesellschaft rasen auf das Ende der Sackgasse zu, in der uns die Schlafmütze von versuchter Kanzlerin (auf Geheiß von oben) gelenkt hat . Und die SPD versucht sich seit Jahr und Tag als artiger Schaffner in einem Bus, der dem Schrottplatz entgegen rollt.

  • Mein Güte, dieses Kanditatenschaulaufen ist ja so was von müßig. Die SPD sollte sich lieber mit den Inhalten, der Ausrichtung, mit dem Sinn und Zweck dieser Partei beschäftigen, anstatt endlos Personaldebatten zu führen.

    Genau so ist es! Am Ende des Schaulaufens hat jeder vergessen, worum es ging - und schlimmer: Es interessiert keinen mehr..



    "Oh Tor, im Unglück ist Trotz nicht förderlich!" (Sophokles: Ödipus auf Kolonos)

  • Genau so ist es! Am Ende des Schaulaufens hat jeder vergessen, worum es ging - und schlimmer: Es interessiert keinen mehr..

    Es geht um die Existenz der SPD! Wenn die GroKo-weiter-so Befürworter das Rennen machen, ist die SPD tot, sie kann sich dann gleich der CDU anschließen, die analog ihre Wählerschaft nahezu halbiert hat.

  • Dass es um die Existenz der SPD geht, scheint zwar bei der Basis, aber nicht bei den schaulaufenden Protagonisten angekommen zu sein. Wer so viel Zeit aufwendet, um das Personalkarussel zu drehen und zu drehen und zu drehen ... hat den Ernst der Lage noch nicht begriffen. Ich nehme an, daran sind die natürlich nicht selber schuld, sondern Merkel. Ich habe mir ein paar der Kandidatenpärchen reingezogen und ich muss sagen, dass mich niemand vom Hocker gehauen hat. Aus meiner Sicht ist die SPD am Ende und es handelt sich auch beim Schaulaufen lediglich um letzte Zuckungen ...

  • Dass es um die Existenz der SPD geht, scheint zwar bei der Basis, aber nicht bei den schaulaufenden Protagonisten angekommen zu sein. Wer so viel Zeit aufwendet, um das Personalkarussel zu drehen und zu drehen und zu drehen ... hat den Ernst der Lage noch nicht begriffen. Ich nehme an, daran sind die natürlich nicht selber schuld, sondern Merkel. Ich habe mir ein paar der Kandidatenpärchen reingezogen und ich muss sagen, dass mich niemand vom Hocker gehauen hat. Aus meiner Sicht ist die SPD am Ende und es handelt sich auch beim Schaulaufen lediglich um letzte Zuckungen ...

    Es wäre schlimm, würdest Du Recht behalten, denn im Grunde wird die SPD gebraucht, da ja auch Die Linke in den letzten Jahren voll versagt hat. Vielleicht findet sich doch noch eine Persönlichkeit, die den Ernst der Lage erkennt und Führungsqualitäten zu entwickeln vermag.

  • Meiner Meinung nach können sich Die Linke und die SPD zusammentun und eine neue Partei gründen. Da kommt sicher mehr bei raus, als bei dem ewigen Selbstfindungsprozess beider Parteien, in dem Personaldebatten die Hauptrolle spielen. Aber wahrscheinlich würden sie auch das nicht hinbekommen, weil dann wären als erstes ja wieder, na, genau - Personalfragen zu klären.

  • Meiner Meinung nach können sich Die Linke und die SPD zusammentun und eine neue Partei gründen. Da kommt sicher mehr bei raus, als bei dem ewigen Selbstfindungsprozess beider Parteien, in dem Personaldebatten die Hauptrolle spielen. Aber wahrscheinlich würden sie auch das nicht hinbekommen, weil dann wären als erstes ja wieder, na, genau - Personalfragen zu klären.

    Die Korrumpierung beginnt dort, wo Politiker hoch bezahlt und mit Privilegien versehen werden. Politisch führen zu dürfen, muss eine Ehre sein, wobei allerdings der reale Aufwand und die Leistung einer gerechten, angemessenen Vergütung bedürfen.

  • "Hoch bezahlt" ist Ansichtssache. Jedem Lehrer oder Rechtsanwalt muss es hoch vorkommen, aber schon Notare würden nicht tauschen wollen, ganz von Radiologen abgesehen, zumal die alle am Abend heimgehen können und in der Regel keinerlei Dauer-Anfeindungen ausgesetzt sind.



    "Oh Tor, im Unglück ist Trotz nicht förderlich!" (Sophokles: Ödipus auf Kolonos)

  • Die Korrumpierung beginnt dort, wo Politiker hoch bezahlt und mit Privilegien versehen werden. Politisch führen zu dürfen, muss eine Ehre sein, wobei allerdings der reale Aufwand und die Leistung einer gerechten, angemessenen Vergütung bedürfen.

    Wie willst du das hinbekommen? Wenn man deine Äußerungen über Frau Merkel im Ohr bzw. Auge hat, dürfte sie wohl deiner Meinung nach nicht einen Cent bekommen und müsste eher noch was in die Staatskasse einzahlen, weil sie Deutschland aus Deiner Sicht nur schadet und eine Fehlbesetzung ist.

    Aber: Schau Dir mal deren Arbeitszeit und Arbeitspensum an und das seit zig Jahren. Auch dürfte es angesichts der Meinungsvielfalt über die Leistung eines Politikers schwierig sein, darüber zu urteilen, was eine gerechte, angemessene Vergütung für ihn wäre.

    Und zum realen Aufwand: Das, was zum Beispiel Merkel an eigener Lebenszeit und Kraft in die Regierung dieses Landes gesteckt hat, ist unbezahlbar. Unabhängig davon, ob man mit ihren politischen Entscheidungen konform geht oder nicht.

  • Aber: Schau Dir mal deren Arbeitszeit und Arbeitspensum an und das seit zig Jahren. ................

    Anwesenheit ist keine Arbeitszeit und angesichts des Stabes an Zuarbeitern dürfte das eigentliche Arbeitspensum auch überschaubar sein. Zudem mache ich meine Aussagen nicht an der Person Merkel fest, ein Staatschef ist nicht gleichzusetzen mit einem normalen Mitglied des Bundestags oder des Landtags. Wenn Frau Merkel eine Grundvergütung von 15 000 bis 20 000 Euro zugestanden wird, halte ich das für diese Funktion durchaus für angemessen. Wenn sie ihren Job gut machen würde, könnte sie auch das Doppelte bekommen. Und politische Leistung lässt sich durchaus an den Erfolgen in der Entwicklung des Verantwortungsbereichs ableiten und beurteilen.


    Zudem habe ich den Beitrag auch nur geschrieben, um darauf aufmerksam zu machen, weshalb eben Personaldebatten in den Parteien eine solche Rolle spielen. Auch opfert jeder Mensch im Berufsleben seine wertvolle Lebenszeit, keiner wird gezwungen, Politiker zu werden. Es ist demnach auch keine "unbezahlbare Leistung", wenn eine Kanzlerin sich 14 Jahre in einer solchen Funktion betätigt. Deutschland wäre mehr gedient gewesen, wenn sie spätestens nach 4 Jahren den Job aufgegeben hätte.

  • Anwesenheit ist keine Arbeitszeit und angesichts des Stabes an Zuarbeitern dürfte das eigentliche Arbeitspensum auch überschaubar sein. Zudem mache ich meine Aussagen nicht an der Person Merkel fest, ein Staatschef ist nicht gleichzusetzen mit einem normalen Mitglied des Bundestags oder des Landtags. Wenn Frau Merkel eine Grundvergütung von 15 000 bis 20 000 Euro zugestanden wird, halte ich das für diese Funktion durchaus für angemessen. Wenn sie ihren Job gut machen würde, könnte sie auch das Doppelte bekommen. Und politische Leistung lässt sich durchaus an den Erfolgen in der Entwicklung des Verantwortungsbereichs ableiten und beurteilen.

    Wie gesagt, wer will beurteilen, wieviel Geld Frau Merkel zusteht, wo jeder das, was sie macht, anders beurteilt. Ich finde das vermessen und unangebracht. Und ob sie nur anwesend ist oder nicht und all diese Sachen, darüber können Außenstehende nur spekulieren und das ist nicht mein Ding. Aber vielleicht greift die "neue" SPD das Thema ja auf und regelt es anders. Wohlwissend, dass SPD-Politiker dann nur noch für nen Appel und nen Ei arbeiten ...