Parteien unter der Lupe - SPD

  • Schon richtig. Aber fairerweise musst Du dann aber auch zugeben das bei der May jeder Oppostionsführer mit 5 Sinne beieinander die Chance hatte ebenso solche "Performance" hinzulegen.

    Das kann ich gerne zugeben, aber was Corbyn ja eigentlich ausmacht ist die Wende in der britischen Sozialdemokratie. Das ausbooten der Blair-Mannschaft, dem Äquivalent zum Seeheimer Kreis. Das ist die eigentliche Leistung und die ist nicht klein, auch wenn das "Momentum" dazu beitrug. Nicht dass er die May nicht verhindern konnte. Er steht einfach wofür er immer stand und das ziemlich unerschütterlich.


    Die Seeheimer sind halt zu gute Strippenzieher und haben dank Ihrer "Wirtschaftförderungsdenke" einfach bessere Netzwerke.

    Auch mit den Mainstream-Medien sind sie viel zu gut vernetzt. B+E haben vielleicht den Hauch einer Chance, aber nicht viel mehr. Ganz klar, dass man auf ihrer Seite stehen muss. 8o

  • Interessant finde ich auch, dass sich niemand der alten SPD-Garde in irgendeiner Weise zu Wort meldet: Schröder, Gabriel, Nahles ... alle hüllen sich in Schweigen. Was sollen sie auch sagen ...

    Genau, was sollen die sagen. Schröder könnte Grüße von Putin bestellen, zu Gabriel fällt mir nichts ein, der redet heute so und morgen so, und Nahles könnte ein Liedchen trällern.

    Es ist schon besser, dass sie nichts sagen; gleichwohl überrascht es mich.

  • Wow, was für ein beeindruckender Einstand, wenn das neue "Dreamteam", von dem ich wohlgemerkt zuvor noch nie was gehört hatte, mich jedenfalls nicht erinnern konnte, gleich erstmal den Schulz macht und bez. der diktatorischen GroKo rumeiert. Ich meine, es ist gut, daß dieses schröder'sche Hartz4-Relikt Scholz es nicht wurde mit dieser nichtssagenden Nulpe da und die Mitglieder EINmal richtig abgestimmt haben, wenn es drauf ankommt, statt immer nur rumzutröten und dann doch wieder zu beweisen, nichts gelernt zu haben, aber wenn das dann schon mal gleich so losgeht, daß die ach so scharfen GroKo-Kritiker plötzlich einen Austritt nahezu um jeden Preis vermeiden wollen und ganz besonders zaghaft an die (CD)U herantreten, damit auch bloß kein Grund entsteht, diese unheilige Allianz vorzeitig zu beenden, dann sieht das für mich leider DOCH bzw. IMMER noch nach Nichts gelernt und Weiter so aus. So wie der vermeintliche Kämpfer, der seinen Kumpels zuflüstert, "Haltet mich", damit er so tun kann, auf einen Gegner loszugehen. Und der Kühnert hat sich bei solch strategischen Fragen nun bereits zum dritten Mal ebenfalls als Umfaller bzw. Bremser erwiesen und bewegt sich somit bereits in "bester sozialdemokratischer" Tradition. :- P Die Nahles hat auch mal anders angefangen und ist dann in Verantwortung recht flott von links unten nach rechts oben gewandert. Und der Oberklopper ist, daß der DGB ebenfalls zum Erhalt dieser GroKo - dieses totalitären Aneinanderklammerns zweier Ertrinkender - aufruft. Und sich dann noch wundern, wenn immer mehr Arbeitnehmer den Gewerkschaften den Rücken kehren, wo auch gern mal irgendwelche Funktionäre mit einem Fuß im Arbeitgeberlager stehen und gut schunkeln mit deren Bonzen.


    OK, was heute noch "links" bzw. "linker Flügel" in dieser Partei ist, da kann man wohl nicht mehr viel erwarten seit Gerhartz Schredder und seinem Basta-Regime der Soziopathen, aber mich beschleichen Zweifel, ob sich das richtige Kandidatenpaar durchgesetzt hat im "linken Spektrum" und darüber hinaus, ob es da überhaupt noch sinnige Kandidaten gibt. Jedenfalls ein Umfallen in Rekordzeit, das fast noch Schulz toppt. Zumindest sollte man mit scharfen und nicht weichgespülten Forderungen in die Neuverhandlungen mit der (CD)U gehen und als letzte Konsequenz eben auch das Ende der Koalition androhen und durchziehen, anstatt da so ranzugehen von wegen, könnt ihr mal, und wenn nicht, ist auch OK. Das wäre wieder so typisch (S)PD und so dermaßen erbärmlich - und alles andere als ein glaubwürdiger Neustart.


    Nun hat sich die (S)PD, wie schon gesagt, durch ihre ständige Umfaller- und ihre dem "S" spottende Asipolitik selbst in die unbequeme Lage gebracht, daß man ihr a) soziale Versprechen nicht mehr abkauft (auch dann nicht, wenn es vielleicht mal ernst gemeint ist) und b) der Anteil asozialer Restmitglieder und -wähler relativ hoch ist. Macht man jetzt also plötzlich soziale Politik bzw. kündigt dies glaubwürdig an, so könnten einige von denen sich auch noch trollen und es zunächst zu einem weiteren Einbruch kommen. Und dennoch ist es der einzige Weg für eine Partei, die das "S" im Namen haben und das Gros der Arbeitnehmer, Studenten, viele Rentner sowie die größten der Systemopfer a la Erwerbslose vertreten will. Nur so kehrt, wenn es nicht bereits zu spät ist, vielleicht langsam die Glaubwürdigkeit und somit auch altes Wähler- und Mitgliederpotential zurück - wofür bloßes Labern aber nicht reicht. Es war keine Sozialpolitik, sondern der asoziale neoliberale Umfaller- und Lobbyistenkurs seit Schröder, der die Partei weit unter die 20 Prozent-Marke gebracht hat und sie auch noch unter die Fünf bringen könnte, denn eine Kopie von (CD)U oder (FD)P braucht kein Mensch... Von daher sollte man sich endlich dieser unerträglichen Seeheimer Marktschreier a la Heil, Weil und Klingbeil entledigen und die richtigen Leute ans Ruder lassen. Oder der Abstieg wird weitergehen bis in die Bedeutungslosigkeit so wie in Frankreich, etc..

    Geldbeutelunabhängige Freiheit und soziale Gerechtigkeit statt Kapitalismus: Stoppt die Diktatur der reichen Minderheit!

  • ,..................... wohlwissend, dass die linke Ecke bestens besetzt ist, nämlich mit den Grünen und Linken. Die SPD sollte mit den Linken zu einer Partei verschmelzen. Und das wars. Ich sehe kein Konzept, keine Idee der SPD-Leute, diese Partei wieder aufleuchten zu lassen..................

    Wo sind denn die Grünen noch links, wenn sie derzeit von einer Koalition mit der CDU/CSU träumen, in der sie den Kanzler stellen könnten, wenn AKK so weiter macht??? Und wo sind in der "Die Linke" die Persönlichkeiten, wenn man Frau Dr. Wagenknecht weitgehend weggemobbt hat. Eine Fusion mit der SPD wäre ein Weg, nur dazu müssen alle "Seeheimer" und Schröderknechte, die für die Agenda 2010 verantwortlich waren, aus den Führungsebenen raus. Es bedarf wohl eines Wunders, wenn nach dem Platzen der GroKo in Deutschland eine politische Wende zum Besseren eingeleitet werden sollte.

  • Wo sind denn die Grünen noch links, wenn sie derzeit von einer Koalition mit der CDU/CSU träumen, in der sie den Kanzler stellen könnten, wenn AKK so weiter macht??? Und wo sind in der "Die Linke" die Persönlichkeiten, wenn man Frau Dr. Wagenknecht weitgehend weggemobbt hat. Eine Fusion mit der SPD wäre ein Weg, nur dazu müssen alle "Seeheimer" und Schröderknechte, die für die Agenda 2010 verantwortlich waren, aus den Führungsebenen raus. Es bedarf wohl eines Wunders, wenn nach dem Platzen der GroKo in Deutschland eine politische Wende zum Besseren eingeleitet werden sollte.

    Na, ersteinmal sind die Grünen nicht links sondern stock konservativ. Und meist voll im Establishment da man das "grün-sein" sich erst leisten muss.

    Und wenn Sie dann mal in der Politik, gibt es bis auf ein wenig Effekthascherei, Genderkram und sonstig nicht wirklich nachhaltiges. Siehe Hamburg, siehe Baden Würtemberg.


    Und zu den Linken, Wagenknecht wollte ihr ganz persönliches Ding durchziehen, versuchte die Partei sogar zu spalten, ähnlich sturrköpfig wie Ihr Angetrauter ein paar Jahre früher. Au contraire, das Problem der Linken ( ausser Ihren internen Problemen die jede andere Partei dementsprechend auch hat ) sind das Sie auf Ihrer Linie geblieben und sich nicht verbiegen haben lassen. Das rechne ich Ihnen persönlich an, mal ab von politisch konträren Ansichten. Sahra war zwar medial beliebt und natürlich telegen, nur hat Sie versucht die Linke da hin zu bringen was jetzt bei der SPD diese tolle Rolle rückwärts ausgelöst hat.


    Und auch wenn es nach einem Platzen der Groko sogar zu einer Grünen Regierungsbeteilgung kommen sollte, werden wir einen Rechtsruck erleben, weil der Wähler auch hier Rechtspopulistisch einen Block wählen wird.


    Die SPD und die Linke werden sich in Zukunft bis auf Weiteres marginalisieren.

  • .........Die SPD und die Linke werden sich in Zukunft bis auf Weiteres marginalisieren.

    Es wird schwer werden, die echten Linken haben in einem politisch indoktrinierten, antikommunistisch geprägten kleinbürgerlichen Milieu keine ausreichende Basis. Aber die wirtschaftlichen Umwälzungen mit den sozialen Folgen dürften in wenigen Jahren die politische Szenerie grundlegend verändern. Das kapitalistische System nähert sich mit Automation und Digitalisierung seinen Grenzen immer schneller. Allein die hunderttausenden Jobs, die in der Automobilbranche wegfallen, werden nicht aufgefangen werden können. Wieviele Fachkräfte davon werden Algorithmen entwickeln können und auch Dienstleistungen bedürfen des kaufkräftigen Unterbaus der produktiven, wertschöpfenden Arbeit.

  • Wagenknecht wollte ihr ganz persönliches Ding durchziehen, versuchte die Partei sogar zu spalten,

    Sie wollte die Linke sozialdemokratisch haben, wie ihr Mann und hat dafür gekämpft. Sie hat auch dafür gekämpft die sozialen Themen mit den Sorgen der einfachen Leute nicht einfach an die Rechten aus der Hand zu geben. Das kann man natürlich auch als Spaltung bezeichnen obwohl jeder weiß dass viele aus der Partei hinter ihr standen und stehen, was dann einfach nur heißt dass die ganze Partei gespalten ist. Wie die SPD auch. Der Preis dafür wird die Marginalisierung sein und die Wahlen dem europäischen Rechtstrend folgen.

  • Sie wollte die Linke sozialdemokratisch haben, wie ihr Mann und hat dafür gekämpft. Sie hat auch dafür gekämpft die sozialen Themen mit den Sorgen der einfachen Leute nicht einfach an die Rechten aus der Hand zu geben.

    Du meinst mit einem AFD-Sprech in light, aka schnelle Abschiebung krimineller "Ausländer", kritische Anmerkungen zum Thema Flüchtlingspolitik etc. also diese ganzen Alibiberuhigungsfloskeln für den rechten Stammtisch hätte es gebracht ? Welche Wähler hätte man da den eingefangen ?

    Welche auf die jeder aufrechte Demokrat gern verzichten kann.


    Also genau eine Verwässerung des linken Profils womit Du ja selbst sagst die SPD ( a la Corbyn ) mit genau dem Gegenteil auf der Erfolgsspur wähnst ?


    Wie die SPD auch. Der Preis dafür wird die Marginalisierung sein und die Wahlen dem europäischen Rechtstrend folgen.

    Die SPD wird doch ebenso wie die Linke marginalisiert weil sie der Rechtsruck überholt. Das kann sie sich entweder dem anbiedern ( Wagenknecht ) oder versuchen Ihre vermeintlichen linken Wurzeln (SPD) zu finden, beides wird nichts nützen.

  • Die SPD wird ebenso wie die Linke marginalisert weil sie der Rechtsruck überholt. Das kann sie sich entweder dem anbiedern ( Wagenknecht ) oder versuchen Ihre vermeintlichen linken Wurzeln (SPD) zu finden, beides wird nichts nützen.

    Das mit dem Anbiedern an Rechte in Bezug auf Wagenknecht ist totaler Quark. Das wird wie ebendieser nur breitgetreten und wird dadurch nicht richtiger. Zu allem was sie dazu gesagt hat, kann ich ohne weiteres stehen und es unterstützen. Das gleiche Muster der Diffamierung auch bei Corbyn, nur mit anderen lächerlichen Themen wie Antisemitismus bei einem Mann der immer gegen Rassismus gestanden hat und die Mainstreammedien greifen es freudig auf. Auch ein Grund für den rechten Trend. Die SPD braucht gar nicht nach ihren Wurzeln zu suchen. Sie sollte nur sozialdemokratische Themen besetzen. So wie Corbyn das macht.


    Ich bin gesellschaftspolitisch eher konservativ und wirtschaftspolitisch links. Diese Haltung verstehe ich dadurch halt auch als sozialdemokratisch und will dass sie erfolgreich ist. Bei Corbyn und Wagenknecht dürfte das ähnlich sein. Und was macht es für einen Sinn, ziemlich erfolgreiche Gallionsfiguren vom eigenen Lager her abzusägen und schlechtzuschreiben ? Leute, die wirklich etwas bewegen können und es vielleicht schaffen Mehrheiten zu generieren ? Da muss man doch mit dem Klammerbeutel gepudert sein. Den Konservativen passiert so etwas nie.

  • Das mit dem Anbiedern an Rechte in Bezug auf Wagenknecht ist totaler Quark. Das wird wie ebendieser nur breitgetreten und wird dadurch nicht richtiger. Zu allem was sie dazu gesagt hat, kann ich ohne weiteres stehen und es unterstützen. Das gleiche Muster der Diffamierung auch bei Corbyn, nur mit anderen lächerlichen Themen wie Antisemitismus bei einem Mann der immer gegen Rassismus gestanden hat und die Mainstreammedien greifen es freudig auf.

    Was ist daran breit getretener Quark ?


    Recht neutral zusammengefasst in der Zeit umfasst es das Dilemma der Linken:


    https://www.zeit.de/politik/de…tz-wahl-sahra-wagenknecht


    ..und beschreibt ebenso die jeweiligen Strömmungen innerhalb der Partei.


    Und zu Corbyn ? Schulligung, das ist doch klar das sowas irgendwann hochpoppt und auch genüßlich Ihm bei jeder Gelegenheit unter die Nase gerieben wird. Und wenn er dann zu lange rumlaviert hatte, dann muss man sich nicht wundern das er abgewatscht wird. Vor allen bei dem Thema und der recht starken Lobby in der Gesellschaft sowie in der Politik. die er da gegen sich hat.


    Und genauso was wir hier schon durch diskutiert hatten - Wagenknecht hat es in der Linken versucht und den Scheffel hingeschmissen. Sie hat es mit einer neuen Bewegung versucht und sogar nach noch kürzerer Zeit die Türen knallen lassen. Und bitte jetzt nicht wieder die kränkliche Jean d'Arc Nummer....Genau wie Ihr Mann war/ist Sie überambitioniert aber null Bock in politischer Kärnerarbeit.

    Leute, die wirklich etwas bewegen können und es vielleicht schaffen Mehrheiten zu generieren ? Da muss man doch mit dem Klammerbeutel gepudert sein. Den Konservativen passiert so etwas nie.


    Oh doch, da wurde gesägt und gebohrt und zwar gewaltig über mehr als 2 Jahrzehnte.


    Warum gab es wohl das System Merkel ? Weil Sie eben bis dato alle geschafft hat in der CDU die Ihr im Wege standen oder gefährlich wurden.


    Also, auch nur ein Viertel von diesem "Rauten Stamina" und Sahra Wagenknecht wäre eine 1A Oppostionsführerin.

  • Was ist daran breit getretener Quark ?

    In dem von Dir verlinkten Artikel steht doch für was Wagenknecht steht.


    Wagenknecht und ihre Anhänger stehen dabei für einen migrationsskeptischen Kurs. Sie lehnen insbesondere die von der Parteispitze um Katja Kipping und Bernd Riexinger vertretene Forderung nach offenen Grenzen ab. Arbeitsmigration wollen sie eher begrenzen als erweitern. Und sie glauben, dass ein starker Sozialstaat am besten in nationalstaatlichen Grenzen zu organisieren ist.


    Nichts anderes hat sie vertreten und das in eine rechte Ecke zu stellen ist für mich Quark. Dass sie nicht besonders auf Kärnerarbeit steht ist allerdings wahr und dass diese Merkeleigenschaft ihr fehlt. Trotzdem ist es idiotisch gewesen sie zu demontieren. Das wird man künftig noch sehen.


    Was ist denn bei Corbyn hochgepoppt ? Das einzige Thema, welches (ohne irgendeine wirkliche Substanz) funktioniert hat um ihn möglichst viel zu beschädigen. Komisch irgendwie, oder ? Was soll er denn dazu sagen ? Dass er es auch gut findet dass es modern geworden ist, dass Israelkritik als Antisemitismus gilt ? Das käme mir auch nicht über die Lippen.

  • In dem von Dir verlinkten Artikel steht doch für was Wagenknecht steht.

    Wagenknecht und ihre Anhänger stehen dabei für einen migrationsskeptischen Kurs. Sie lehnen insbesondere die von der Parteispitze um Katja Kipping und Bernd Riexinger vertretene Forderung nach offenen Grenzen ab. Arbeitsmigration wollen sie eher begrenzen als erweitern. Und sie glauben, dass ein starker Sozialstaat am besten in nationalstaatlichen Grenzen zu organisieren ist.

    Nichts anderes hat sie vertreten und das in eine rechte Ecke zu stellen ist für mich Quark. Dass sie nicht besonders auf Kärnerarbeit steht ist allerdings wahr und dass diese Merkeleigenschaft ihr fehlt. Trotzdem ist es idiotisch gewesen sie zu demontieren.

    Eben, und genau dafür steht die Linke halt nicht. Kann man gut finden oder auch nicht. Was Sie aber definitiv verwässert hätte wären solche Themen aufzu nehmen und halt das klare und ausdrückliche Ziel von Wagenknecht zu nutzen die Partei für gewisse "Wähler" wieder attraktiv zu machen.


    Und das ist für mich gut so das soetwas nicht geschehen ist. Mit solch einem Manöver hätte man höchstens noch ein paar Stimmen von der SPD abgezogen, mehr nicht.


    Und ich glaube auch nicht das Sie "demontiert" wurde. Analog zum vermuteten, fehlenden Stamina hatte W. entweder keine große Lust /Kraft Ihre Positionen durchzusetzen oder Ihr fehlte eben der nötige, parteiliche Rückhalt.

    Was ist denn bei Corbyn hochgepoppt ? Das einzige Thema, welches (ohne irgendeine wirkliche Substanz) funktioniert hat um ihn möglichst viel zu beschädigen. Komisch irgendwie, oder ? Was soll er denn dazu sagen ? Dass er es auch gut findet dass es modern geworden ist, dass Israelkritik als Antisemitismus gilt ? Das käme mir auch nicht über die Lippen.

    Aber es war klar das soetwas kommen musste. Siehe Wagenknecht. Ich garantiere Dir, wäre der Murdoch nicht schon senil und/oder mit einigen seiner Dreckserzeugnisse wegen der Abhörschweinereien in Verruf geraten, hier wären noch ganze andere Kaliber ins Rohr geschoben worden.

    Und da nutzt es nix wie und wer sich da bei Labour abstrampelt, siehe hier:


    https://www.theguardian.com/po…yn-rabbi-criticism-labour



    So, jetzt aber zurück zur Tante SPD.........

  • Eben, und genau dafür steht die Linke halt nicht.

    Dafür stand sie aber doch, zusammen mit von der SPD vernachlässigten sozialpolitischen Themen die jetzt auch kaum noch Gewicht haben, außer B+E greifen sie wieder auf. Zumindestens mit einem großen Teil der Partei, bis sich die Kippings halt dahingehend durchgesetzt haben dass die Linkspartei grün zu werden hat. Taktisch "sehr geschickt". Aber wir werden sehen.


    Und da nutzt es nix wie und wer sich da bei Labour abstrampelt

    Wahrscheinlich nicht. Das ist ja auch so etwas, was man nur schwer begreift. Corbyn will für einen besseren Sozialstaat arbeiten, das Gesundheitssystem verbessern, privatisierte Staatsunternehmen wieder zurückholen, redet sogar von einer 4-Tage Woche. Man sollte meinen er sollte jede Wahl ganz bequem gewinnen. Aber das geballte Heulen der Konservativen mitsamt der Unterstützung der Sch..-Murdoch-Presse sorgt dafür das einer mit dem Brexit-Schild in der Hand und sonst nicht viel, die Umfragen anführt. Und der absolute Witz ist das mit dem Antisemitismus. Ich behaupte hier mal ganz frech, dass wenn der Antisemitismus auf der Insel so um sich greift dass es gefährlich ist, Corbyn der erste ist der sich vor die Juden stellt und nicht das rechte Lager.


    Ich finde Corbyn im SPD-Thread gar nicht so verkehrt, aber wir wollen es auch nicht übertreiben. 8o

  • Wahrscheinlich nicht. Das ist ja auch so etwas, was man nur schwer begreift. Corbyn will für einen besseren Sozialstaat arbeiten, das Gesundheitssystem verbessern, privatisierte Staatsunternehmen wieder zurückholen, redet sogar von einer 4-Tage Woche. Man sollte meinen er sollte jede Wahl ganz bequem gewinnen. Aber das geballte Heulen der Konservativen mitsamt der Unterstützung der Sch..-Murdoch-Presse sorgt dafür das einer mit dem Brexit-Schild in der Hand und sonst nicht viel, die Umfragen anführt. Und der absolute Witz ist das mit dem Antisemitismus. Ich behaupte hier mal ganz frech, dass wenn der Antisemitismus auf der Insel so um sich greift dass es gefährlich ist, Corbyn der erste ist der sich vor die Juden stellt und nicht das rechte Lager.


    Ich finde Corbyn im SPD-Thread gar nicht so verkehrt, aber wir wollen es auch nicht übertreiben. 8o

    Stimmt, der Corbyn passt hier rein.


    Die Lage von Labour, bzw. Corbyn und die der SPD zu vergleichen ist aber auch schwierig.


    Einerseits muss den Engländern in Ihrer Haltung zu Labour ja auch zu Gute halten das ebenso wie die SPD, Labour eine katastrophale Vita in Wirtschaft und Politik aufzuweisen hatte die jeweils mehr oder weniger in ebenso heftigen Gegenbewegungen wie eben Maggie Thatcher gemündet haben.

    Und der Sargnagel für die dahinsiechende, britische Industrie war ja nun wirklich der Wildwuchs der Gewerkschaften und Ihrer Lobbyisten in Verbindung mit Labour in den 60ern und 70er Jahren. Der schlechte Witz war ja das die letzte Labour Regierung vor Thatcher durch die Streiks und deren Folgen erst gestürzt wurde.

    Ergo sind Corbyn's Ideen in dieser Richtung natürlich recht ambitioniert und müssen sich gegen den Makel der begangenen Fehler behaupten.


    Also eigentlich konträr zu der neuen Selbstfindung der SPD die sich Jahrelang als Regierungspartei zu Wirtschafts/Unternehmerfreundlich gezeigt hat....

  • Du meinst mit einem AFD-Sprech in light, ...........

    Frau Dr. Wagenknecht hat nie "AfD-Sprech light" getätigt. Wer das behauptet fällt auf jene Kräfte herein, die sie diskreditieren wollen, indem die Aussagen aus dem Zusammenhang gerissen werden. Und wer die Ursachen der Flüchtlingsbewegung weiter verschärft, wie die GroKo unter Merkel das tagtäglich tut, indem sie die Politik der Wirtschaftskriminellen und der Kriegstreiber voll unterstützt, muss sich sagen lassen, dass Deutschland die Folgen eben nicht verkraften kann und letztendlich selbst Europa überfordert ist und die Welt nicht retten wird, zumal die EU Staaten gar nicht mitziehen.

  • Das mit dem Anbiedern an Rechte in Bezug auf Wagenknecht ist totaler Quark. Das wird wie ebendieser nur breitgetreten und wird dadurch nicht richtiger. Zu allem was sie dazu gesagt hat, kann ich ohne weiteres stehen und es unterstützen. Das gleiche Muster der Diffamierung auch bei Corbyn, nur mit anderen lächerlichen Themen wie Antisemitismus bei einem Mann der immer gegen Rassismus gestanden hat und die Mainstreammedien greifen es freudig auf.

    Unterschrieben.


    Ich hab die Vorwürfe auch nie verstanden.

    Is eh ein heikles Thema. Was für mich dann wieder unverständlich wird, wenn einer aus dem rechten Lager (Trump hat ja letztens einen rausgehauen, wo er vermutlich die restlichen ihn wählenden Juden der USA vergrätzt hat) Sprüche liefert, die bräunlicher nicht sein können. Dann scheint das aber kein Thema zu sein.


    Wir sind wieder in Zeiten angekommen, wo "Links" wieder im Fokus steht. Es wird gesucht und immer was gefunden. Allein schon der Linken einen Antisemitismus anzudichten, der so in der angedichteten Form nicht existiert, ist ein Zeichen, dass es den Konservativ-rechten das Wasser bis zum Hals steht und sie die Gefahr sehen, links überholt zu werden mit ihren Themen.


    Nimmt man die sachliche Kritik der Sara an der Flüchtlingspolitik, dann ist mir die alle mal lieber, als das unkonstruktive Gefasel der Verstaubten bei dem nichts herauskam und das uns eben diese Organisationskrise beschert hat.

    Ablenkung von eigenen Verfehlungen. DAS ist es für mich.


    Inszenierte Aufregung braucht keiner und man sollte sie auch so benennen.


    mfg

  • ist ein Zeichen, dass es den Konservativ-rechten das Wasser bis zum Hals steht und sie die Gefahr sehen, links überholt zu werden mit ihren Themen.

    Es wäre schön, wenn zum Überholen eine Chance bestünde - denn es sieht ja so ganz und gar nicht danach aus. Das ein angedichteter Antisemitismus bei einem Linken zu einer scharfen Waffe werden und echte rassistische Bemerkungen bei einem Rechten überhaupt kein Thema sind oder ruckzuck unter'm Teppich verschwinden, das ist ein Verdienst unserer Medien und deren Berichterstattung beziehungsweise deren Auswahl, was berichtet wird.

  • Es wäre schön, wenn zum Überholen eine Chance bestünde - denn es sieht ja so ganz und gar nicht danach aus. Das ein angedichteter Antisemitismus bei einem Linken zu einer scharfen Waffe werden und echte rassistische Bemerkungen bei einem Rechten überhaupt kein Thema sind oder ruckzuck unter'm Teppich verschwinden, das ist ein Verdienst unserer Medien und deren Berichterstattung beziehungsweise deren Auswahl, was berichtet wird.

    Klar, denn viele unserer Medien SIND das Konservativ rechte Lager.

    Und sie ehrlich, in der rechts-konservativen BRD hatte echte Sozialdemokratie noch nie eine Chance.


    Selbst heute noch verbindet man die Angst vor dem Kommunismus mit Putins Russland!

    Obwohl die ohne den Umweg über den Kapitalismus gleich zum Oligarchismus gewechselt haben.

    Mir scheint die Propaganda gegen die Russen nur das Eingeständnis zu sein, es nicht genauso gemacht zu haben. Aber die USA sind ja auf dem besten Weg dahin. Sollten sich eher was abschauen als zu meckern. ;)


    Ich habe mal gelernt krude Logik zu entlarven, in dem man sie umdreht. Wenn du das bei einigen Aussagen, die als Behauptungen im Raum stehen, machen würdest, dann könnte man erkennen, dass vieles wirr erscheint. Wie eben dieser pauschale Vorwurf gegen Links, sie wären Antisemitisch.


    mfg