Parteien unter der Lupe - DIE LINKE

  • ..............Ich bleibe dabei, Ihr ganz persönlicher Plan ist nicht aufgegangen und jetzt ist Rückzug angesagt....................

    Sie wird nicht aus der Politik verschwinden! Und ob Lafontaine überhaupt noch politischen Einfluß auf sie hat, ist offen. Wenn die "Die Linke" aufgrund ihrer desolaten Führung auf den Bauch fällt, wird die Stunde von Sahra Wagenknecht schlagen. Sie ist eine der wenigen, die durchaus Kanzlerqualitäten aufweist.

  • Bestimmt nicht. Der Sonntagabend gehört Ihr. Aber Sie entzieht sich (wiedereinmal) irgendeiner politischen Verantwortung aus der Sicht der Wähler.


    Und daher kann ich Sie persönlich höchstens noch als Bonmot oder Floskelvorlagengeberin ernstnehmen....

    Das allerdings steht Dir frei! Und da sie noch immer als Abgeordnete des Bundestags ihr Mandat wahrnimmt, entzieht sie sich weit weniger ihrer Verantwortung gegenüber ihren Wählern als die Mehrheit der Mandatsträger dort.

  • Es hat sich in der neueren Vergangenheit etwas geändert. Dieser desaströse Zwiespalt zwischen "Nationalisten" und "Internationalisten" ist erst in den letzten Jahren entstanden. Davor stand die Linkspartei für mich für das wofür jetzt "Aufstehen" steht. Das ist auch etwas wofür Corbyn steht und darum ist diese Copy Paste Bewegung für mich auch voll akzeptabel. Dass Sahra durch dieses international-national-genderbewegte-gequeerle mit Arbeitnehmer- und Sozialpolitik unter die Räder geraten ist, ist dem Zeitgeist zu verdanken. Einem Zeitgeist der mir auch überhaupt nicht passt. Das ist halt meine Sicht darauf.

    Natürlich hat sich "was" geändert, sonst würde die Linke auch in einigen Regionen nicht in die quasi Bedeutungslosigkeit abrutschen.


    Und der überwiegende Zeitgeist ist momentan Rechts und nach hinten orientiert. Die Frage ist nur wann der Glaube rückwärtsbewegt etwas verändern zu wollen sich als Illusion verrät.


    Das "International-national-genderbewegte-gequeerle mit Arbeitnehmer- und Sozialpolitik" gemischte Allerlei war doch generell und weltweit der Beginn des Abgesangs von Links und gestartet als eine Ablenkung für die Wähler überhaupt mit irgendetwas zu punkten.

    Ein wirkliches etwas Bewegen in Sachen Sozial und Gesellschaftpolitik konnte weder die Linke hier noch anderswo.


    Und der Unterscheid zu Corbyn ist halt das er mehr Stamina hat als Sahra.

    Wer nach schon einem 1/2 Jahr mit seiner Momentum/Bewegungsidee die Flinte ins Korn wirft hat entweder gesehen das es nicht funktioniert oder er hat halt keinen Bock mehr.





  • Corbyn ist jedenfalls sehr viel weiter. Klar, er ist von einer erfolgreichen Bewegung getragen worden, aber das ist ja genau das was "Aufstehen" inspiriert hat.

    Der Zeitgeist ist rechts - was kann das ändern ? Das ist der Grundgedanke von Aufstehen. Ich schreibe das noch nicht ab und Corbyn auch nicht.


    Ob die GrünLinken etwas ändern, werden wir sehen. Ob Sahra so ganz weg vom Fenster ist auch - ich glaube eher nicht. Momentan würde ich ihr raten sich auch in Talkshows zurückzuhalten. Ich bin mal gespannt auf die nächsten Wahlergebnisse bei den Linken.

  • Ob die GrünLinken etwas ändern, werden wir sehen. Ob Sahra so ganz weg vom Fenster ist auch - ich glaube eher nicht. Momentan würde ich ihr raten sich auch in Talkshows zurückzuhalten. Ich bin mal gespannt auf die nächsten Wahlergebnisse bei den Linken.

    Klar wird Sie nicht "weg" sein nur wird das so mit einer ernstgemeinten Kontinuität als Politikentscheider erstmal nichts. Und genau das ist es was mir aufstößt. Burnout, Erkrankung etc. all das kann man erklären warum man hier eine Außzeit braucht und so weiter und trotzdem mit der Bewegung noch weiter verbunden bleibt. Aber das war augenscheinlich nicht gewollt, bzw. dünkt mir das Sie auf die Hoffnungsträgerrolle keine Lust hat.


    Was allgemein die linke Bewegung auf gewisse Zeit zurück wirft. Zeit die Sie nicht mehr hat.


    Insofern werden die Wahlergebnisse drastisch ausfallen.

  • Ja richtig - Zeit die sie nicht mehr hat !


    Aber das wird weggelächelt und ignoriert und wenn etwas entstehen soll wird es mit Dreck beworfen. Ist das die Schuld von Sahra Wagenknecht ?

    Ja sorry, sind wir hier beim fünften Angstfreies-Bäume-umarmen-Seminar in Bleckede ? Wir reden doch nicht hier von einem großäugigen Rehlein im finsteren, großen Wald ! Die Wagenknecht ist doch sonst hart im austeilen, und plötzlich kommt das Mimmimmi ?

    Was hat sie erwartet ? Das die Granden Ihrer eigenen Partei jubelnd den karrieremässigen Harakiri begehen, das Sie keinen Gegenwind erntet wenn Sie

    die Partei neu ausrichten will ?


    Alle finden Mutti so furchtbar aber wenn die schon alles wegmetzelt hat die Ihr in die Quere kamen, hola die Waldfee.



    Und was muss Corbyn aushalten ?


  • Ach jetzt verstehe ich erst - Sahra metzelt Dir nicht genug. :holz1: :erol: Ja... da ist sie etwas zart besaitet. An Mutti kommt sie da sicher nicht ran. :holz2: Sie soll ja auch keine dolle Netzwerkerin sein. Es ist schon richtig, dass sie eigentlich keine Arbeiterführerin ist und soweit auch nicht über ihren Schatten springen kann, um das darzustellen. Ich stimme Inhaltlich mit ihr überein, aber ich sehe diese Schwäche auch.

  • Natürlich gräbt "Aufstehen" Stimmen ab.... und natürlich, Sie ist sich treu geblieben, d.H. sie ist inkonsequent und hinterlässt ein Vakuum

    Bzw. lässt die von Ihr initierte Gruppe in Stich.


    Und ich erinnere da an Gunnie's "Erfahrungsbericht" welcher ja auch als Augenblickaufnahme gut beschrieben hat wer sich da alles "sammelt".

    Ja, mir gefiel die Art und Weise nicht. An der Motivation, der Intension und der Notwendigkeit einer solchen Bewegung will ich nich meckern. Unbestritten brauchen wir Menschen, die sich mit Problemen und auch mit guten Dingen beschäftigen. Erstere lösen, zweites erhalten/verbessern.


    Nur ist es eben so, dass ich Naivität nicht sonderlich effizient finde.


    Was Die Linke angeht, so hab ich da eh eine etwas andere Sicht. Die konnte ich bisher nur deshalb wählen, weil die keine Spenden von Konzernen erhalten. Und es ist auch heute noch die einzige Partei ohne solch Spender.

    Letztlich sind mir persönlich Namen egal, wenn der Mensch gute Ideen hat und es schafft Menschen zu motivieren. Das können demzufolge auch mehrere Namen sein.


    Namen können aber auch entlarvend sein. Also so wie bei der Autolobbypartei, die jetzt auch eine angemessene, in Namen manifestierte Vertreterin hat: Karren-Bauer! ;)


    Gut, Wagen-Knecht war jetzt auch nicht grad vorteilhaft, aber deren Abgang und Rückzug kann auch reinigen. Auch interessant ist, wer sich jetzt in der Bewegung dezentral zentralisiert. :)


    So lange sich "Links" auch als "Links" verkauft, wird solch eine Richtung in D keine Chance haben. Dazu waren über 40 Jahre konservative rechts Luschen-Denke und deren Verquickung mit der eh Linkallergischen deutschen Wirtschaft, inkl der über Jahre betriebenen Denunziation der linken Strömungen, einfach zu stark.


    Links=Kommunismus=Diktatur!

    Kommt man mit dem Kampfbegriff "Kommunist" nicht an, dann wird Sozialdemokratie zu "Marxismus", das ist dann sowasvon Links=Kommunismus=Diktatur.


    Eigentlich eine recht(s) primitive ArguKette, also sehr gut geeignet für Menschen (hauptsächlich aus den alten BLs), die sich nur dann mit Politik beschäftigen, wenn die nicht auffällt, ihnen nix vorschreibt, alles so läßt, wie es gewohnt war/ist und bloß nicht Bürgerinitiative einfordert.


    Wenn Die Linke bestehen will, dann muß sie sich erstmal einig werden, was sie wollen. Wollen sie der Juckreiz bleiben, der den Konservativen Staubhirnen mal den Kopf wäscht oder wollen sie die ewigen Kontras sein, die lediglich mit lauten Reden halten aber wenig Substanz transportieren? Letzteres haben wir ja bereits in Form der AfDeppen. :)


    ....es ist alles so erbärmlich....

    Wer in Grenzen denkt, denkt begrenzt.

  • Gut, Wagen-Knecht war jetzt auch nicht grad vorteilhaft, aber deren Abgang und Rückzug kann auch reinigen. Auch interessant ist, wer sich jetzt in der Bewegung dezentral zentralisiert. :)


    So lange sich "Links" auch als "Links" verkauft, wird solch eine Richtung in D keine Chance haben. Dazu waren über 40 Jahre konservative rechts Luschen-Denke und deren Verquickung mit der eh Linkallergischen deutschen Wirtschaft, inkl der über Jahre betriebenen Denunziation der linken Strömungen, einfach zu stark.

    Richtig, nur solch eine Sammlungsbewegung braucht einen einigermassen gefestigten Charakter mit Namen der nach innen einen gewissen Konsenz schafft und nach aussen argumentativ gut darsteht und auch einige Breitseiten aushalten kann.


    Und das wäre die Wagenknecht in diesem Fall gewesen. Ich erinnere da nur an das Schicksal der Piraten die nach kürzester Zeit in der völligen Bedeutungslosigkeit gelandet sind, auch weil eben da niemand nach aussen "zentralisiert" hat.


    Die Leudde brauchen Indentifikationsfiguren nun mal, heute mehr als zuvor. Auch wenn sie sich konträr daran reiben können. ( Denke an Gysi )


    Genau weil solche Nasen, speziell im linken Spektrum fehlen. Was wir momentan haben sind solche Schallis wie Palmer. Grauenhaft....

  • ..................Was allgemein die linke Bewegung auf gewisse Zeit zurück wirft. Zeit die Sie nicht mehr hat......................

    Wir Deutschen und insgesamt die Europäer haben die Zeit nicht mehr! Frau Dr. Wagenknecht kann gelassen in die Zukunft sehen, ihre Restlaufzeit ist materiell sehr gut untersetzt, sie muss sich keinesfalls weiter für die Uneinsichtigen einsetzen und verschleißen. Wenn der europäische Integrationsprozess nicht vollzogen wird, ist Europa in wenigen Jahrzehnten Entwicklungskontinent, fremdbestimmt von den dann dominanten Großmächten oder gar erneut Kriegsschauplatz für diese.

  • .....Genau weil solche Nasen, speziell im linken Spektrum fehlen. ....

    Oh, ich hätte da eine Nase


    https://www.morgenpost.de/poli…-fuer-Deutschland-an.html


    Zitat

    Nun kehrt der 57-Jährige in die Politik zurück - und zwar auf europäischer Ebene. Er ist frisch gewählter Spitzenkandidat der transnationalen Bewegung „Democracy in Europe Movement 2025“ (DiEM25). Offiziell tritt er für die Partei „Demokratie in Europa“ an, ein deutscher Ableger der Bewegung.

    Nachdem ich für die Zulassung von Demokratie in Europa knapp über 300 Unterschriften gesammelt habe, dürfte ziemlich klar sein, wen ich wähle. Die Linke wird es diesmal nicht sein.

    Religion wird von den einfachen Leuten als wahr, von den Weisen als falsch und von den Herrschern als nützlich angesehen.

    Lucius Annaeus Seneca

  • Oha, der Yanis will sich mit deutschem Mandat ins EU Parlament abseilen, wo er dann garantiert seine Interessen vertritt. :erol:


    Ja, das ist irgendwie witzig. :hehehe:

    Das Salär im EU Parlament ist mit über 15 000 Euro monatlich und Sonderzulagen, Sitzungsgeldern etc. durchaus attraktiv, könnte gut auch meine Rente aufbessern. Nach dem Redebeiträgen des Herrn letzten Sonntag bei Anne Will bin ich allerdings nicht überzeugt, ob seine Kandidatur, wenn erfolgreich, Europa weiterbringt. Allerdings ist er besser, als mancher Altkonservative, den es auch dorthin gelungen ist, zu entschwinden, um als Hinterbänkler abzukassieren.

  • Oha, der Yanis will sich mit deutschem Mandat ins EU Parlament abseilen, wo er dann garantiert seine Interessen vertritt. :erol:


    Ja, das ist irgendwie witzig. :hehehe:

    Schon lustig. Magst du keine basisdemokratischen Parteien und Bewegungen? Beschäftige dich doch mal ein wenig mit DIEM25, da geht so gut wie alles über Mitgliederabstimmungen, vollkommen transparent.

    Religion wird von den einfachen Leuten als wahr, von den Weisen als falsch und von den Herrschern als nützlich angesehen.

    Lucius Annaeus Seneca

  • Das Salär im EU Parlament ist mit über 15 000 Euro monatlich und Sonderzulagen, Sitzungsgeldern etc. durchaus attraktiv, ...


    Schon lustig. Magst du keine basisdemokratischen Parteien und Bewegungen? Beschäftige dich doch mal ein wenig mit DIEM25, da geht so gut wie alles über Mitgliederabstimmungen, vollkommen transparent.


    Ich schätze Varoufakis hat recht gute Chancen über Deutschland genug Stimmen für sich einzusammeln um in den Genuss der 15 K zu kommen. Er ist hier gut bekannt und bei seinen Fans auch beliebt. Ich empfand seinen Auftritt damals auch als Lichtblick, aber der hat ja nicht lange gedauert. Was ich bis jetzt von DIEM gelesen habe empfinde ich als sehr viel zahmer als damals.

  • Das Salär im EU Parlament ist mit über 15 000 Euro monatlich und Sonderzulagen, Sitzungsgeldern etc. durchaus attraktiv, könnte gut auch meine Rente aufbessern. Nach dem Redebeiträgen des Herrn letzten Sonntag bei Anne Will bin ich allerdings nicht überzeugt....

    Zumindest kann er besser auf englisch parlieren als so mancher EU Bürokrat, einschließlich unseres Cyberkommissars. Und das ist auch schon mal was.

  • Kann ich nix mit Anfangen. Mir ist es Wurscht ob da ein "Promi" an einer Spitze steht oder ein Otto Normalo.

    Die Mission ist das wichtigste. Wer das macht, ist sekundär.

    Wer sowas braucht, der soll es selber machen. ;)


    mfg

    Wer in Grenzen denkt, denkt begrenzt.