Parteien unter der Lupe - DIE LINKE

  • Kann ich nix mit Anfangen. Mir ist es Wurscht ob da ein "Promi" an einer Spitze steht oder ein Otto Normalo.

    Die Mission ist das wichtigste. Wer das macht, ist sekundär.

    Wer sowas braucht, der soll es selber machen. ;)


    mfg

    Es geht nicht um Promi oder Normalo. Der jemand muss es drauf haben. Und er muss das rüberbringen, nicht nur intern.

    Notfalls auch am Sonntagabend.

    Und wenn da niemand ist der so was kann oder will oder es lassen die lieben Genossen das nicht zu bleibt so eine "Bewegung" der Nachmittagstee von Baskenmützentragenden R. Luxemburg-Gedenktag-Marschierern.

  • Es geht nicht um Promi oder Normalo. Der jemand muss es drauf haben. Und er muss das rüberbringen, nicht nur intern.

    Notfalls auch am Sonntagabend.

    Und wenn da niemand ist der so was kann oder will oder es lassen die lieben Genossen das nicht zu bleibt so eine "Bewegung" der Nachmittagstee von Baskenmützentragenden R. Luxemburg-Gedenktag-Marschierern.

    Aufstehen ist extrem dezentral.

    Bei einer Partei könnte ich deiner Argu folgen, nur reden wir hier von normalen Menschen, die sich in kleinen Ortsgruppen gut organisieren. Die brauchen keine Galionsfigur. Diese Funktion übernimmt die pure Masse.


    Aber andere dürfen das gern anders sehen.

    Wer in Grenzen denkt, denkt begrenzt.

  • Aufstehen ist extrem dezentral.

    Bei einer Partei könnte ich deiner Argu folgen, nur reden wir hier von normalen Menschen, die sich in kleinen Ortsgruppen gut organisieren. Die brauchen keine Galionsfigur. Diese Funktion übernimmt die pure Masse.


    Aber andere dürfen das gern anders sehen.

    Eine Leitkuh oder ein Leithammel ist natürlich immer von Vorteil, wenn sich die Herde dahinter versammeln kann. Nur entspricht das dann weniger einer vom politisch mündigen Bürger selbstbewusst getragenen Bewegung. Echte Demokratie bedarf jedoch des souveränen Bürgers, der von den politischen Verantwortlichen nicht nur Repräsentation einfordert sondern dass das Mandat wahrgenommen wird und seinen Interessen entsprochen wird.

  • Eine Leitkuh oder ein Leithammel ist natürlich immer von Vorteil, wenn sich die Herde dahinter versammeln kann. Nur entspricht das dann weniger einer vom politisch mündigen Bürger selbstbewusst getragenen Bewegung. Echte Demokratie bedarf jedoch des souveränen Bürgers, der von den politischen Verantwortlichen nicht nur Repräsentation einfordert sondern dass das Mandat wahrgenommen wird und seinen Interessen entsprochen wird.

    Darum geht es doch überhaupt nicht. Wenn solch eine Bewegung etwas wirklich bewegen soll und in Konkurrenz mit den etablierten Parteien tritt müssen dementsprechend Gesichter her die das auch nach aussen kommunizieren, diese Ideen bündeln bzw. dafür stehen und für die Gesellschaft ansprechbar sind.


    Klar kann man das ganze "dezentral" aufziehen mögen - du sprichst von mündigen Bürgern die.. etc. pp - hört sich alles ganz charmant an - aber das Ganze wird dann nicht mehr als eine etwas grössere Amway/FDH/Tupperware etc. Vertriebsgruppenvereinigung werden. Sorry.

    Bestes Beispiel eben die Piraten. Oder auch wahrscheinlich das gleiche Schicksal auf Zeit erleidend, die Gelbwesten.

  • Darum geht es doch überhaupt nicht. Wenn solch eine Bewegung etwas wirklich bewegen soll und in Konkurrenz mit den etablierten Parteien tritt müssen dementsprechend Gesichter her die das auch nach aussen kommunizieren, diese Ideen bündeln bzw. dafür stehen und für die Gesellschaft ansprechbar sind.


    Klar kann man das ganze "dezentral" aufziehen mögen - du sprichst von mündigen Bürgern die.. etc. pp - hört sich alles ganz charmant an - aber das Ganze wird dann nicht mehr als eine etwas grössere Amway/FDH/Tupperware etc. Vertriebsgruppenvereinigung werden. Sorry.

    Bestes Beispiel eben die Piraten. Oder auch wahrscheinlich das gleiche Schicksal auf Zeit erleidend, die Gelbwesten.

    Die Bewegung hatte zum Ziel, aus den "linken Parteien" heraus und unter Zulauf von vernünftigen Leutenvon ausserhalb der Parteien eine Massenbewegung zu schaffen, die eine andere Politik gegenüber der GroKo Variante mittels Druck auf die Parteiführungen einfordern sollte. Das ist leider bisher nicht gelungen, weil eben die ideologische Verblendung in Deutschland noch immer eine Massenbasis hat, wie sich am Aufkommen der AfD und anderer Gruppierungen zeigt. Und wenn in Umfragen 65% noch immer Merkel als Kanzlerin behalten wollen, die CDU/CSU wieder in der Wählergunst angeblich steigt, weiss man doch, wie traurig es ums politische Bewußtsein der Deutschen bestellt ist.

  • … Das ist leider bisher nicht gelungen, weil eben die ideologische Verblendung in Deutschland noch immer eine Massenbasis hat, wie sich am Aufkommen der AfD und anderer Gruppierungen zeigt. ...

    Der Misserfolg mag auch in Teilen davon beeinflusst sein. Tatsächlich ursächlich sind wohl andere Dinge, die viel mit den Initiatoren zu tun haben. Unterirdische Öffentlichkeitsarbeit, mangelnde Transparenz, fatale Fehleinschätzungen der Lage, völlig fehlende Programmatik etc. Auch die Vorbehalte nicht geringer Teile der Deutschen gegen linke Politik mögen eine Rolle gespielt haben. Sehe ich ja an mir. Links wählen?? Hatte ich schon mal, brauche ich irgendwie nicht mehr. Wer wählt denn Leute, die einen abschaffen wollen? Oder die einem letzte verbliebene Freiheiten weiter beschneiden möchten? Gut, das wollen die anderen auch. Nur eben nicht in dieser Schnelligkeit und Gründlichkeit und aus anderen Beweggründen heraus. Die Linke hat derzeit einen schweren Stand. Und den hat sie sich selbst hart erarbeitet.

  • Also wenn du meinst, dass du links gewählt hast, wenn du dein Kreuz bei der SED gemacht hast, dann kann ich dir auch nicht mehr helfen.

    Das einzige Argument der Konservativen gegen "links" ist doch der Verweis auf irgendwelche Diktaturen, die als "links" verkauft wurden, es aber faktisch nicht waren.

    Und wenn ich mal so nachdenke, welche Positionen du hier vertrittst, dann wundere ich mich manchmal, warum du so gegen "links" argumentierst.

    Meiner Ansicht nach bist du kein verstaubter Konservativer.


    mfg

    Wer in Grenzen denkt, denkt begrenzt.

  • gun0815 :


    SED- Kreuze habe ich schon seit 84 nicht mehr gemacht :smilewinkgrin: Nachwendliche Linke- Kreuze auf regionaler Ebene dagegen schon. Bis sich Auftreten und Ergebnisse auf dieser regionalen Ebene immer mehr der SED annäherten. War damals noch in Brandenburg. Dann hab ich es gelassen.


    Heute sehe ich das mehr aus grundsätzlichen Überlegungen heraus. Ich bin ein sehr freiheitsliebender Mensch. Ich lehne ausufernde Planwirtschaft genau so ab wie Bevormundung und Gleichmacherei. Da verbietet sich ein Kreuz bei Die Linke oder den Grünen von selbst. Übrigens auch und gerade meinen Kindern zu liebe.

  • Für wie wahrscheinlich hältst du es, dass die Menschen in unserem, aber auch anderen Ländern freiwillig ihr Verhalten so ändern, dass die Gesellschaft nicht immer weiter auseinanderdriftet und ihr Handeln hinsichtlich Konsum und Mobilität weitgehend den ökologischen Erfordernissen gerecht wird?


    Würde mich echt interessieren, wie du das einschätzt.

    Religion wird von den einfachen Leuten als wahr, von den Weisen als falsch und von den Herrschern als nützlich angesehen.

    Lucius Annaeus Seneca

  • ...............

    Sie soll ja auch keine dolle Netzwerkerin sein. Es ist schon richtig, dass sie eigentlich keine Arbeiterführerin ist und soweit auch nicht über ihren Schatten springen kann, um das darzustellen. Ich stimme Inhaltlich mit ihr überein, aber ich sehe diese Schwäche auch.



    "Aufstehen"-Initiatoren rechnen mit Wagenknecht ab"

    http://www.spiegel.de/politik/…-rechnen-ab-a-1258120.htm


    Quote:

    "Und auch ihre bisherigen Mitstreiter wollen das Projekt offenbar noch nicht völlig aufgeben, auch wenn derzeit dafür kaum eine Perspektive in Sicht sein dürfte. An die Basis der Bewegung formulieren sie einen Aufruf: "Organisiert Euch selbstständig auf lokaler und regionaler Ebene, vernetzt Euch auf Landesebene."


    Klingt eher ziemlich resgniert.

  • Für wie wahrscheinlich hältst du es, dass die Menschen in unserem, aber auch anderen Ländern freiwillig ihr Verhalten so ändern, dass die Gesellschaft nicht immer weiter auseinanderdriftet und ihr Handeln hinsichtlich Konsum und Mobilität weitgehend den ökologischen Erfordernissen gerecht wird?


    Würde mich echt interessieren, wie du das einschätzt.

    Wenn es in Deutschland eine ausgeprägte philosophisch-humanistische-naturwissenschaftliche Allgemeinbildung gäbe, wären die Einsichten in die großen Zusammenhänge des Lebens wesentlich besser und würden zu konstruktiver Freiwilligkeit in der Nutzung des Freiheitsgedankens führen. Kein einzelner Mensch muss Milliardenvermögen anhäufen, auch keine zig Millionen Werte besitzen, die eher unfrei machen aber Trends setzen, noch mehr zu besitzen und Macht auszuüben, die mehrheitlich auf Kosten aller geht. Und wenn die Politik sich zum Sklaven der Milliardäre macht, ist das immer zum Schaden der Menschheit insgesamt.

  • Kein einzelner Mensch muss Milliardenvermögen anhäufen, auch keine zig Millionen Werte besitzen, die eher unfrei machen aber Trends setzen, noch mehr zu besitzen und Macht auszuüben, die mehrheitlich auf Kosten aller geht. Und wenn die Politik sich zum Sklaven der Milliardäre macht, ist das immer zum Schaden der Menschheit insgesamt.

    Dieses Phänomem ist weltweit verbreitet,somit kein nationales Merkmal,es scheint eher in der menschlichen Natur zu liegen.Auch in Asien oder Afrika,beispielsweise,ist die Gier nach Mehr an der Tagesordnung.

    Leider!!

    Kopp hoch und wenn der Hals ooch dreckig ist!

  • Für wie wahrscheinlich hältst du es, dass die Menschen in unserem, aber auch anderen Ländern freiwillig ihr Verhalten so ändern, dass die Gesellschaft nicht immer weiter auseinanderdriftet und ihr Handeln hinsichtlich Konsum und Mobilität weitgehend den ökologischen Erfordernissen gerecht wird?


    Würde mich echt interessieren, wie du das einschätzt.

    Es hat in der Geschichte der Menschheit noch nie freiwillige Verhaltensänderungen gegeben, die letztlich eine Verschlechterung des Status quo für eine Masse der Gesellschaft bedeutet hätten. Im Großen wie im Kleinen. Und egal, was man mit diesem Status quo nun konkret bezeichnete. Ich ziehe aber den Begriff Lebensqualität vor. Um mal in der jüngsten Vergangenheit und im kleinen zu bleiben: Digitale Fotografie hat sich nicht durchgesetzt, weil sie hunderte Tonnen Chemikalien jährlich eingespart hat. Von denen eine nicht geringe Menge beim Endverbraucher oder im Kleinbetrieb in die Umwelt gelangt sind. Digitale Fotografie hat sich durchgesetzt, weil sie dem Nutzer jede Menge Mehrwert gebracht hat. Trotz vieler anfänglicher Probleme. Und nicht deshalb, weil jemand analoge Fotografie hätte verbieten wollen oder die Anzahl der Filme auf 5 pro Person und Jahr regulieren wollte. Sie ist nur bei einer Vielzahl von Usern obsolet geworden, weil es etwas besseres gab.


    Mobilität: Genau so sollte sich - idealerweise - die Entwicklung von Mobilität vollziehen. Oder die im Energiebereich. Tut sie aber nicht. Hier kommt erschwerend hinzu, dass Mobilität, auch individuelle, einer der Grundpfeiler unserer Gesellschaft ist. Und das hier allein auf Grund der Investsummen (privat und gesellschaftlich) über längere Zeiträume gesprochen werden muss. Vor allem aber auch über einen Plan. Gibt es einen solchen? Nein! Bemüht sich jemand um einen solchen? Auch nein!


    Ähnlich verhält es sich beim Auseinanderdriften der Gesellschaft, die ja hier offensichtlich das ökonomische Auseinanderdriften meint. Der hat zwei Millionen Vermögen. Heul, Neid. Das müsse man ihm wegnehmen oder wegbesteuern, um es unter die Armen zu verteilen. So die derzeit einschlägige linke Theorie. Dass dies heute meist notwendige Sachwerte sind, die für die Wertschöpfung in der Höhe unbedingt benötigt werden, wird geflissentlich übersehen. Oder wieviel kostet heute eine winzige Produktionshalle? Und was passiert, wenn ich dem jährlich 20% davon wegbesteuere? Hier werden Gefühle bedient, von einem nachhaltigen Plan kann keine Rede sein.


    Und Konsum? Ja, es gibt Dinge, die verzichtbar erscheinen. Die Plastik- Hundepfeife aus China, die nicht nur Menschen, sondern auch Hunde nicht hören beispielsweise. Andererseits - wer soll festlegen, was nützlich ist und einen Mehrwert hat, wenn nicht der Verbraucher selbst? Irgendwelche Produktwächter? Ganz kleines Beispiel: Bis zum vorigen Jahr habe ich zum Begrasen von Modellbahn ein Dingens verwendet, das ich Mitte der 80-er selbst gebaut habe. So lange hat es gehalten. Dann hat es den Geist aufgegeben und ich habe aus China was preiswertes neu beschafft. Es tut seinen Dienst und das gut. War das jetzt guter oder schlechter Konsum? Muss der Mensch immer realistischer erscheinende Anlagen bauen? Nö. Er strebt trotzdem danach. Das lenkt sich über bessere Bedürfnisbefriedigung in die richtigen Bahnen. Im Beispiel Modellbahn sind eben Pappmodelle von Gebäuden oder Bewuchs nicht nur ökologischer, sondern auch wesentlich detailreicher als Plastikspritzmodelle. Ein Mehrwert.

  • Die Frage, ob überhaupt eine Verschlechterung eintreten würde, ist ja durchaus strittig. Nehmen wir das Beispiel Mobilität. Sinn und Zweck ist der Transport von Personen und Waren/Gütern auf möglichst effektive Weise.

    Dass dies, vor allem in Städten derzeit nicht einmal annähernd der Fall ist, sollte wohl jedem mittlerweile klar sein, der täglich in Berlin, München, Hamburg oder einem der anderen Ballungsräume in Deutschland aber auch weltweit unterwegs ist. Stau, Stress, Abgase, Lärm und Dreck - das ist die Konsequenz eines Denkens, das nicht die Effizienz und Umweltfreundlichkeit städtischer Mobilität an erste Stelle rückt, sondern Egomanie und Wachstum um jeden Preis. Bei Autos sowohl was die Abmessungen als auch die Leistung angeht. Das ist im städtischen Umfeld Realitätsverweigerung und Ignoranz par exzellence. Zu über 85% fahren die Blechkisten mit nur einem Fahrer herum, stehen 23h am Tag ungenutzt auf wertvoller, innerstädtischer Fläche nutzlos herum und schaden der Gesundheit der Bewohner.

    Das muss sich ändern, und zwar fix.

    Religion wird von den einfachen Leuten als wahr, von den Weisen als falsch und von den Herrschern als nützlich angesehen.

    Lucius Annaeus Seneca

  • Die Frage, ob überhaupt eine Verschlechterung eintreten würde, ist ja durchaus strittig. Nehmen wir das Beispiel Mobilität. Sinn und Zweck ist der Transport von Personen und Waren/Gütern auf möglichst effektive Weise.

    Genau um diese "effektive Weise" geht es ja. Mal ganz davon abgesehen, dass DE nun mal so rein praktisch nicht nur aus städtischen Ballungsgebieten besteht. Effizient für wen? Selbst der auf Kosten des Restes der Republik sehr gut ausgebaute Berliner ÖPNV vermag es nicht, Mobilitätserfordernisse zu erfüllen. Und da rede ich noch nicht von den Mobilitätsbedürfnissen. Nach Veränderungen rufen, aber nicht bereit sein zu zahlen. Auf diesem Niveau bewegen sich die derzeitigen Vorschläge zur Abänderung.

  • Alleine die 14 größten Städte Deutschlands beherbergen 14 Millionen Einwohner. Die an sie grenzenden und eng angebundenen Gemeinden erhöhen die Zahl auf 32 Millionen.

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    Mal ganz abgesehen davon, dass selbst Städte unter 100.000 Einwohnern schon mit Verkehrsproblemen zu kämpfen haben, gibt es immerhin 80 Städte mit mehr als 100.000. Es müssen Lösungen her, und diese können keinesfalls darin bestehen, weiterhin jedem zu gestatten, noch größere, noch leistungsstärkere Blechbüchsen anzuschaffen und den innerstädtischen Verkehrsraum priviligiert zu nutzen. Das betrifft im übrigen auch Car-Sharing und Elektrofahrzeuge.

    Religion wird von den einfachen Leuten als wahr, von den Weisen als falsch und von den Herrschern als nützlich angesehen.

    Lucius Annaeus Seneca

  • Es müssen Lösungen her, und diese können keinesfalls darin bestehen, weiterhin jedem zu gestatten, noch größere, noch leistungsstärkere Blechbüchsen anzuschaffen und den innerstädtischen Verkehrsraum priviligiert zu nutzen. Das betrifft im übrigen auch Car-Sharing und Elektrofahrzeuge.

    Nur sind diese Lösungen ja nicht in Sicht. Nicht mal am Horizont. Und das betrifft nicht zuerst die Linken, sondern alle politischen Farben. Bei der Linken ist die Problematik nur besonders stark nach außen hin ausgeprägt. Bei Grünen ebenfalls. Der heutige Zustand ist nicht gottgegeben so gekommen, sondern das Produkt einer zielgerichteten Entwicklung.


    Um beim Beispiel zu bleiben. Berlin hat heute einen gut ausgebauten, aber hart an der Belastungsgrenze wie defizitär arbeitenden ÖPNV. Und trotzdem kommt die Krankenschwester von Berlin - Buch (gehört immerhin zum Stadtgebiet) nicht zu jeder Schicht in die Charite. Oder von dort weg. Und da rede ich noch gar nicht vom okkupierten Umland. Dieser Krankenschwester wird man brauchbare Alternativen anbieten müssen. Nicht morgen. Nicht irgendwann. Jetzt! Hast du davon schon was mitbekommen? Also ich nicht.

  • Diese Lösungen gibt es schon längst. Aber sie werden nicht angenommen, und das liegt unter anderem daran, dass jeder seine Karre fast überall kostenlos abstellen kann, egal ob sie 4 oder 10m² beansprucht. Der Großteil derjenigen, die innerhalb von Großstädten alleine mit dem Auto zur Arbeit und zurück fahren wäre mit einem Twizy vollkommen ausreichend bedient.


    Und die Krankenschwester ist vielleicht ein Beispiel, einer von möglicherweise vielen Einzelfällen, wo es nicht funktioniert. Es gibt aber weit weit mehr Menschen, bei denen es funktionieren würde, die aber dennoch lieber die Straßen als Singlefahrer in 1,5to Blech verstopfen.

    Religion wird von den einfachen Leuten als wahr, von den Weisen als falsch und von den Herrschern als nützlich angesehen.

    Lucius Annaeus Seneca