Parteien unter der Lupe - Bündnis 90/Die Grünen

  • Bislang galt doch als demokratische, tolerante, Freiheiten gewährende, offene und funktionierende Gesellschaft doch die, in der ein jeder nach seiner facon leben könne und dürfe, und in der jedes Mitglied seinen Bedürfnissen und Interessen entsprechend handeln könne… diese angestrebte Vielfalt der Lebensentwürfe, Weltanschauungen, Mentalitäten spiegelt sich in der Formulierung der Grundrechte… und wo jene aus ideologischen Gründen in eine Farce mutiert werden, hört der Spaß auf.

    Ob die von den Grünen angestrebten Regelungen tatsächlich die Freiheiten der Menschen stärker beschneiden als die von anderen Parteien angestrebten oder bereits durchgesetzten, könnte man hier gerne mal (möglichst sachlich) diskutieren. Sicherlich unterliegt das im Einzelfall auch dem subjektiven Empfinden jedes Einzelnen.

    Ich persönlich fühlte mich z. B. von strengen, auf die CDU zurückgehenden Visa-Gesetzen in meiner Freiheit viel stärker beschnitten als von irgendwelchen 'Grünen-Gesetzen'.

    Um das nicht falsch zu verstehen, ich stimme bei Weitem nicht mit allem überein, was die Grünen wollen, aber ich halte auch nichts vom gängigen Feindbild des alles verbieten wollenden Grünen - da wird vieles auch extrem aufgebauscht.


    Ich kenne das auch selbst aus persönlichem Erleben heraus: Sage ich z. B., dass mir Staaten nichts bedeuten, sondern meine Loyalität mir wichtigen Menschen gilt, werde ich gefragt, warum ich Deutschland hassen würde und weshalb jeder Patriot, der ab und zu eine deutsche Fahne schwenkt, gleich ein Nazi sein müsse? Ich reibe mir dann verwundert die Augen und frage mich wie man derartig viel in die schlichte Aussage, mir würden Staaten nichts bedeuten, hineininterpretieren kann. ;)


    Nein, ich hasse Deutschland nicht, ich hasse Patrioten nicht, ja, ich bin kein Patriot, ich liebe keinen Staat. ;)

  • Die Grünen, das zeigte in ihrer Frühphase schon das demonstrativ trotzig-kindische Verhalten, waren eine Gegenbewegung zur altväterlichen Steifheit der parlamentarischen Ordnung, und Anfang der 80er Jahre mochte das auch witzig sein…

    Stimmt. Damals haben sie mir gar nicht gefallen. Ihre Ablehung der Kernenergie hat besonders genervt.

    :(

    mittlerweile nimmt der Ökoradikalismus allerdings Formen an, die längst nicht mehr akzeptabel sind,

    Ganz im Ggenteil. Mittlerweile sind sie Realisten geworden. Was ich sehr gut finde. :)

  • Nein, ich hasse Deutschland nicht, ich hasse Patrioten nicht, ja, ich bin kein Patriot, ich liebe keinen Staat.

    Du musst auch kein Patriot sein, so lange es dem Staat und seinen Bewohnern gut geht. Sollte sich aber irgendeine Macht von innen oder außen daran machen, diesen Staat zu zerstören, wäre es besser, wenn du auch ein Patriot wärst. :)

  • Ob die von den Grünen angestrebten Regelungen tatsächlich die Freiheiten der Menschen stärker beschneiden als die von anderen Parteien angestrebten oder bereits durchgesetzten, könnte man hier gerne mal (möglichst sachlich) diskutieren. Sicherlich unterliegt das im Einzelfall auch dem subjektiven Empfinden jedes Einzelnen.

    Ich persönlich fühlte mich z. B. von strengen, auf die CDU zurückgehenden Visa-Gesetzen in meiner Freiheit viel stärker beschnitten als von irgendwelchen 'Grünen-Gesetzen'.

    [...]

    Gibt noch andere Beispiele:


    Drei Parteien haben sich beim Ausbau der Überwachung besonders hervorgetan: CDU und CSU mit der Beteiligung an 54 Überwachungsgesetzen und die SPD mit der Beteiligung an 48 Gesetzen. Auf dem dritten Platz steht die FDP mit 19 Gesetzen, gefolgt von den Grünen mit 11 Gesetzen.

    https://netzpolitik.org/2018/w…berwachungsstaat-aufbaut/


    Damit hat allerdings das Law&Order-Klientel keine Probleme. :whistling:

    „Probleme kann man niemals mit derselben Denkweise lösen, durch die sie entstanden sind.“

  • Kritik aus den Reihen der Linkspartei lässt sich für mich meist nachvollziehen.

    Die Grünen seien inzwischen eine reine grüne Kapitalismuspartei mit sozialem Anstrich. Und eine Kriegspartei.

    Quasi eine FDP in grün lackiert. ;)

    „Probleme kann man niemals mit derselben Denkweise lösen, durch die sie entstanden sind.“

  • Was soll an dem Gedanken verkehrt sein, dass Energie kostbar ist und sorgsam mit ihr umzugehen ist“?

    Diese Frage wird sich ganz von selbst beantworten, wenn Du demnächst bei Kerzenschein Deine Briefe an Ausbeuter mit Tinte auf Papier schreiben musst, weil Energie zu kostbar und zu teuer sein wird, als dass Du noch per eMail kommunizieren könntest…

  • Diese Frage wird sich ganz von selbst beantworten, wenn Du demnächst bei Kerzenschein Deine Briefe an Ausbeuter mit Tinte auf Papier schreiben musst, weil Energie zu kostbar und zu teuer sein wird, als dass Du noch per eMail kommunizieren könntest…

    Mit dieser intelligenzbefreiten Panikmache sollte schon die Anti-AKW-Bewegung der 1980er Jahre mundtot gemacht werden. Insofern sehe ich dein Statement als frischen Erweis dafür, dass bei dir mental die letzten 40 Jahre nicht viel gelaufen sein dürfte, dass auch nur ansatzweise auf eine geistige Erneuerung schließen lassen könnte. Selbst wenn dein Stromzähler durchdrehen würde, bedeutet dass noch lange nicht, dass dir dann ein Licht aufgeht.


    Aber so und zu 99% nur so kenn ich dich seit 5 Jahren:


    Weitgehend egal welches Thema und welche Bedeutung (teils reale Dramatik) sich damit verbindet, am laufenden Band musst du ein pseudo-eloquentes unbedarftes Sprüchlein raushauen, dass die eigentliche Tiefe des Themas zu leugnen und ad absurdum zu führen versucht.


    Wäre interessant zu erleben was wäre, wenn deine Panikmache Realität werden würde und du deine verbalen Bauchpinseleien nicht mehr digital verbreiten könntest. Um das erleben zu können würde ich den Strom für meine Beschwerden mit dem Fahrraddynamo zusammenstrampeln.

  • Kritik aus den Reihen der Linkspartei lässt sich für mich meist nachvollziehen.

    Dann denkst du wohl ähnlich wie die.


    Für mich sind Linke zumeist hirnlose Nörgler, die vielleicht Gutes wollen, aber Falsches tun.

    Die Grünen sind die moderne Linkspartei, ohne maxistischen Ballast. :)

  • Du musst auch kein Patriot sein, so lange es dem Staat und seinen Bewohnern gut geht. Sollte sich aber irgendeine Macht von innen oder außen daran machen, diesen Staat zu zerstören, wäre es besser, wenn du auch ein Patriot wärst. :)

    Ich hoffe natürlich auch, dass es allen Bewohnern jedes Staats möglichst gut geht und tue folglich Dinge, von denen ich glaube, sie seien sinnvoll. Ich tue sogar für das Konstrukt, in dem ich lebe, am meisten, weil vieles was ich tue sich automatisch im direkten Umfeld am stärksten auswirkt. Wenn ich zum Beispiel Müll aufsammele, weil ich den ganzen Dreck nicht mehr sehen kann, helfe ich nicht Indien, sondern Deutschland am meisten. ;)


    Was Kriege betrifft (ja, wie kann die Menschheit nur so dumm sein, dass es so etwas immer noch gibt? Zum Teil ist das auch eine Folge davon, dass es Staaten gibt) dürfte es sich dabei in der Mehrheit der Fälle um Konflikte zwischen Herrschenden handeln, die diese von ihren Bürgern austragen lassen. Da wäre ich dann eher nicht dabei. Sollen doch die Politiker, welche die Kriege anzetteln, stattdessen lieber Boxkämpfe miteinander austragen (oder noch besser: eine zivilisierte Schachpartie spielen), dann würden nicht so viele Menschen sterben, nur weil sie sich streiten. ;)


    Abgesehen davon wären Kriege zwischen Atommächten das denkbar Dümmste, was der Menschheit noch einfallen könnte, das perfekte Mittel, sich selbst auszurotten, aber man weiß ja tatsächlich nie ...

  • Was Kriege betrifft (ja, wie kann die Menschheit nur so dumm sein, dass es so etwas immer noch gibt? Zum Teil ist das auch eine Folge davon, dass es Staaten gibt)

    Naja, es muss ja nicht gleich zum Krieg kommen. Die Wühltätigkeit staatsfeindlicher Kräfte versucht idR. erstmal ohne Gewalt eine Gesellschaft zu zerstören. Das ist auch für den Aggressor günstiger. Aber auch hierbei braucht es Patrioten, die dem entgegenwirken. Ein moderner deutscher Patriot ist ein Verfassungspatriot, und kein pöbelnder, saufender Neonazi, wie Höckes Freunde.


    Ganz früher haben sich einzelne Stämme und Dörfer gegenseitig massakriert, wenn einer vom anderen etwas wollte, was der nicht bereit war herzugeben. Durch Staaten wurden die Gruppen nur größer, aber gewaltsame Konflikte auch seltener, da in einem Staat zumeist kein Kriegszustand zwischen den einzelnen Provinzen existiert. Daher ist es eher wünschenswert, dass sich viele Staaten zusammenschließen.


    Krieg ist die Fortsetzung der Diplomatie mit anderen Mitteln, hat mal einer gesagt. Die Menschheit kann anscheinend manchmal nicht ohne, wenn alle Verhandlungen gescheitert sind.

  • Aber auch hierbei braucht es Patrioten, die dem entgegenwirken.

    Oder einfach logisch denkende Menschen, die sinnvolle Gesetze entwickeln, um Kriminalität zum Wohle aller bekämpfen zu können. Ich muss nicht einen bestimmten Staat lieben, um erkennen zu können, dass bestimmte Verhaltensweisen zum Schutze der Mehrheit der Menschen nicht toleriert und bekämpft werden sollten.


    Ein moderner deutscher Patriot ist ein Verfassungspatriot, und kein pöbelnder, saufender Neonazi, wie Höckes Freunde.

    Das habe ich ja auch nie behauptet (es gibt bestimmt ne Menge 'guter' Patrioten) - nur, dass ich mich selbst nicht als Patrioten sehe.

  • Ob die von den Grünen angestrebten Regelungen tatsächlich die Freiheiten der Menschen stärker beschneiden als die von anderen Parteien angestrebten oder bereits durchgesetzten, könnte man hier gerne mal (möglichst sachlich) diskutieren. Sicherlich unterliegt das im Einzelfall auch dem subjektiven Empfinden jedes Einzelnen.

    Gute Frage. Aber, nach meiner Auffassung: ja. Jedenfalls für Otto Normalbürger. Und die Begründung ist eine einfache. Grün wird dem Bürger finanziell zunehmend jede Handlungsfreiheit nehmen. Siehe der Überbietungswettbewerb beim CO2- Preis. Das Endergebnis sollte jedem klar sein, die Profiteure auch. Das nächste Problem wird Mobilität. Ausweislich des Programms wird die zwangsläufig wie deutlich eingeschränkt, ohne dass zeitgerecht auch Alternativen bereitstehen würden. Das schränkt ja nicht nur die Möglichkeit ein, zu angemessenem Preis und in akzeptabler Zeit von A nach B zu kommen, sondern es zieht einen großen Rattenschwanz anderer Beschränkungen nach sich. Dazu kommen durchaus erwartbare direkte Verbote, zu denen es ja schon mal den einen oder anderen Vorgeschmack gegeben hat. Mit der angestrebten Besetzung grüner BT- Sitze durch radikale Kräfte aus den einschlägigen Vorfeldorganisationen wird das nicht weniger werden. Z.B. denke ich da an an den Komplex betreten und nutzen von Natur. Insgesamt betrachtet werden die Beschränkungen also großflächig und umfassend sein. Damit auch größer als bei anderen Parteien. Die sind auch auf den Zug aufgesprungen, weil nun mal etwas getan werden sollte. Die halte ich aber für instinktiv genug ausgestattet um zu erkennen, dass innerhalb von wenigen Jahren nicht eine komplette Gesellschaft vollständig umgestaltet werden kann. Etwas, was den Grünen völlig abgeht.

  • Ich muss nicht einen bestimmten Staat lieben, um erkennen zu können, dass bestimmte Verhaltensweisen zum Schutze der Mehrheit der Menschen nicht toleriert und bekämpft werden sollten.

    Musste ihn ja nicht lieben. Aber wenn du in einem Staat* lebst, in dem du dich wohl fühlst, der dir Freiheit, Sicherheit und Entwicklungschancen bietet, dann bist bestimmt auch du daran interessiert, dass das so bleibt und stellst dich gegen Leute, die das kaputt machen wollen. :)


    *) Dieser Staat muss nicht zwingend der sein, woher deine Vorfahren kommen. Zugehörigkeit von "Volk" und Boden ist tatsächlich nur eine rechte, rückwärtsgewandte Konstruktion.

  • Also, dass die Grünen es ganz besonders mit der Natur haben oder mehr als andere Parteien für die Natur tun, das kann ich zumindest für Berlin nicht bestätigen. Auf gar keinen Fall. Im Gegenteil. Auf jeden Fall hört man von den Grünen bisher nur, was sie alles nicht wollen und was sie abschaffen oder beschränken wollen. "Deutschland" im Slogan soll weg, schließlich setze man sich für die Menschen in und nicht für Deutschland. Kurzstreckenflüge innerhalb Deutschlands sollen wegfallen. Tempolimit von 130 auf Autobahnen und und und. Ob dieser Tenor in Bezug auf eine Wahl auf die Dauer von Vorteil sein wird? Ob das eine gute Strategie ist? Ich bezweifle es, aber warten wir mal ab.

    Wenn Kurzstreckenflüge innerhalb Deutschlands wegfallen sollen (was ich gut finde), dann muss aber auch gesagt werden, wann und wie die Deutsche Bahn das auffangen soll, zum Beispiel. Auf jeden Fall kann nach der Wahl kein Wähler sagen, er habe nicht gewusst, was die Grünen in Deutschland veranstalten wollen, denn sie geben es täglich zum besten. Man muss nur hinhören.

  • Ich kenne einen, der beruflich andauernd im Flugzeug sitzt, und zwar um beispielsweise von München nach Düsseldorf oder Berlin zu kommen. Er macht sich als Vielflieger enorm wichtig, überall und bei jedem, aber seit ich ihm vorgerechnet habe - anhand von Bundesbahn-Plänen - wieviel schneller er mit Bahn und Taxi dort ist, wo er hin will (es sei denn, nur zum anderen Flughafen, und wegen der Kontrollen selbst dann), kann er mich nicht mehr leiden.


    Ein Gutteil der Vielfliegerei ist Vielangeberei, und das geht in der Regel nur, wenn´s der Auftraggeber zahlt, der es dann wieder auf seine Preise draufhaut.

    Preistreiberei zu Lasten der Umwelt.



    "Nur die allerdümmsten Kälber wählen ihren Metzger selber"

  • Hab ich's doch gewusst, dass ich mir richtig Arbeit einhandeln werde, falls ich in die Diskussion einsteige!!

    Aber die bisher erhaltenen Antworten sind bisher wirklich alle sachlich und fundiert, also sollte ich mich jetzt auch nicht beklagen. ;)

    Also, dass die Grünen es ganz besonders mit der Natur haben oder mehr als andere Parteien für die Natur tun, das kann ich zumindest für Berlin nicht bestätigen. Auf gar keinen Fall. Im Gegenteil.

    Nun, das kann ich nicht beurteilen. Da bist du näher dran.

    Hast du Beispiele parat?

    Auf jeden Fall hört man von den Grünen bisher nur, was sie alles nicht wollen und was sie abschaffen oder beschränken wollen.

    Na, ich hoffe doch schon, dass sie 'grüne' (ja, das Wort haben sie schön besetzt) Technologien fördern und für deren Verbreitung sorgen wollen (Windkraft- und PV-Anlagen, Stromspeicher, E-Autos - gerne auch mit Brennstoffzelle ...). An diesen Dingen führt m. E. auch tatsächlich kein Weg vorbei - diese Erkenntnis entsteht weltweit, auch z. B. im traditionell nicht als 'grün' angesehenen China.

    Auf Kurzstreckenflüge in Deutschland möglichst oft zu verzichten, halte ich auch für sinnvoll. Natürlich müsste im Gegenzug etwas an der Sparpolitik der Bahn geändert werden.

    Ob dieser Tenor in Bezug auf eine Wahl auf die Dauer von Vorteil sein wird? Ob das eine gute Strategie ist?

    Ja, das weiß ich natürlich auch nicht. Ich vermute auch, dass "grün" nicht immer gleich "grün" ist. So sind anscheinend die Menschen in Baden-Württemberg recht zufrieden, was aber natürlich keine Garantie dafür ist, dass das in Berlin genauso sein würde. Momentan sind die Grünen bundesweit wohl recht erfolgreich, aber das muss natürlich nicht dauerhaft so bleiben.

    Grün wird dem Bürger finanziell zunehmend jede Handlungsfreiheit nehmen.

    Ja, dazu besteht durchaus die Gefahr. Das sehe ich genauso.

    Ich halte Umweltschutz für wirklich sehr wichtig, aber die jeweiligen Maßnahmen dürfen nicht dazu führen, dass die Gesamtbelastung für viele Menschen einfach zu hoch wird.

    Ich denke, es gäbe im Gegenzug, um Belastungen durch Umweltschutzmaßnahmen abzumildern, viele Möglichkeiten, den Bürger in Bereichen zu entlasten, die gar nichts direkt mit Umweltschutz zu tun haben, z. B. wenn es um Steuern und Gebühren aller Art geht, wie beispielsweise die Grundsteuer, die zwangsweise zu entrichtende Rundfunkgebühr und vieles mehr.

    Da müsste man ganz genau prüfen, was gerechtfertigt ist und was nicht (natürlich auch bei den Umweltschutzmaßnahmen selbst).

    Der Staat/die Gemeinden selbst wiederum müssten mit dem Steuergeld sparsamer umgehen, z. B. durch weniger Bürokratie (für jeden Mist werden tausend Dokumente benötigt), mehr Digitalisierung, persönliche Haftung von Politikern bei grob fahrlässiger Steuergeldverschwendung etc., um andererseits Steuer- und Gebührenentlastung des Bürgers zu ermöglichen.

    Das nächste Problem wird Mobilität. Ausweislich des Programms wird die zwangsläufig wie deutlich eingeschränkt, ohne dass zeitgerecht auch Alternativen bereitstehen würden. Das schränkt ja nicht nur die Möglichkeit ein, zu angemessenem Preis und in akzeptabler Zeit von A nach B zu kommen ...

    Diese Skepsis teile ich nur zum Teil. Als dereinst Pferdekutschen durch Automobile ersetzt wurden, fand man auch nicht sofort ein perfekt ausgebautes Tankstellennetz vor, das musste erst aufgebaut werden ... und wurde es. Ich sähe da mittelfristig in der Kombination aus immer besser werdenden Akkus (Buddy nannte mich ja schon Verkäufer chinesischer Autos, weil ich in diesem Zusammenhang immer BYD erwähnen muss), einem gut ausgebauten Ladestationennetz und einem mit Energie vorangetriebenen Ausbau des Schienennetzes kein wirklich so großes Problem. Klar, das muss man dann alles auch machen, und ich hoffe, Grün wird hier liefern.

    Z.B. denke ich da an an den Komplex betreten und nutzen von Natur.

    Da bin ich etwas zwiegespalten. Ich finde es wichtig, Natur erleben zu dürfen, muss mich aber leider viel zu oft wahnsinnig über Leute ärgern, die im Wald ihren Müll abladen, ihren Dreck in Flüsse kippen und ihren Hundekot direkt vor unserem Gartentor liegen lassen. Solange viel zu viele Menschen sich im wahrsten Sinne des Wortes einen Dreck um ihre Umgebung (und damit letztlich auch ihre Mitmenschen) scheren, muss es bestimmte Maßnahmen zum Schutz der Natur geben. Welche effektiv sind und wie man den Menschen trotzdem möglichst viele Freiheiten lassen kann, finde ich nicht einfach zu beantworten.