Parteien unter der Lupe - Bündnis 90/Die Grünen

  • Ich mache "Guerillia Gardening".

    Und ich wurde gefragt: Warum pflanzt du Bäume? Diese werden sterben und CO2 erzeugen.

    Richtig - aber vorher haben sie ein Baumleben lang das Gegenteil davon getan.

    Religion wird von den einfachen Leuten als wahr, von den Weisen als falsch und von den Herrschern als nützlich angesehen.

    Lucius Annaeus Seneca

  • Bei der Synthese von Methan wird ein CO2 gebunden, beim Verbrennen wieder frei gesetzt. Wo ist der Gewinn?


    ???

    Es wird nur das freigesetzt, was vorher gebunden wurde....es wird durch die Verbrennung also nicht mehr....


    Ja danke Tech, ich konnte gestern nicht mehr antworten. Der Vorgang ist neutral, also immer noch besser als fossiles Erdgas zu verbrennen.

  • Sorry, aber das ist falsch. Im empfehle dazu den einschlägigen Wikipedia-Artikel.

    Das Energiesteuergesetz hat wegen der europäischen Energiesteuerrichtline das Mineralölsteuergesetz abgelöst und CO2 wird dabei nicht erwähnt, aber ging es nicht auch vor 20 Jahren schon darum das Klima zu retten ?

    Es ist kompliziert, denn wir haben ja auch noch Stromsteuer und die EEG-Umlage. Wenn wir den formalen Ursprung der Regelungen mal vernachlässigen, könnte man all diese Verteuerungen von Energie aber auch als Maßnahme zur CO2 Reduzierung sehen die einer CO2 Steuer zumindestens sehr ähnlich sind. Wer viel tankt zahlt mehr Steuern, wer ein eigenes Haus hat wird mehr Strom verbrauchen, wenn es kein sehr modernes Haus ist. Alle anderen bezahlen zwar nicht so viel wie der Hausbesitzer, aber doch einen ganz schönen Betrag für den Ausbau der erneuerbaren Energien. So um die 20% bei der Stromrechnung. Von daher fand ich die Frage danach was es denn gebracht hat - und das ist verglichen mit dem CO2 Ausstoß in D aus 1999 so gut wie nichts - durchaus sinnvoll, besonders wenn jetzt so viele es gut finden da noch Einen drauf zu setzen, es CO2 Steuer zu nennen und so Strom, Öl und Gas zu verteuern. Nichts anderes bedeutet das nämlich, da hat AKK ganz Recht. Wo ist der Unterschied zu den herkömmlichen Verteuerungen ? Ich sehe keinen. Von daher darf man dann vielleicht fragen, ob die CO2 Steuer einfach die Stromsteuer ersetzen soll oder die EEG-Umlage oder die Energiesteuer ? Man kann die Steuerschraube nämlich auch überdrehen, denn wie gesagt - wir haben praktisch schon lange CO2 Steuer in Deutschland.

  • Bei der Synthese von Methan wird ein CO2 gebunden, beim Verbrennen wieder frei gesetzt. Wo ist der Gewinn?

    Der Gewinn liegt in der Möglichkeit einer Kreislaufwirtschaft, dem Prinzip, nachdem die Natur seit hunderten Millionen Jahren funktioniert. Und Sonnenenergie haben wir im mehrtausendfachen Überschuß zu unserem Energiebedarf.

  • Das Energiesteuergesetz hat wegen der europäischen Energiesteuerrichtline das Mineralölsteuergesetz abgelöst und CO2 wird dabei nicht erwähnt, aber ging es nicht auch vor 20 Jahren schon darum das Klima zu retten ?

    ....


    Man kann die Steuerschraube nämlich auch überdrehen, denn wie gesagt - wir haben praktisch schon lange CO2 Steuer in Deutschland.

    Man könnte allerdings auch gesetzlich die Dinge etwas anders regeln. Z.B. in Sachen Stromverbrauch vorschreiben, dass die ersten 1000kw/h pro Person per anno günstig sind, und darüber hinausgehender Verbrauch mit steigenden Preisen belastet wird.

    Großabnehmerrabatte sollte es überhaupt nicht mehr geben, maximal einen Industrietarif inkl. EEG-Umlage.

    Religion wird von den einfachen Leuten als wahr, von den Weisen als falsch und von den Herrschern als nützlich angesehen.

    Lucius Annaeus Seneca

  • Man könnte allerdings auch gesetzlich die Dinge etwas anders regeln. Z.B. in Sachen Stromverbrauch vorschreiben, dass die ersten 1000kw/h pro Person per anno günstig sind, und darüber hinausgehender Verbrauch mit steigenden Preisen belastet wird.

    Großabnehmerrabatte sollte es überhaupt nicht mehr geben, maximal einen Industrietarif inkl. EEG-Umlage.

    Ich fände es auch gut verschiedene intelligente Regelungen zu diskutieren und dann eine Entscheidung zu treffen. Dass eine Reduzierung von CO2 dringend nötig ist, sehe ich auch so. Ich fände es nur höchst ärgerlich eine weitere Steuer einfach auf die bestehenden draufzusatteln und dann wie bei den Öko-Steuern das Geld wieder im Haushalt versacken lässt und nur darauf hofft dass der Merkt uns den CO2 Ausstoß regelt. Ich erwarte da staatlicherseits viel mehr an Projekten und anzustrebenden Zielen, natürlich auch technischen Zielen die heute vielleicht noch nicht am Markt bestehen können und Subventionen brauchen. Aber wiederum nicht so wie es bisher geschehen ist. Dass regenerativ erzeugter Strom extrem teuer von Verbrauchern bezahlt wird und die Einnahmen bei den Profiteuren und im Staatssäckel landen ohne dass die Einnahmen in Zukunftstechnologien reinvestiert werden. Jetzt steht man auch noch vor dem Druck, dass den Betreibern der Anlagen, die vom EEG profitiert haben mit den geringeren Einspeisevergütungen quasi die Existenz entzogen wird und die von der Allgemeinheit sehr teuer erkaufte Investition in Windkraft und Photovoltaik dadurch sogar gefährdet sein kann. Denn so reagiert der Markt - es rechnet sich nicht mehr, also weg damit. Was wäre das für eine Katastrophe nach all dem riesigen finanziellen Einsatz ?

  • Ich hab mir vorhin mal die ANNE WILL Sendung angesehen. Da ging es ja auch um die CO2 Steuer etc.

    Was bleibt? Unser sächsischer Ministerpräsident ist einfach zu dämlich Zusammenhänge zu erkennen und die gute vom wissenschaftlichen Rat kann sehr gut ihre Augen verdrehen. ;) (vor allem dann, wenn der Kretschmar einen shice raushaut, der auf keine Kuhhaut passt)


    ....ach und den ziemlich unfähigen Gelbwesten Type (einer aus Stuttgart) den hätten die sich auch sparen können.


    Fazit: Die CDU ist der Bremsklotz. Kein Wille zu dringenden Maßnahmen, denn das kostet ja Wählerstimmen. Dafür wird die eigene Kurzsichtigkeit als kompetenter Klimaschutz verkauft, der bestimmt irgendwann mal kommt, wenn Innovationen und Technologien auch vielleicht mal umgesetzt werden.


    Danke ihr alten und völlig verblödeten Konservativen. Möge der Staub in euren Hirnen noch lange bleiben.



    mfg

    Wer in Grenzen denkt, denkt begrenzt.

  • Ich fände es auch gut verschiedene intelligente Regelungen zu diskutieren und dann eine Entscheidung zu treffen. Dass eine Reduzierung von CO2 dringend nötig ist, sehe ich auch so. Ich fände es nur höchst ärgerlich eine weitere Steuer einfach auf die bestehenden draufzusatteln und dann wie bei den Öko-Steuern das Geld wieder im Haushalt versacken lässt und nur darauf hofft dass der Merkt uns den CO2 Ausstoß regelt. ...

    Und genauso soll die ja nicht funktionieren. Die bereits existierenden Modelle (Schweiz, Schweden) zeigen, dass es funktionieren kann. Alles andere ist eben politischer Wille.

    Ist der nicht vorhanden, dann wird das auch nichts.

    In der ANNE WILL Sendung wurde ein Model vorgestellt, dem ich nur zustimmen kann. Es bringt dem Normalverdiener am Ende sogar ein Plus.

    http://mediathek.daserste.de/A…28454&documentId=62509476

    Wer in Grenzen denkt, denkt begrenzt.

  • Das Energiesteuergesetz hat wegen der europäischen Energiesteuerrichtline das Mineralölsteuergesetz abgelöst und CO2 wird dabei nicht erwähnt, aber ging es nicht auch vor 20 Jahren schon darum das Klima zu retten ?

    Es ist kompliziert, denn wir haben ja auch noch Stromsteuer und die EEG-Umlage. Wenn wir den formalen Ursprung der Regelungen mal vernachlässigen, könnte man all diese Verteuerungen von Energie aber auch als Maßnahme zur CO2 Reduzierung sehen die einer CO2 Steuer zumindestens sehr ähnlich sind. Wer viel tankt zahlt mehr Steuern, wer ein eigenes Haus hat wird mehr Strom verbrauchen, wenn es kein sehr modernes Haus ist. Alle anderen bezahlen zwar nicht so viel wie der Hausbesitzer, aber doch einen ganz schönen Betrag für den Ausbau der erneuerbaren Energien. So um die 20% bei der Stromrechnung. Von daher fand ich die Frage danach was es denn gebracht hat - und das ist verglichen mit dem CO2 Ausstoß in D aus 1999 so gut wie nichts - durchaus sinnvoll, besonders wenn jetzt so viele es gut finden da noch Einen drauf zu setzen, es CO2 Steuer zu nennen und so Strom, Öl und Gas zu verteuern. Nichts anderes bedeutet das nämlich, da hat AKK ganz Recht. Wo ist der Unterschied zu den herkömmlichen Verteuerungen ? Ich sehe keinen. Von daher darf man dann vielleicht fragen, ob die CO2 Steuer einfach die Stromsteuer ersetzen soll oder die EEG-Umlage oder die Energiesteuer ? Man kann die Steuerschraube nämlich auch überdrehen, denn wie gesagt - wir haben praktisch schon lange CO2 Steuer in Deutschland.

    Wie wenig die sogenannte ökologische Steuerreform von Rot-Grün mit einer CO2-Steuer zu tun hatte, zeigen allein zwei Zahlen:

    Steuersatz bei Verwendung des Energieträgers zur Erzeugung von elektrischem Strom: Erdgas: 0,55 ct/kWh, Kohle: 0,12 ct/kWh.


    Dass eine CO2-Steuer on top zu einer Mehrbelastung führt, werden sicher selbst heutige Mathe-Leistungskurs-Abiturienten erkennen. Man müsste sie schon aufkommensneutral gestalten. Andererseits ist die Frage, ob Energie bei uns nicht immer noch zu billig ist. Beispiel Automobil: Es gab in der Vergangenheit gerade hier gute Ansätze zur Energieeinsparung, die dann durch die weitere technische Entwicklung konterkariert wurden (z.B. der Rollwiderstand der Reifen wurde verringert, dem stand dann der Trend zu Breitreifen entgegen; der Verbrauch der Motoren wurde verringert, dafür haben wir jetzt immer mehr fette SUVs und höhere Geschwindigkeiten usw.). Und bevor hier wieder die soziale Karte gezogen wird: Fehler in der Sozialpolitik kann man nicht durch Fehler in der Umweltpolitik ausgleichen.


  • Wie wenig die sogenannte ökologische Steuerreform von Rot-Grün mit einer CO2-Steuer zu tun hatte, zeigen allein zwei Zahlen:

    Steuersatz bei Verwendung des Energieträgers zur Erzeugung von elektrischem Strom: Erdgas: 0,55 ct/kWh, Kohle: 0,12 ct/kWh.


    ...

    Da Du mir ja mit Wikipedia gekommen bist, erlaube ich mir das mit der Ökosteuer auch einmal... 8o


    Ziel war es unter anderem, durch Umweltschädigung entstehende externe Kosten (beispielsweise Folgekosten der globalen Erwärmung oder Gesundheitsschäden durch Verbrennung fossiler Energieträger) zu internalisieren und damit eine Kostenwahrheit herzustellen.


    ...und bleibe dabei, dass das was wir so alles an Abgaben angesammelt haben um Energie zu verteuern de facto einer CO2-Steuer entspricht.


    Wenn Dir das zu wenig Steuern sind um den CO2 Verbrauch zu bestrafen, dann finde ich halt, dass mir das eigentlich schon reicht. Ich gehe aber bei vernünftigen Konzepten durchaus mit und nehme auch weitere Einschränkungen in Kauf, wenn es zum Beispiel in Richtung Wasserstoffwirtschaft geht, also wenn eine für mich nachvollziehbar vernünftige Strategie dabei herauskommt die man auch auf nationaler Ebene fahren kann. Technische Innovationen, die schnellere oder größere PKW im Rahmen bei gleichem Einsatz von Herstellungskosten ermöglichen, gehören nicht unbedingt dazu.

  • Man könnte allerdings auch gesetzlich die Dinge etwas anders regeln. Z.B. in Sachen Stromverbrauch vorschreiben, dass die ersten 1000kw/h pro Person per anno günstig sind, und darüber hinausgehender Verbrauch mit steigenden Preisen belastet wird.

    Ja, das macht Sinn. Äh, waren wir nicht gerade dabei, das Akkuauto zu präferieren?

  • Dios Vorschlag klingt utopisch und ist es wohl auch, macht allerdings durchaus Sinn. Man darf die Steuer natürlich nicht am Stromverbrauch allein festmachen, sondern müsste die gesamte persönliche CO2-Produktion berücksichtigen.

  • Ja, das macht Sinn. Äh, waren wir nicht gerade dabei, das Akkuauto zu präferieren?

    Waren wir. Technisch sollte es wohl eines der kleinsten Probleme sein, E-Tanken anders zu berechnen als den sonstigen individuellen Verbrauch.

    Religion wird von den einfachen Leuten als wahr, von den Weisen als falsch und von den Herrschern als nützlich angesehen.

    Lucius Annaeus Seneca

  • Die Ökosteuern, also die Stromsteuer für die Erneuerbaren und die mehrmalige Erhöhung der Mineralölsteuer wurde uns mal als Steuer zur Reduzierung von CO2 verkauft. [ …]

    Das Dumme ist, dass Minister und Staatssekretäre, wenn der Bundeshaushalt dies zulässt, sogleich Bedarf an einem größeren Dienstwagen anmelden… so können steuerliche Mehreinnahmen die CO2-Emissionen nur vergrößern…


    Und da die grüne Bundestagsfraktion vor ein paar Jahren - wegen des geringeren Verbrauchs und des somit geringeren CO2-Ausstoßes - auf gas- bzw. dieselbetriebene Fahrzeuge umgestiegen sind, die jetzt unter's innerstädtische Fahrverbot fallen, müssen jetzt natürlich wieder neue Fahrzeuge angeschafft werden… die Verkehrswende hat schließlich der kleine Bürger vorwegzunehmen. Das Appellieren ist des Parlamentariers Lust…

  • Waren wir. Technisch sollte es wohl eines der kleinsten Probleme sein, E-Tanken anders zu berechnen als den sonstigen individuellen Verbrauch.

    Auf die Antwort hatte ich gewartet :ooops: Warum sollte man? Mal ganz davon abgesehen, dass es völlig egal ist, ob der Elektroenergieverbrauch daraus resultiert, dass man damit durch die Gegend fährt oder heizt oder Bitcoins schöpft: Diese Steuer soll angeblich den Preis abbilden. Kann man drüber streiten. Und dieser Preis ist für alle gleich. Und für jede Verwendung. Ich kann dieses "Aber, dann kann ja Mayer nicht mehr XYZ" nicht mehr hören. CO2 hat seinen Preis? Dann aber für Alle und Jedes.

  • Auf die Antwort hatte ich gewartet :ooops: Warum sollte man? Mal ganz davon abgesehen, dass es völlig egal ist, ob der Elektroenergieverbrauch daraus resultiert, dass man damit durch die Gegend fährt oder heizt oder Bitcoins schöpft: Diese Steuer soll angeblich den Preis abbilden. Kann man drüber streiten. Und dieser Preis ist für alle gleich. Und für jede Verwendung. Ich kann dieses "Aber, dann kann ja Mayer nicht mehr XYZ" nicht mehr hören. CO2 hat seinen Preis? Dann aber für Alle und Jedes.

    Komisch, dass ausgerechnet du nun die einfachen Antworten auf komplexe Probleme bevorzugst. Wir haben jetzt schon unterschiedliche Berechnungssysteme, Nachtspeicheröfen werden anders abgerechnet als der normale Haushaltsstrom, es gibt Gewerbetarife und tausende Unternehmen sind von der EEG-Umlage befreit. Mobilität ist nun mal ein Grundbedürfnis, zudem für sehr viele ja auch zur Erhaltung des Arbeitsplatzes unabdingbar notwendig. Wenngleich auch hier noch eine riesige Menge Einsparpotenziale liegen, von den Unternehmen aber nicht genutzt werden. Die Fahrtkosten hin und zurück zum Arbeitsplatz muss es ja nicht bezahlen - die Einrichtung eines Homeoffice allerdings schon.

    Religion wird von den einfachen Leuten als wahr, von den Weisen als falsch und von den Herrschern als nützlich angesehen.

    Lucius Annaeus Seneca

  • Wie schon mal gesagt: Ich wohne in einem Dorf.

    Mein Haus wird mit Gas beheizt.

    Jeweils im Februar kommt der Schornsteinfeger, geht in den Keller(!)und misst.

    Kostet 60 Euro - manchmal sogar 160 Euro, wenn er ein zusätzliches Formular ausfüllt, also ankreuzt.

    In diesem Jahr war es so, dass zusätzlich noch eine Belehrung hinzukam - 170 Euro.

    Er sagte, dass demnächst ein Dings den Bums beschließen wird, und das danach das Bings den Dums ablösen wird - es wird also teurer.

    Ich brauche also bald eine neue Heizung.

    Ich antwortete ihm, dass ich dann auf "Strom" umstelle. Also Heizkörper - Steckdose - und warm ist es dort wo ich bin.

    Er sah mich an und fragte: Grimmi, ich muss auch leben!

    Soll ich einen Kamin kaufen?

    Die meisten Ruinen haben zwei Beine.

  • Komisch, dass ausgerechnet du nun die einfachen Antworten auf komplexe Probleme bevorzugst.

    Das war nicht die Antwort auf irgendein komplexes Problem. Sondern eine logische Feststellung. Wenn die Tonne CO2 60 oder 180 Euro kostet, dann kostet sie halt so viel. Es sei dahingestellt, ob dieser Betrag durch Voodoo oder eine andere Art von Wissenschaft zustande gekommen ist. Der wäre dann zu zahlen. Grundsätzlich von allen, die die Kosten verursachen. Keine Vergünstigungen oder Ausnahmen.

  • Und um das noch etwas auszubauen. Es ist immer das gleiche Strickmuster. Passt etwas nicht, wird zuerst mal ein "Preis" festgelegt. Der kann schon mal bei den einzelnen Protagonisten um 400% differieren. Werden die Pläne ruchbar, melden sich die Betroffenen und stellen Fragen. Meist unbequeme. Solange die Fragen vom gemeinen Plebs kommen, werden sie meist ignoriert. Doof ist es, wenn der Unternehmer fragt, wie man sich das denn konkret vorstellt. Schon die heutigen, EEG- unbelasteten Industriestrompreise liegen 50% über OECD- Durchschnitt. Der droht dann, aus sehr nachvollziehbaren Gründen heraus, seine Bude dicht zu machen. Die ersten Ausnahmen sind geboren. Die nächsten Ausnahmen folgen, wenn man den Blick auf den eigenen Haushalt wirft. Nicht alles ist da mit Kreislaufwirtschaft (ich zahle den Preis an mich selbst) zu lösen. Oder mit der Weitergabe der Kosten an den Plebs. Der könnte ja gelbe Westen anziehen. Die Anzahl der Zahlungspflichtigen sinkt weiter, wenn sich die Sozialverbände zu Wort melden. Kurz, der Kreis derjenigen, die die Folgen der Entscheidung zu tragen haben, wird immer kleiner. Die suchen dann nach Vermeidungsstrategien, weil akzeptable Realangebote als Alternative ja auch nicht zur Verfügung stehen. Oder sie scheren sich einen feuchten um die Regelung. Auf die Idee, dass man mit der Belastung dieses immer gleichen Kreisen den Bogen auch mal überspannen könnte, kommt natürlich keiner. Grüne Politik halt. Siehe die "Energiewende". "Uuups - wir brauchen ja auch Leitungen und Speicher..." Nachhaltig und durchdacht ist das nicht. Gerecht erst recht nicht. Aber so lange der betroffene Michel das nicht hinterfragt und vor allem keine konkreten Lösungen einfordert, ist ja alles gut.

  • Ich hab mir vorhin mal die ANNE WILL Sendung angesehen. Da ging es ja auch um die CO2 Steuer etc.

    Was bleibt? Unser sächsischer Ministerpräsident ist einfach zu dämlich Zusammenhänge zu erkennen und die gute vom wissenschaftlichen Rat kann sehr gut ihre Augen verdrehen. ...

    ....den ziemlich unfähigen Gelbwesten Type ...


    Fazit: Die CDU ist der Bremsklotz. ...


    ...

    In der ANNE WILL Sendung wurde ein Model vorgestellt, dem ich nur zustimmen kann. Es bringt dem Normalverdiener am Ende sogar ein Plus.

    http://mediathek.daserste.de/A…28454&documentId=62509476

    Ich kam erst gestern Abend dazu und habe es mir hauptsächlich deswegen angesehen um zu testen ob mich das vorgestellte Modell auf Anhieb überzeugt.


    Zunächst dachte ich der Gunny will mich veräppeln, denn es ging erstmal und gefühlt dreiviertel der Sendezeit über den Kevinismus ab und den hatte ich ja schon durch. Auch wenn Kevin sich ganz gut geschlagen hat, wollte ich damit eigentlich nicht meine Zeit verbringen. Und ja, die Lady vom wissenschaftlichen Rat kann gut die Augen verdrehen und die CDU fängt bei Sozialismus an zu hüpfen.


    Ich spulte trotzdem nicht vor, denn ich wollte es insgesamt auf mich wirken lassen und wie gesagt wissen ob die Sendung vielleicht nicht nur mich sondern auch Leute wie diesen Gelbwestendarsteller von der CO2 Steuer überzeugen kann. Wenn sie Gunny so überzeugt hat, musste das doch nachvollziehbar sein. Leider muss ich sagen - das war es nicht. Nicht weil ich den Ansatz nicht verstanden hätte den CO2 Ausstoß zu belasten und den Bürgern etwas zurückzugeben, sondern weil mir das vorgestellte Modell nach dem ewigen nervenden Gelaber innerhalb von ein paar Sekunden an den Kopf geklatscht wurde. Darauf folgte nicht etwa die Dame vom wissenschaftlichen Rat, die das vielleicht nochmal eingehender wiederholt und ausgeführt hätte, sondern das Gestammel des Gelbwestendarstellers, der nach etwas Rumdruckserei seinen Sermon vom Anfang wiederholte. Ein klarer Fehler der Moderatorin und im folgenden geht das ganze Modell wieder in Gelaber unter. Erstaunlicherweise kommt sie dann zu dem Fazit: "Das Modell wird vielleicht nicht richtig erklärt liebe Gemeinde ?" Ja, genau Anne - das ist Dir in deiner Sendung eben gerade auch nicht gelungen.


    Kommen wir zum grob geschnitzten Modell, denn das überzeugt mich auch beim Standbild nicht so richtig.


    Der Zuschauer bekommt auf die Schnelle drei Beispiele serviert. Das junge Ehepaar mit zwei Kindern und mittleren Einkünften. Das Ehepaar ohne Kinder mit gehobenen Einkünften und die alleinstehende Rentnerin. Alle drei Beispiele wohnen mitten in der Stadt in einer Mietwohnung. Man erfährt nicht wie die drei Beispiele zu ihrem Verbrauch an Heizung, Strom und Treibstoff kommen, aber es werden halt Durchschnittswerte sein. Was für eine Rolle die Höhe des Einkommens spielt wird nicht klar. Es soll wohl nur darstellen, dass Gutverdiener halt mehr CO2 verbrauchen und so ist der angesetzte Verbrauch auch etwas höher als bei der Familie mit Kindern. Mein Eindruck ist aber leider nur der, dass die Höhe der Rückerstattung und somit der Effekt ob man ins Plus oder ins Minus rutscht nur von den Kindern abhängt. Also je mehr Kinder umso höher die Rückerstattung weil es die ja pro Kopf gibt, weshalb auch eine noch höhere Besteuerung von CO2 sich nicht negativ auf den 4 Personenhaushalt auswirkt sondern noch positiver, weil die Rückerstattung pro Kopf dann höher ist. Wieso die Rentnerin gut da steht kriege ich kaum mit, weil dieses Beispiel rasend schnell wieder verschwindet, aber sie soll wohl nicht so viel verbrauchen. Einleuchtend war der Teil wo die Stromsteuer reduziert wird, weil das eine nachvollziehbare Verlagerung der wirkungslosen Ökosteuern auf das eigentliche Ziel ist - nämlich den CO2 Ausstoß.


    Ich bin ja offen dafür, aber mein Bauchgefühl sagt mir ganz klar, dass man dem Ottonormalo mit so etwas nicht kommen darf, wenn er nicht schon sowieso von der Notwendigkeit der Reduzierung von CO2 überzeugt ist. Die Sendung hat wenig dazu beigetragen Überzeugungsarbeit zu leisten, eher das Gegenteil erreicht, weil das Wesentliche viel zu kurz zur Sprache kam und dann trotz wissenschaftlichem Beistandes kaum tiefer behandelt wurde.