Schülerstreiks für's Klima - Ministerium empfiehlt Geldbußen

  • Sachsen-Anhalt will Geldbußen gegen schwänzende, demonstrierende Schüler verhängen.


    Es sollte begrüßenswert sein und vor allem nachdenklich machen, wenn Schüler Verantwortung für ihre Zukunft übernehmen und dies kund tun.

    Sicher kann man fragen, ob dies unbedingt an einem Unterrichtstag erfolgen muss. Allerdings, wenn Arbeitnehmer streiken "schwänzen" sie ja auch die Arbeit.

    Ich sehe darin kein Schwänzen, was man auch dem - m. E. gut und clever gewählten - Motto „Warum sollen wir unseren Job machen, wenn ihr euren nicht macht?“

    entnehmen kann.

    Erst recht in Anbetracht dessen, dass extrem viel Unterricht ausfällt und dann auch kein Hahn nach dem Bildungsauftrag kräht!!


    Ich finde es gut, dass die Kinder aktiv werden und die Politik auf ihre Pflichten gegenüber den Bürgern und Mitgeschöpfen aufmerksam machen.

    In den 80er gehörte es zum guten Ton und war fast schon Bürgerpflicht, zu demonstrieren. Ich kritisierte oft, dass in Deutschland und insbesondere die Jugendlichen zu wenig demonstrieren.


    Daher bin ich sehr erfreut, dass sich die Kinder - für deren Zukunft ja in 1. Linie die jetzige Generation verantwortlich ist - zur Wehr setzen.


    Hier ein Artikel der taz dazu:

    Anlass genug meinen Avatar zu aktualisieren ;)


    TM, gegen Bußgelder für Demonstrationsrecht während des Unterrichts als Lehrstoff in Sachen politische Bildung zum mündigen Bürger

  • So eine Zumutung, anstatt man froh ist, dass sich Jugenliche politisch engagieren und endlich politisches konkretes Handeln einfordern.

    Grauer Kater, Du bist doch immer so für "Bildung". Nun willst Du die Anzahl der Schultage noch herabsetzen?

    Wer auch immer die Freiheit einer Nation abschaffen möchte, muss damit beginnen, die Redefreiheit zu unterdrücken.“


    Benjamin Franklin

  • Grauer Kater, Du bist doch immer so für "Bildung". Nun willst Du die Anzahl der Schultage noch herabsetzen?

    Eine engagierte Demonstration setzt voraus, dass man sich mit den Problemen beschäftigt hat, aus eigenem Interesse lernt und sein Wissen über die Fragen, die vor der gesamten Menschheit stehen, vertieft. Das ist mehr als 5/6 Unterrichtsstunden bieten können und zugleich ein demokratisches Lehrstück. Zugleich wird bürgerliche Verantwortlichkeit lebendig erprobt und den Spezialdemokraten aufgezeigt, was die Jugend im Interesse der Zukunft aller möchte. Solches Verhalten ist lange überfällig. Zudem lernt man das Meiste sowieso im Leben, die Schule hat das dialektisch logische Denken zu lehren und zu fördern. Damit die Schüler befähigt werden, sich zu bilden und das Wissen konstruktiv zu verarbeiten sowie immun werden gegenüber Volksverführern.

  • Ich bin ja der Meinung, dass alle Kritiker sich den Schülern lieber anschließen sollten, als auf sie zu hacken.


    Wenn die Lehrer mit den Schülern zusammen die Demos besuchen würden (vllt machen das auch ein paar, das weiß ich leider nicht), fände ich das auch gut.


    Wer, wenn nicht der Nachwuchs, sollte uns denn auf die Mißstände aufmerksam machen. Es ist schließlich deren Zukunft, die hier verbrannt, verballert und verschwendet wird.


    mfg

    Wer in Grenzen denkt, denkt begrenzt.

  • Ich bin auch dieser Meinung, aber wir leben (noch) in Deutschland. Da wir zwangsweise gelernt, geschafft, gekauft und am besten nie nachgedacht darüber, ob dieser ganze zwangshafte Wahnsinn auch nur einen Sinn macht. Wehe jemand fängt damit an.

  • Ich freue mich wirklich sehr darüber, dass so viele Junge Leute fürs Klima losmarschieren. Lieber wärs mir, sie würden es nicht beim Marschieren und Demonstrieren belassen, sondern auch schauen, was sie selbst dafür tun können. Zum Beispiel, sich nicht von Papi oder Mama täglich mit dem Auto bis vors Schultor und wieder nach Hause karren lassen, nicht jedes Jahr ein neues Handy verlangen, weniger Fleisch und vor allem weniger billiges Fleisch essen, beim Kleidungskauf kritischer werden und und und. Es ist nicht nur die Politik, die was auf die Reihe kriegen muss. Es geht jeden Einzelnen etwas an, jeden von uns.

  • Zitat

    Die bayerische Grünen-Bundestagsabgeordnete Lisa Badum hat die 16-Jährige jetzt für den Nobelpreis vorgeschlagen.

    Das hat noch gefehlt!

    Wer auch immer die Freiheit einer Nation abschaffen möchte, muss damit beginnen, die Redefreiheit zu unterdrücken.“


    Benjamin Franklin

  • Kojo hat halt noch das Grünen Bild vor 30 Jahren, wo schon mal ein Transparent auf dem Podium verbrannt wurde und Trampert und Ebermann Einfluss hatten.

    Diese Zeiten sind seit Äonen vorbei.

    Leider fehlt es manchen Leuten an einer gewissen Beweglichkeit.

    Kann man nichts machen.

  • Tja, der DieterBruno muss es ja wissen, welche Bilder Kojo vor Augen hat.


    :whistling:


    Zitat

    Wenn eine 16jährige offenbar seelisch labile Schulschwänzerin zum Nachwuchsheiland deklariert und von einer seelisch ebenfalls noch nicht ganz gefestigten Grünen-Abgeordneten für den Friedensnobelpreis vorgeschlagen wird – warum eigentlich nicht gleich für den Physiknobelpreis? –, sind wir den kollektiven Wahnvorstellungen des Mittelalters erfreulich nahe.


    https://www.michael-klonovsky.…/item/1060-8-februar-2019


    :saint:

    Zitat

    Wer auch immer die Freiheit einer Nation abschaffen möchte, muss damit beginnen, die Redefreiheit zu unterdrücken.“


    Benjamin Franklin

    2 Mal editiert, zuletzt von Kojo no Tsuki () aus folgendem Grund: Die Zitatfunktion klappt nicht richtig heute.

  • Nur mal so eine Frage....


    Wann krigst du das mit dem Zitieren mal endlich auf die Reihe? Woher kommen die Zitate eigentlich? Und warum sieht man nichts?


    Ach und deine "Bilder" zeichnen sich durch deine Posts klar und deutlich vorm geneigten Leser auf. Da brauchst du gar nichts relativieren.

    Wer in Grenzen denkt, denkt begrenzt.

  • Zum Beispiel, sich nicht von Papi oder Mama täglich mit dem Auto bis vors Schultor und wieder nach Hause karren lassen, nicht jedes Jahr ein neues Handy verlangen, weniger Fleisch und vor allem weniger billiges Fleisch essen, beim Kleidungskauf kritischer werden und und und.

    Wie wahr! Hierzu hab ich eine tolle empfehlenswerte Seite:

    https://www.smarticular.net/


    Schon beim Einkauf kann jeder ein bisschen was tun. Wenn schon diese Plastiktüten, für offenes Gemüse oder Obst, dann sollte man sie mehrfach verwenden.

    Die Wiegekleber kann man ja überkleben, oder durchstreichen. Noch besser, wenn möglich (Äpfel Tomaten etc.) direkt auf das Obst, kleben. Ich klebe mir die Wiegekleber manchmal auch auf den Unterarm und packe alles in eine einzige Tüte. Wobei ich Papiertüten oder Stoffbeutel nehme und die mehrmals verwende. Am Stoffbeutel lassen sich die Kleber nach dem Einkauf wieder gut entfernen.

    Müllbeutel gibt es bei mir auch nicht. Das wird mit Papier ausgelegt.


    Den Plastikmist lasse ich im Laden. Am liebsten direkt an der Kasse. Ich schreibe auch hin und wieder Aldi und Co. an, dass sie die Verpackungen reduzieren sollen und auf https://de.wikipedia.org/wiki/Natural_Branding zurück greifen sollen. Edeka und Rewe machen das teilweise schon.

    Oder beim Bäcker rege ich an, wieder Papier als Trenner für die Torten zu nehmen. Wenn mein Bäckerwagen kommt und vor der Tür hält, gehe ich mit dem Teller hin, statt es einpacken zu lassen.


    Auch ist es in vielen Läden wieder erlaubt, Vorratsdosen (immerhin "Dauerplastik") zu nehmen. Ansonsten einfach darauf bestehen!

    Es ist nämlich nur nicht erlaubt, die Dose hinter die Theke zu nehmen. Das Taraproblem lässt sich lösen, indem die Ware wie üblich abgewogen und dann in den Behälter auf der Theke eingefüllt wird. Das ist nach Hygienevorschriften erlaubt.

    Oder die Tablett-Methode https://www.emsa.com/blog/geht-nicht-gibts-nicht/


    Da sollte jeder mit seinem Supermarkt reden. Je mehr dies tun, um so eher tut sich was.


    TM, die zumindest auf umweltfreundliches Verhalten achtet, aber nicht in den Wald zieht, um 100% umweltgerecht zu leben, weil es anders sonst nicht möglich ist ;)

  • Woher will denn dieser Herr Klonovsky wissen, dass es sich im Fall von Thumberg um eine "offenbar seelisch labile Schulschwänzerin" handeln würde, die zum "Nachwuchsheiland" deklariert von einer "seelisch ebenfalls noch nicht ganz gefestigten Grünen-Abgeordneten" für den Friedensnobelpreis vorgeschlagen wird?


    Dieser Dummschwätzer offenbart doch genau das was Til Eeckert in seinem m.E. treffenden Kommentar der älteren Generation, vorwiegend älteren Männern, ankreidet.


    "Dass so viele Menschen seine Auffassung zu teilen scheinen und andere, wie etwa der Welt-Chefredakteur oder weitere, eigentlich gemäßigtere Journalisten auf den Anti-Greta-Zug aufspringen, offenbart einige tief sitzende Charakterschwächen in der (männlichen) Gesellschaft. Sie betreiben freimütig Altersdiskriminierung, Thunberg ist 16; Sexismus, Thunberg ist ein Mädchen; Ableismus, Thunberg hat das Asperger-Syndrom, eine Form des Autismus. Sie führen diese Dinge an, um Thunberg als Person und Individuum abzuwerten und wollen verhindern, dass ihre Argumente ein Gehör finden."


    https://ze.tt/mit-ihrer-hetze-…h-ihre-gegner-nur-selbst/


    Inhaltlich greifen Thunbegrs Kontrahenten deren Argumente nicht auf, vermutlich weil sie selber keine haben, die sie dagegen in Stellung bringen könnten. Da wird dann lieber auf Kindergarten-Niveau versucht, der bzw. hier die Andersdenkende zu diskreditieren,. Das ist doppelt absurd bis peinlich: Erwachsene Menschen, die scheinbar seit Jahrzehnten auf Umwelt-, und Klimaschutz sowie eine fair gestaltete Globalisierung reihenweise versagen, fühlen sich nun durch die Jugend auf den Schlips getreten und verfallen in reaktionäre Beißreflexe, die noch an die Reaktionen erinnern, mit denen die Grünen bei deren Anfängen begrüßt wurden . Das spricht für Thunberg & Co und gegen die Grünen, die als weichgespülter Fake dessen, was die Grünen einmal vor nun gut 40 Jahren ausgemacht hat Thunberg nicht das Wasserreichen können. Während die blass weichgespülten Grünen auch bei Durchschnittsspießern längst als wählbar gelten, wird gegen diejenigen, die endlich mal wieder unverfälscht und nichts so dressiert wie die Grünen daher kommen, gekackt wie gegen die kritische Jugend vor 40 Jahren gekackt wurde,


    So war es oft und wird es vermutlich immer sein: Wenn diejenigen, die den ganzen üblichen Schwachsinn noch nicht artig 40 Jahre oder mehr mitgemacht haben, diesen ganzen Schwachsinn als das bezeichnen, was er ist, dann jaulen diejenigen auf, die diesen henazen Schwachsinn seit 40 Jahren artig mitmachen. Betroffene Hunde bellen und das ist gut so, denn betroffen müssen hier erst noch sehr, sehr viele werden, am besten bevor die Katastrophen im 5 Minuten-Takt einfallen.

  • Jedenfalls dürften "Schulstreiks" dem Bildungsstand der sich daran besteligenden Schüler und Schülerinnen nicht sehr förderlich sein, sondern eher weiteren Lehrplan-Versäumnissen Vorschub leisten.

    Das siehe ich als eine unzulässige Vereinfachung. 4 Wochen wirklich lernaktiver Unterricht würden den Schüler/innen mehr nutzen, als 8 Wochen der sämigen Dünnschiss-Pädagogik, die in Deutschland als einem besonders neoliberal verdummten Deppenstadel den Standard abgibt. Wenn junge Menschen für ihre Belange eintreten (die auch unsere sein sollten), dann beweisen diese Menschen, dass sie noch eigenständig denken und Prioritäten setzen können und damit etwas leisten, wozu die normalsterblichen Zwerge über 30 leider oft nicht mehr in der Lage sind.. Die letzteren streben in ihren SUVs und anderen Klimakillern als zweibeinige Fleißbienen jeden Werktag-Morgen dem Ende des von vielen anderen gummibereiften Fleißbienen gebildeten Morgenstaus entgegen, der unsere artigen Bienchen dann erst 20 Minuten später ihren Job anfangen lässt. der in erster Linie der Profitmaximierung einer im übertragenen Sinne Handvoll Wichtigtuer dient. Da fehlt die Zeit zum Denken über das wozu man lebt und was uns wirklich nutzen könnte. Wie gut, dass wenigstens ein paar Youngsters sich noch nicht alle Gehirnschleifen haben annektieren lassen.

  • Ich freue mich wirklich sehr darüber, dass so viele Junge Leute fürs Klima losmarschieren. Lieber wärs mir, sie würden es nicht beim Marschieren und Demonstrieren belassen, sondern auch schauen, was sie selbst dafür tun können. Zum Beispiel, sich nicht von Papi oder Mama täglich mit dem Auto bis vors Schultor und wieder nach Hause karren lassen, nicht jedes Jahr ein neues Handy verlangen, weniger Fleisch und vor allem weniger billiges Fleisch essen, beim Kleidungskauf kritischer werden und und und. Es ist nicht nur die Politik, die was auf die Reihe kriegen muss. Es geht jeden Einzelnen etwas an, jeden von uns.

    Du hast ja im anderen Thread geschrieben, welchen Zwängen Du als Mutter mit Kind/Kindern? in der DDR ausgesetzt warst. Meinst Du, dass bei den jetzigen Verkehrsverhältnissen Eltern nicht auch ihren Alltag effizient gestalten müssen? Zudem dürften sich Familien mit Normaleinkommen es sich kaum leisten können, ihren Kindern jährlich die neuesten Smartphones oder Elektronikerrungenschaften zu kaufen. Und was manche verblendeten Mütter oder Pädagogen ihren Kindern mit der Ernährung zumuten, ist dem gesunden Aufwachsen keineswegs zuträglich. Kinder benötigen nunmal Milch, Butter, Käse, Fleisch und Fisch, wenn sie ihr genetisches Potential entfalten wollen. Dass man dabei auf richtige Maß und auf Qualität achten sollte, bedarf keiner Diskussion. Allerdings weiss ich aus eigener Anschauung, dass ich meine vier Katzen artgerechter ernähre als mansche Eltern ihre Kinder.