Schülerstreiks für's Klima - Ministerium empfiehlt Geldbußen

  • Ich habe nicht den Eindruck, dass die Schülerdemos einen regelrechten Flächenbrand darstellen. Alles in allem sind die freitäglichen Veranstaltungen gemessen an den gesamtdeutschen Schülerzahlen doch eher verhalten.

    Wie schon mal erwähnt, einerseits ist so ein " Erwachen" natürlich immer mal zuerst positiv. Nur und das hatten hier auch schon angesprochen, sind wohlfeile Forderungen an die jetzige Machergeneration auch damit verbunden das man sich selbst bewusst machen muss seinen Alltag dementsprechend zu ändern. Und da habe ich in der Masse, gelinde gesagt so meine Zweifel. Vor allen eben wenn jene erstmal selbst in der Verantwortung stehen, Einkommen zu gerieren, für sich und für die Familie eine Zukunft aufbauen etc., sprich bei dem Marsch durch die Institutionen geschliffen werden. Erst dann entscheidet sich ob Sie das auch umsetzen wollen und können.

  • Ich habe nicht den Eindruck, dass die Schülerdemos einen regelrechten Flächenbrand darstellen. Alles in allem sind die freitäglichen Veranstaltungen gemessen an den gesamtdeutschen Schülerzahlen doch eher verhalten.

    Leider ist das so, die Schüler könnten auch immer die letzte Stunde schwänzen und wesentlich umfassender demonsttrieren!

  • Das ist aber so.... selbst bestätigt von einer Teilnehmerin (meiner Tochter)

    Das ist und bleibt dann erst einmal eine singuläre Einzelfallbeobachtung,

    due dann wieder einmal von dir verallgemeinernd in einem dir genehmen Sinne verwendet/mussbraucht wird. Vielleicht wollte die Frau Tochter auch ihren Dad ein wenig

    mit ihm genehmen Daten bespaßen.

  • Das ist und bleibt dann erst einmal eine singuläre Einzelfallbeobachtung,

    due dann wieder einmal von dir verallgemeinernd in einem dir genehmen Sinne verwendet/mussbraucht wird. Vielleicht wollte die Frau Tochter auch ihren Dad ein wenig

    mit ihm genehmen Daten bespaßen.

    Eine Einzelfallbetrachtung auf Dinge, die nach der Demo in Massen auftrat inkl. der dokumentierten Menge an daraus resultierendem Abfall.

    Und Frau Tochter pubertiert momentan bis zum Abwinken, die will alles, nur nicht mich genehm bespaßen...:ooops:

    Laut einer Studie ist einer vom fünf AfD-Wählern genau so dumm wie die anderen Vier

  • Ach Leuts, dieser Diskurs ist doch müßig. Es gibt anscheinend keine validen Zahlen. Es gibt solche und solche Kids.

    Es gibt sicher auch Trittbrettfahrer die es zum Anlass nehmen die Schule zu schwänzen, aber ebenso Kids und Jugendliche, die in ihren Familien intervenieren und zu mehr Umweltfreundlichkeit anregen.

    Auch steigt wohl seit Jahren die Anzahl der Kinder, die sich vegetarisch ernähren.


    Wichtig ist doch, dass zumindest in Teilbereichen etwas umgesetzt wird. Und immerhin besteht die Chance, dass einige gerade durch die Demo ihren eigenen, nötigen Anteil realisieren und dann auch umsetzen.


    Im Grunde geht aus meiner Sicht auch darum, der Empörung und Enttäuschung über die Scheinheiligkeit und Maulheldentum der Hauptverantwortlichen namens Politik und Industrie mal Luft zu machen und dies anzuprangern.

    Immerhin sind es die künftigen Wähler!!

    Darin liegt evtl. auch eine Chance gehört zu werden.


    TM, das Ziel ist der Weg und besser etwas tun, als nichts zu tun

  • Im Grunde geht aus meiner Sicht auch darum, der Empörung und Enttäuschung über die Scheinheiligkeit und Maulheldentum der Hauptverantwortlichen namens Politik und Industrie mal Luft zu machen und dies anzuprangern.

    Wir leben in Deutschland. Und da gibt es eine Schulpflicht. ( Wieso erinnert mich das irgendwie an die Wehrpflicht damals ? )

    Und die wird mit der sonst anderswo so vermissten Härte des Staates auch knallhart durchgesetzt.

    Da kennen die irgendwie keinen Spass. Echt. Ok, man kann sein Kind im Dauermodus verprügeln, schänden etc., da ist das Jugendamt dann immer überfordert. Sollte man es aber Elternseits der Schule vorenthalten, oha. Denn nichts geht über Bildung.

  • Leider ist das so, die Schüler könnten auch immer die letzte Stunde schwänzen und wesentlich umfassender demonsttrieren!

    Warum sollen Schüler überhaupt schwänzen, um zu demonstrieren oder umfassender zu demonstrieren. Entweder mir ist eine Sache wichtig oder nicht. Wenn sie mir wichtig ist, gehe ich auch um 16 oder 17 Uhr nach der der Schule zur Demo.

  • Es macht aber offensichtlich rein vom Medienecho her Sinn, das in der Schulzeit zu tun. Wen juckt es denn großartig, wenn Schüler das am Nachmittag machen?

    Religion wird von den einfachen Leuten als wahr, von den Weisen als falsch und von den Herrschern als nützlich angesehen.

    Lucius Annaeus Seneca

  • Ehrlich gesagt, DAS halte ich für Unsinn und eine hinterhältige Taktik der Medien. Die nämlich stellen meist das Schuleschwänzen in den Vordergrund und nicht den Klimaschutz bzw. -wandel. Und das kann es ja wohl nicht sein. Dass Medien Unterstützer fürs Schuleschwänzen sind, nur damit sie ein schönes Thema haben. Sorry.

    Wenn eine Schülerdemo während der Unterrichtszeit mehr mediale Aufmerksamkeit findet als eine außerhalb der Schulzeit, dann ist doch offensichtlich, worum es den Medien geht.

  • Das größere Medienecho kam doch erst, nachdem ein paar paternalistische Bürokraten öffentlich machten, dass sie über Geldbußen für Schulschwänzer nachdächten. Die Erziehung des Bürgers zum braven Untertan ist ja seit jeher das Ding der CDU, und der Bildungsminister ist ja nun mal einer aus dieser Partei.

    Religion wird von den einfachen Leuten als wahr, von den Weisen als falsch und von den Herrschern als nützlich angesehen.

    Lucius Annaeus Seneca

  • Das halte ich für Unsinn. Die kids könnten, wie auch zizou sagt, nach der Schule demonstrieren, wenn es ihnen wirklich wichtig wäre. Mehr Bildung würde vielen von ihnen nicht schaden, den Eindruck bekommt man deutlich, wenn sich ein paar der kids zu ihren eigenen Motiven äußern - sehr viele von ihnen sind "auch für´s Klima." Und was - besonders die Mädels - zum besten gaben, wenn sie zum Bayerischen Volksbegehren Artenschutz befragt wurden, hat einem schier die Zehennägel aufgerollt.

  • https://www.zdf.de/nachrichten…221-hplus-stream-100.html

    Nachrichten | heute plus-h+ live: #fridaysforfuture


    Hass im Netz gegen Schüler, die fürs Klima streiken - woher kommt der? Luisa Neubauer von #fridaysforfuture spricht mit Daniel Bröckerhoff.


    Ab ca. 8:50 redet sie über's Schwänzen.


    TM, nicht mal so sicher, dass die Schüler wirklich viel von gutem(?) Unterricht verpassen

  • Wenn ich im Gegenzug für jede ausgefallene Stunde anteilig Steuern zurück bekomme mache ich Plus ....

    Religion wird von den einfachen Leuten als wahr, von den Weisen als falsch und von den Herrschern als nützlich angesehen.

    Lucius Annaeus Seneca

  • Ja, ich geb es zu, ich bin ein Fan von "zivilem Ungehorsam".


    Und über nichts anderes reden wir hier. Ja, ich finde es gut, dass man nicht der verstaubten, konservativen "Mehrheitsmeinung" entspricht und erst funktioniert und DANN erst protestiert.


    Würden wir über die Proteste so reden, wenn sie an einem Samstag nachmittag statt finden würden? Ich denke nein! Allein aus diesem Grund ist es sogar von Vorteil, dass in dieser Debatte das "Schwänzen" diskutiert wird, denn ich sehe das als Hilfsmittel (legitim!), um eben den Anlaß des Protestes zu thematisieren. Und es ist ein plakatives Beispiel, wie ein durchweg sinnvoller und berechtigter Protest über ein "Hilfsmittel" denunziert wird. Und was wird da aufgefahren! Die engagierte Greta wird ins Visier genommen, dann natürlich jene, die eh nur "schwänzen" wollen. Der "Gewalt-Aspekt" scheint hier nicht zu funktionieren, also das fliegen eines Steins als Anlaß den Protest in Gänze zu denunzieren und de-legitimieren.


    Nett auch die Kommentare der "Die schwänzen eh nur"-Fraktion. Denn in so gut wie jedem Statement dieser Fraktion schwingt im Hintergrund das Schuldgefühl mit und die Einsicht, sich gnadenlos an den Ressourcen der Erde bedient zu haben und es noch zu tun und vor allem daran nichts ändern zu wollen!


    Klar wird dann die morsche Brücke des "Verzichts" bedient. Warum sollen wir auch auf etwas verzichten, was meist überflüssig ist und auch wenig sinnvoll, wenn man es aus der Perspektive der Nachhaltigkeit betrachtet? Leider wäre das aber die falsche Frage. Denn die Frage ist nicht, ob wir auf etwas verzichten müssen. Und stehen jede Menge Alternativen zur Verfügung, die wir nur nutzen und/oder finden müssen. Die Frage ist also eher der Fantasielosigkeit des Fragestellers zuzuschreiben, als das sie als Argument etwas nützt. Un so fern danke ich den Kritikern dieses Protestes, denn diese zeigen mir, wieviele Beton- und Staubhirne wir in unserem, ach so fortschrittlichen Land wirklich haben.


    Sollten es unsere Kinder nicht mal besser haben als wir? So jedenfalls der Tenor verantwortungsbewußter Eltern. Wer das jetzt mit dem Verbrauch von noch mehr Ressourcen und noch mehr Zerstörung unserer Lebensgrundlage gleich setzt, der hat eh den Schuß nicht gehört. Also was interpretieren wir in diesen frommen Wunsch hinein? Was soll denn für unsere Kinder besser werden, als wir es erlebt haben?


    Besser als die Streiks der Schüler wäre allerdings, wenn die Lehrer gleich mit Streiken würden. Seite an Seite mit ihren Schülern. Eingerahmt im Spalier der Eltern dieser Schüler. Von mir aus auch an den anderen vier Schultagen auch noch. Ich würde die Ohnmacht der Staatslenker genießen, die nun keine gepanzerten Einsatzkräfte inkl. Wasserwerfer auf die Protestmassen los lassen können. Kommt nun mal nicht gut, Kinder und Jugendliche zu kesseln und nieder zu knüppeln.


    Und da sind wir dann auch schon bei der letzten Erkenntnis des heutigen Tages:

    Ja, die Empörung ist groß. Doch allein die Tatsache, dass alle die gegen die Proteste wettern, hilflos und ohne wirkliche Vorschläge einfach nur meckern und jammern, weil da jemand ist, der Spiegel vorhält, ein Gewissen anstubst, das in Resten bei einigen durchaus vorhanden ist.


    Ach und einigen sag ich es ganz deutlich: Ihr habt die Erde von euren Kindern wirklich nur geliehen und noch dazu vergewaltigt, mißbraucht und ausgebeutet, nur um euch ein schönes Leben zu machen. Bequem, übersättigt, ausgesaugt und verschandelt.

    Und nur weil euch das mal einer sagt, seid ihr jetzt empört? Beis so viel Ironie könnte ich wieder glatt ein Fan der Kritiker werden, wenn es nicht so entblößend peinlich wär. ;)


    mfg

    Wer in Grenzen denkt, denkt begrenzt.

  • Bali zeigt, wie es geht:


    https://www.careelite.de/bali-verbietet-einwegplastik/

    Zitat

    Denpasar. Die Balinesische Regierung hat Einwegplastik wie Plastiktüten, Plastikflaschen, Strohhalme und Styropor verboten. Der Gouverneur Wayan Koster hat das Verbot am 24.12.2018 ausgesprochen und verkündete zeitgleich, dass dieses Verbot im Sommer 2019 in Kraft tritt. Bis dahin haben Produzenten, Verteiler, Zulieferer und natürlich alle Menschen auf Bali Zeit, um sich mit dieser Veränderung anzufreunden.


    Das wäre hier undenkbar. Ein halbes Jahr. Bei uns wären mindestens 3-5 Jahre zu veranschlagen, und danach gäbe es wachsweiche "Selbstverpflichtungen" der deutschen Verpackungs- und Plastikindustrie, das ganze über weitere 5 Jahre um 50% zu reduzieren.


    Wie Gun schon sagte, wir hätten Alternativen, und zwar schon jetzt. Die sind eventuell etwas aufwändiger und unbequemer als die heutige Verschwendungsmanie, aber nicht mal das wären viele Bürger bereit zu akzeptieren.

    Religion wird von den einfachen Leuten als wahr, von den Weisen als falsch und von den Herrschern als nützlich angesehen.

    Lucius Annaeus Seneca

  • Klar wird dann die morsche Brücke des "Verzichts" bedient. Warum sollen wir auch auf etwas verzichten, was meist überflüssig ist und auch wenig sinnvoll, wenn man es aus der Perspektive der Nachhaltigkeit betrachtet? Leider wäre das aber die falsche Frage. Denn die Frage ist nicht, ob wir auf etwas verzichten müssen. Und stehen jede Menge Alternativen zur Verfügung, die wir nur nutzen und/oder finden müssen

    Der Punkt ist doch, dass durch die Verpackungsindustrie das umweltfreundliche Handeln extrem eingeschränkt wird.

    Es gibt in den gängigen Supermärkten und Discountern ja nur noch den verpackten Scheiß. Man kann sich ja kaum entziehen.


    TM, die früher Suppengrün mit Gummiband kaufen konnte, während es heute oft in einer überdimensionierten Plastikschale + Folie verpackt ist und sich tierisch darüber aufregt.

  • @TM


    Es gibt da die Hardcore Fraktion, die den ganzen Müll im Supermarkt lassen. Alles auspacken nachdem bezahlt wurde und die angebotenen Mülltonnen reichlich nutzen. Ich weiß um das Problem dieser Märkte mit dem Verpackungsmüll, denn nicht nur wie Ware in den Regalen ist exorbitant verpackt, auch die Verpackung der Verpackung, also die Verpackung, die entfernt werden muß, um die Ware erstmal in die Regale zu bringen, ist schon ein riesiges Problem. Ballen von Pappe, Folie und Plastik müssen entsorgt werden. Wenn hier die Verpackungen dazu kommen, die die Kunden in den Märkten lassen, dann könnte ein Druck auf die Märkte entstehen (der auch in Teilen schon da ist, wie ich erfahren habe), der ein Umdenken zumindest unterstützt.


    Leider nur ein kleines Hilfsmittel. Denn der Verbraucher ist in Masse dumm, bequem und wenig flexibel, wenn es darum geht alte Gewohnheiten in ein zeitgemäßes Schema zu bringen. Für die Radikalinskis dieser Weitermach-Fraktion ist das dann eben der "Verzicht".....so scheint es zu mindest.


    :/

    Wer in Grenzen denkt, denkt begrenzt.

  • Gunny,


    glaub mir ich persönlich hab da meine Mittelchen und du kennst mich ;)

    Ich bin ja sogar so dreist und packe das direkt an der Kasse aus, oder schon im Laden und lass es im Regal und werfe den Müll gerade NICHT in die Abfallbehälter hinter der Kasse. (pöhse TM)

    Und oftmals spreche ich andere Kunden freundlich aktiv an. Viele mögen das zwar nicht, aber manch einer signalisiert auch, dass er künftig auch mit macht und darauf achtet. Kleinvieh macht auch Mist und ich habe ein gutes Gefühl, etwas bewirkt zu haben.


    Ich habe es auch hier schon geschrieben, wie man - abgesehen von den Verpackungen - selbst vieles tun kann um speziell Plastiktüten zu vermeiden.

    Inzwischen darf man an der Wurst- und Käsetheke wieder die Vorratsdosen mitbringen für die Ware! Hängt vom Markt ab.

    Wenn sich Märkte sträuben kann man denen sagen, dass es grundsätzlich nicht verboten ist, die Dosen auf der Theke zu befüllen.

    In den Unverpackt-Läden geht es doch auch!!

    https://ozeankind-shop.de/hygi…-einkaufen-im-supermarkt/

    Zitat

    Laut Deutscher Lebensmittel-Hygiene-Verordnung (LMHV) ist es zumindest nicht eindeutig verboten. Wichtig ist vor allem, dass Deine Behälter, egal ob Tasche oder Box, niemals hinter die Theke gelangen. Der Rest ist oft Fantasie, Kommunikation, Willen und Ermessen. Die erste Entscheidung was geht und was nicht – trifft … der Supermarktinhaber.

    https://ichnehmsohne.com/2014/…ntscheidet-ein-interview/


    Da muss halt der Verbraucher aktiv Druck machen.


    Meinen Bäcker (kommt bei mir auf dem Land mit dem Auto vor meine Haustüre, da viele alte alleinstehende Menschen ohne Auto und weite Wege in die Stadt) habe ich auch überzeugt, dass er als "Kuchentrenner" wieder das gute alte Papier nimmt und hat das Plastik abgeschafft. Statt Verpackung zu nehmen, gehe ich dort halt mit meinem Kuchenteller hin.


    Und wie gesagt, bin ich da wie Kleinlok und schreibe immer wieder Aldi, Rewe, Edeka und Co an, oder rufe/maile sogar die Hotlines der Verpackungsfirmen an, die bei manchen Produkten nämlich auf der Packung stehen.

    Auch Nabu schrieb ich an, weil die das Vogelfutter in Plastik verpackt verkaufen!!

    Leider kamen da nur dumme Ausreden!! Echt der Hammer, diese Doppelmoral sogar bei den Naturschützern.

    Also es ist beides. Verantwortung, Handeln und aktiv werden des Konsumenten + an erster Stelle der Gesetzgeber, der aber wegen seiner Wirtschaftshörigkeit und Korruption immer wieder auf diese beschissene Freiwilligkeit setzt, die grundsätzlich noch NIE funktioniert hat.

    (Gestern auch in der Heute-Show)


    TM, die Einzelkämpferin