Das bedingungslose Grundeinkommen

  • Na ja, so gaaaanz unrecht hat er ja nicht....

    Wozu treiben wir schließlich die Automatisierung (samt enorm erhöhter Produktivität) voran? Damit die einen sich trotzdem bis an ihr Lebensende abrackern und die anderen aus der erhöhten Produktivität immer mehr eigenen Reichtum ableiten?

  • […] 200% Gesamtschulden und 4% Zinsen bedeuten, dass die Schuldnert 8% vom BIP bekommen und irgendwann geht es halt nicht mehr.[…]

    Was'nn das für 'ne Milkmaid-calculation? Erstens steht die Verschuldung für einen "Bonitäts-Vorgriff" des Schuldners, der somit einen Teil seines Konsums vorzeitig realisiert hat, zweitens bedeutet dessen Zinslast ja u.a. eine Zinseinnahme des Kreditors also des Gläubigers, der somit seine eigene Konsumzurückhaltung durch die Vergabe "überschüssiger" Liquidität in Umlauf gebracht hat - genau in diesem Wechselspiel funktioniert die wirtschaftliche Gesamtrechnung - und das, von konjunkturellen Schwankungen abgesehen, über längere Zeiträume eigentlich ganz zufriedenstellend.

  • Bitcoin ist inzw. überholt und auch zu teuer.


    Mit solchen Urteilen wäre ich seeehr vorsichtig:


    Der Bitcoin ist natürlich sozusagen die 'Dampfmaschine der Kryptowährungen', aber einiges spricht auch heute noch für ihn:


    - Die bei Weitem größte Popularität, welche dazu führt, dass Neulinge, aber auch (vergleichsweise) konservative - auch institutionelle - Anleger oft immer noch am ehesten an Bitcoins denken, wenn sie darüber nachdenken, in Kryptowährungen zu investieren.


    - Eine große, stets an den zahlreichen Baustellen arbeitende Entwicklergemeinde - man denke an Verbesserungen wie das Lightning-Netzwerk.


    - Die Begrenzung auf eine maximale Anzahl von 21 Millionen Bitcoin (durch den unwiederbringlichen Verlust zahlreicher Coins sind es sogar noch deutlich weniger) in Kombination mit dem Halving dürfte langfristig für deutliche Wertsteigerungen sorgen.


    - Die schiere Marktkapitalisierung des Bitcoin.


    Ich bin durchaus 'Fan' (und Besitzer) anderer Kryptowährungen und hoffe insbesondere, dass der STEEM, dessen Vorteile in schnellen, gebührenfreien Transaktionen, der besonderen Eignung für DApps, einer großen Community und der einfachen Versendemöglichkeit an Usernamen bestehen (und den du z. B. hier durch das Verfassen eigener Artikel kostenlos 'minen' kannst), rasch an Bedeutung gewinnen wird, aber den Bitcoin vorzeitig abzuschreiben hielte ich für einen Fehler.

  • Das leider Negative an den Kryptowährungen ist der immense Energieverbrauch (Mining).


    https://coin-hero.de/was-ist-mining-und-wie-funktioniert-es/


    Das für mich Positive an diesen Parallelwährungen ist die Ausschaltung der Banken und dass denen der Arsch auf Grundeis geht und diesen Trend gar nicht gerne sehen.

    Mal abwarten, wie sich das entwickelt, welche Gegenmaßnahmen da noch kommen. Ich bin da nicht uptodate, meine aber gehört zu haben, dass die Banken selbst in der Richtung Krypto und Blockchain breits etwas planen?


    Zu Blockchain gab es bei Scobel eine gute Sendung!


    http://www.3sat.de/mediathek/?…hema&obj=78411&red=scobel


    TM, nieder mit der Macht der Banken

  • Das leider Negative an den Kryptowährungen ist der immense Energieverbrauch (Mining).


    https://coin-hero.de/was-ist-mining-und-wie-funktioniert-es/


    Diesbezüglich empfehle ich diesen Artikel. (Überleg mal was die Instandhaltung und Wartung der Geldautomaten der Banken, die Fahrten der Mitarbeiter zur Arbeit, der Energieverbrauch der Rechenzentren und Filialen, die Geldtransporte und Transaktionen etc. kosten ...)


    Abgesehen davon verbrauchen andere Kryptowährungen nur einen Bruchteil dessen was das Bitcoin-Mining verschlingt. So basiert das STEEM-Netzwerk auf dem 'Proof of Brain' (Gehirne verbrauchen vergleichsweise wenig Energie). :)

  • Ich bin da nicht uptodate, meine aber gehört zu haben, dass die Banken selbst in der Richtung Krypto und Blockchain breits etwas planen?

    Ja, da gibt es diverse Bestrebungen. Jüngst ausgerechnet von JPMorgan, dessen CEO, James Dimon, vor noch nicht allzu langer Zeit dermaßen über Kryptowährungen herzog, dass es mir ein Bitcoin-Gedicht wert war:


    Schnee in der Sonne


    Die Medien haben dich lange ignoriert,

    Nun schreiben sie verzweifelt von der Tulpenzwiebel,

    Doch insgeheim sind sie selbst fasziniert,

    Süddeutsche, FAZ und Spiegel.


    Sie klammern sich an die bald platzende Blase,

    'Experten' sprechen vom Bitcoin-Crash,

    Doch du drehst ihnen 'ne lange Nase

    Und wirst immer teurer, wie auch Neo und Dash.


    Den Banken schwimmen die Felle davon,

    Denn Mittler sind heute nicht mehr gefragt,

    Da hilft kein Gezeter, Herr James Dimon,

    Denn eines ist klar: Ihr habt versagt!


    Die Verlierer von heute werden zur Meute:

    Journalisten und Banker tun sich zusammen,

    Vereint bequatschen sie Land und Leute,

    Um den gemeinsamen Feind zu verdammen.


    „Nimm Festgeld oder Aktien, deutscher Bürger,

    Dieser Bitcoin, das ist ein böser Betrüger!“

    Doch es ist schon zu spät - ich seh's voller Wonne,

    Eure Macht schmilzt schneller als Schnee in der Sonne!



    Nun ja, das Gedicht enthält eine Prise Wunschdenken, das gebe ich gerne zu. :)


    P. S.: Warum ich die Überschrift nicht zentrieren kann, weiß ich nicht ...

    Einmal editiert, zuletzt von Dieter () aus folgendem Grund: Wunsch erfüllt. Nicht als Überschrift schreiben (hat ein festes Format), sondern normal als Text. Dann markieren, auf Ausrichtung klicken, zentrieren wählen. Vorher noch Größe andern und Fett machen.

  • Das Grundeinkommen heißt jetzt HELIKOPTERGELD es soll auch nicht Armut beseitigen sondern die Geldwirtschaft retten. Zumindest ist jetzt klar das es geht, wenn es politisch erwünscht ist. Alle die immer noch glauben das Geld erarbeitet werden muss sind offensichtlich von gestern oder haben die Geldwirtschaft der EZB nicht verstanden. Geld wird geschöpft der Wert des Geldes wird erarbeitet.

    Jene die aufrecht gehen, werden nur historisch hoch angesehen.

  • […] Geld wird geschöpft […]

    Na, dann braucht die Wirtschaft ja nur noch ein (windkraftbetriebenes) Schöpfrad… Wertschöpfung im klassischen Sinne funktioniere, indem eine Ware hergestellt, veredelt oder weiterverarbeitet wurde, und ihr Marktwert auf diese Weise Einkaufspreis, Arbeitsaufwand und Gewinnmarge einbrachte.

    Im Zeitalter der sich dynamisch verkürzenden Produktionszyklen bei gleichzeitiger Massennachfrage nach Gratisleistungen hat das eben nicht mehr hin.

  • Erhlich gesagt wundert es mich, dass nicht schon längst die Hyperinflation "ausgerufen" wurde. […]

    Wer sollte (zumal im Euroraum) eine Hyperinflation ausrufen? Und warum? Tendenziell läuft die Wirtschaft doch eher auf ein Deflationsszenario hinaus - nur nicht bei den Mieten, was Kaufkraft, Konsumlaune und Geschäftstätigkeit weiter lähmt… aber Wachstum ist ja ohnehin verpönt, derzeit, und das von Dir in einem jüngeren Beitrag genannte "Helikoptergeld", das ein Think-Tank der EZB vorgeschlagen hat, würde mithin als sprichwörtlicher Tropfen auf dem heißen Stein wirkungslos verdampfen.

  • Das bedeutungslose Grundeinkommen, das da aktuell als finanz- und sozialpolitische "Vision" im Raume steht, würde ohnehin nach allen historischen Erfahrungen der Volkswirtschaftslehre nur die Lebenshaltungskosten auf eben jene festgelegte Höhe steigen lassen - der glücksstiftende Effekt wäre mithin von recht kurzer Dauer. In etwa in der derselben Weise, wie seinerzeit der willkürliche Wechsel-/Umtauschkurs der DDR-Vermögen in DM.

  • Sybilla antwortet nicht.

    Ihre Beiträge werden zeitgleich in mehreren Foren veröffentlicht.

    Markus welche Frage möchtest Du in die Diskussion einbringen?


    Worin siehst Du ein Problem, dass ich meine Beiträge "nahezu" zeitgleich in mehreren Foren veröffentliche?

    Jene die aufrecht gehen, werden nur historisch hoch angesehen.

  • ... würde ohnehin nach allen historischen Erfahrungen der Volkswirtschaftslehre nur die Lebenshaltungskosten auf eben jene festgelegte Höhe steigen lassen

    Sowas passiert meist dann, wenn sich staatliche Stellen von Konzernen hinsichtlich verbotener Preisabsprachen an der Nase herumführen lassen. An der Stelle sollte nachgebessert werden.

    Der erste der redet und solche Machenschaften aufdeckt darf einen Teil der Kartellstrafe einstreichen - wäre eine gute Maßnahme.

    Religion wird von den einfachen Leuten als wahr, von den Weisen als falsch und von den Herrschern als nützlich angesehen.

    Lucius Annaeus Seneca

  • Können wir? Auf heutiger Preisbasis wären das zwischen 1300 und 1500 Euro pro Monat für jeden Erwachsenen. Unter Berücksichtigung dessen, dass 365 Euro mtl. für das Gesundheitswesen draufgehen. Pro Nase. Ohne Verwaltung. Sagen wir also 1400 für Erwachsene, die Hälfte für Kinder und Jugendliche. Macht in Summe rund 1,3 Billionen. Plus Staatsausgaben in Höhe von ca. 285 Mrd, wenn man 2/3 der heute für Arbeit und Soziales aufgewendeten Kosten rausrechnet. Plus Abgaben in nicht zu ermittelnder Höhe. Das ist in Summe über die Hälfte des Wertes aller Waren und Dienstleistungen, die im gleichen Zeitraum hergestellt wird. Wir können das? Bislang habe ich von keinem nachvollziehbaren Plan gehört, der das möglich machen könnte.

    Mal angenommen, wir reden über 1.500€ pro Monat für JEDEN (Erwachsene wie Kinder), dann reden wir über knapp 1,5 Billionen Euro je Jahr.

    Dem stehen ca. 6 Billionen Euro Geldvermögen gegenüber, und 5 Billionen Euro Anlagenvermögen.


    Es ist also prinzipiell finanzierbar.


    Dazu kommt: Mit einem BGE würden wesentliche Teile des Staatshaushaltes, wie wir ihn heute kennen, einfach nicht mehr benötigt werden. (>50%).


    Tatsächlich wäre es so, dass ca. 80% der Bevölkerung in einem BGE-System mehr oder wenigstens das gleiche monetär hätte, wie heute. Nur ein kleiner Teil der Bevölkerung (<5%) würde deutlich weniger behalten oder weniger vom Einkommen zu Vermögen wandeln können.....


    Es ist kein Problem, ein BGE zu finanzieren. Es ist ein Problem, Mehrheiten dafür zu finden - erstaunlicherweise obwohl mehr als 80% bei einer BGE-Einführung profitieren würden.

  • Es ist kein Problem, ein BGE zu finanzieren. Es ist ein Problem, Mehrheiten dafür zu finden - erstaunlicherweise obwohl mehr als 80% bei einer BGE-Einführung profitieren würden.

    ... und auch von denen, die finanziell nicht gewönnen, profitierten doch alle am Wegfall der bisher durch das Ausfüllen deutscher Bürokratieungetümformulare verursachten Zeitverschwendung. Ich erinnere mich noch, wie damals dem Antrag auf Kindergeld eine mehrere Seiten lange Erklärung beigefügt war, wie der Antrag richtig auszufüllen sei ...


    (Und wie mich gerade, ein weiteres Beispiel, der "Marktstammdatenregister"-Zwang - das Wortmonster macht der ihr zugrunde liegenden Bürokratie alle Ehre - meiner PV-Anlage und des Stromspeichers, auf Verlangen der Bundesnetzagentur hin, NERVT! Nachdem ich mit der PV-Anlage durch war, habe ich abgebrochen und ihnen per Mail geschrieben, sie mögen die Speicherdaten selbst eintragen, ich täte es jedenfalls nicht!)

    In Deutschland darf einfach nichts unkompliziert sein, auf gar keinen Fall, wo kämen wir da hin? Allein schon deshalb wird es ewig dauern, bis sich hinsichtlich BGE etwas tut. Da kommt dann doch lieber zu den tausend schon vorhandenen Unterstützungsmaßnahmen und Sonderregelungen noch eine "Respektrente" dazu. Ich könnte mich kaputtlachen, wäre es nicht so traurig ...