Das bedingungslose Grundeinkommen

  • Wir hatten das Thema schon mehrfach, u.a. hier.


    So rechte Einigung ist nicht aufgekommen. Weder über den Begriff selbst, noch über die Ausgestaltung oder die Finanzierung und die Auswirkungen. Also auf ein Neues. Beginnend mit einer Frage, die mich immer noch brennend interessiert: Über was sprechen wir eigentlich? Sozioökonomisches Minimum für Jeden bei Wegfall aller heutigen Sozialleistungen? Nur für Staatsbürger? Oder irgendwas in der Richtung Bürgergeld?

  • Das Bedingungslose Grundeinkommen (BGE) ist ein sozialpolitisches Finanztransferkonzept, nach dem jeder Bürger – unabhängig von seiner wirtschaftlichen Lage – eine gesetzlich festgelegte und für jeden gleiche – vom Staat ausgezahlte – finanzielle Zuwendung erhält, ohne dafür eine Gegenleistung erbringen zu müssen.


    Weiteres findet Ihr hier https://www.grundeinkommen.de/


    Der bekannte Philosoph Richard David Precht hat kürzlich in einer Talkshow ein bedingungsloses Grundeinkommen als Fortentwicklung der sozialen Entwicklung bezeichnet, dass egal welche Partei zukünftig regiert, als Fortentwicklung des „schlauen Kapitalismus“ kommen wird.


    https://www.facebook.com/ZeitimBild/videos/342602082998682/


    Sybillas Kommentar zum BGE


    Richard David Precht bringt es auf den Punkt. Aber wie es nun einmal in Deutschland ist ruft neues und anderes als bisheriges immer die Bedenkenträger und Mahner auf den Plan, die am liebsten alles so weiterdenken als bisher. In der Diskussion zum bedingungslosen Grundeinkommen sind manchmal merkwürdige von Neid bestimmte Argumente zu hören.


    Das war bei der Abschaffung der Sklaverei in den USA der Fall als viele den Untergang der Wirtschaft prophezeiten wenn es keine Sklaven auf den Baumwollfeldern mehr gebe, Ebenso wurde bei Einführung des 8 Stunden Arbeitstags der Untergang der Industrie prophezeit, ebenso erst kürzlich bei der Einführung des allgemeinen gesetzlichen Mindestlohns. Auch bei der Einführung des allgemeinen gesetzlichen Mindestlohns prophezeiten die Ewiggestrigen Bedenkenträger und Mahner den Verlust von Millionen von Arbeitsplätzen und den Untergang des Wirtschaftsstandorts Deutschland. Bis heute hat der Wirtschaftsstandort Deutschland alle prophezeiten Untergänge überstanden.


    Und ich prophezeie das der Wirtschaftsstandort Deutschland auch ein bedingungsloses Grundeinkommen überleben wird, eventuell besser und stärker als heute, weil ein bedingungsloses Grundeinkommen entgegen der Ewiggestrigen Bedenkenträger und Mahner. Viel Innovation und Kreativität freisetzen wird diese in der Industrie 4.0 und der Digitalisierung benötigt werden.


    Die Ewiggestrigen Bedenkenträger und Mahner argumentieren gerne mit Eigenverantwortung jeder sei eben für sich selbst verantwortlich und dürfe nicht „versorgt“ werden oder sich darauf verlassen können das ihm „andere versorgen.“ Im Klartext heißt das „ICH – MIR – MEINS“


    Aber wer versorgt sich den eigenverantwortlich selbst? Doch nur derjenige der für die Wertschöpfung von Gütern arbeitet, oder für Bildung, Ausbildung, Gesundheit, Sicherheit seiner Mitbürger. Alle anderen eher nicht sie leben von den Wohlwollen der anderen.


    Es ist nun einmal so wie es der Philosoph Richard David Precht erläutert, ein bedingungsloses Grundeinkommen ist eine zwangsläufige Fortentwicklung der sozialen Entwicklung in einer Gesellschaft die auf Solidarität und Humanität beruht.

    Jene die aufrecht gehen, werden nur historisch hoch angesehen.

  • Zitat

    Aber wer versorgt sich den eigenverantwortlich selbst?

    Mit Ausnahme einzelner Buschläufer in sehr einsamen Gegenden niemand. Jedenfalls nicht in entwickelten Ländern. Jeder Nabob benutzt Infrastruktur, die von der Gemeinschaft bezahlt und unterhalten wird, seien es Straßen, Bildungsinstitute, Krankenversorgung usw. usw.


    Hier wird im Hinblick auf verschiedene Sachthemen ständig von Freiheit gefaselt. Wirkliche Freiheit bedeutet aber auch, dass die Grundbedürfnisse jederzeit erfüllt sind - und zwar bedingungslos. Das ist heute definitiv nicht der Fall, obwohl wir uns das locker leisten könnten.

    Religion wird von den einfachen Leuten als wahr, von den Weisen als falsch und von den Herrschern als nützlich angesehen.

    Lucius Annaeus Seneca

  • Wirkliche Freiheit bedeutet aber auch, dass die Grundbedürfnisse jederzeit erfüllt sind - und zwar bedingungslos. Das ist heute definitiv nicht der Fall, obwohl wir uns das locker leisten könnten.

    Das ist ja auch gar nicht gewollt...denn sonst bräuchten wir uns ja auch nicht tausende von Tafeln leisten...

    Allemagne? C'est un grand Bordel néolibéralement conservateur Merkel'scher l'empreinte


    AMERIKA......oder..... Alles was die Welt nicht braucht....oder....Spiel nicht mit den Schmuddelkindern....


    Manchmal gibt es Situationen nur zu lesen, nur nachzudenken und dann einfach zu schweigen.:lach-w::uglybrav:

  • Hier wird im Hinblick auf verschiedene Sachthemen ständig von Freiheit gefaselt. Wirkliche Freiheit bedeutet aber auch, dass die Grundbedürfnisse jederzeit erfüllt sind - und zwar bedingungslos. Das ist heute definitiv nicht der Fall, obwohl wir uns das locker leisten könnten.

    Können wir? Auf heutiger Preisbasis wären das zwischen 1300 und 1500 Euro pro Monat für jeden Erwachsenen. Unter Berücksichtigung dessen, dass 365 Euro mtl. für das Gesundheitswesen draufgehen. Pro Nase. Ohne Verwaltung. Sagen wir also 1400 für Erwachsene, die Hälfte für Kinder und Jugendliche. Macht in Summe rund 1,3 Billionen. Plus Staatsausgaben in Höhe von ca. 285 Mrd, wenn man 2/3 der heute für Arbeit und Soziales aufgewendeten Kosten rausrechnet. Plus Abgaben in nicht zu ermittelnder Höhe. Das ist in Summe über die Hälfte des Wertes aller Waren und Dienstleistungen, die im gleichen Zeitraum hergestellt wird. Wir können das? Bislang habe ich von keinem nachvollziehbaren Plan gehört, der das möglich machen könnte.

  • BGE fuehrt dazu, dass die Schere weiter unten weit auseinander geht, weil nicht angepasst

    1. ) Der Region

    2.) Dem Familienstand


    Ungerechtigkeit pur.


    Beispiel:

    Einpersonenhaushalt im Ballungsgebiet = Putz von den Waenden fressen. 2/3 des Geldes gehen fuer Miete drauf.

    Dann haben wir den Mehrpersonenhaushalt in der strukturschwachen Region. Der kann vom BGE sehr gut leben.

    Einheitsdenken kann nie gerecht sein.


    Sag jetzt keiner durch soziale Zuschlaege angleichen, da haben wir den gleichen Mist wie heute. Nicht der Sinn und Zweck vom BGE.


    Nebenbei, BGE nur fuer deutsche Staatsbuerger geht auch nicht, EU - Buerger in Deutschland muessen gleich gestellt werden.


    BGE fuer deutsche Staatsbuerger allgemein waere allerdings nicht schlecht, die deutschen Behoerden bekommen dann meine Kontonummer. :D


    Wofuer ich absolut bin, Mindestrente statt Grundsicherung, einfacher und billiger. Allerdings nicht das SPD - Modell.

  • Im Grunde ist diese Diskussion ohnehin sinnlos, weil es in der Form, wie die meisten es sich vorstellen, nie kommen wird. Des weiteren ist auch der Name irreführend, denn es gibt sehr wohl Bedingungen beim "bedingungslosen Grundeinkommen". Es beruht immer auf der Wertschöpfung der Geamtheit. Und diese Bedingung ist für unsere Gesellschaft der Ichlinge vollständig inakzeptabel. Wenn ich Diskussionen in anderen Foren oder Reddit über Sozialtransfers lese, neigt ein nicht gerade kleiner Teil eher zu der Ansicht "mir egal, ob die verhungern, Hauptsache ich zahle möglichst wenig Steuern/Abgaben"

    Religion wird von den einfachen Leuten als wahr, von den Weisen als falsch und von den Herrschern als nützlich angesehen.

    Lucius Annaeus Seneca

  • Im Grunde ist diese Diskussion ohnehin sinnlos, weil es in der Form, wie die meisten es sich vorstellen, nie kommen wird.

    Die diesbezügliche Frage von mir in #1 hatte ja ihren Grund. Wenn propagiert wird, was eh - aus rein objektiven Gründen - nicht kommen wird, was soll denn dann bzw. statt dessen kommen?

  • Im Grunde ist diese Diskussion ohnehin sinnlos, weil es in der Form, wie die meisten es sich vorstellen, nie kommen wird. Des weiteren ist auch der Name irreführend, denn es gibt sehr wohl Bedingungen beim "bedingungslosen Grundeinkommen". Es beruht immer auf der Wertschöpfung der Geamtheit. Und diese Bedingung ist für unsere Gesellschaft der Ichlinge vollständig inakzeptabel. Wenn ich Diskussionen in anderen Foren oder Reddit über Sozialtransfers lese, neigt ein nicht gerade kleiner Teil eher zu der Ansicht "mir egal, ob die verhungern, Hauptsache ich zahle möglichst wenig Steuern/Abgaben"

    "Beruht auf die Wertschoepfung der Gesamtheit" = abhaengig vom BIP.


    Ist mir zu unsicher, dann doch besser Alg, Grundsicherung und soziale Leistungen.


    Die Krise vor rund 10 Jahren war nur eine leichte Brise, kann schlimmer kommen.

  • Die diesbezügliche Frage von mir in #1 hatte ja ihren Grund. Wenn propagiert wird, was eh - aus rein objektiven Gründen - nicht kommen wird, was soll denn dann bzw. statt dessen kommen?

    1. Abschaffung der Sanktionen, der Verfolgungsbetreuung und fortgesetzten Gängelung durch die Jobcenter. Ersetzen durch Angebote, und zwar gute Angebote, nicht die Kurse für Kleinkinder, die teilweise erwachsenen Menschen geboten werden und nur die Armutsindustrie fett machen. In einem Land, welches die Freiheit hoch hält, muss es auch die Freiheit geben, nein zu sagen, ohne dass dies staatliche Repressalien durch Kürzung des Existenzminimums nach sich zieht.


    2. Entsprechend der Mindestlohnkommission Bildung einer paritätisch besetzten Kommission zur jährlichen Anpassung der Grundsicherung.


    3. Ich nenne das jetzt mal G+ (Grundsicherung plus) - Einer der gravierendsten Fehler des Hartz-Systems war, dass Menschen mit 30 und mehr Jahren Erwerbstätigkeit innerhalb von 12 Monaten unterschiedslos in Hartz fielen. Selbst wenn ihre Arbeitslosigkeit mit Anfang oder Mitte 50 nicht auf eigenem Verschulden beruhte, wurden sie behandelt wie arbeitsscheues Gesindel. Zu Beginn der Einführung gab es nur defintiv keine neuen Jobs für Menschen ab 50. Die Altersdiskriminierung zu dieser Zeit war erschreckend, es hat sich aber auch bis heute nur wenig gebessert.

    Diesen Fehler hätte man leicht korrigieren können, indem z.B. zum normalen Bedarf für jedes Jahr, das derjenige gearbeitet hat, ein kleiner Zuschlag von sagen wir mal 5€ gezahlt worden wäre. Dann hätten die Menschen mit 30 Jahren im Beruf 150€ mehr gehabt als diejenigen, die noch nie etwas getan haben.


    4. Mindestrente - klar. Und zwar bedingungslos, nicht den kranken Scheiß den Heil da jetzt raushauen will.


    Das wäre mal ein Anfang.

    Religion wird von den einfachen Leuten als wahr, von den Weisen als falsch und von den Herrschern als nützlich angesehen.

    Lucius Annaeus Seneca

  • Kurz OT, Mindestrente.


    Bedingungslos ab Rentenalter. Eingezahlte Beitraege in die RV werden draufgelegt, also Mindestrente +.

    Kommt auch nicht teurer als Grundsicherung. Grundsicherung sehe ich alleine schon wegen der Verwaltung als Witz.

    Da sind Behoerden stundenlang mit ein paar Euro beschaeftigt,


    Gerade mit der drohenden, steigenden Alterarmut sollte man sich darueber Gedanken machen. Die Zahl Rentner die davon abhaengig werden wird rapide steigen, darunter viele die ihr Leben lang Vollzeit gearbeitet haben. Entwuerdigend.

  • ...


    Das wäre mal ein Anfang.

    Für 3 und 4 hast du meine sofortige Unterschrift. Bei 1 und 2 tue ich mich schwer. Bei 2 so lange, wie es keine Kommission gibt, die die Löhne entsprechend begleitet, zumindest in den unteren Einkommensgruppen. Sonst haben wir noch schneller den Effekt, den ich schon früher beklagt habe. Die Putzkraft in Vollzeit hat am Ende des Monats weniger als der Empfänger von Stütze.


    Und 1? Ich stehe nun mal auf dem Standpunkt, wer von der Gesellschaft was will, hat ihr - im Rahmen seiner Möglichkeiten - etwas zurückzugeben. Natürlich nicht in der heute praktizierten Form. Trotzdem wird das nicht ohne Zwang gehen. Eine Idee, wie das ginge habe ich allerdings auch nicht.

  • Für 3 und 4 hast du meine sofortige Unterschrift. Bei 1 und 2 tue ich mich schwer. Bei 2 so lange, wie es keine Kommission gibt, die die Löhne entsprechend begleitet, zumindest in den unteren Einkommensgruppen. Sonst haben wir noch schneller den Effekt, den ich schon früher beklagt habe. Die Putzkraft in Vollzeit hat am Ende des Monats weniger als der Empfänger von Stütze.


    Und 1? Ich stehe nun mal auf dem Standpunkt, wer von der Gesellschaft was will, hat ihr - im Rahmen seiner Möglichkeiten - etwas zurückzugeben. Natürlich nicht in der heute praktizierten Form. Trotzdem wird das nicht ohne Zwang gehen. Eine Idee, wie das ginge habe ich allerdings auch nicht.

    Es gibt ja eine Mindestlohnkommission. Und es ist auch heute einfach nicht wahr, dass jemand der arbeitet, weniger hat als jemand der ALG II oder Sozialhilfe bezieht, außer er kümmert sich nicht um das, was ihm zusteht.

    ALG II ist die Untergrenze. Wer weniger hat kann und sollte aufstocken. Allerdings ist das heute nur möglich, indem man sich den teils entwürdigenden Bedingungen der Jobcenter unterwirft. Es mag nicht die Regel sein, aber die Fälle, in denen Menschen, die aufstocken wegen Nichtigkeiten sanktioniert werden, zu sinnlosen Terminen zitiert werden oder mit falschen, rechtswidrigen oder für sie nachteiligen Bescheiden zu kämpfen haben ist Legion.


    Wer von seinen Bürgern erwartet, dass sie Vertrauen in diesen Staat und sein Rechts- und Sozialsystem haben, sollte ihnen ebenso Vertrauen entgegenbringen. Wer seine Bürger, besonders die, welche wegen Krankheit oder als Alleinerzieher nicht in der Lage sind, ihren Lebensunterhalt alleine vollständig zu decken ständig kontrolliert und überwacht, behandelt sie wie mutmaßliche Betrüger. Wenn diese Leute dann noch sehen müssen, wie Millionenbetrüger, gewerbsmäßige Steuerhinterzieher mitsamt ihren Helfern in Wirtschaftsberatungs- und Anwaltskanzleien mit lächerlichen Sanktionen abgefertigt werden, verliert zu Recht sein Vertrauen in dieses Staatswesen.


    Es gibt genügend Studien mittlerweile, die von einer Missbrauchsquote von unter 3% ausgehen. Das ist bei weitem niedriger als beim Volkssport Steuerhinterziehung. Also werden im Umkehrschluss 97% zu Unrecht mies behandelt.

    3% Missbrauch - die sollten wir einfach genauso akzeptieren wie die 80 oder 100 Toten pro Jahr, die durch Raser auf Autobahnen sterben. Die sind wir ja anscheinend bereit zu opfern für die freie Fahrt des freien Bürgers.


    Und noch etwas zu Zwang:

    Wir haben ein Grundrecht auf freie Berufswahl, auf Vertragsfreiheit, freie Entfaltung der Persönlichkeit. Ein Staat, der die wirtschaftlich schwächsten Mitbürger mittels Angst und Repression zu Tätigkeiten zwingen will, die diese nicht ausüben wollen ist ein Drecksstaat, kein Jota besser als die DDR in dieser Hinsicht.

    Religion wird von den einfachen Leuten als wahr, von den Weisen als falsch und von den Herrschern als nützlich angesehen.

    Lucius Annaeus Seneca

    Einmal editiert, zuletzt von Diogenes2100 ()

  • Ungerechtigkeit pur.

    Ich muss ehrlich sagen, dass mir Einfachheit mittlerweile (in vielen Bereichen) weitaus wichtiger ist (wäre!) als Gerechtigkeit. Die Politik diskutiert z. B. darüber eine Grundrente (die dann aber doch wieder nicht bei allen gleich hoch wäre) an die Anzahl sozialversicherungspflichtig 'durcharbeiteter' Jahre zu knüpfen (wer nicht sozialversicherungspflichtig arbeitete, hätte dann Pech gehabt, also doch wieder ungerecht), im Steuerrecht gibt es unzählige Abesetzungsmöglichkeiten, angeblich der Gerechtigkeit wegen, Anträge zum Bezug von Kindergeld werden zusammen mit einem seitenlangen Anhang ausgegeben, der erklärt wie sie auszufüllen seien etc. Deutschland schafft es, wirklich jedes einzelne Thema zu einem Bürokratieungetüm aufzublasen, egal, worum es geht, wobei Gerechtigkeit ohnehin nie erzielt wird (aufs Leben gerechnet monatelanges Formularausfüllen für jeden Bürger aber sehr wohl).


    Allein das Einsparen des dadurch nötigen, völlig irrwitzigen Verwaltungsaufwands, würde ungeahnte finanzielle Spielräume auftun ...

  • Grundrente ist ein anderes Thema. Hier sehe ich kein Problem zu vereinfachen (norwegisches Modell)

    Ein einheitlicher Grundbetrag fuer alle, pluss Einzahlungen in die RV. Was die SPD will ist gewurstel, blickt keiner durch.


    Nur BGE? Hier muss man schon unterscheiden, ein Einpersonenhaushalt ist halt wesentlich teurer. Ich kann einem Mehrpersonenhaushalt nicht das X-fache zahlen.


    Was stimmt, Deutschland verwaltet sich tot. Ich hatte beim Umzug im gleichen Landkreis (6km) mehr Aerger als mit dem Umzug von Deutschland nach Norwegen.


    Aber hier, Zentralregister und Daten sind leicht zugaenglich. Das willst du ja auch nicht, ist aber eine logische Konzequenz der Vereinfachung.

    Die geben den neuen Wohnort ein, der Rest geht alleine, Kfz., Versicherungen, Banken, kommunale Gebuehren, Geschaefte, Post, .......


    Das Steuern, Einkommen, Vermoegen fuer jeden einsichtbar sind hab ich ja schon berichtet. Schufa Auskunft, 3 Sekunden, ohne dich zu fragen


    Offenheit schafft Vertrauen, lockerer Datenschutz. :)

  • Wie auch immer ein BGE geregelt wäre - prinzipiell bin ich dafür, es wird auf die Dauer ohnehin unvermeidlich sein, egal wie man es letztlich nennt - sollte das so einfach wie möglich sein.


    Dass eher unkritische Daten (die ohnehin jeder herausfindet, wenn er wirklich will) in Norwegen schnell verfügbar sind, finde ich gut.


    Dinge wie mein Einkommen, Vermögen (ich weiß übrigens nicht einmal selbst, wie hoch mein Vermögen ist - wäre ziemlich viel Arbeit, das genau zu ermitteln) und wie hohe Steuern ich zahle, geht andere m. E. genauso wenig an, wie die Inneneinrichtung meines Wohnzimmers. Woher stammt der Glaube, Anspruch darauf zu haben, alles über jeden wissen zu dürfen (selbst wenn der das nicht von sich aus erzählt, was natürlich dann etwas anderes wäre)? Kann bald auch jeder nachsehen, unter welchen Krankheiten seine Mitbürger leiden (man vertraut sich doch)?


    Wäre ich ein Einbrecher, würde ich mir solche Informationen übrigens auch gerne zunutze machen. :)

  • Grundrente ist ein anderes Thema. Hier sehe ich kein Problem zu vereinfachen (norwegisches Modell)

    XXXXXXXX - Fehler - geloescht - XXXXXXXXXXXXXX

  • Gegen Missbrauch hat man etwas getan, man muss sich einloggen um an die Informationen zu kommen. So kann ich sehen wer geschnueffelt hat.

    Eine entfernte Bekannte des potenziellen Einbrechers :)

    Na ja, trotzdem besser als nichts ...


    Aber: Selbst du nennst es "schnüffeln" ..., das der Staat ermöglicht.

  • Eine entfernte Bekannte des potenziellen Einbrechers :)

    Na ja, trotzdem besser als nichts ...


    Aber: Selbst du nennst es "schnüffeln" ..., das der Staat ermöglicht.

    Solange es fuer mich sichtbar ist. Frueher ging es ohne Einloggen, mit hat das Schnueffeln um 90% abgenommen.


    Ist eben etwas peinlich, aber gut, z.B. bei Lohnverhandlungen. :P