Weltverbesserer verarschen sich selber

  • Im Energiesektor herrscht das Prinzip, dass Vielverbraucher zum Teil deutlich günstigere Tarife haben als Geringverbraucher. Formal mag das verständlich sein, ökologisch betrachtet ist es ein Eigentor.

    Geringverbraucher subventionieren Vielverbraucher.

  • Da haben wir's ja wieder: Du betrachtest Deinen persönlichen […]

    […] ökologischen Fußabdruck […], also etwa mein derzeitiges Level […]

    […] als maßgebliche Zielvorgabe für die "Weltrettung" - und die großzügigerweise nicht mit 'reingerechneten Ressourcen, deren Verbrauch der gewohnten Versorgungssicherheit und dem gegenwärtigen Preisniveau geschuldet sind zählen ja nur, weil auch andere Personen, die nach Deinem Willen jetzt aber so richtig den Gürtel enger zu schnallen gezwungen werden müssen, aavon profitieren…

    Welcher Anteil "klimaschädlicher" Emissionen geht eigentlich auf die Klimaforschung und deren Weltkongresse zurück?

  • ... Welcher Anteil "klimaschädlicher" Emissionen geht eigentlich auf die Klimaforschung und deren Weltkongresse zurück?

    Mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit einen verschwindend geringen Bruchteil dessen, was alleine die deutschen Otto-Normalverbraucher im Jahr an vermeidbaren Emissionen verursachen. Zum Beispiel durch dämliches Herumgondeln mit Verbrennerkisten, um sich verstaubte Bücher anzuschauen.

    Libertarismus. Eine einfältige rechte Ideologie, die sich ideal für diejenigen eignet,

    die nicht in der Lage oder nicht bereit sind, über ihre eigene soziopathische Haltung hinauszusehen.

    * Iain Banks

  • Es gibt eine Menge, was Otto Normalverbraucher tun kann, um seinen ökologischen Fußabdruck schwächer ausfallen zu lassen, und er müsste nicht mal den "Gürtel enger schnallen". Er könnte sich z. B. nur nach Einkaufszettel versorgen, um nicht 1/3 seiner zu reichlich eingekauften Lebensmittel wegwerfen zu müssen. Dann würden weniger Lebensmittel aus dem Ausland herbeigeschafft werden - per Flugzeug - , weil unsere eigene Landwirtschaft die Versorgung sogar ohne Überdüngung der Felder und Pestizideinsatz sicherstellen könnte.

         



    Höflichkeit ist wie ein Luftkissen - scheinbar ist nichts drin, aber es mildert die Stöße.

  • Zum Beispiel durch dämliches Herumgondeln mit Verbrennerkisten, um sich verstaubte Bücher anzuschauen.

    Du bringst mich jetzt glatt auf eine Idee....

    Man sollte sich einen alten KAMAZ besorgen und den als Wochenendausflugskutsche umbauen...mit dem Ding kannst du jede Umweltdemo einnebeln...

    Allemagne? C'est un grand Bordel néolibéralement conservateur Merkel'scher l'empreinte


    AMERIKA......oder..... Alles was die Welt nicht braucht....oder....Spiel nicht mit den Schmuddelkindern....


    Ich bin zum Glück KEIN Europäer.....



  • […] Otto Normalverbraucher […] könnte sich z. B. nur nach Einkaufszettel versorgen, um nicht 1/3 seiner zu reichlich eingekauften Lebensmittel wegwerfen zu müssen […]

    Es ist wohl kaum "Otto Normalverbraucher", der ein Drittel seiner Lebensmittelvorräte wegwirft - die verbraucherministerseitige Aufregung um diese "Verschwendung" von Lebensmitteln bezieht sich schließlich eher auf den Einzelhandel, der ja manches nicht anderntags wieder in Verkauf bringen darf, wenn der Geschäftstag beendet ist - auch die Gastronomie kann schlecht, was der Gast an Resten auf dem Teller liegen lässt, oder was in der Küche oder beim Servieren zu Boden gefallen ist, dem nächsten Gast auftischen… gerade auch Großküchen und Kantinen sind also nach aktuellem Verständnis "Verschwender", weil die ja schlecht portionagenau abschätzen können, wie gut sie jeden Tag frequentiert werden.

  • Ich hätte da noch etwas […]

    Wie faszinierend sind doch Weltuntergangsphantasien. Der von Naturkatastrophen und Kriegen verschonte Mensch der abendländischen Postmoderne drängt geradezu darauf, die gerade modische Version Armageddons schon nächste Woche (Am Aschermittwoch ist bekanntlich alles vorbei) zu erleben…

  • Es ist wohl kaum "Otto Normalverbraucher", der ein Drittel seiner Lebensmittelvorräte wegwirft ...

    Der sorgt aber dafür, wegen seiner gestiegenen Ansprüche, dass etwa 1/5 der Ernte bei Obst und Gemüse nie das Feld verlässt, sondern gleich wieder untergepflügt wird. Wenn die Früchte nicht aussehen wie aus einem Hochglanzkatalog kauft er sie halt nicht.

    Libertarismus. Eine einfältige rechte Ideologie, die sich ideal für diejenigen eignet,

    die nicht in der Lage oder nicht bereit sind, über ihre eigene soziopathische Haltung hinauszusehen.

    * Iain Banks

  • Der sorgt aber dafür, wegen seiner gestiegenen Ansprüche, dass etwa 1/5 der Ernte bei Obst und Gemüse nie das Feld verlässt, […]

    Na, isind's nicht eher EU-Verordnungen über die vorgeschriebene Krümmung von Gurken oder die zulässige Größe anderer Feldfrüchte, die der Inverkehrbringung der sonstigen Biomasse im Wege stehen?

  • Na, isind's nicht eher EU-Verordnungen über die vorgeschriebene Krümmung von Gurken oder die zulässige Größe anderer Feldfrüchte, die der Inverkehrbringung der sonstigen Biomasse im Wege stehen?

    Ein Ausfluss von grassierendem Lobbyismus der Verpackungs- und Transportlobby in unheiliger Allianz mit nationalen Regierungen. Im übrigen ist die Gurkenregel längst wieder außer Kraft.


    Die Bauern pflügen das Zeug unter, weil die großen Handelskonzerne es nicht kaufen. Das ist der Grund.

    Libertarismus. Eine einfältige rechte Ideologie, die sich ideal für diejenigen eignet,

    die nicht in der Lage oder nicht bereit sind, über ihre eigene soziopathische Haltung hinauszusehen.

    * Iain Banks

  • […]Die Bauern pflügen das Zeug unter, weil die großen Handelskonzerne es nicht kaufen. […]

    Aha. Und jetzt soll Meta-Über-Nanny Eu-Kommission den Bauern dies verbieten, gell, damit Du glücklich und zufrieden bist… der verschwendungssensibilisierte Bürger verlangt einfach danach, verdorbene oder zumindest unansehnliche Lebensmittel im Handel wenigstens angeboten zu bekommen, damit er sie dann dort liegenlassen kann… das würde dann die Lebensmittelpreise auf in anderen Ländern übliches Niveau verteuern, und zugleich die Zuführung von Lebensmitteln zum Biomüll vermehren… und im Gegenzuge könnte man den Bauern jene Biomasse (als Futter für wieder verstärkt in Acker- und Feldnähe anzusiedelnde Feldhamster etc. und Engerlingskolonien) zurückverkaufen…

  • Tja, letzten Endes ist es ja der "mündige" Verbraucher, das dumme oberflächliche Arschloch, das entscheidet, nicht wahr?


    https://www.br.de/nachrichten/…ren-werte-zaehlen,RAKF1TI


    Also immer schön weiter verschwenden, wir haben es ja.


    Und während wir unserer Verschwendungssucht frönen

    https://www.tagesschau.de/ausl…en-hunger-kinder-101.html

    Libertarismus. Eine einfältige rechte Ideologie, die sich ideal für diejenigen eignet,

    die nicht in der Lage oder nicht bereit sind, über ihre eigene soziopathische Haltung hinauszusehen.

    * Iain Banks

  • Aha. Und jetzt soll Meta-Über-Nanny Eu-Kommission den Bauern dies verbieten, gell, damit Du glücklich und zufrieden bist… der verschwendungssensibilisierte Bürger verlangt einfach danach, verdorbene oder zumindest unansehnliche Lebensmittel im Handel wenigstens angeboten zu bekommen, damit er sie dann dort liegenlassen kann… das würde dann die Lebensmittelpreise auf in anderen Ländern übliches Niveau verteuern, und zugleich die Zuführung von Lebensmitteln zum Biomüll vermehren… und im Gegenzuge könnte man den Bauern jene Biomasse (als Futter für wieder verstärkt in Acker- und Feldnähe anzusiedelnde Feldhamster etc. und Engerlingskolonien) zurückverkaufen…

    Für Dich gibt es nur schwarz oder weiß, damit Du Dich so recht in der Oppositionsrolle sonnen kannst, gell?

    Es geht nicht um Dio, und das sagt er auch nicht, es geht auch nicht um verdorbene Lebensmittel, aber es geht darum, dass z. B. Obst und Gemüse nicht in Form und Größe genormt sein müssen. Du bist mit Dir selbst nicht einig, denn wenn Du schwarzmalst, dass nicht genormstes Obst in den Läden liegenbleibt und dem Biomüll zugeführt wird, dann sag mir mal, wo das nicht genormte Obst derzeit landet - nicht mal beim Biomüll, sondern gleich auf dem Abfall, bevor es in die Läden kommt.

    Es wäre im Übrigen gar nicht schlecht, wenn Lebensmittel etwas teurer würden, sie werden bei uns nämlich erheblich unter Wert verkauft und deshalb in den Haushalten sehr wohl leichtfertig weggeschmissen, sonst gäbe es die erwähnte Biotonne gar nicht.

         



    Höflichkeit ist wie ein Luftkissen - scheinbar ist nichts drin, aber es mildert die Stöße.

  • […] immer schön weiter verschwenden, wir haben es ja. […]

    In der Tat: Das Lebensmittelangebot, des im Einzelhandel bzw. auf dem Teller der Endverbrauchers landet scheint groß genug, dass es seit Ende der 1940er Jahre hierzulande keine Hungerwinter mehr gegeben hat… und im internationalen Vergleich sind Lebensmittel sogar relativ billig - es wird ja gar zunehmend thematisiert, dass, obwohl die fetten Jahre längst vorbei sind und als gute alte Zeit verklärt werden, der BMI auch von Kindern und Heranwachsenden (und gerade in der Gesellschaftsschicht der Geringverdiener!) zunimmt, weswegen er nicht mehr als "Wohlstandsbäuchlein" gilt, sondern als Stigma…


    Zugleich wird landwirtschaftliche Anbaufläche zunehmend renaturiert - und mithin nicht länger beackert.

  • Liest man '35 und '38, möchte man nicht meinen, dass beides aus demselben PC stammt.

         



    Höflichkeit ist wie ein Luftkissen - scheinbar ist nichts drin, aber es mildert die Stöße.

  • Wenn es dem Deutschen egal wäre, wie eine Gurke, Möhre oder eine Kartoffel aussieht, die ganz normal gewachsen ist, wäre ich schon sehr zufrieden...

    Man sollte da der Natur ihren Lauf lassen und nicht manipulativ eingreifen.

    Allemagne? C'est un grand Bordel néolibéralement conservateur Merkel'scher l'empreinte


    AMERIKA......oder..... Alles was die Welt nicht braucht....oder....Spiel nicht mit den Schmuddelkindern....


    Ich bin zum Glück KEIN Europäer.....