Der Bundesgesundheitsminister spricht

  • Wir sind schon ein merkwürdiges Land. Uns werden die Ohren langgezogen, wenn wir nicht jedes Geschlecht gleich wichtig besprechen, ja wir verankern sogar noch ein 3., das diverse, andererseits werden hier wohl immer noch Behandlungen als Therapie angeboten, die Homosexualität "heilen" sollen und der Bundesgesundheitsminister bemüht den lieben Gott, um zu begründen, warum die Kassen nicht zur Zahlung der Therapien herangezogen werden dürfen und er will ein Gesetz in Auftrag geben, damit ärztliche Behandlungen von keinen Krankheiten nun schärfer bestraft werden. Längst überfällig. Na ja, Homöopathie wird vlt. sein nächstes Thema werden. Da könnte der liebe Gott ja auch etwas dagegen haben, weil die Pflichtsolidarität doch lieber nur für Wirkung zahlen sollte. Wer weiß? Der liebe Gott ist, so scheint es, langmütig. Zumindest bei Herrn Spahn.

    https://www.tagesschau.de/inland/homose ... n-101.html


    Frdl. Grüße

    Christiane

  • Naja, seine Begründung ist in der Tat etwas seltsam:


    Zitat

    "Ich halte nichts von diesen Therapien, schon wegen meines eigenen Schwulseins. Ich sage immer, der liebe Gott wird sich was dabei gedacht haben."

    https://www.tagesschau.de/inla…-therapien-spahn-101.html


    Außerdem ist das Herumgeiere wieder mal typisch. Erst Studie, rechtliche Prüfung. Blabla. Es ist eine Tatsache, dass Homosexualität weder eine psychische noch eine physische Krankheit ist. Also gehören die dafür angebotenen Behandlungen verboten, zumindest aber nicht von den Krankenkassen bezahlt. Punkt. Der Gesundheitsminister sollte einfach handeln, anstatt zu quasseln und den lieben Gott zu bemühen.

  • Er hat wirklich mit dem lieben Gott ein ganz besonderes Verhältnis, könnte man meinen und langsam aber sicher scheint er uns ins "Mittelalter" zurückzuführen. Denn wenn selbst unsere doch sehr vorsichtige und umsichtige Gerichtsbarkeit in letzter Instanz sich für eine Möglichkeit zur eigenen Hilfe bei der Beendigung von Qualen ausspricht, scheint er es mit dem Gebet richten zu wollen. Er hat eine ganz derbe Macke m. E., bisher dachte ich ja, seine Macke wäre die Heilssuche in der Digitalisierung von allem und jedem, aber hier bleibt es doch "analog" und tut weh.

    https://m.tagesspiegel.de/poli…OqfJJIqyLux1AIQn0MUUn2CBo


    Frdl. Grüße

    Christiane

  • Na ja, wenn Spahn den lieben Gott bemüht, ist das m. E. kein Beweis besonderer Fömmigkeit, sondern eher eine saloppe Formulierung, die man mit "...ist eben von Natur aus so" übersetzen könnte. Und damit hat er ja recht, denn es gibt die Bevorzugung des eigenen Geschlechts in, soweit man weiß, ähnlichem Umfang auch im Tierreich - sehr bekannt ist das Pinguin-Männerpaar in einem Zoo (hab vergessen, in welchem), dem die Pfleger immer vernachlässigte Eier zum Ausbrüten und der Aufzucht der Küken geben, weil sie´s sehr zuverlässig erledigen.


    Der liebe Gott hat sich gar nix gedacht, aber von Natur aus gibt es einfach verschiedene Vorlieben, und eventuell ist es allgemein von Vorteil, wenn nicht jeder Geschlechtsakt zur Vermehrung der Art beiträgt.

  • Manchmal spricht er auch gescheite Sätze. Diesen z. B.: "Beitragsgelder sind dafür da, die Versorgung besser zu machen".

    https://www.bundesgesundheitsm…inanzergebnisse-2018.html


    Wird die Versorgung besser? Wenn ich mich umhöre in der Nachbarschaft: Nein. Eher im Gegenteil. Höhere Zuzahlungen, weitere Wege zu Ärzten, die zur Mangelware werden, längere Wartezeiten auf Termine, Krankenhäuser, die gesetzlich Versicherte eher rausschmeißen, weil ein privat Versicherter an der Patientenzimmertür klopft.


    Da hätte Herr Spahn etwas zu tun.


    Die Kassen haben sich zu Sparkassen für sich selbst entwickelt. Die Verwaltungskosten steigen, die Arbeitsplätze der Kassenangestelten sind warm und sicher, weil es sich aus fest fließendem Geld gut selbst bedienen lässt. Erklärungen an den Beitragszahler? Nein. Gespart wird an den Leistungen für den Beitragszahler. Auf der anderen Seite wird Homöopathie beworben und bezahlt und Werbung für einige Sportarten betrieben und auch mit dem Beitragsgeld finanziert. Mich ärgerts.


    Frdl. Grüße

    Christiane

  • Krankenkassen warnen vor Debakel bei Digitalisierung


    Jens Spahn ist anscheinend dabei, ein jetzt schon veraltetes, international inkompatibles System mit allen Mitteln durchzudrücken, dem an etlichen Stellen üble Mängel anhaften. Mal sehen, ob er nach seinem Ministeramt in einem der Aufsichtsräte der beteiligten Unternehmen auftaucht.

    Religion wird von den einfachen Leuten als wahr, von den Weisen als falsch und von den Herrschern als nützlich angesehen.

    Lucius Annaeus Seneca

  • Krankenkassen warnen vor Debakel bei Digitalisierung


    Jens Spahn ist anscheinend dabei, ein jetzt schon veraltetes, international inkompatibles System mit allen Mitteln durchzudrücken, dem an etlichen Stellen üble Mängel anhaften. Mal sehen, ob er nach seinem Ministeramt in einem der Aufsichtsräte der beteiligten Unternehmen auftaucht.

    Ich möchte mal einfach zu dem Thema Debakel durch Digitalisierung den Leserbrief von fjmvw zum besten geben: https://www.aerzteblatt.de/nac…ZXH7BCf1ix6k#comment33472

    und hieraus "... Denn wie sicher sind Daten in einem Raum, in dem die Vordertür für die Ärzte nur mit teurer und komplizierter Hard- und Software zu öffnen sein soll, während gleichzeitig die Rückwand des Raums entfernt wurde, damit die Patienten ungehindert mit ihren Smartphones auf diese Daten zugreifen können? ..."


    Deutschland hat nun einmal ein einzigartiges System der Gesundheitsversorgung, eine Pflichtsolidarität. Über die Hintertür ein Versicherungsgeschäft für die "Allianzen" und ihre Partner einzuführen, muss man uns dann erklären, aber auch, dass wir dann immer noch Pflichtbeiträge abzuführen haben.


    Frdl. Grüße

    Christiane

    Einmal editiert, zuletzt von Dieter () aus folgendem Grund: Beitrag von Zitat getrennt

  • Wir sollen unsere Gesundheitsdaten verkaufen dürfen:


    https://www.wiwo.de/politik/de…en-duerfen-/24206056.html


    Damit öffnet er ein Scheunentor für die Gesunden, die sich mit dem "Verkauf", der ja im Grunde nur Boni bedeutet, die, wie ich annehme, die Preise für ihre Versicherungen im Standard halten können und die Kranken müssen sich auf mindere Level einstellen, weil ihre Kassen mitverdienen wollen. Künftig. M. E. Der Herr Minister wird langsam aber sicher gefährlich bzw. jetzt dreht er vollends durch und am gesetzlich versicherten Menschen das Pflichtversicherungsrad vorbei.


    Frdl. Grüße

    Christiane

  • Keine Kinderaufbewahrung ohne Nachweis der Impfung und Geldstrafen.

    https://www.tagesschau.de/inland/spahn-masern-101.html


    Freiwilligkeit ist nicht das Ding des Bundesgesundheitsministers. Ob es sich um die Organe handelt, um die Freiwilligkeit der Vernetzung der Daten im Gesundheitssystem im Land, irgendwie muss es in seiner Erziehung liegen. "Von allein kommt nix" muss er von Kindesbeinen an gehört haben oder so ähnlich.

    Hier mit dem Impfen gebe ich ihm allerdings mal recht. Wie beim Rauchen zieht auch hier das Argument der Beeinflussung von anderen. Aber, ob Geldstrafen angebracht sind, wenn sich Menschen weigern, ihre Kinder impfen zu lassen? Ich meine, es ist richtiger, darauf zu verweisen, dass die Chance auf das unversehrt bleiben als Kind das höchste Gut wäre. Das ginge natürlich nur, wenn man ebenso konsequent dann auch die Beschneidungen verbieten würde.


    Frdl. Grüße

    Christiane

  • Ich meine, es ist richtiger, darauf zu verweisen, dass die Chance auf das unversehrt bleiben als Kind das höchste Gut wäre.

    Meine bessere Hälfte ist/war jahrelang Erzieherin. Sie hatte genügend Gelegenheit festzustellen das es sehr vielen Eltern im Alltag zu oft ziemlich egal

    war in welchem gesundheitlichen Zustand die eigenen Kinder in den Kitas abgegeben wurden. Von der Uneinsichtigkeit der Gefahren gegenüber den anderen Kindern oder den Erzieherinnen gar nicht erst gesprochen.

    Kann es sein, dass staatliche Kitas schon immer ungeimpfte Kinder zurückweisen konnten?

    Ich glaube nicht das ein bestehender Impfschutz dokumentarisch hinterfragt wurde.....

  • Ich glaube mich erinnern zu können, dass in Berlin (West) während meiner Grundschulzeit mehrfach Impftage angesetzt waren in der Schule. Ich meine es waren die gegen Kinderlähmung und Röteln.

    Religion wird von den einfachen Leuten als wahr, von den Weisen als falsch und von den Herrschern als nützlich angesehen.

    Lucius Annaeus Seneca

  • Da habe ich noch eine andere Baustelle dieses Herrn Minister Jens Spahn.


    An: jens.spahn@bundestag.de
    Betreff: Organspende

    Guten Tag,
    mein Name: XXXX, XXXX, XXXX

    Mein Körper ist mein Eigentum und in meinem Besitz. Mein Tod ändert an dieser Sachlage nicht das geringste. Durch mein Ableben geht mein Körper keineswegs in den Besitz der Allgemeinheit über, die einfach meine Organe kommerziell nutzen kann, wenn ich nicht ausdrücklich dagegen bin. Es ist eine kommerzielle Nutzung, kein Arzt und keine Klinik macht diesen Eingriff kostenfrei. Ihr Rechtskonstrukt ist nicht mit dem GG konform.
    Ich bin und bleibe gegen Organspende.
    Begründung:
    Jeder Mensch hat sein Leben und seinen Körper so zu akzeptieren wie er ihn hat. Das Leben ist endlich und jeder hat seine Zeit, das haben wir als Lebewesen zu akzeptieren.
    Nicht alles was machbar ist muß getan werden. In naher Zukunft sind dann die Armen die Organliferanten für die Reichen, diese Entwicklung läßt sich mit ihrer Vorgehensweise nicht verhindern, der Mensch ist bekanntlich sehr trickreich wenn es um seinen Vorteil geht.
    Aus diesem Grund muß es bei der Freiwilligkeit bleiben.
    Begründung:
    Wie das Wort Organspende aussagt handelt es sich um eine Spende. Spenden sind immer etwas freiwilliges, man kann Spenden nicht erzwingen.

    Habe die Ehre
    DB

    PS: Dieses Schreiben ist öffentlich im Internet sichtbar.

    :hut:

    Leben und Leben lassen.

    Bevor isch misch uffresch isses mir lieber egal.

  • Jeder Mensch hat seinen Körper so zu akzeptieren wie er ihn hat? Ich hoffe, du bist so konsequent und verzichtest auf jede medizinische Behandlung.

    Die Armen sind bereits heute die Organlieferanten für die Reichen. Ein Grund dafür ist die geringe Bereitschsft, seine Organe zur Verfügung zu stellen. Egoismus selbst im Tod.

  • Ich bin bei mir gegen unsinnige lebensverlängernde Maßnahmen, trage ich auch bei mir, ebenfalls den Organspendeausweis mit Nein.

    Egoismus?

    Das hat etwas mit Ethik zu tun, ich würde auch für mich kein fremdes Organ wollen. Ist meine Zeit um so gehe ich den Weg den alles Irdische geht.

    Egoist ist der, welcher glaubt im stehe die längere Verweilzeit zu und nicht bereit ist die Unausweichlichkeit seines Todes zu akzeptieren.

    Habe die Ehre

    DB

    :hut:

    Leben und Leben lassen.

    Bevor isch misch uffresch isses mir lieber egal.


  • ..................In naher Zukunft sind dann die Armen die Organliferanten für die Reichen, diese Entwicklung läßt sich mit ihrer Vorgehensweise nicht verhindern, .....................

    :hut:

    Das ist nicht "nahe Zukunft" sondern schon heute so, selbst vor kriminellen Machenschaften schreckt man nicht zurück, wenn es Empfänger gibt, die jeden Preis zu bezahlen bereit sind. Was in Deutschland verboten ist, geht eben irgendwo anders, arme Menschen gibt es leider genug, die sogar bereit sind, für relativ wenig Geld eine Niere oder Teile der Leber zu verkaufen.

  • Wenn wir in naher Zukunft Organe aus den eigenen Zellen neu wachsen lassen können hat sich dieses Problem erledigt. Dann gibt es auch keine Abstoßungseffekte die das restliche Leben lang mit chemischen Medikationskeulen im Zaum gehalten werden müssen.

    Noch etwas, ich bin auch nicht Mitglied in irgend einer Kirche, ich habe es nicht mit Ideologien.

    Habe die Ehre

    DB

    :hut:

    Leben und Leben lassen.

    Bevor isch misch uffresch isses mir lieber egal.

  • Jeder Mensch hat seinen Körper so zu akzeptieren wie er ihn hat? Ich hoffe, du bist so konsequent und verzichtest auf jede medizinische Behandlung.

    Die Armen sind bereits heute die Organlieferanten für die Reichen. Ein Grund dafür ist die geringe Bereitschsft, seine Organe zur Verfügung zu stellen. Egoismus selbst im Tod.

    Es geht nicht um medizinische Behandlung, sondern um Organspenden. Es ist zu respektieren, wenn jemand nach seinem Ableben nicht möchte, dass ihm Organe entnommen werden. Ich habe grundsätzlich nichts gegen Organspenden, doch ich selbst würde mir nicht wünschen, mein Leben mit einem fremden Organ zu verlängern, dabei die vielfachen Einschränkungen der Lebensqualität, beginnend bei der Operation bis hin zu der Medikation zur Verhinderung der Abstoßreaktionen auf mich zu nehmen. Und mit Egoismus hat das nichts zu tun, schon gar nicht in einem Staat, der stetig die Kosten des Gesundheitswesens im Auge hat. Die Folgekosten einer Organtransplation sind enorm und gehen zu Lasten der Solidargemeinschaft.

  • ...

    Aus diesem Grund muß es bei der Freiwilligkeit bleiben.
    Begründung:
    Wie das Wort Organspende aussagt handelt es sich um eine Spende. Spenden sind immer etwas freiwilliges, man kann Spenden nicht erzwingen.

    :hut:

    Wer lesen kann ist auch im Vorteil. Ich bin ja auch nicht gegen Organspende.

    Ich schließe sie lediglich für meine Person aus.

    Eine Datenbank in der jeder mit seinem Ja oder Nein zur Organentnahme sowie den Organempfang bundesweit vorzuhalten ist Aufgabe des Bundesgesundheitsministeriums. Dieser Datenbankinhalt ist über Ärzte welche den Patientenwunsch mit zusätzlicher Patientenbestätigung in die Datenbank eintragen zu tätigen. Im Klartext, die Ärzteschaft pflegt diese Daten, das Ministerium sorgt für die Funktion der Datenbank, der Bürger hat lesend Zugriff auf seinen Datensatz und hat dadurch die Kontrollhoheit.

    Habe die Ehre

    DB

    :hut:

    Leben und Leben lassen.

    Bevor isch misch uffresch isses mir lieber egal.