Der Bundesgesundheitsminister spricht

  • Bleibt noch kriminelles Handeln. Ein "schneller Chirurg" kann nicht eben mal Hirntod feststellen und Organe "in Umlauf bringen". Zumindest in Deutschland gibt es dafür ein Procedere, in dem mehrere unabhängige Ärzte involviert sind, und die müssten quasi eine kriminelle Vereinigung bilden, um unrechtmäßig Organe zu entnehmen.

    Darum ging es in dem Falle ja nicht. Auch das kann passieren, sicher. Sogar systemisch, denn wo Profit winkt, ist auch Gier. Es ging aber eher darum, dass bei einer angenommenen globalen Zustimmung Organe entnommen und in Umlauf gebracht werden - in Unkenntnis dessen, dass der "Spender" absolut nicht dafür geeignet ist.

  • Tatsache ist, dass in Deutschland der Bedarf nur mit Organen aus dem Ausland gedeckt werden kann, und die Kontrolle scheint wohl zu funktionieren.

    So gesehen müsste man auch ständig Angst haben, gefälschte Medikamente verkauft zu bekommen.

  • ...

    So gesehen müsste man auch ständig Angst haben, gefälschte Medikamente verkauft zu bekommen.

    Kein beruhigendes Argument:


    https://www.swr.de/wissen/gefa…=253126/g9843o/index.html

    Zitat

    Um das Ausmaß der gefälschten Arzneimittel zu erfassen, hat Karlhans Liebl Fragebögen ins Internet gestellt, die anonym ausgefüllt werden konnten. Zum Beispiel für Apotheker. Die waren von ihren Verbänden gebeten worden, sich an der Umfrage zu beteiligen. Mehr als 500 haben mitgemacht, und das Ergebnis ist erschreckend: Jeder sechste Apotheker hatte bereits bewusst ein gefälschtes Medikament in der Hand.

    Religion wird von den einfachen Leuten als wahr, von den Weisen als falsch und von den Herrschern als nützlich angesehen.

    Lucius Annaeus Seneca

  • Und was schlägst du jetzt vor? Aus Angst vor dem Tod Selbstmord begehen?

    Ich habe das Beispiel bewusst gebracht; ich habe auch von den Problemen gehört. Aber nur einige Heilpraktiker werden daraus wohl die Konsequenz ziehen und auf jegliche Medikamente verzichten.

  • Nö, was ich vorschlage ist ziemlich einfach, und gilt für alle Bereiche der Politik:


    Erklären, erklären, erklären - und nochmal erklären. Dabei größtmögliche Transparenz herstellen und sich nicht ständig verklagen lassen nach dem Informationsfreiheitsgesetz. Immer schön nach dem Motto "der blöde Bürger darf zwar alles essen, aber längst nicht alles wissen".


    Vertrauen ist das Zauberwort. Und wenn ich mir die letzten 20-30 Jahre anschaue muss ich sagen, dass ich den Institutionen dieses Staates und den Verantwortlichen in der Politik nicht weiter traue, als ich einen Schrank werfen kann. Und dass dies so ist, daran bin nicht ich schuld.

    Religion wird von den einfachen Leuten als wahr, von den Weisen als falsch und von den Herrschern als nützlich angesehen.

    Lucius Annaeus Seneca

  • Ganz genau. Und in den diskutierten Fällen betrifft das Ärzte und Apotheker, nicht Politiker. Ohne ein gesundes Maß an Vertrauen würde unsere Gesellschaft überhaupt nicht mehr funktionieren.

    Richtig. Aber Politik gibt den Rahmen vor. Und wenn politisch zugeschaut bzw. forciert wird, dass sich mehr und mehr Hände am bestehenden Gesundheitssystem, das wie kaum ein zweites vom Vertrauen lebt, weil ein Arzt kein Dienstleistungsunternehmen im normalen Sinne sein kann, darf man das Vertrauen schon hinterfragen. Ein Weiteres führt m. E. zum Misstrauen, dass die Politik den gesetzlichen Kassen gestattet hat, Unternehmen zu spielen und in den gegenseitigen Wettbewerb zu treten. Das wiederum führte zum Sparwahnsinn, die Auslagerung der Medikamentenproduktion, die Intransparenz. Deutschland wurde mal als Apotheke der Welt bezeichnet. Vertrauenssache. Die Kassen haben bereits das große Vorrecht, sich hervorragend und kaum für uns durchschaubar für die Verwaltung unserer Beitragsgelder bezahlen zu lassen. Nun sind sie Zwitterwesen aus Körperschaften und Unternehmen. Das sind politische Vorgaben.

    Ein Paradebeispiel ganz anderer aber nicht minderer Güte für schwindendes Vertrauen auf Wähler-/Verbraucherseite ist im Moment unsere Agrarmadame. Die schlägt vollends dem Fass den Boden aus.

    https://www.spiegel.de/wirtsch…verringern-a-1266809.html


    Frdl. Grüße

    Christiane

  • Auch ein Verstorbener hat noch Rechte und vor allem Respekt verdient. Lies Dir mal die Gesetzgebung dazu durch, es gibt sogar Bestimmungen über den Schutz der Totenruhe und dergleichen.

    Sicher - aber der Schutz der Totenruhe Ist doch in erster Linie für die Lebenden wichtig, die Hinterbliebenden - dem Toten kann alles egal sein. Respekt bringt man dem Andenken an den Toten entgegen,

    Es gibt in aller Welt ganz unterschiedliche Rituale nach dem Tod eines Menschen, und diese Rituale dienen den Hinterbliebenen, nicht den Toten.

  • Sicher - aber der Schutz der Totenruhe Ist doch in erster Linie für die Lebenden wichtig, die Hinterbliebenden - dem Toten kann alles egal sein. Respekt bringt man dem Andenken an den Toten entgegen,

    Es gibt in aller Welt ganz unterschiedliche Rituale nach dem Tod eines Menschen, und diese Rituale dienen den Hinterbliebenen, nicht den Toten.

    Respekt zeigt man dem Toten durch die Befolgung seines letzten Willens. Seinen letzten Willen richtet man (so meine ich) nach den Erfahrungen des bisherigen Lebens aus. Es ist schon ein Kreislauf. Wenn ich meine Persönlichkeit bzw. den Respekt dafür, mit dem Tod verliere, dann hätten wir eine andere Totenkultur im Land. Ich finde nicht, dass es ganz so banal ist, dass die Lebenden meinen, den Toten kann doch alles eh wurscht sein. Es ist das Ende eines Lebens, das vom noch Lebenden durch seine Erfahrungen bestimmt wird (im Idealfall).


    Frdl. Grüße

    Christiane

  • Sicher - aber der Schutz der Totenruhe Ist doch in erster Linie für die Lebenden wichtig, die Hinterbliebenden - dem Toten kann alles egal sein. Respekt bringt man dem Andenken an den Toten entgegen,

    Es gibt in aller Welt ganz unterschiedliche Rituale nach dem Tod eines Menschen, und diese Rituale dienen den Hinterbliebenen, nicht den Toten.

    Du kannst doch aber deine Sicht nicht auf andere übertragen oder fordern, dass es alle so sehen. Respekt geht schon mit dem Respekt vor der Meinung des anderen los.


    Und MB hats ja auch gut auf nen Punkt gebracht. Anders hätte ich es auch nicht formulieren können.

    Wer in Grenzen denkt, denkt begrenzt.

  • Du kannst doch aber deine Sicht nicht auf andere übertragen oder fordern, dass es alle so sehen. Respekt geht schon mit dem Respekt vor der Meinung des anderen los.


    Und MB hats ja auch gut auf nen Punkt gebracht. Anders hätte ich es auch nicht formulieren können.

    Ja das hat sie allerdings. Leider ist die Sache mit dem Respekt heutzutage so eine Sache. Da wird respektlos auf Behinderten-, Frauen-, MuttermitKindparkplätzen geparkt weil mam es kann, verkehrt herum im Kreisverkehr mit erhobenem Mittelfinger gefahren, weil man es kann, mitten auf zwei Parkplätze geparkt weil man es in seiner grenzenlosen bornierten dummen Unverschämtheit respektlos kann.

    Warum wundert es mich nicht wenn respektlose Politiker versuchen Rechtsgrundsätze zu verdehen, weil ich es kann.

    Was ich niemals kann ist mir solcherlei grenzenlose bornierte saudumme respektlose Unverschämtheit gefallen lassen, da gibt es richtig Gegenwind.

    Dieser fängt genau da an wo mich jemand zu Handlungen nötigen möchte nur weil er unrechtmäßig sich Vorteile verschaffen möchte.

    Mich über meinen Kopf hinweg einfach im Vorgriff auf meinen zukünftig leblosen Körper zum zukünftigen Organliferanten zu erklären ist nicht nur pietätlos, nein es ist eine rotzfreche dreiste Enteignung meines Körpers, welcher ich mich nur durch einen Widerspruch entziehen kann.

    Alle Rechte für Kapitalbesitzer, keine Rechte für Andere ist die unseelige Ideologie die genau hinter diesen Machenschaften und dieser Denkweise steckt. Jeder hat zuerst mal mit allem einverstanden zu sein was meinen Geschäftsinteressen dient, im Einzelfall können wir eventuell mal drüber reden.

    Nochmal, das ist nicht Rechtskonform mit dem GG und auch nicht mit dem Rechtsgrundsatz der Staat muß mir und nicht ich muß ihm beweisen.

    Bei der Widerspruchslösung müßte ich beweisen, ich möchte das nicht. Sie würde ergo den entscheidensten Rechtsgrundsatz unseres Staates verletzen. Damit ist dieses Rechtskonstrukt des Herrn Spahn rechtlich zerspahnt.

    :hut:

    Leben und Leben lassen.

    Bevor isch misch uffresch isses mir lieber egal.

  • Du kannst doch aber deine Sicht nicht auf andere übertragen oder fordern, dass es alle so sehen. .

    Tu ich doch gar nicht. Wenn man diskutiert, sagt man seine Meinung - das hat mit deren Übertragung auf andere nichts zu tun.

    Dieser fängt genau da an wo mich jemand zu Handlungen nötigen möchte nur weil er unrechtmäßig sich Vorteile verschaffen möchte.

    Mich über meinen Kopf hinweg einfach im Vorgriff auf meinen zukünftig leblosen Körper zum zukünftigen Organliferanten zu erklären ist nicht nur pietätlos, nein es ist eine rotzfreche dreiste Enteignung meines Körpers, welcher ich mich nur durch einen Widerspruch entziehen kann.

    Alle Rechte für Kapitalbesitzer, keine Rechte für Andere ist die unseelige Ideologie die genau hinter diesen Machenschaften und dieser Denkweise steckt.

    :hut:

    Die Widerspruchlösung wäre keine unrechtmäßige Vorteilsnahme, wenn man gesetzlich die Möglichkeit hat, sich durch einfachen Widerspruch zu entziehen.


    "Alle Rechte für Kapitalbesitzer, keine Rechte für Andere" halte ich nun wirklich für nicht nur übertrieben, sondern falsch, denn erstens ist der tote Körper kein Kapital, das nur wenigen zu deren Nutzen gehört (Kapitalbesitzer, diese reichen Schweine...), zweitens besitzt jeder dieses Kapital bis zu seinem Tod, drittens kann jeder sein Maul oder seinen Füller aufmachen, um zu verhindern, dass sein toter Körper vor seiner Verbrennung oder Verwesung für einen Todkranken noch von Nutzen ist. Es wird ja nicht der ganze Leichnam "verbraucht", man entnimmt ein Organ, und dann kann die Familie den Toten mit allen Ehren bestatten und seinen Namen auf eine Marmortafel schreiben.


    Dies ist meine Meinung, was nicht heißt, dass ich fordere, alle müssten das so sehen...

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    Die Widerspruchlösung wäre keine unrechtmäßige Vorteilsnahme, wenn man gesetzlich die Möglichkeit hat, sich durch einfachen Widerspruch zu entziehen.

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    Mich über meinen Kopf hinweg einfach im Vorgriff auf meinen zukünftig leblosen Körper zum zukünftigen Organliferanten zu erklären ist nicht nur pietätlos, nein es ist eine rotzfreche dreiste Enteignung meines Körpers, welcher ich mich nur durch einen Widerspruch entziehen kann.


    Nochmal, das ist nicht Rechtskonform mit dem GG und auch nicht mit dem Rechtsgrundsatz der Staat muß mir und nicht ich muß ihm beweisen.

    Bei der Widerspruchslösung müßte ich beweisen, ich möchte das nicht. Sie würde ergo den entscheidensten Rechtsgrundsatz unseres Staates verletzen. Damit ist dieses Rechtskonstrukt des Herrn Spahn rechtlich zerspahnt.


    Vielleicht versteht er jetzt, ein Vorgriff dem ich widersprechen muss ist eben nicht mit unseren Rechtsgrundsätzen vereinbar. Es wäre das gleiche ich nehme dir vorab dein Haus weg und wenn du nicht widersprichst gehört es mir. Auch ein solches Rechtskonstrukt wäre nicht haltbar. Da können irgendwelche Leute Blödsinn in die Welt streuen wie sie wollen.


    Wer eben nicht verstehen will....stampft dann mit dem Fuß auf umd mault ich will aber....bekommt aber deswegen noch lange nicht....

    :hut:


    Leben und Leben lassen.

    Bevor isch misch uffresch isses mir lieber egal.