Der Bundesgesundheitsminister spricht

  • ... denn es könnte Leute geben, die Omas Leber an Krankenkassen, Kliniken oder Kranke verhökern.

    Dann wäre es definitiv seitens der Spender keine Spende mehr. Mit der Neuregelung wird es aber zum erzwungenen Geschäft mit Vorteil für die Kliniken, die Transplantationen durchführen.

    Schon witzig - zum Nachteil der "Spender" wird praktisch zwangsweise zu Lebzeiten ein Vertrag abgeschlossen. Sehr demokratisch.

    Religion wird von den einfachen Leuten als wahr, von den Weisen als falsch und von den Herrschern als nützlich angesehen.

    Lucius Annaeus Seneca

  • Sie kann nicht verordnet werden, schon gar nicht gegen den Willen der Person.

    Gegen den erklärten Willen einer Person will niemand Organe entnehmen.

    wenn einer durch ein Spenderorgan etwas länger leben kann, dann mußte ein anderer dafür sterben

    Der andere musste sterben, so oder so.

    Sind deine Organe, dein privater Besitz?

    Wenn ja, dann könnte der Staat auch per Widerspruchslösung bestimmen, dass Menschen nach ihrem Ableben ihren Besitz der Gemeinschaft zur Verfügung stellen.

    Ich kann dem ganz leicht und effektiv widersprechen, nämlich durch ein Testament. Und wenn es kein Testament und keine Erben gibt, fällt der Besitz in der Tat an den Staat.

  • Wieviele Menschen bleiben durch Geldspenden an Hilfsorganisationen am Leben?

    Auch da könnte eine Widerspruchslösung noch mehr gutes bewirken.

    Welchen Betrag würdet ihr für angemessen halten, den man bestimmt, um solchen Organisationen mehr finanzielle Mittel zur Verfügung zu stellen?


    ...wer nicht spenden will, stellt einfach einen Antrag. :)

    Wer in Grenzen denkt, denkt begrenzt.

  • Wieviele Menschen bleiben durch Geldspenden an Hilfsorganisationen am Leben?

    Auch da könnte eine Widerspruchslösung noch mehr gutes bewirken.

    Welchen Betrag würdet ihr für angemessen halten, den man bestimmt, um solchen Organisationen mehr finanzielle Mittel zur Verfügung zu stellen?


    ...wer nicht spenden will, stellt einfach einen Antrag. :)

    Das könnte man auch weiterdenken. Es werden ja schon Stimmen laut, welche die Organspenden nur denjenigen zukommen lassen wollen, die als Spender registriert sind. Wer also gemäß deinem Vorschlag der Registrierung als Spender für Hilfsorganisationen widerspricht, wird halt im Fall der Fälle von Sozialleistungen ausgeschlossen ....

    Religion wird von den einfachen Leuten als wahr, von den Weisen als falsch und von den Herrschern als nützlich angesehen.

    Lucius Annaeus Seneca

  • Das ist doch ein alter Hut. Als Mitglied von Rotem Kreuz oder VdK komme ich in den Genuss von Vergünstigungen, die ich als Nichtmitglied nicht habe.


    Wer Organspende ablehnt, sollte so konsequent sein und eine Transplantation für sich auch ablehnen. Alles andere wäre Schmarotzertum.

  • Da sind wir ja jetzt weit gekommen: Vom Spenderdasein zum Schmarotzertum. Das darf ja wohl nicht wahr sein. Das muss dieses Nudging sein, das unserer Kanzlerin so imponiert hat: https://www.welt.de/wirtschaft…rch-Nudging-erziehen.html

    Als Schmarotzer fallen mir dann schon eher solche Institutionen ein: https://www.sueddeutsche.de/ba…r-menschlichkeit-1.134868. Man schmarotzt sich durch Mitgliedsbeiträge zum gewissen "guten" Ruf und teilt sich dann den Erfolg mit Versicherungskonzernen und hat viele weitere finanzielle Standbeine. Mitglieder werden aber nach wie vor angelockt durch Angebote zur Hilfe bzgl. Sozialrecht. Das ist Schmarotzertum m. E.

    Herr Spahn baut hier bei uns ein Modell auf, das von freiwilligen Spendern gespeist wird, um eine Art Rechtsanspruch auf menschliche Ersatzteile durchzusetzen. Er fängt an, uns erst einmal ein ganz schlechtes Gewissen zu machen, wenn wir uns nicht registrieren lassen. Schritt 2 wird sein, wie bereits erwähnt: Nur Spender = Empfänger, Schritt 3 (sollte es immer noch nicht ausreichen), Vergünstigungen wie z. B. Zuschuss zum Begräbnis.

    Der Begriff Spende ist wie ein Kaugummi. Dehnbar bis die Blase platzt.


    Frdl. Grüße

    Christiane

  • Wer Organspende ablehnt, sollte so konsequent sein und eine Transplantation für sich auch ablehnen. Alles andere wäre Schmarotzertum.

    So seh ich das auch.

    Ich will kein Organ, weil ich nicht mein Leben lang Medis in mich rein stopfen will, die mehr Nebenwirkungen haben, als sie irgendeine Qualität verbessern. Und schon gar nicht will ich, dass alle Jubeljahre dieses Organ gewechselt wird.

    https://www.welt.de/gesundheit…ansplantierte-Organe.html

    Wer in Grenzen denkt, denkt begrenzt.

  • Als Schmarotzer fallen mir dann schon eher solche Institutionen ein: https://www.sueddeutsche.de/ba…r-menschlichkeit-1.134868.

    Schmarotzertum ist in unserer Gesellschaft vielfältig, damit könnte ich Seiten füllen. Außer Sarah Palin sehe ich in dem Link nichts, aber auch sie passt ins Bild.


    Habe den Begriff "Nudging" zum ersten Mal gehört, aber prinzipiell ist nichts dagegen einzuwenden. Früher gab es stattdessen "Eigenverantwortung".

  • Eigenverantwortung heißt nur, dass man aus freien Stücken vernünftig handelt und kein "nudging" benötigt. Organspende (oder, wenn das Wort "Spende" nicht genehm ist, das "zur Verfügung stellen der eigenen Organe im Todesfall") hat damit rein gar nichts zu tun, sondern allenfalls etwas mit sozialem Handeln.


    Was die Datenbanken betrifft, sind wir hier wieder beim Thema Paranoia angelangt.