• In der gestrigen Mittagszeit hat ein Bagger ein Stromkabel erwischt. Seitdem sind in Berlin-Köpenick ca. 30.000 Haushalte ohne Strom. Keine Heizung, kein Warmwasser, kein Telefon, keine Möglichkeit, Essen zu kochen oder fürs Baby ne Flasche zu machen. Schulen, Kitas, Geschäfte, Behörden - alles geschlossen. Polizei und Feuerwehr haben alle Hände voll zu tun, die Situation zu händeln, die uns eindrucksvoll zeigt, wie abhängig wir von vielen Dingen sind. Andererseits können sie mal üben, wie das denn so ist, wenn die sogenannten kritischen Infrastrukturen großflächig nicht mehr funktionieren.

    Wohl dem, der noch mit Gas kochen kann oder einen schnöden alten Wecker im Schrank hat.

    Zitat
    Noch immer sind mehr als 30.000 Haushalte in Berlin-Köpenick ohne Strom. Der Energiekonzern Vattenfall will das beschädigte Stromkabel an der Allendebrücke bis 15 Uhr repariert haben. Der Zeitplan sei allerdings "sportlich".

    https://www.rbb24.de/panorama/…-vattenfall-mittwoch.html

  • Ich habe gerade gelesen, dass das Kabel - entgegen der bisherigen Ankündigungen - noch nicht repariert ist. Jetzt heißt es, bis zum Abend soll der Strom wieder funktionieren - das kann in Berlin sonstwas bedeuten. Feuerwehr und Polizei müssen also weiter ran:


    Zitat
    Der Stromausfall in Köpenick stellt Feuerwehr und Havariekräfte vor besondere Aufgaben. Weil die meisten Telefone nicht funktionieren, fahren Polizei und Feuerwehr Streife, die Wachen sind mit Freiwilligen besetzt. Besondere Aufmerksamkeit gilt den Kranken.

    https://www.rbb24.de/panorama/…-notversorgung-hilfe.html

  • Nach mehreren sogenannten "Kopftuchprozessen", in denen den Klägerinnen Entschädigungen zugesprochen wurden, ruft die Berliner Bildungssenatorin nun endlich das Bundesarbeitsgericht an, um Klarheit zu schaffen. Das Berliner Neutralitätsgesetz verbietet das Tragen religiöser Symbole im öffentlichen Dienst und bezieht sich - anders als in manch anderen Bundesländern - auf alle Religionen. Dennoch haben Gerichte mal so und mal so entschieden.


    Zitat

    Der Streit um das Kopftuchverbot für Berliner Lehrerinnen könnte bald grundsätzlich entschieden werden. Die Berliner Bildungsverwaltung will das in der Hauptstadt geltende Verbot religiöser Symbole im öffentlichen Dienst höchstrichterlich durch das Bundesarbeitsgericht in Erfurt überprüfen lassen. Bislang hatte das Berliner Landesarbeitsgericht nur über Einzelfälle entschieden.


    https://www.rbb24.de/politik/b…erlin-arbeitsgericht.html

  • Ein Kopftuch ist nunmal kein religiöses Symbol, sondern nur eine mehr oder weniger modische Kopfbedeckung. Es kommt auf die Dame an, ob es kleidsam ist oder nur eine eventuelle Zumutung. Allerdings sind mir schöne, offen getragene und charmant frisierte Haare lieber.

  • Nun gibt's ja auch deutsche Damen aus den ehemals UdSSR-Gebieten,die nicht selten mit verhülltem Haupthaar durch die Gegend wandeln .Sind die eigentlich auch vom Kopftuchverbot betroffen??

    Kopp hoch und wenn der Hals ooch dreckig ist!

  • Nun gibt's ja auch deutsche Damen aus den ehemals UdSSR-Gebieten,die nicht selten mit verhülltem Haupthaar durch die Gegend wandeln .Sind die eigentlich auch vom Kopftuchverbot betroffen??

    Es sollte doch jeder Dame selbst überlassen bleiben, wie sie mit Ihrem Kopf und ihrem Körper insgesamt umgeht. Aber die über jetzt fast mehrere Jahrzehnte auch offiziell gepflegte Islamfeindlichkeit bis hin zur Islamophobie hat einer Klientel Zuspruch verschafft, der jegliche Toleranz abgeht.

  • Nun gibt's ja auch deutsche Damen aus den ehemals UdSSR-Gebieten,die nicht selten mit verhülltem Haupthaar durch die Gegend wandeln .Sind die eigentlich auch vom Kopftuchverbot betroffen??

    Ich habe noch nie davon gehört, dass die von Dir genannten Damen darauf geklagt haben, mit einem vom Kopftuch verhüllten Haupthaar beispielsweise an einer Grundschule zu unterrichten.

  • Ein Kopftuch ist nunmal kein religiöses Symbol, sondern nur eine mehr oder weniger modische Kopfbedeckung. Es kommt auf die Dame an, ob es kleidsam ist oder nur eine eventuelle Zumutung. Allerdings sind mir schöne, offen getragene und charmant frisierte Haare lieber.

    Leider sieht ein Teil der klagenden Damen das anders als Du, denn sie erklären das Kopftuch selbst zum religiösen Symbol und behaupten wegen ihrer Religion benachteiligt worden zu sein. Das Berliner Neutralitätsgesetz verbietet aber das Tragen religiöser Symbole im öffentlichen Dienst.


    Zitat

    Das Berliner Arbeitsgericht hat zwei Entschädigungsklagen von Lehrerinnen mit Kopftuch abgewiesen. Die Frauen hatten geltend gemacht, sie seien wegen ihrer Religion benachteiligt worden (Aktenzeichen 58 Ca 7193/17 und 58 Ca 8368/17).

    http://www.spiegel.de/lebenund…chaedigung-a-1209263.html

  • Das Berliner Arbeitsgericht hat zwei Entschädigungsklagen von Lehrerinnen mit Kopftuch abgewiesen. Die Frauen hatten geltend gemacht, sie seien wegen ihrer Religion benachteiligt worden (Aktenzeichen 58 Ca 7193/17 und 58 Ca 8368/17).


    Das ist eine sehr erfreuliche Nachricht! Ich hatte schon Zweifel, weil ein Gericht mal pro entschied, während ein
    anderes kontra entschied. Bestehen eigentlich immer noch Unsicherheiten (Bundesverfassungsgericht)?

  • Entweder das Kopftuch ist ein religiöses Symbol (was es nicht ist), dann darf es im Sinne der Religionsfreiheit getragen werden, aber nicht als Abeitnehmer in Behörden (!), oder es ist kein religiöses Symbol, dann darf man das Tragen des Kopftuches mit Fug und Recht für lächerlich halten. Und bevor hier jemand mit "Amanda-Argumentation" um die Ecke kommt: Gemeint ist das auf besondere Weise gewickelte, das Haar völlig verdeckende muslimische Kopftuch, nicht das Vichy-Tüchlein einer Brigitte Bardot von anno dunnemals.

  • 400 Anhänger von zwei Youtubern lieferten sich eine Schlacht auf dem Berliner Alex. Es soll sich dabei um arabische Gangmitglieder gehandelt haben. Es wurde sogar versucht, einen Polizisten in die Menge zu ziehen. Was ihm dort geblühlt hätte, möchte ich mir nicht vorstellen! Zwölf sollen festgenommen worden sein.


    Zitat

    809ce8dbb199432eb1e8c875a015dbeaNach Aufruf in sozialen Medien : Festnahmen nach Massenschlägerei auf Berliner Alexanderplatz


    https://www.faz.net/aktuell/ge…jUhEAntyxDXAdS7uYqJLDcpGE

  • Eine Stadt wie Berlin müsste eigentlich dazu in der Lage sein, sich autark zu ernähren, ohne an der Mutterbrust des Länderfinanzausgleichs in einem Dauersozialhilfestatus zu kleben.

    Wenn München die Berliner Konzerne wieder herausrückt, die sie mit Finanzspritzen aus dem Länderfinanzausgleich nach Bayern gelockt haben wäre das denkbar. Im Zuge der Wende sorgten übrigens Finanzspritzen dür die NBL dafür, dass knapp 40.000 Betriebe in den Speckgürtel nach Brandenburg oder auch weiter weg gingen, während gleichzeitig die Zulagen für West-Berlin eingestampft wurden.

    Religion wird von den einfachen Leuten als wahr, von den Weisen als falsch und von den Herrschern als nützlich angesehen.

    Lucius Annaeus Seneca

  • Gut, wäre mir recht, dann wäre München nicht so irre überfüllt. Aber dann müsste auch die Kohle wieder rausgerückt werden..

    Warum können wir mit dem Bashing unter den Ländern nicht endlich aufhören.Verstehe ich nicht!?Berlin hat neben einer Stadtverwaltung, Länderparlament noch die Bundesregierung und das Parlament zu stemmen.Daneben ist sie das Schaufenster D.Sie ist zwar flächenmäßig deutlich größer als Paris aber nicht in Bezug auf die Einwohner.In Bezug auf die Metropolregion schon einmal gar nicht.


    Der Länderfinanzausgleich ist neu geregelt (tritt ab 2019 in Kraft) und ist bestimmt nicht das Ende der Fahnenstange.Aber was eingezahlt wird hat erst eine höhere Bedeutung, wenn man es mit dem verrechnet was aus Bundesmitteln wieder zurückfließt.In Bezug auf Bayern sage ich nur Straßen und Autobahnen (seit wann stellt die CSU den Verkehrsminister?).Wenn es dann immer noch deutlich mehr ist was Bayern einzahlt, dann ist es aller ehrenwert.Von mir aus können sie den Länderfinanzausgleich auch abschaffen und den knallharten Standortwettbewerb einführen, dann hört wenigstens dieses bashing, Beleidigungen und die Herabsetzungen endlich auf.


    Wenn eine Amerikanern teilzeitlebend in München dieses Thema aufgreift...


    Aber am peinlichsten sind die Kommentare meiner deutschen Mitbürger.Nein, nicht nur peinlich, sondern regelrecht abstoßend.Wir sind ein "Volk" von nörgelnden egoistischen Gehirnkrüppeln!Eigentlich nicht zu glauben, dass J.S.Bach, Heinrich Heine, Kant, Albert Schweitzer, Lessing, Fontane, Busch,Beethoven etc. etc. etc. hier aufgewachsen sind.

  • Warum können wir mit dem Bashing unter den Ländern nicht endlich aufhören. ...

    Nie. Jedenfalls nicht, so lange Berlin alles tut, die Gründe für dieses Bashing am Leben zu erhalten.


    Es hatte ja seinen Grund, dass die Brandenburger sich in den 90-ern einem Zusammenschluss mit Berlin verweigerten. Und es hat auch seine sehr wohl nachvollziehbaren Gründe, warum sich heute eine nicht geringe Menge Einwohner von Geberländern gegen einen Finanztransfer über den Länderfinanzausgleich Richtung Berlin aussprechen. Die Kosten für Parlament und Regierung sind - natürlich - aus dem Bundeshaushalt zu zahlen. Ansonsten aber hat Berlin die Folgen seiner eigenverantwortlich getroffenen grundlegenden Entscheidungen selbst zu tragen. Das ist für mich eine Frage von Gerechtigkeit. Es kann nicht sein, dass mein Sohn in BY fast 600 Euro für einen Krippenplatz zahlt, der in Berlin kostenfrei ist - dank Länderfinanzausgleich. Nur so als Beispiel.


    Nicht nachvollziehen kann ich dein Beispiel zum Straßenausbau. Jedenfalls nicht am Beispiel in hiesiger Region. Wurden hier Straßen neu- und ausgebaut , geschah dies in den meisten Fällen im Interesse des Bundes oder anderer Länder. Die Region und das Land, geschweige denn die Bewohner, haben da gar nichts davon außer Nachteile. Es ist unredlich, diese Kosten als Subvention zu kennzeichnen und noch dazu die Belastungen auszublenden.