• In einer komplexen, arbeitsteiligen Gesellschaft ist nichts "gegenleistungslos", nur manche erkennen gar nicht, welche Leistungen das Gesamtgebilde für sie bereit stellt - die halten das alles für gegeben. Der Strom kommt aus der Steckdose .....

    Ich wusste noch gar nicht, dass Berlin seinen Energiebedarf selbst deckt und darüber hinaus noch Brandenburg beliefert. Das ist ja wohl hochgradig albern. Darum ging es aber (jedenfalls mir) gar nicht. Komplex hin oder her, wenn sonst das Verursacherprinzip hochgehalten wird, hat die Stadt den Preis zu zahlen.

  • Ich wusste noch gar nicht, dass Berlin seinen Energiebedarf selbst deckt und darüber hinaus noch Brandenburg beliefert. Das ist ja wohl hochgradig albern. Darum ging es aber (jedenfalls mir) gar nicht. Komplex hin oder her, wenn sonst das Verursacherprinzip hochgehalten wird, hat die Stadt den Preis zu zahlen.

    Das Verursacherprinzip? Warum noch mal wurde der Soli eingeführt? Eigentlich hätten wir uns das sparen können ....

    Religion wird von den einfachen Leuten als wahr, von den Weisen als falsch und von den Herrschern als nützlich angesehen.

    Lucius Annaeus Seneca

  • Das gilt für jede Großstadt, nicht nur für Berlin. Nicht eine einzige Stadt wäre überlebensfähig, wenn sie autark sein müsste und ausschließlich auf ihr Stadtgebiet beschränkt wäre.

    Keine Stadt ist autark!Was hier gelabert wird sprengt jede Kategorie an Absurdität.Das ist afdelerisches Neusprech- Gräben ziehen zwischen Landeiern und Stadteiern.Sollen wir jetzt auch über das Ruhrgebiet herfallen, welches ebenfalls als eine große Stadt (Metropolregion) zu sehen ist und mehr als 5 Millionen Menschen beherbergt?


    In D gibt es 2056 Städte, und alle haben auf die eine oder andere Weise Probleme zu bewältigen.Übrigens genauso (nur andere) wie die auf dem Land versprengten Dörfchen.Hier jetzt von Verursacherprinzip zu sprechen läßt mich aus dem Lachen nicht mehr rauskommen.Das wird seit mehreren tausenden von Jahren täglich Millionen mal übergangen.Was hier zelebriert wird ist, dass der Nachbarshund sein großes Häufchen in den eigenen Garten setzt und ihn einfach liegen läßt.Eine ganz einfache und persönliche Sichtweise, welche die anderen 80 Millionen auch jeden Tag zu bemängeln haben.

  • Keine Stadt ist autark!Was hier gelabert wird sprengt jede Kategorie an Absurdität.Das ist afdelerisches Neusprech- Gräben ziehen zwischen Landeiern und Stadteiern.Sollen wir jetzt auch über das Ruhrgebiet herfallen, welches ebenfalls als eine große Stadt (Metropolregion) zu sehen ist und mehr als 5 Millionen Menschen beherbergt?

    Niemand vor dir hat hier von einer autarken Stadt geschrieben. Die gibt es nicht. Auch nicht das autarke Dorf. Außer in einigen seltsamen Beschreibungen von "energieautark".


    Zitat

    Hier jetzt von Verursacherprinzip zu sprechen läßt mich aus dem Lachen nicht mehr rauskommen.Das wird seit mehreren tausenden von Jahren täglich Millionen mal übergangen.

    Wieso passt dir plötzlich die eigene Argumentation nicht mehr? Verursacher einer Menge exorbitant wachsenden Verkehrs mit all seinen Belastungen hier ist unstrittig nicht der Bewohner der Region. Nutznießer ist er auch nicht, er hat weitgehend nur die Folgen zu tragen. In einem gesellschaftlichen Umfeld, in dem ansonsten sehr laut und oft "Verursacher soll zahlen!" gerufen wird? Wieso meint also plötzlich jemand, er könne mal einfach so ungefragt und ohne jeglichen Ausgleich meine Luft verpesten und mich dafür auch noch bezahlen lassen?? Während ich im Gegenzug mit Verboten und Kosten überzogen werde?


    Hier deutet sich der nächste Konflikt der Zukunft an. Es ist nicht zu erwarten, dass jemand gegensteuern wird. Und der wird nicht geräuschlos abgehen.

  • Wieso passt dir plötzlich die eigene Argumentation nicht mehr? Verursacher einer Menge exorbitant wachsenden Verkehrs mit all seinen Belastungen hier ist unstrittig nicht der Bewohner der Region.

    Der zur Arbeit in die Stadt pendelt? Oder in seinem Edeka die Erdbeeren aus Chile und die Trauben aus Südafrika kauft? Wie sieht es aus, wer verursacht die viel zu hohen Nitratwerte im Grund- und Oberflächenwasser, der Bewohner der Stadt oder die Bewohner/Landwirte der Region? Gilt hier auch das Verursacherprinzip für die höheren Kosten der Wasserwerke der Stadt?


    Fragen über Fragen ....

    Religion wird von den einfachen Leuten als wahr, von den Weisen als falsch und von den Herrschern als nützlich angesehen.

    Lucius Annaeus Seneca

  • Und warum macht er das? Na?

    Welche andere Möglichkeit hätte er denn? Was ich damit sagen wollte, sollte doch eigentlich jedem klar sein. Die ländlichen Regionen brauchen die Städte genauso wie umgekehrt. Würde man anfangen, all das rechnerisch auseinander zu dividieren, was dem Einen an Lasten durch den jeweils Anderen "aufgebürdet" wird, oder an Vorteilen durch den Anderen entsteht, bräuchten wir ein eigenes Lastenausgleichsministerium.

    Religion wird von den einfachen Leuten als wahr, von den Weisen als falsch und von den Herrschern als nützlich angesehen.

    Lucius Annaeus Seneca

  • Die entscheidende Frage zur Lösung der Probleme wäre eine vernünftige Beurteilung der realen Wertschöpfung im Staat insgesamt und daraus resultierend eine sinnvolle Standortverteilung der Produktion. Solange das nicht existiert, werden die probleme eher größer, denn die Konzentration von Menschen in den Ballungsgebieten wirkt sich grundsätzlich negativ aus!

  • Würde man anfangen, all das rechnerisch auseinander zu dividieren, was dem Einen an Lasten durch den jeweils Anderen "aufgebürdet" wird, oder an Vorteilen durch den Anderen entsteht, bräuchten wir ein eigenes Lastenausgleichsministerium.

    Aber das genau ist doch das System der sogenannten sozialen Kosten, oder gilt das nur in den Bereichen, wo es genehm und wohlfeil ist?


    Ansonsten hatte ich das Thema nicht ganz willkürlich hier eingebracht. Im Brandenburger Wahlkampf scheint das nämlich in der nächsten Zeit durchaus eine Rolle zu spielen. Konkret in mir bekannten Beispielen aus dem Barnim und dem Bereich KW. Und nö, nicht aus den Reihen der AfD.

  • Aber das genau ist doch das System der sogenannten sozialen Kosten, oder gilt das nur in den Bereichen, wo es genehm und wohlfeil ist?...

    Meinst du "externalisierung von Kosten"? Die findet leider überall statt. Meist unter dem Deckmantel "Arbeitsplätze".

    Religion wird von den einfachen Leuten als wahr, von den Weisen als falsch und von den Herrschern als nützlich angesehen.

    Lucius Annaeus Seneca

  • Um einen dringenden behördlichen Auftrag zu erledigen, der in einem Geberbundesland 5 Beamte A8 erfordert, braucht es in Berlin15 Beamte A11-A13, weil in Berln erst ab dem gehobenen Dienst Fähigkeiten wie die Beherrschung der Grundrechenarten erwartet werden und sich dort das halbe Amt erst mal krank meldet, sobald Arbeit im Anmarsch ist. Irgendwann muss ja auch mal die Wohnung neu gestrichen werden. Wer nimmt da schon Urlaub? 😎

  • Die beiden Typen, die sich im Februar 2016 auf dem Kudamm ein Autorennen lieferten, in dessen Folge ein Mensch ums Leben kam, sind erneut wegen Mordes verurteilt worden. Ich finde das Urteil gut und richtig.


    Zitat

    Im Prozess um ein tödliches Autorennen auf dem Berliner Kurfürstendamm sind die beiden Beschuldigten erneut wegen Mordes verurteilt worden. Das Landgericht Berlin verhängte am Dienstag lebenslange Haft gegen die beiden Angeklagten. Es folgten damit dem Antrag der Staatsanwaltschaft.


    https://www.rbb24.de/panorama/…aser-urteil-gefaellt.html

  • Es ist richtig, dass solche Vergehen hart bestraft werden damit den Leuten mal klar wird was sie da anrichten. Aber Mord? Sorry. Ein Mörder tötet weil er das will. Die beiden Raser nehmen den Tod eines Menschen billigend in Kauf. Das ist was anderes. Wenn der Rechtsstaat härtere Strafen für solche Taten will, muss er die Gesetze ändern aber nicht eine Tat herzaubern. Das geht nicht.

    Das heißt nicht, dass die beiden für ihre Tat ruhig mal 10 Jahre einsitzen sollen, ich hab nur was dagegen wenn was hingebogen wird.

  • Gerade für Großstadtkinder ist es wichtig, dass sie Tiere kennenlernen. Darum: Rettet Ferdinand, bitte!

    Der Bericht handelt nicht von Berlin, sondern vom Landkreis Barnim. Der gehört zu Brandenburg und ist seit etlichen Jahren für seine, nun ja, schwer nachvollziehbare Umweltpolitik und wenig Kompromissbereitschaft in dieser Richtung bekannt, jedenfalls wenn man nicht mit Millioneninvest oder vielen neuen Arbeitsplätzen winkt. Der Schlachthof ist also durchaus in greifbarer Nähe...

  • https://www.berliner-zeitung.d…l6oPH5yti_YRoyinOSkdZwGer


    Gerade für Großstadtkinder ist es wichtig, dass sie Tiere kennenlernen. Darum: Rettet Ferdinand, bitte!

    Es ist sicherlich nicht verkehrt, sich in so einer Situation an die Medien zu wenden und eine Onlinepetition zu starten (Link befindet sich im Artikel).

    Allerdings kenne ich die Gegend ganz gut, weil meine Schwester dort wohnt. Es wimmelt dort nur so von größeren und kleineren Tierhaltern, von denen bestimmt der eine oder andere bereit wäre, Tiere von diesem Kinderbauernhof aufzunehmen. Ich hoffe, der Besitzer ist da von sich aus aktiv. Am besten wäre natürlich, wenn der Hof bleiben könnte. So ganz ausgeschlossen ist das ja nicht.

  • Dreimal war ich bisher in Berlin. Immer nur zu einem recht kurzen Besuch, also nie mehr als ein Wochenende. Das erste mal 1979 und ich kann wirklich nicht behaupten dass mir das eingemauerte Berlin besonders ansprechend vorkam. Ich fand das alles ziemlich grau und bedrückend. Das zweite Mal war 2006 mit den Kindern und das war natürlich wegen der Kids stressiger, als zu zweit. 2005 haben wir übrigens von diesem 100er Bus Gebrauch gemacht und waren recht froh dafür. Letztes Wochenende hatte ich einen ziemlich positiven Eindruck von Berlin. Es war voll, das stimmt, aber hatte ich an einem sonnigen Samstag etwas anderes erwartet ? In Potsdam war es für Sonntags dagegen recht leer und es gab sogar kostenlose Parkplätze. :)In Fritzens Garten waren auch nicht gerade die Massen unterwegs, im holländischen Viertel war viel Platz und auf dem Weg zum Garten in allen Cafes und Restaurants noch Platz. Ich fand auch, dass der Anteil der Zugewanderten deutlich niedriger lag, als ich das im Rhein-Main-Gebiet gewöhnt bin, aber unsere Bekannten meinten wir könnten auch einen Abstecher nach Neukölln machen, wenn ich das vermisse. Ich habe dann darauf verzichtet. Gegen den ÖPNV dort kann ich im Vergleich zu Mainz/Wiesbaden wirklich nicht meckern. Bei uns wartet man sehr viel länger auf die Bahnen. Aber jeder kurze Eindruck ist natürlich kein Maßstab zum Alltag. Zu welchen Zeiten hat Dir Berlin denn so richtig gefallen, im Gegensatz zu heute ?

    Ich bin Urberlinerin in der fünften Generation und - wie bereits geschrieben - ich konnte mir früher nie vorstellen, in einer anderen Stadt als Berlin zu leben. Ich mochte das Bunte, das Freie, die Vielfalt und all die Nischen für Menschen aller Art, selbst in Ostberlin gab es so etwas. Ich habe es sowohl in Ost- als auch in Ostberlin geliebt, nach einer durchgefeierten Nacht im Morgengrauen nach Hause zu laufen und alle möglichen Typen zu treffen. Weiblich, männlich oder sonstwas, alt oder jung. Hier ein bisschen gequatscht, da eine geraucht oder mal kurz alleine an der Spree gesessen. Heute würde mich kein Geld der Welt dazu bringen, nachts allein durch Berlin zu gehen. Niemals. Die Zeiten sind vorbei und das liegt nicht am Alter. Ich fahre nichtmal mehr U-Bahn oder S-Bahn oder Bus, sondern nehme ein Taxi, wenn ich unterwegs war. Wenn ich Pech habe, ist eine Scheibe zwischen mir und dem Fahrer, weil er Angst vor Überfällen hat, und man kann nichtmal quatschen. Außerdem geht die kulturelle Vielfalt der Stadt seit ein paar Jahren permanent den Bach runter und ich meine nicht die großen Opern oder Theater, Ausstellungen und so ein Zeugs, sondern die kleinen Clubs, die Proberäume, Ateliers usw. usf. Berlin wird nicht nur materiell immer ärmer.

    Seit ungefähr 10 Jahren wird mir meiner Heimatstadt immer fremder und das auch an der seitdem stetig zunehmenden Vermüllung und Verwahrlosung der Stadt sowie der Gleichgültigkeit und ergebnislosen Palaversucht der Berliner Politiker. Berlin wurde kaputt gespart - man muss sich schämen für das, was hier vor sich geht. Zehntausende Schulplätze fehlen, Schulen sind marode, Polizei und Feuerwehr arbeiten seit Jahren mehr als am Limit. Aber kostenloses Schulessen, deren Austeilung die Schulen nicht oder nur schlecht bewältigen können - kein Personal, kein Platz - manche Schüler essen in Partyzelten auf dem Parkplatz neben der Schule. Kostenloses BVG-Ticket für Schüler. Egal, wieviel die Eltern verdienen. Und und und. Es wird eine Unmenge Geld für Müllbeseitigung in den Straßen, Parks und auf den Plätzen ausgegeben - geh mal an einem Montagmorgen durch einen Park in Neukölln oder Wedding, dann wenn die Müllabfuhr noch nicht dagewesen ist. Offensichtlich fühlen sich viele Berliner Einwohner im Dreck wohl - zwischen Hundescheiße, Grillabfällen, Babywindeln, Damenbinden, Spritzen und den Bergen von Einwegverpackungen. Die setzen sich sonntags zwischen den Müll vom Samstag und lassen ihren Dreck dann auch noch da. Geht ja auch alles - ist ja keiner da, der irgendetwas kontrolliert. Das sind aber die Dinge, die der Tourist im 100er Bus (seit kurzem ist wohl der 300er, aber ich weiß es nicht genau) nicht sieht und nicht erlebt. Auch nicht erleben will.


    Im Gegenzug werden für teures Geld jede Mengen Wohnungen aufgekauft, es wird eine Enteignungsinitiative angestrebt und und und. Anstatt endlich mal tatsächlich z.B. die Ferienwohnungschwemme einzudämmen oder sich konsequent dem Wohnungsneubau zu widmen. Unser Strafvollzug ist der beliebteste im ganzen Land, weil es nirgends so schnelle und umfassende Haftlockerungen gibt wie in Berlin - siehe Schlecker-Tochter usw. Rot-Rot-Grün schmeißt das Geld geistlos zum Fenster raus und es wird nicht mehr lange dauern, dann ist Berlin wieder richtig Pleite. Die grünen Planungen für die Stadt beziehen sich meist auf die Innenstadt. Da wohnen die Grünen nämlich selbst. Radwege - gehen hier schnell. Natürlich sollen auch Diesel und Benziner innerhalb des S-Bahnrings verboten werden usw. usf. Die meisten Berliner wohnen aber nicht innerhalb des S-Bahnrings, schon weil es dort zu teuer ist - die müssen aber meist dorthin zu Arbeit und sind auf die beschissenen öffentlichen Verkehrsmittel angewiesen.

    Berlin wird zugeschissen von Hunden und wenn man mit weggeworfenen Zigarettenkippen Geld verdienen könnte, würde ich sofort meinen Job schmeißen und Kippen sammeln gehen ...

    Was ich sagen will ist, dass die Menschen, die in dieser Stadt leben und ihren Alltag schmeißen, wie immer der auch aussieht, die Stadt ganz anders wahrnehmen als jemand, der nur mal zu Besuch ist. Wenn man Gast ist, ist vieles interessant und spannend - ob man das alltäglich erleben will, steht auf einem anderen Blatt. Das, was aus Berlin geworden ist, macht mich traurig. Es ist schade. Sehr schade.

  • Ich habe meinen Beitrag am Stammtisch mal hierher kopiert und möchte ihn nun mit ein paar Beispielen aus der Berliner Realität garnieren:


    Beispiel Radwege:

    Vor einiger Zeit wurden an der Heerstraße 61 gesunde Bäume gefällt - für die Sanierung eines ca. 1000 Meter langen Fahrradwegabschnittes. Passiert ist danach ... nix. Die Stümpfe haben inzwischen ca. 1 Meter lange Triebe und der Radweg sieht so aus wie eh und je. Heute meldet der rbb, die Sanierung des Radweges sei zugunsten eines nunmehr geplanten Schnellradweges gekippt worden. Und beim Fällen der Bäume, naja, das war ein Planungsfehler. Irgendeine Äußerung der Grünen dazu? Natürlich nicht.


    Zitat

    Mehr als 60 Bäume waren 2018 entlang der Heerstraße gefällt worden, um einen Radweg zu sanieren. Ein Planungsfehler, gesteht die Verkehrsverwaltung ein. Und: Die Sanierung ist gestoppt. Als Teil der West-Route soll der Radweg vollkommen neu gedacht werden.


    https://www.rbb24.de/politik/b…radschnellweg-berlin.html


    Beispiel Müll:

    Hier mal aktuelle Zahlen nur aus dem Bezirk Neukölln, das keinesfalls ein Einzelfall ist. Ich habe gestern einen Spaziergang durch meine Wohngegend gemacht: Im Teich liegen zwei Einkaufswagen, einige Bierflaschen und Verpackungsmüll von MacDoof. An den Bänken auf dem Weg zwischen Bushaltestelle und Schule liegen Einwegverpackungen, Flaschen, Tüten, Essenreste. Auf einer Grünfläche hat jemand zwei Matratzen und einen alten Fernseher entsorgt. Die Hundehaufen und Hundekacktüten, Zigarettenkippen - unzählbar. Und ich wohne in einer Gegend, in der es trotzdem noch gesittet zugeht. Kein Witz.


    Zitat

    An die 10.000 Kubikmeter illegalen Müll hat die Berliner Stadtreinigung 2018 entsorgt - allein aus Neukölln. Dafür wären theoretisch zehntausende Euro Bußgeld fällig. Doch aktuelle Zahlen zeigen, dass der Bezirk nur einen Bruchteil davon tatsächlich einnimmt.

    https://www.rbb24.de/politik/b…l-bussgeld-einnahmen.html


    Beispiel Strafvollzug:

    Michael Turgut wurde wegen vorsätzlichen Bankrotts und falscher eidesstattlicher Verischerung zu vier Jahren Freiheitsstrafe verurteilt. Mit seiner Verlegung nach Berlin wurde er Freigänger und ging weiter seinen Geschäften nach. Auf einem von ihm kürzlich veranstalteten Sommerkongress mit seinen Mitarbeitern fuhr er mit einem Bentley vor, es gab bestes Essen und Getränke und der Herr blieb bis 22 Uhr. Als Häftling wohlbemerkt, der auch an den übrigen Tagen seinen dubiosen Geschäften nachgeht und ein wunderbares Leben führt. Leider ist der umfangreiche Artikel darüber nur nach Registrierung in der Berliner Zeitung lesbar, deshalb gibt es nur das hier:


    https://www.berliner-zeitung.d…e-im-fall-turgut-33008456


    Nachdem die Berliner Zeitung den Fall öffentlich gemacht hatte, hagelte es natürlich Proteste und plötzlich wurde der Freigang gestrichen. Vorher hatte der grüne Justizsenator angeblich keine Ahnung ...

    Zweiter Fall: die Schlecker-Tochter.


    Zitat

    Zwei Jahre und sieben Monate müssen die Kinder des einstigen Drogeriemarktunternehmers Schlecker im Gefängnis verbringen. Meike Schlecker trat erst vergangene Woche ihre Haftstrafe an – nun wurden bereits die Haftbedingungen gelockert.

    https://www.welt.de/vermischte…t-im-offenen-Vollzug.html


    Beispiel Schulbildung:

    Obwohl die Zahlen im Nachhinein von der Bildungssenatorin Scheeres (SPD) auf knapp 10.000 fehlende Schulplätze heruntergespielt wurden (anfangs ging es um 25.000 und die Wahrheit wird wohl irgendwo dazwischen liegen), ist das ein absolutetes Armutszeugnis für diesen Senat. Hinzu kommt der Lehrermangel, den man durch sogenannte Quereinsteiger zu beheben versuchte. Im Ergebnis sind ca. zwei Drittel der Lehrkräfte in diesem Schuljahr Quereinsteiger. Mit Beginn dieses Schuljahres gibt es kostenloses Mittagessen für alle Schüler. Wunderbar. Nur leider hat der Berliner Senat dies beschlossen, ohne die Voraussetzungen für die Einnahme desselben zu schaffen. Die meisten Schulen verfügen weder über Personal noch über Platz. Manche Schulen müssen den Unterricht deshalb schon um 8.30 Uhr beginnen, an anderen Schulen haben die Schüler ganze 22 Minuten Zeit zum Mittagessen und wieder andere haben auf ihren Park- oder Sportplätzen für teures Geld angemietete Partyzelte aufgestellt, die mit ebenfalls angemieteten Bänken und Tischen ausgestattet sind. Die ohnehin seit Jahren aufgrund des Lehrermangels arg strapazierte Lehrerschaft hat außerdem nun auch noch mit dem Thema "Mittagessen" zu tun, denn die Schüler müssen ja begleitet und beaufsichtigt werden.

    Das Ganze ist eine einzige Katastrophe. Und die SPD, die bekanntermaßen derzeit den Regierungschef in Berlin stellt, ist seit 2001! Teil der Berliner Landesregierung, stellte den Regierungschef und hat seitdem das Bildungsressorts inne. Und was tut der derzeitige Regierungschef, Herr Müller? Er verteidigt Frau Scheeres und meint, man sei auf dem richtigen Weg ...


    Und zum Schluss noch diese Posse hier, die jeder selbst lesen sollte ...

    "Wie eine falsche Polizistin die Behörden narrte":

    https://www.tagesspiegel.de/be…?utm_source=pocket-newtab