Tarifpolitik - Lohnabschlüsse - Diskussion

  • Zunächst einmal, bei einem 450€ Job kann man sich nicht von den Sozialversicherungen befreien lassen, nur von der Rentenversicherung. Außerdem entfallen Arbeitslosen- und Pflegeversicherung.

    Die Gleitzonenproblematik ist mir bekannt, jedoch bietet sie auch Vorteile. Zum Beispiel wird bei längerer Krankheit Krankengeld gezahlt, man erwirbt ALG I Ansprüche, man kann neben dem "Hauptjob" einen weiteren Minijob ausüben, ohne dass dieses Einkommen zusammengerechnet wird, wie bei einem 450€ Job.


    Und man hat auch etwas getan, um die Abgaben weiter zu senken in der Gleitzone.

    https://www.aok-business.de/ba…d-gleitzonenrechner-2019/

    Religion wird von den einfachen Leuten als wahr, von den Weisen als falsch und von den Herrschern als nützlich angesehen.

    Lucius Annaeus Seneca

  • Prinzipiell haben wir eine Krankenversicherungspflicht.....nur - bei 450€-Jobbern gibt es mehrere Möglichkeiten, wie das faktisch nicht zu Zahlungen von den 450€ an den Krankenversicherer führt.....beispielsweise auch die Familienversicherung.....


    Relevant ging es mir aber um die Gleitzonenproblematik - und die ist nach wie vor existent und real - auch wenn daran gearbeitet wurde.


    Spannend wären Lösungen, die das Thema endlich mal nachhaltig angehen.

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    Spannend wären Lösungen, die das Thema endlich mal nachhaltig angehen.

    Die simpelste wäre, das gesamte Sozialabgabenpaket in die Steuern zu verschieben. Das brächte eine erhebliche Verbesserung für kleine Einkommen mit sich.

    Religion wird von den einfachen Leuten als wahr, von den Weisen als falsch und von den Herrschern als nützlich angesehen.

    Lucius Annaeus Seneca

  • Die simpelste wäre, das gesamte Sozialabgabenpaket in die Steuern zu verschieben. Das brächte eine erhebliche Verbesserung für kleine Einkommen mit sich.

    Das halte ich auch prinzipiell für den richtigen Weg.

    Tatsächlich wird heute Umverteilung sowohl über das Steuersystem als auch über die Sozialsysteme organisiert - was genau dazu führt, dass derzeit faktisch unterm Strich tendenziell die Reichen bis Superreichen sich nicht fair an der Finanzierung des Staatswesens insgesamt beteiligen.


    Einigen Superreichen ist das bewusst - und sie thematisieren das sogar! Um so trauriger, dass die Politik das nicht aufgreift, und endlich für ein faires System sorgt.