Nachrichten des Tages

  • Da nur 35 Personen (incl. Bordpersonal) an Bord des für 60 Fahrgäste ausgelegten Ausflugsschiffes waren, kann von Überladung keine Rede sein. Allerdings müsste die Berichterstattung den eigentlichen Unfallhergang genauer schildern, damit man sich ein Bild davon machen könnte, wer die Kollision verschuldet hat. Und da das kleinere der beiden unfallbeteiligten Schiffen innerhalb von Sekunden gesunken ist, kann nicht einmal verwundern, dass die Zeit fehlte, die Rettungswesten anzulegen.

    Rein konstruktionstechnisch stellt sich allenfalls die Frage, ob ein Schiffsrumpf nicht sowei über Auftriebskörper verfügen müsste, um derart raschem Sinken vorzubeugen - ich erinnere mich an die Proteste von Barkassenbetreibern und Traditionsschiffseignern, als die EU doppelwandige Rümpfe gesetzlich vorgeschrieben hatte, was die Betriebserlaubnis für die betreffenden Schiffstypen erlöschen ließ.

    Aber wenn bestimmte Boots-/Schiffstypen gefährdet sind, sofort zu sinken, dann sollte der Schiffsführer entsprechend achtsam unterwegs sein…

    Wenn man sich auf ein Schiff begibt, sollte man eben schwimmen können. Die Donau ist derzeit nicht so kalt, dass man in Minuten erfriert, wie in kalten Gewässern. Und auch wenn es vor der Margareteninsel starke Verwirbelungen oder Strudel gibt, geht ein Schwimmer nicht gleich unter.

  • Das Flusskreuzfahrtschiff ist dem anderen, kleinen, mit Schmackes hinten reingedonnert. […]

    In der Tat ist Bildmaterial zweier Überwachungskameras in unterschiedlichen Nachrichtenmedien zu sehen, der Kapitän des größeren Flusskreuzfahrtschiffs ist bereits am gestrigen Abend verhaftet worden. Die Hoffnung darauf, die Vermissten lebend zu finden und zu bergen, ist allerdings gering.

  • In der Tat ist Bildmaterial zweier Überwachungskameras in unterschiedlichen Nachrichtenmedien zu sehen, der Kapitän des größeren Flusskreuzfahrtschiffs ist bereits am gestrigen Abend verhaftet worden. ...

    Über die tatsächliche Schuldfrage sagt das freilich nichts aus. Ich hab mal nach der Betonnung dort geschaut. Vor der Brücke (alles in Stromrichtung gesehen) gibt es um eine Insel ein "Einbahnstraßensystem". Mit einer sehr engen Betonnung in beide Fahrtrichtungen. Das Flusskreuzfahrtschiff und das Ausflugschiff passen da keinesfalls in Parallelfahrt durch. Es besteht also auch die Möglichkeit, dass der Ausflugskahn unbedingt noch überholen wollte und angesichts der in Sicht kommenden roten Tonne und damit der Inselspitze vorm Bug nach steuerbord zog. Und damit direkt vors Kreuzfahrtschiff. Die veröffentlichten Filmchen lassen jedenfalls die Möglichkeit zu.


    Ich sehe schon wieder neue Regeln und Einschränkungen kommen... Übrigens auch in DE angesichts des Unfalls an einer Rheinschleuse mit vermutlich 4 Toten. Das muss man sich mal genau reinziehen. Da fahren Leute, die nicht schwimmen können ohne Rettungswesten (dafür aber mit zwei Kindern) mit einem völlig ungeeignetem Elektromotor am Schlauchboot ohne jegliche Ahnung von Schifffahrtsregeln (Was sind schon gelbe oder so komische rot-weiße Tonnen??) bei Hochwasser auf dem Rhein rum. Deutschland verblödet. Ohne wenn und aber.

  • Ja, es gibt ein paar Rheinschleusen, u.a. eben die bei Gerstheim. Das Unglück begab sich auch nicht direkt im Schleusenbereich, sondern im benachbarten Arm des Rheins, der sich dort geteilt hat. Nur dort gibt es Wehre, denn neben der eigentlichen Schleuse steht ein Wasserkraftwerk und auf dem bekannten Bild sieht man in der Rolle nach einem Wehr ein durchgekentertes Schlauchboot vor sich hindümpeln. Darauf ist auch der spaßige Elektro Außenborder zu erkennen. Schwimmwesten hatten sie nicht, sonst wären sie ja nicht ertrunken. Das ist nun auch bestätigt worden. Sieht man sich den Abschnitt auf einer Flusskarte an, dann erscheint eine ganze Farm von Verbotskennzeichnungen. Man muss sich schon Mühe geben, die zu übersehen.

  • Oha, um mir das von Dieter erwähnte "bekannte" Bild aus Gerstheim nochmals genauer anzuschauen, rief ich die eigenhändig am Vortag verlinkte Quelle nochmals auf - und stieß dabei auf eine weitere (aktuellere?) Nachricht: Greta Thunberg (der Name dürfte wegen seiner Dauerpräsenz in den Nachrichten geläufig genug sein, um hier einen Link einsparen zu können. Was tut man nicht alles für den Klimaschutz!) hat verkündet, jetzt ein weiteres Jahr der Schule (nicht wie bisher nur Freitags) fernzubleiben… mal schauen, wie viele hunderttausend Follower und Nachahmer das nun wieder finden wird.

  • Nahles hat nun endlich begriffen, dass sie die SPD nicht zu führen vermag und wird zurücktreten. Der Kardinalfehler war der Verbleib in der GroKo. Schulz hatte davor dilettantisch den Wahlkampf vergeigt, nun wird das Personal insgesamt an der Spitze knapp, weil keiner nach dem Schröder Desaster Hartz IV noch irgendwie glaubwürdig die Interessen der ursprünglichen SPD Klientel zu vertreten vermag.

    Wenn jetzt endlich die GroKo platzt, dürfte die Chance bestehen, in Deutschland einen Neustart in der Politik zu starten. AKK und Merkel dürften Nahles folgen müssen, ein/e grüne/r Kanzler/in wäre ja mal zumindest etwas Neues.

  • Nahles hat nun endlich begriffen, dass sie die SPD nicht zu führen vermag und wird zurücktreten. Der Kardinalfehler war der Verbleib in der GroKo. Schulz hatte davor dilettantisch den Wahlkampf vergeigt, nun wird das Personal insgesamt an der Spitze knapp, weil keiner nach dem Schröder Desaster Hartz IV noch irgendwie glaubwürdig die Interessen der ursprünglichen SPD Klientel zu vertreten vermag.

    Wenn jetzt endlich die GroKo platzt, dürfte die Chance bestehen, in Deutschland einen Neustart in der Politik zu starten. AKK und Merkel dürften Nahles folgen müssen, ein/e grüne/r Kanzler/in wäre ja mal zumindest etwas Neues.

    Diese "Ehrerbietung" sollten die Genossen der Kanzlerin aber auf alle Fälle noch zukommen lassen ;-) Aber immerhin war Frau Merkel für mich eine der besten Außenminister/in die D je hatte.


    Raus aus der groko, dann liegt es an der CDU ob sie als Minderheit regiert (und arbeiten muss), die Gelben und Grünen hofiert oder Neuwahlen anstrebt.Party is over- D möchte vorankommen.

  • Nahles hat nun endlich begriffen, dass sie die SPD nicht zu führen vermag […]

    Die SPD macht seit geraumer Zeit ohne den Eindruck eher richtungs- oder führungslos im Erfolgswellental so grad noch an der Wasseroberfläche zu treiben… übrigens werden's gewöhnliche Parteimitglieder sein, die ihr das Amt der Parteivorsitzenden per Abstimmung zugewiesen haben…