Nachrichten des Tages

  • Die Freie und Fahrradstadt Hamburg verfügt auch in diesem Jahr wieder über gleich zwei Vereine, die in der Zweiten Bundesliga spielen, und am gestrigen Abend fand das Lokalderby statt, das der FC St. Pauli auf eigenem Platz 2:0 gewonnen hat…


    Den Hinweis auf die Neugestaltung zahlreicher Straßen Hamburgs konnte ich mir nicht verkneifen, denn der versprochene Sicherheitsgewinn für die Radler scheint mit den Fahrradstreifen nicht so recht gewährleistet zu sein.

  • Hast wohl wieder nicht richtig gelesen.

    Dochdoch, ich hab's gelesen… da darf Otto Mitnahmekaffeetrinker jetzt also für 3 Euro einen "Pfandbecher", der aus einem Abfallprodukt der Papierherstellung besteht, erwerben, der in derzeit in 25 Cafés, Tankstellen und Bäckereien wiederbefüllt wird… bei dieser exorbitanten Anzahl teilnehmender Kaffeeausschankbetriebe ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass von den derzeit 30.000 Bechern die Hälfte nach einigen Tagen vergeblicher Suche nach einem Wiederbefüllungs-Kaffeeanbieter doch wieder im Müll oder am Wegesrand landen… immerhin soll die Zahl de (für den Handel) gratis zur Verfügung gestellten Drei.Euro-Becher (dafür kriegt man auf 'nem Handwerkermarkt auch 'ne handgedrechselte Steinguttasse) binnen Jahresfrist verfünffacht werden. Auch die Zahl der teilnehmenden Barista soll noch wachsen - welch schönes Versprechen. Aber vorerst werden die künftig sich dieser Aktion anschließenden Gewerbetreibenden weiterhin der vertrauten Einwegbecher bedienen - so dass der durstig seinem Arbeitsplatz entgegenstrebende Endverbraucher am Ende einen Jutebeute mit sieben verschiedenen Einwegbecher und mehreren Pfandbechern mit sich herumschleppt, bis er entnervt den ganzen Müll doch entsorgt, zumal er eine freie Hand benötigt, um seinen aktuell genutzten Trinkbecher ohne zu kleckern an die Lippen führen muss…


    Rosemarie Heilig, die so frohlockende Lokalpolitikerin der grünen Fraktion vermehrt also lediglich das Problem der bislang jährlich anfallenden 25 Mio weggeworfener Becher… allerdings freut sich die Papierwirtschaft, die jetzt für ein Abfallprodukt ihrer Produktionskette die Öffentliche Hand als Abnehmer gewinnen konnte. Und die Recyclingwirtschaft freut sich ebenfalls, weil das Müllaufkommen sich nicht spürbar reduzieren wird…

  • Immer dieser unausgegorene Ökoquatsch […]

    Aber wir sollen derartige Aktionen doch etwas positiver betrachten… so gar zwei ARAL-Tankstellen haben sich der#MainBecher-Aktion angeschlossen, deren Erfinderinnen eine Wette gegen die Stadt Frankfurt gewonnen haben, und der Becher besteht aus zu 100% nachwachsenden Rohstoffen, der Materialmix der gegen diesen Becher einzutauschenden Pfandmarke ist leider nicht näher spezifiziert… dafür gibt's ne Pfandbecher-Homepage!

  • Immer dieser unausgegorene Ökoquatsch....jetzt weiß ich auch, warum bei allem, was die dusseligen Grünen so anfassen, der "Laden Deutschland" immer mehr im Eimer geht....

    Genau. Lassen wir es doch bei den jährlich anfallenden 25 Mio Plastikbechern.

    Aber ich gebe dir Recht - was da wegen eine Modeerscheinung, auf gut Neudeutsch Coffee-to-go genannt, für ein Geschiss gemacht wird. Man könnte auch einfach verlangen, wer seinen Kaffee unbedingt unterwegs trinken muss, soll sich seine eigene Tasse mitbringen, fertig. Ach nee, dann müsste man ja die Plastikbecher verbieten, und verbieten geht ja überhaupt nicht ...

  • […] Man könnte auch einfach verlangen, wer seinen Kaffee unbedingt unterwegs trinken muss, soll sich seine eigene Tasse mitbringen, fertig. […]

    Jaja, so einfach stellen sich Lieschen Müller und Berhold Schröder die Weltverbesserung vor… wie mag es überhaupt gekommen sein, dass der morgendliche Muntermacher nicht mehr am Frühstückstisch sitzend eingenommen wird?! Wolle man ernstlich gegen die Mengen der nach einmaligem Gebrauch zugeführten Trinkbecher vorgehen, wäre es beispielsweise sinnvoll gewesen, von vornherein sämtliche Kaffeeausschänke in unmittelbarer Nähe stark frequentierter U-, S- Straßenbahn-, Bus und vor allem Umsteigehaltestellen darauf anzusprechen, einheitliche und wiederverwendbare Becher zu verwenden und gegenseitig auch anzunehmen. Denn der rasche Pausendrink wird, ebenso der Schoko- oder Müsliriegel, während der Wartezeit geordert, aber zumeist erst während der Weiterfahrt konsumiert… die Stadtreinigung wird zudem wissen, an welchen Hotspots in den öffentlich aufgestellten Papierkörben und im Rinnstein die meisten der jährlich 25 Millionen Einwegbecher so aufgesammelt werden.


    Logischerweise würde sich dann gerade dort die Aufstellung ein Rücknahmeautomats lohnen, der dann einen Voucher ausgibt, der beim Kauf des nächsten Kaffee das Becherpfand kompensiert oder einen kleinen Rabatt gewährt… rein lebensmittelrechtlich ist die Stellung privater Becher für den Barista nicht unproblematisch - und der Kunde benötigt ein kleckersicheres Trinkgefäß, dass den Kaffee thermisch isoliert, ergonomisch den Gebrauch erleichtert und bei Verstauung nach Gebrauch in der Akten- oder Manteltasche keine Flecken erzeugt…

    Idealerweise soll so ein Becher auch zu den im Auto verfügbaren Cupholdern kompatibel sein. Im Gegensatz dazu ist der von der Grünen Umweltpolitikerin präsentierte Metall-Trinkhalm mit integrierter Reinigungsbürste eher für Kaltgetränke geeignet (wer tränke Kaffee durch nen Strohhalm?! Und wer möchte seine Spülbürste im gerade genossenen Getränke stehen haben?!)

  • Ich seh schon, wohin das führt...wenn wir so einigen Geniestreichen mancher Ökoaspiranten nachgeben, wird in den nächsten Jahrzehnten jeder wieder auf seinem Stückchen Acker herumwuseln....


    Strohhalm aus Metall mit eingebauter Spülbürste?????


    Na so ein Scheiß kann ja nur von den Schwachmaten aus der grünen Fraktion kommen....

  • Wie wär's, wenn Du Dich mal informieren würdest? Ja, ja, selbst solch ein Wegwerfprodukt wie der "Pappbecher" hat seine Geschichte. Und irgendwie ist er ja nicht grundlos so populär geworden…

    Ehrlich gesagt interessiert mich weder die Geschichte dieses Wegwerfproduktes noch dessen Popularitaet. Coffee to go ist die letzte Erfindung. Es ist weniger fehlende Zeit, sondern eher reine Bequemlichkeit, den Muntermacher nicht selbst zuzubereiten.

    Ich darf regelmaessig die Plastikbecher, die aus den Autos fliegen, auf unserer Strasse sammeln und aergere mich masslos ueber Angestellte "meines" Carrefour Marktes, die bei Oeffnung mit ihrem Coffee to go spazieren, und Schulmaedchen, die es wahrscheinlich chic finden, mit dem Becher in der Hand zur Schule zu schlendern. Diesen Unfug wuerden sich Einige mit eigenem Becher gewiss abgewoehnen und damit haetten wir eine Plastik-Problem und Dreck weniger.

  • Wenn wir sonst keine Probleme haben!? Ich hatte in meinem Leben nur einen Kaffee Togo. Brachte ne Kollegin auf einer Autobahnraststätte. Ansonsten habe ich für solche Fälle seit über 10 Jahren einen Thermobecher, der aussieht wie ein Kameraobjektiv. Den nehme ich im Bedarfsfall, sag "Mach mal bitte voll" und gut ist. Wiegt auch wenig, macht sonst keine Mühe, hält lange warm. In der Umweltdiskussion redet man, rein praktisch, von riesigen Verbots- und Verunmöglichungsorgien. Und man hat nichts besseres zu tun, als über solche Becher zu diskutieren??