Schulische Bildung in Deutschland

  • Ich nehme an, auch Hochschulen/Universitäten finden Platz in diesem Thread?

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    Der Deutsche Hochschulverband macht zu meinem großen Erstaunen Front gegen die bereits bösartig-aufdringliche politische Korrektheit und verteidigt anders lautende Meinungen:


    Zitat

    „Die Suche nach Wahrheit und Erkenntnis lebt vom leidenschaftlichen, heftigen und kontroversen Ringen um Thesen, Fakten, Argumente und Beweise. An Universitäten muss daher jede Studentin und jeder Student sowie jede Wissenschaftlerin und jeder Wissenschaftler seine Forschungsergebnisse, Thesen und Ansichten ohne Angst zur Diskussion stellen können“, betonte Kempen. „Widersprechende Meinungen müssen respektiert und ausgehalten werden. Differenzen zu Andersdenkenden sind im argumentativen Streit auszutragen – nicht mit Boykott, Bashing, Mobbing oder gar Gewalt.“


    Gerade unkonventionellen, unbequemen und unliebsamen Meinungen müssten Universitäten ein Forum bieten, solange es Forschungsergebnisse und wissenschaftliche Thesen von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern sind. Damit sei unvereinbar, dass sich in letzter Zeit Ausladungen von Personen häufen, die vermeintlich unerträgliche Meinungen verträten. „Soweit es sich um den Versuch handelt, die Äußerung wissenschaftlicher Auffassungen zu unterbinden, ist das einer Universität nicht würdig“, erklärte Kempen.

    https://www.hochschulverband.d…6a747f0b20e53f722978ed5#_

  • Zitat

    „Widersprechende Meinungen müssen respektiert und ausgehalten werden. Differenzen zu Andersdenkenden sind im argumentativen Streit auszutragen – nicht mit Boykott, Bashing, Mobbing oder gar Gewalt.“

    Schön und gut, aber das zählt nicht für pseudowissenschaftliche, an Verschwörungstheorien glaubende Trottel, für die gilt immer noch:


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    Religion wird von den einfachen Leuten als wahr, von den Weisen als falsch und von den Herrschern als nützlich angesehen.

    Lucius Annaeus Seneca

  • Herr Kempen vom Deutschen Hochschulverband sagt aber: "Gerade unkonventionellen, unbequemen und unliebsamen Meinungen müssten Universitäten ein Forum bieten, solange es Forschungsergebnisse und wissenschaftliche Thesen von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern sind."

    Ja, das sagte er. Du möchtest das also nur darauf beschränken?

  • Den Abschnitt mit unwissenschaftlichen, parteipolitischen Aeusserungen hast du wohl nicht gelesen.

  • @ Kojo: Ja. Er schrieb nicht ohne Grund das Wörtchen "solange". Alles andere sind Meinungen. Zwar bin ich der Meinung, dass auch Meinungen kontrovers diskutiert werden können und ohne Bashing vertreten werden sollten, aber manchmal, wenn einer ausgiebig missionarisch daherkommt, wäre es übermenschlich, die Haferstiche zu ignorieren.

  • Herr Kempen vom Deutschen Hochschulverband sagt aber: "Gerade unkonventionellen, unbequemen und unliebsamen Meinungen müssten Universitäten ein Forum bieten, solange es Forschungsergebnisse und wissenschaftliche Thesen von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern sind."

    Ja, das ist die beste Methode, außeruniversitäre Forschung auf privater Basis mundtot zu machen. Zur Not kann man sich die Ergebnisse immer noch zu eigen machen und als die eigenen ausgeben. Auch diese Forschung müsste eigentlich in die gesellschaftliche Entwicklung einfließen. Ich spreche da nicht von "die Erde ist eine Scheibe oder hohl" und ähnlichen Dingen. Die muss man aushalten. Bin aber der Meinung, hier liegt aus Standesdünkel heraus ein riesiges Potential brach, was wir in DE schon mal besser genutzt haben.

  • Ja, das ist die beste Methode, außeruniversitäre Forschung auf privater Basis mundtot zu machen. Zur Not kann man sich die Ergebnisse immer noch zu eigen machen und als die eigenen ausgeben. Auch diese Forschung müsste eigentlich in die gesellschaftliche Entwicklung einfließen. Ich spreche da nicht von "die Erde ist eine Scheibe oder hohl" und ähnlichen Dingen. Die muss man aushalten. Bin aber der Meinung, hier liegt aus Standesdünkel heraus ein riesiges Potential brach, was wir in DE schon mal besser genutzt haben.

    Was man aber meist erlebt, ist keine außeruniversitäre Forschung, sondern sind verschwörungstheoretische Behauptungen, die sich auf obskure Forscher stützen. Ich bekomme oft so Zeugs, wie, glaube ich, jeder, der etwas intensiver in der Umweltszene zugange ist.

  • Was man aber meist erlebt, ist keine außeruniversitäre Forschung, sondern sind verschwörungstheoretische Behauptungen, die sich auf obskure Forscher stützen. Ich bekomme oft so Zeugs, wie, glaube ich, jeder, der etwas intensiver in der Umweltszene zugange ist.

    Dazu bin ich der Meinung, dass man nicht unbedingt an einer Hochschule oder Universität tätig sein muss, um als Wissenschaftler oder Forscher zu gelten.

  • Natürlich muss man nicht an einer Uni oder Hochschule sein. Nicht einmal ein akademischer Abschluss ist zwingende Voraussetzung, allerdings sollte das, was der Freizeitforscher veröffentlicht auch einer entsprechenden peer-review standhalten. Das können die wenigsten Flacherdler oder Reptiloidengläubige von sich behaupten.

    Religion wird von den einfachen Leuten als wahr, von den Weisen als falsch und von den Herrschern als nützlich angesehen.

    Lucius Annaeus Seneca

  • Was man aber meist erlebt, ist keine außeruniversitäre Forschung, sondern sind verschwörungstheoretische Behauptungen, die sich auf obskure Forscher stützen. Ich bekomme oft so Zeugs, wie, glaube ich, jeder, der etwas intensiver in der Umweltszene zugange ist.

    Mit dem "meist erlebt" gehe ich pauschal nicht mit. Das gibt es auch, ganz sicher. Ist ja nicht zu leugnen. Andererseits gab es - um mal nur bei meinen Interessengebieten zu bleiben - tausende historisch Interessierte, die entscheidende Beiträge zur Geschichtsschreibung geliefert haben. Bevor man ihnen wesentliche Voraussetzungen dazu genommen hat. Ohne die Hobbybeiträge zu regionaler Flora, Fauna, Geologie und Paläontologie vom Anfang des 20. Jhdts. würde heutige akademische Wissenschaft recht alt aussehen. Bevor man denen die Möglichkeit dazu genommen hat. Fast 80% aller heutigen Färbemethoden in der Mikroskopie stammt aus Hobbyforschung. Bevor es für diesen Personenkreis offiziell keine Chemikalien mehr zu erwerben gab. Das lässt sich seitenweise fortsetzen. Man lässt Potential nicht nur brach liegen, man vernichtet es. Dagegen werde ich immer anschreiben. Wie war das mit der Freiheit der Forschung?

  • Stimmt beides, gute Hobbyforschung gibt es genau so wie die Reptilienjünger. Ich könnte mir allerdings vorstellen, dass es früher weniger Reptilienjünger und mehr Ernsthafte gab als heute, weil es das Internet nicht gab, wo man sich manchen Unsinn zusammenklauben kann.

  • Stimmt beides, gute Hobbyforschung gibt es genau so wie die Reptilienjünger. Ich könnte mir allerdings vorstellen, dass es früher weniger Reptilienjünger und mehr Ernsthafte gab als heute, weil es das Internet nicht gab, wo man sich manchen Unsinn zusammenklauben kann.Naja, das Problem ist halt auch, dass in den letzten 100 Jahren derart viel an Basisforschung veröffentlicht wurde, dass es im low-level-Bereich, wo wenige Mittel ausreichen um Ergebnisse zu erzielen, richtig eng wird. Klar, im Bereich Biologie und Natur sind noch längst nicht alle Arten katalogisiert und bekannt, aber im technischen oder pharmazeutischen Bereich ist heute kaum noch was zu holen für Freizeitforscher mit schmalem Geldbeutel.

    Religion wird von den einfachen Leuten als wahr, von den Weisen als falsch und von den Herrschern als nützlich angesehen.

    Lucius Annaeus Seneca

  • Das meine ich auch. Genau das wollte ich ausdrücken. Und deshalb gibt es genau in diesem Bereich, dem pharmazeutischen etwa, sehr viele Hobbyforscher, die "herausgefunden" haben, wie ein Teelöffel gemahlene Fliegen am Tag jeden Krebs besiegen kann - oder so. Oder dass der Staat aus diesem Grund Fliegen bekämpft, um die Pharmaindustrie zu schützen... In dieser Art sind nicht wenige der Mitteilungen, die man erhält.

  • Schon unsere Jüngsten in den Kitas sollten von der Amadeou-Antonio-Stiftung (Vorsitzende Kahane war IM für die Stasi) dazu angehalten werden, ihre Eltern zu bespitzeln, ob sie rechtem Gedankengut anhingen. Nun ist diese vermaledeite "Stiftung" vor Gericht gescheitert.


    Zitat

    Die Amadeu-Antonio-Stiftung veröffentlichte im Herbst eine umstrittene Broschüre für das Personal von Kitas und entfachte damit eine Debatte. Die Broschüre wende sich gegen Vorurteile, schüre dabei aber selbst welche, sagte der CDU-Politiker Falko Liecke. Er ist Vizebürgermeister und Jugenddezernent im Berliner Bezirk Neukölln und riet Kita-Mitarbeitern davon ab, die Broschüre zu nutzen. Mit dem Heft wollte die Stiftung auf Rechtsextremismus und Diskriminierung in Kitas reagieren. Es enthält Hinweise für Erzieher, wie man rechtsextreme Eltern identifiziere könne.


    Ein Fallbeispiel aus der Broschüre lässt sich so interpretieren, dass bereits ein Mädchen mit Zöpfen, das daheim zur Handarbeit angeleitet wird, unter Umständen rechtsextreme Eltern hat. Liecke sagte,Erzieher seien nicht dafür zuständig, die politische Gesinnung der Eltern zu prüfen. In einer Pressemitteilung liess er kein gutes Haar an der mit Steuermitteln geförderten Broschüre.


    Liecke bezweifelt, dass die Stiftung im öffentlichen Interesse handelt, und regte an, deren staatliche Förderung zu prüfen. Die erbittert geführte Debatte um die Kita-Broschüre dürfte somit nicht das letzte Kapitel im Konflikt um die Stiftung sein.



    https://www.nzz.ch/internation…Fx9IceEvko2S1bLmBRsco6Llc

  • Die Digitalisierung der Klassenzimmer schreitet voran - und wo bislang vielleicht die Mittel fehlten, Computer für jeden Schüler jeder Klasse bereitzustellen, ergreifen die bildungshungrigen Kinderchen selbst die Initiative, und fordern einen Smartphone-Tag, an dem alle Lehrer und Lehrerinnen ihren Unterricht mit Smartphones machen müssen… Schließlich lernt sich's doch viel besser, wenn der Unterricht darin besteht, dass jeder auf seinem Telefon 'rumdaddelt…

  • Es wäre ganz hilfreich, zunächst selbst die Broschüre zu lesen. Dann würde man schnell merken, dass "ihre Eltern zu bespitzeln, ob sie rechtem Gedankengut anhingen" völliger Stuss ist.

    Du wirst bald die Erfahrung machen, dass hier eingie Feindbilder gepflegt werden, je nach politischer Grundhaltung entweder alle, die organisiert die Rechten bekämpfen, oder alles, was mit amerikanischen Regierungen zu tun hat, oder auch den Westen als solches.

  • Die Digitalisierung der Klassenzimmer schreitet voran - und wo bislang vielleicht die Mittel fehlten, Computer für jeden Schüler jeder Klasse bereitzustellen, ergreifen die bildungshungrigen Kinderchen selbst die Initiative, und fordern einen Smartphone-Tag, an dem alle Lehrer und Lehrerinnen ihren Unterricht mit Smartphones machen müssen… Schließlich lernt sich's doch viel besser, wenn der Unterricht darin besteht, dass jeder auf seinem Telefon 'rumdaddelt…

    Verstanden hast du anscheinend nichts, nicht 'rumdaddeln, sondern sinnvoll einsetzen.

    Ach ja, du heulst ja den Lehrmitteln aus dem Museum nach. Wie waere es mit Schiefertafel und Griffel an Stelle von Digital?


    Nur, nicht jeder kann sich ein Smartphone leisten, also Tablet von der Schule.