Totalüberwachung

  • Da täusch Dich nicht. Das mag bei FJS noch so gewesen sein, ist aber nicht mehr (so deutlich....).

         



    Höflichkeit ist wie ein Luftkissen - scheinbar ist nichts drin, aber es mildert die Stöße.

  • Man wird halt geschickter, eine Folge von Lernprozessen.

    Man hat andere heute Mittel, .... und viele lassen sich freiwillig und/ oder bewusst ueberwachen.


    Schon mal Gedanken ueber die neuen Stromzaehler gemacht? Die Gesellschaften kennen die Tagesablaeufe und Gewohnheiten der Verbraucher sehr genau. Die Haushalte sind 7 Tage/ Wo. 24 Std. am Tag online.

    "Unsere Antwort ist mehr Demokratie, mehr Offenheit und mehr Humanitaet" ( J. Stoltenberg nach den Terroranschlaegen)

  • Ich wüßte jetzt nicht, warum mein Stromanbieter nicht wissen darf, wann ich aufstehe, Kaffee koche, am Computer sitze, fernsehe oder schlafen gehe. Gelegentlich schmeiß ich auch die Waschmaschine an (und er weiß nicht mal, ob meine Frau oder ich!) oder einer von uns beiden schaltet die Pyrolyse an.

    Welchen Strick könnte er mir daraus drehen?

         



    Höflichkeit ist wie ein Luftkissen - scheinbar ist nichts drin, aber es mildert die Stöße.

  • Ich wüßte jetzt nicht, warum mein Stromanbieter nicht wissen darf, wann ich aufstehe, Kaffee koche, am Computer sitze, fernsehe oder schlafen gehe. Gelegentlich schmeiß ich auch die Waschmaschine an (und er weiß nicht mal, ob meine Frau oder ich!) oder einer von uns beiden schaltet die Pyrolyse an.

    Welchen Strick könnte er mir daraus drehen?

    Solange der Stromanbieter die Daten fuer sich behaelt.

    "Unsere Antwort ist mehr Demokratie, mehr Offenheit und mehr Humanitaet" ( J. Stoltenberg nach den Terroranschlaegen)

  • Interesse könnten z.B. all diejenigen haben, die wissen möchten, ob und wann jemand zu Hause ist. Das fängt bei Strafverfolgern und Gerichtsvollziehern an und hört bei Einbrechern auf.

    Libertarismus. Eine einfältige rechte Ideologie, die sich ideal für diejenigen eignet,

    die nicht in der Lage oder nicht bereit sind, über ihre eigene soziopathische Haltung hinauszusehen.

    * Iain Banks

  • Gut, aber wie und wo könnten z. B. Einbrecher an die Daten kommen?

    Mal nachdenken ....


    Schon gut, ich glaube, sowas wie Korruption existiert ja nicht in unserem Musterland.

    Libertarismus. Eine einfältige rechte Ideologie, die sich ideal für diejenigen eignet,

    die nicht in der Lage oder nicht bereit sind, über ihre eigene soziopathische Haltung hinauszusehen.

    * Iain Banks

  • Gut, aber wie und wo könnten z. B. Einbrecher an die Daten kommen?

    Wenn ich da so durch meine Mails gehe, .....

    Da frage ich mich auch die Kriminelle an meine Adresse komme.

    "Unsere Antwort ist mehr Demokratie, mehr Offenheit und mehr Humanitaet" ( J. Stoltenberg nach den Terroranschlaegen)

  • Gut, aber wie und wo könnten z. B. Einbrecher an die Daten kommen?

    Die brauchen bloß mal beim Meldeamt/Gemeinde nachfragen, falls Du nicht die Weitergabe von auf Dich bezogenen Daten untersagt hast. Das musst Du aktiv tun. Zudem sollten die Leute im Wohngebiet alle aufmerksam sein, wenn sich Ortsfremde gelangweilt die Namensschilder an Häusern betrachten und beobachten, wie die Lebensverläufe im Ort vonstatten gehen. Kaum ein Einbruch findet spontan oder unvorbereitet statt.

  • Was wäre nun so schlimm daran?


    Ein Haftbefehl könnte effizient vollstreckt werden.

    Tja, was wäre wohl schlimm daran, wenn der Staat durch Zugriff auf jede denkbare Datenbank jederzeit herausfinden könnte, wo ein bestimmter Bürger sich aufhält, wo er einkauft, welchen Hobbys er nachgeht, mit wem er wann telefoniert ....


    Ich wünsche mir 1984 zurück ...

    Libertarismus. Eine einfältige rechte Ideologie, die sich ideal für diejenigen eignet,

    die nicht in der Lage oder nicht bereit sind, über ihre eigene soziopathische Haltung hinauszusehen.

    * Iain Banks

  • Wer könnte Interesse daran haben, die Daten zu kennen?

    Ein Aspekt der Debatte, unabhängig von deinem Stromzähler, ist, dass Geheimdienste prinzipiell alle Daten haben wollen, um sie später bei Bedarf nutzen zu können, weshalb sie sich in alle möglichen Netze und Datenspeicher einzuhacken versuchen. Haben sie die Daten von z. B. 10 Millionen Menschen, die alle denken, sie seien so unwichtig, dass niemand überhaupt ein Interesse an ihren Daten haben könne, so dürfte rein statistisch gesehen 10 Jahre später ein bestimmter Prozentsatz dieser 10 Millionen Menschen mittlerweile Schlüsselpositionen in Politik oder Wirtschaft einnehmen, was die früher von Geheimdiensten rein routinemäßig-automatisch gesammelten Daten plötzlich sehr wertvoll (hinsichtlich Wirtschaftsspionage oder Manipulation politischer Entscheidungen) - und die betroffenen Entscheidungsträger möglicherweise erpressbar - werden ließen.

    Wenn also du sagst, du und deine Daten seien (und blieben) völlig uninteressant, mag das stimmen. Wenn es 10 Millionen sagen (und alle genauso fest davon überzeigt sind wie du), stimmt es bei einigen mit Sicherheit irgendwann nicht mehr ...


    Was mich aber ohnehin immer wundert, ist, dass es die meisten Menschen, die auf einer Bank sitzen und sich unterhalten, störte, setzte sich jemand direkt hinter sie, um sie zu belauschen. Zapft jedoch der 'Staat', ein Geheimdienst oder eine Firma (die ja alle auch für echte Menschen stehen) ihre Daten an, schneidet ihre Chatts mit oder protokolliert ihre Telefonverbindungen, ist es ihnen plötzlich völlig egal ...