Neue Mietgesetze

  • Heute auch Thema im Presseclub https://www1.wdr.de/daserste/p…ungen/wohnmisere-100.html

    Ein Aspekt hier für die ausufernden Preise war, dass die Negativzinsen bzw. 0 Zinsen eine Nische ausgemacht haben, um Geld anzulegen. Dass die Politik dafür sorgen muss, dass das Grundrecht auf Wohnen eingehalten werden muss ist klar. Aber das könnte ja auch irgendwo ganz weit weg im ländlichen Raum sein. Da die Politik aber auch dafür gesorgt hat, dass ohne Arbeit kein Brot gegeben wird (sehr überspitzt, Verbalwalze, ich weiß) und ein bedingungsloses Grundeinkommen noch so dermaßen ein Igitt-Thema ist, muss Politik dafür sorgen, dass Wohnen u n d Arbeit zusammengehen muss. Und die Gesetze sehen als Maßnahme Enteignungen vor. Herr Habeck schließt eine Enteignung auf größerer Ebene nicht mehr aus. Ein Grüner!!! Was tut das gut. :)

    https://www.tagesschau.de/inland/habeck-141.html

    Man will ja auch kein Geld in die Hand nehmen, sonst wäre es u. U. denkbar, Anreize für die Alten/Rentner zu schaffen, Platz in den Städten zu machen. Immer wird nur zugewartet, dass sich das Thema allein durch finanziellen Druck erledigt. Auf Kosten sämtlicher Steuerzahler. Irgendwie erinnert mich das an den Film Catch 22.


    Frdl. Grüße

    Christiane

  • Wir zahlen in einem guten Viertel Euro 1.000 plus ca. Euro 300 Nebenkosten. Man findet absolut nichts billigeres.

    Dazu muss ich noch sagen, dass die Dachgeschossse (4./6. Etagen) günstiger liegen. Viele Ältere ziehen daraus aus, weil das Treppensteigen schwer fällt. Für mich mit COPD und Kurzatmigkeit käme das schon gar nicht in Frage.

  • Eigentlich sollte eine vernünftige Miete gut zu rechnen sein. Anschaffungskosten und Erhaltungskosten der Wohnung geteilt durch den Abschreibungszeitraum, darauf dann eine vernünftige Rendite - das sollte es sein.


    Die Rendite sollte sich am allgemeinen Lohnniveau orientieren - wenn also in einem Jahr im Schnitt 3% Lohnerhöhungen drin sind, sollten 3% Mietpreissteigerungen auch drin sein. Aber eben auch nicht mehr!


    Würde man den Wohnungsbaugesellschaften auferlegen, dass diese nur dann Mietpreiserhöhungen über den Erhöhungen des Lohnniveaus durchsetzen können, wenn es sich um Neuvermietungen handelt, oder entsprechende Wohnraumverbesserungen der Mietpreiserhöhung nachvollziehbar entgegen stehen - dann wäre der Spekulation weitgehend der Boden entzogen.



    Für die hohe Nachfrage und dem geringen Angebot ist aber auch die Politik mit verantwortlich! Wenn nicht ausreichend Grundstücke zur Verfügung gestellt werden, und gleichzeitig Renovierungskosten permanent gesteigert werden, und die Kosten für Neubauten über komplexe Richtlinien erhöht werden - dann sind höhere Preise nur natürlich.


    Es wäre Aufgabe der Politik, hier ganzheitlich gegen zu steuern. Sie tut das nur nicht.

  • Die Rendite sollte sich am allgemeinen Lohnniveau orientieren - wenn also in einem Jahr im Schnitt 3% Lohnerhöhungen drin sind, sollten 3% Mietpreissteigerungen auch drin sein. Aber eben auch nicht mehr!

    Das ist aber sehr optimistisch.Und wie viele Menschen erhalten in D eine jährliche Lohnerhöhung von 3%?Allerdings liegt dein Beispiel unter der gegenwärtigen gesetzlichen Grundlage- 15 - 20% 3 Jahre.

  • ...............Die Rendite sollte sich am allgemeinen Lohnniveau orientieren - wenn also in einem Jahr im Schnitt 3% Lohnerhöhungen drin sind, sollten 3% Mietpreissteigerungen auch drin sein. Aber eben auch nicht mehr!...............

    Wenn schon dann Nettoeinkommenssteigerungen als Grundlage nehmen. Die betragen eben nicht 3 % bei 3% lohneinkommen mehr. Durch Besteuerung und Abgaben, bleibt neben Beachtung der Inflation mehrheitlich nichts in der Brieftasche der Bürger, mitunter ist es sogar ein sattes Minus. Wenn Mieten steigen dürfen, dann, wenn die Erhaltung der Wohnqualität gewisse Werterhaltungsmaßnahmen, Modernisierungen erfordert, die aber auch entsprechend einzig der Abschreibungsbedingungen auf die Miete anzurechnen sind.

  • Es ist für mich im Grunde absolut unverständlich, warum zwar Kosten des Pendelns zur Arbeitsstelle steuerlich geltend gemacht werden können mit der Begründung, dies wären Kosten für den Erhalt des Arbeitsplatzes, aber nicht die Mietkosten für die Wohnung im Gegensatz zu den Finanzierungskosten einer Immobilie.

    Als ob ein Dach über dem Kopf und der Erhalt desselben nicht mindestens ebenso wichtig wäre wie ein Arbeitsplatz.

    Religion wird von den einfachen Leuten als wahr, von den Weisen als falsch und von den Herrschern als nützlich angesehen.

    Lucius Annaeus Seneca

  • Das ist aber sehr optimistisch.Und wie viele Menschen erhalten in D eine jährliche Lohnerhöhung von 3%?Allerdings liegt dein Beispiel unter der gegenwärtigen gesetzlichen Grundlage- 15 - 20% 3 Jahre.

    Bei den gewerkschafltich organisierten Menschen ist eine Lohnerhöhung von 2%+x derzeit Standard. Seit vielen Jahren.


    Für die, die noch nicht mal bereit sind, sich zu organisieren, werde ich nicht sprechen!

  • Ich las, dass in Deutschland etwa 30% der Vermieter keinen Cent daran verdient. Das überraschte mich nicht.

    Auf dem Papier - und Papier ist geduldig.

    Einer meiner Bekannten in Berlin ist so einer, er hat in Steglitz ein Mietshaus geerbt, ein typischer Altbau mit 16 Wohnungen. Er wohnt selbst in einer der Wohnungen und macht die Verwaltung selbst, was aber kein Problem darstellt da er selbst beim Bausenator als Jurist arbeitet.


    Unter dem Strich hat er, zumindest auf dem Papier, am Ende des Jahres vielleicht ein paar Hundert Euro verdient, aber was in den Kosten alles drinsteckt, da sollte man wohl besser nicht so genau hinschauen. Allerdings wird kaum einer der Mieter auf diese Idee kommen, denn er bietet extrem niedrige Mieten.

    Religion wird von den einfachen Leuten als wahr, von den Weisen als falsch und von den Herrschern als nützlich angesehen.

    Lucius Annaeus Seneca

  • Wieviel bleibt davon nach Steuern, Abgaben und inflation netto übrig, das ist die Grundfrage!

    Das ist irrelevant.


    Für die gezahlten Steuern bekommst du staatliche Leistungen.


    Die Lohnerhöhungen liegen regelmäßig über der Inflation.



    Wenn du der Meinung bist, dass Steuern und Abgaben zu hoch sind, dann musst du auf der Ausgabenseite von Bund, Ländern, Gemeinden und den Sozialversicherungen sagen, was du einsparen willst.


    Über die Jahre hinweg ist regelmäßig ein Produktivitätsfortschritt messbar, der mittelfristig immer auch mit Reallohnsteigerungen einher geht.

  • Ist ja schoen wenn Lohnerhoehungen ueber der Inflation liegen, nur gehen viele durch die Mieterhoehungen unterm Strich trotzdem in Minus, dazu kommt Energie wie Strom und Gas.

  • Ist ja schoen wenn Lohnerhoehungen ueber der Inflation liegen, nur gehen viele durch die Mieterhoehungen unterm Strich trotzdem in Minus, dazu kommt Energie wie Strom und Gas.

    Das gilt aber auch für andere Themenstellungen. Wenn dein bevorzugtes Deo sich preislich teurer entwickelt als dein Einkommen steigt, dann kommst du ins Minus.....


    Mieterhöhungen kannst du umgehen, wenn du Eigentum erwirbst. Steigende Energiekosten kannst du umgehen, wenn du beispielsweise eigene Solarzellen auf dem Dach hast.

    DAS kann nicht jeder! ABER - es gibt auch finanzielle Beteiligungen an den Firmen, die so etwas verkaufen - und diese Beteiligungen kosten dann doch relativ wenig.


    Man kann also durchaus kreativ mit den eigenen Möglichkeiten agieren - man muss es auch halt tun! OHNE solche Aktivitäten ist man halt auch nicht unternehmerisch tätig - und liefert sich dann auch anderen aus. Man könnte - aber man tut es nicht......


    Mir ist dabei schon klar, dass die Rahmenbedingungen derzeit für Mieter eher schwierig sind - besonders in Großstädten. Nur - neben der Antwort zu demonstrieren oder sich über die Umstände zu beklagen, gibt es auch noch die Antwort, sich finanziell anders zu organisieren! Wer beispielsweise in dem Wissen, dass es derzeit den Wohnungsvermietern gut geht, auch ein paar Aktienanteile von denen erwirbt, der kann über deren Dividende die eigene Mieterhöhung zumindest in Teilen gegenfinanzieren.....


    Das reicht sicherlich nicht in Gänze - aber dann sollte man auch bei der nächsten Wahl überlegen, wen man wählt. Es gibt ja auch Angebote für Wähler, die in Miete leben.....

  • Ich las, dass in Deutschland etwa 30% der Vermieter keinen Cent daran verdient. Das überraschte mich nicht.

    Ach ja, die ueblichen Gewinn und Verlustrechnungen auf dem Papier. Millionaere die nichts verdienen, Betriebe die Verluste machen .....

    Wenn die steuerlichen Vorteile auslaufen wird verkauft. Dann, eine Wohnung die auf Kredit laeuft, oder die bezahlt ist?

    Wohnungsgesellschaften verdienen auch an Nebenkosten, Hausmeister und Verwaltung von einem anderen Betrieb, der auch zum Konzern gehoert.

    Dienstleistungen werden natuerlich fuerstlich entlohnt, auf Kosten der Mieter.

  • Deine Sicht auf die Realität des normalen Bürgers scheint ein wenig idealistisch zu sein. Erwirb mal Wohneigentum, wenn das Familieneinkommen in München bei 3000 Euro netto liegt und zwei Kinder vorhanden sind! Wenn Du keine Fläche hast, kannst Du keine Solarzellen aufstellen, abgesehen davon, dass die auch nicht gerade billig sind. Und viele, die sich unternehmerisch betätigt haben, landen in der Pleite, weil dazu eben auch eine Reihe Erfahrung, Wissen und Glück gehören, um mit einer Leistung oder einem Produkt am Markt zu bestehen. Was darüber hinaus der Staat dem Bürger an Gegenleistung für die Steuer-/Abgabenbelastung erbringt, ist im Gegensatz zu früher relativ wenig. Auch die Branchen, wo die Nettoeinkommen schneller wachsen, als die Inflation, kannst Du in Deutschland suchen. Kann aber sein, dass Du in einer anderen Welt lebst.

  • In München ist das eh Utopie mittlerweile. Wenn man nicht das Glück hat, dass die Eltern oder Großeltern Wohneigentum hatten, man hat kaum keine Chance. Das was man heute für eine Eigentumswohnung von, sagen wir 70 m² hinlegen muss, damit konnte man früher ein Haus mit Garten kaufen.

    Der Quadratmeterpreis bei einer Eigentumswohnung liegt mittlerweile bei 6000 € - 10.000 €

  • In München ist das eh Utopie mittlerweile. Wenn man nicht das Glück hat, dass die Eltern oder Großeltern Wohneigentum hatten, man hat kaum keine Chance. Das was man heute für eine Eigentumswohnung von, sagen wir 70 m² hinlegen muss, damit konnte man früher ein Haus mit Garten kaufen.

    Der Quadratmeterpreis bei einer Eigentumswohnung liegt mittlerweile bei 6000 € - 10.000 €

    Das ist genau so irre, wie in Hamburg. Auch dort sind die Preise kaum unter 5 000 Euro/Quadratmeter bei Eigentumswohnungen, in besserer Lage gehen sie ebenfalls bis 10 000 Euro hoch. Selbst in Schwerin sind die Preise für Eigentumswohnungen (Neubau) auf 3500 bis 4500 Euro/Quadratmeter gestiegen.

  • Neubau in Deutschland? Nein Danke, kann ja kein normal Sterblicher bezahlen. Grundstuecke sind nur noch in strukturarmen Gegenden erschwinglich, dann nehme ich mal den Sammelbegriff Baunebenkosten.

    In Deutschland sind in den letzten 10 Jahren die Baukosten um 33% gestiegen, in den Niederlanden um 6%.

    Vereinfachung der Bauvorschriften, weniger Verwaltung. Bauvorschriften sind dort auch national einheitlich.

    Geht also, wenn man will. Ueber einheitliche Bauvorschriften wurden in Deutschland auch schon diskutiert, unter den modernen Fuerstentuemern, sprich Bundeslaendern. Gibt nichts.

    Ueberhaupt, wieso soll ein Hausbesitzer z.B. oeffentliche Gehwege finanzieren? Oder Strassenbeleuchtung? Mein Freund in Deutschland hat von der Gemeinde eine Stromrechnung bekommen, fuer die Strassenlaterne. Argument, er spart ja Licht im Hof und Schlafzimmer.