Unsere Natur

  • Zuerst Diogenes2100 :


    Natürlich entziehen auch sogenannte geschützte Landschaftsbestandteile nicht ganz unerhebliche Flächen der Nutzung. Und ebenso natürlich ist der Schutz notwendig. Manchmal jedenfalls. Meinetwegen auch per Tarnung. Bei uns gibt es einen solchen geschützten Landschaftsbestandteil Offiziell ein Feuchtgebiet, geschützt wegen der dort vorkommenden Weiden, eines Bächleins und paar Allerweltspflanzen. ABER: Was nicht in der Begründung steht ist ein 200 x 100 m großes Vorkommen des Breitblättrigen Knabenkrauts, eine recht seltene Orchideenart. Der Schutz besteht in dem Falle völlig zu Recht. Und die Verschleierung des Vorkommens vielleicht auch. Was in meinen Augen nicht gerechtfertigt und auch nicht zielführend ist, ist die pauschale und um sich greifende sachfremde Ausweisung (Naturschutz als Begründung dafür, dass man Menschen aus völlig anderen Gründen heraus aus einem Gebiet fernhalten möchte). Oder als Beispiel für das Pauschalverbot: Das Befahren der Spree mit Kanu oder Kajak zwischen Talsperre Bautzen und Spreewald war zu Brutzeiten der Vögel schon seit vielen Jahren verboten. Natürlich. Außerhalb der Brutzeiten aber war es ein einzigartiges Naturerlebnis. Da es nicht zu Massenevents geführt hat (das ist mit Arbeit verbunden, da der Wasserweg nicht touristisch ausgebaut ist und es zahllose Stellen gibt, die umtragen werden müssen), gab es für das jetzige Totalverbot gar keinen Grund. Und das ist nur ein kleines Beispiel, da könnte ich aus eigener Erfahrung zahllose andere anführen. Dagegen wende ich mich. Nicht gegen Schutzgebiete.

    Allerdings ist Pflanzenbau für Biosprit oder Biogas ein Unding bei der begrenzten Agrarfläche Deutschlands.

    Das sehe ich nicht ganz so. Der Anbau von Energiepflanzen beispielsweise zur Wasserstoffgewinnung nach vernünftigen Grundsätzen kann durchaus einen gehörigen Beitrag zum Umweltschutz in einer Industriegesellschaft leisten. Das meint ja keine riesigen Felder mit Monokulturen.

  • ...............Das sehe ich nicht ganz so. Der Anbau von Energiepflanzen beispielsweise zur Wasserstoffgewinnung nach vernünftigen Grundsätzen kann durchaus einen gehörigen Beitrag zum Umweltschutz in einer Industriegesellschaft leisten. Das meint ja keine riesigen Felder mit Monokulturen.

    Dann nenne mal "Energiepflanzen zur Wasserstoffgewinnung"! Mir sind Versuche mit diversen Algen bekannt, die allerdings in Hydrokultur keine größeren Flächen beanspruchen und eher industrielle Produktionsverfahren darstellen. Wenn in Deutschland aufgrund völlig abwegiger Subventionierung Mais angebaut wird, um Biogas zu erzeugen, so ist das beinah kriminell. Die Auswirkungen spüren die Bauern, die sich bei Bodenpreisen über 20 000 Euro/ha kein Land mehr leisten können, auch nicht pachten können, wenn die Pachten bei 300/400 Euro/ha liegen. Da kann man gleich aufgeben oder spekulieren, dass Großstädte Land brauchen und die Flächen zu Bauland umgewidmet werden, wo dann der Quadratmeter 250++++ oder mehr Euro kostet.

  • Eigentlich alles, was hohe Biomasseerträge verspricht. Schnellwachsende Gräser, bestimmte Wildblumen, Gehölze etc. Und das geht sogar nachhaltig.

    Bis jetzt eher noch nicht. Um die zu verarbeiten wird eine ganze Menge Energie benötigt, und CO2 fällt auch als Nebenprodukt an.

    Religion wird von den einfachen Leuten als wahr, von den Weisen als falsch und von den Herrschern als nützlich angesehen.

    Lucius Annaeus Seneca

  • Eigentlich alles, was hohe Biomasseerträge verspricht. Schnellwachsende Gräser, bestimmte Wildblumen, Gehölze etc. Und das geht sogar nachhaltig.

    Zuckerrohr und Bambus wachsen leider bei uns noch nicht, der Zuckerrübenanbau ist ziemlich aufwendig und Pappeln brauchen rund 20 Jahre, um lohnend geerntet zu werden. All diese Dinge sind teuer zu realisieren, müssen subventioniert werden. Da ist es besser, die Elektrovoltaik endlich zu entwickeln und auf Wasserstoff als Energieträger umzusteigen.

  • Zuckerrohr und Bambus wachsen leider bei uns noch nicht, der Zuckerrübenanbau ist ziemlich aufwendig und Pappeln brauchen rund 20 Jahre, um lohnend geerntet zu werden. All diese Dinge sind teuer zu realisieren, müssen subventioniert werden. Da ist es besser, die Elektrovoltaik endlich zu entwickeln und auf Wasserstoff als Energieträger umzusteigen.

    Ich will sie ja nicht verfeuern, sondern letztlich über Synthesegas Wasserstoff daraus machen. Dabei hilft EE, die ja nun mal landschaftsverunstaltend rumstehen. Bei Elektrolyse entsteht auch Prozesssauerstoff, der in einem Shift- Reaktor gebraucht wird. Es sind auch keine Monokulturen bei den Pflanzen notwendig, da das Verfahren Nasssilage verwendet. Dafür ist letztlich alles verwendbar, was mehr als 15 t Trockenmasseäquivalent pro ha bringt. Das erreichen heute selbst Kurzumtriebskulturen - und die funktionieren 10 bis 15 Jahre ohne Neuanpflanzungen / Aussaaten. Es besteht also die Möglichkeit, mindestens die Flächen, die heute für Biosprit, Biogas und ähnliche Irrwege benutzt werden, in Biotope zu verwandeln und den Chemieeinsatz erheblich zu verringern.