Israel: Volk ohne Raum(?)

  • Das musst du mir nicht erzählen kater. Wenn du meine früheren Posts liest weißt du was ich von der israelischen Politik halte.


    Bevor kein Frieden ist, wird sich überhaupt nichts in eine positive Richtugn bewegen

  • Deshalb muss man seitens Israel eben auch das Existenzrecht des Palästinensischen Volkes anerkennen, einschließlich des Rechts auf Rückkehr und /oder Entschädigung. Eine multinationale Einstaatenlösung bei voller Gleichberechtigung aller Bürger wäre sinnvoll. Die Zionistische Unterdrückung muss beendet werden, dann ist Frieden möglich. Und die Beziehungen zu den arabischen Staaten könnte normalisiert werden, zum Vorteil der gesamten Region. Die Feindschaft zwischen Arabern und Juden ist einzig im Zionismus begründet.

    "Unter Jassir Arafat und Yitzhak Rabin glückten Friedensverhandlungen zwischen Israel und den Palästinensern" schrieb Mansour. Was da in den Friedensverhandlungen wirklich "geglückt" ist, in denen die wichtigsten Fragen (Grenzen eines Palästinenserstaates, Status von Jerusalem, Schicksal der palästinensischen Flüchtlinge, Wasserressourcen, jüdische Siedlungen) ausgeklammert wurden, bleibt dessen Geheimnis.

    Leider beherrschen Typen wie Mansour bei uns die Darstellung des Nahostkonflikts. Deswegen ist es zu begrüßen, wenn Chandralata die andere Seite der Medaille zeigt.

  • Jedenfalls scheint es Leute zu geben, die große Angst vor Friedengesprächen hatten und Rabin deshalb ermordet haben.


    Es geht nicht darum dass die beiden die andere Seite der Medaille zeigen, es geht darum dass sie eine sehr einseitige Sicht der Dinge haben. Ebenso wie eine gewisse Coralie auf der anderen Seite. Bei der war es genau andersherum.

  • Danke Dyl.

    Genau hier sehe ich das Problem, naemlich dass Typen wie Mansour die Darstellung des Nahostkonflikts beherrschen. Im Tagesspiegel stand ueber ihn, dass er junge Menschen lehrt, uns lehrt, die Gesellschaft lehrt. Die Lehre scheint angekommen.

    Die andere Seite der Medaille habe ich kennen gelernt, als ich zum ersten Mal den Nahen Osten bereiste, zur Zeit der sog. Schlacht von Karame, bald nach dem 6-Tage-Krieg. In Deutschland wurden Golda Meir und Moshe Dajan als Helden gefeiert, die Zeitungen waren voll des Lobes ueber das tapfere kleine Israel und voller Spott und Hohn ueber die von Hass gegenueber den Juden und jeden Westler erfuellten Araber zu lesen. Ueberraschenderweise war von Hass absolut nichts zu spueren, auch nicht bei Jenen, die mir als Zeit-und Augenzeuge ueber die Nakba erzaehlten. Seitdem ist viel Wasser den Jordan heruntergeflossen, nichts wurde besser, im Gegenteil. Israel beharrte auf Anerkennung, ohne seine Grenzen festzulegen, tat es bis heute nicht. Bei den diversen sog. Friedensverhandlungen wurden stets die wichtigsten, sprich entscheidenden Punkte ausgeklammert, der illegale Siedlungsbau fortgesetzt, wie sollte sich da etwas in eine "positive Richtung" bewegen.? Frieden ist in weiterer Ferne als je zuvor. So wenig wie einseitige Schuldzuweisungen zielfuehrend sind, so wenig ist es, die Verantwortung auf beiden Seiten zu sehen, weil es, keine Frage- Radikale sowohl auf Seiten der Palaestinenser als auch Israelis gibt. Man muss schon etwas tiefer graben, um zu den Wurzeln des Uebels zu gelangen. Zur Vertuschung der Nakba wurden verschiedene Mythen gebildet und ich muss mir nicht Einseitigkeit vorwerfen lassen, wenn ich mich um Beseitigung derselben bemuehe. Dabei finde ich mich in bester Gesellschaft mit israelischen Historikern und israelischen Friedensaktivisten, von denen ein dieterbruno. geschweige denn eine Coralie, die Wikipedia-Schlaue, vermutlich weder gehoert noch gelesen hat. Felicia Langer, die israelische Rechtsanwaeltin, schrieb, was sie mit eigenen Augen gesehen hat, so einer ihrer Buchtitel usw. usw.


    Es reicht nicht, "nichts von der israelischen Politik zu halten", es bedarf sehr viel mehr. Das wussten auch die israelischen Ex-Soldaten, als sie ihr ueber vierhundert Seiten langes Buch schrieben ueber ihren Einsatz im Westjordanland und Gaza.

  • Naja, die gewisse Coralie hat einen ähnlichen Seich geschrieben wie Mansour.


    Ich würde ja gerne etwas Positives zu Israels Politik sagen, aber seit Netanjahu fällt mir da nichts ein.

    Faellt dir zu Golda Meyerson - in Israel Meir genannt - oder zu Sharon oder Olmert etwas Positives ein und was? Ich wuerde so gerne davon lernen, um mich von Einseitigkeit zu Zweiseitigkeit zu wandeln.

  • Es geht nicht darum, dass die beiden die andere Seite der Medaille zeigen, es geht darum dass sie eine sehr einseitige Sicht der Dinge haben. Ebenso wie eine gewisse Coralie auf der anderen Seite. Bei der war es genau andersherum.

    Wir "Beiden" haben überhaupt keine "einseitige Sicht", aber eine sehr sorgfältige Recherche der gesamten Thematik über Jahrzehnte vorgenommen. Zudem kannst Du sicher sein, dass ich alle Deine Beiträge zu Israel gelesen habe. Das Drama um Palästina begann mit Herzle, schon dieser hat sich für ethnische Säuberungen ausgesprochen. MIt Weizmann, Jabotinski, Begin u.a. wurde voll auf Terror gesetzt, eine palästinensische Bevölkerung wurde negiert, obwohl Palästina durchaus eine entwickelte region im Orient war. Ein Miteinander mit den Palästinesern wurde ausgeschlossen. Alles ist dokumentiert, man muss nur willens sein, sich zu informieren.

  • Doch habt ihr.

    Da du meine Posts gelesen hast, weißt du, dass wir in der Sicht auf den Staat Israel eine ziemlich übereinstimmende Sicht haben. Nun habe ich mir erlaubt, darauf hinzuweisen, dass es auch auf der palästinensischen bzw. arabischen Seite Kriegstreiber und Fanatiker gibt. Das wird natürlich sofort angegangen.

  • Doch habt ihr.

    Da du meine Posts gelesen hast, weißt du, dass wir in der Sicht auf den Staat Israel eine ziemlich übereinstimmende Sicht haben. Nun habe ich mir erlaubt, darauf hinzuweisen, dass es auch auf der palästinensischen bzw. arabischen Seite Kriegstreiber und Fanatiker gibt. Das wird natürlich sofort angegangen.

    In Jedem Konflikt gibts Fanatiker auf beiden Seiiten, so auch hier. Meine Rede. Aber wenn du dich grundlicher informieren wuerdest, wuesstest du, dass das groesste Hindernis fuer Frieden auf Seiten Israel’s liegt. Ich lasse mich gerne von dir aufklaeren, wer die arabischen. Kriegstreiber sind.

  • In Jedem Konflikt gibts Fanatiker auf beiden Seiiten, so auch hier. Meine Rede. Aber wenn du dich grundlicher informieren wuerdest, wuesstest du, dass das groesste Hindernis fuer Frieden auf Seiten Israel’s liegt. Ich lasse mich gerne von dir aufklaeren, wer die arabischen. Kriegstreiber sind.

    Ohne behaupten zu wollen,dass ich vertieftere Kenntnisse hätte behaupte ich aber,dass die Hamas keine Ansammlung von Friedensengeln pur ist.

    Gilt leider auch für wichtige Teile der israelischen Politiker.

    Kopp hoch und wenn der Hals ooch dreckig ist!

  • Israel hat nie auch nur versucht, mit der Hamas zu verhandeln. Der Gaza-Streifen wurde ohne jede Vorbedingung geräumt, da er für Israel nicht mehr von strategischem Interesse war und die Besatzungskosten zu hoch wurden. Man hat sich stattdessen auf "Judäa und Samaria" konzentriert und sorgt jetzt mit seiner Besatzungs- und Siedlungspolitik dafür, dass auch dort die Hardliner mehr und mehr Einfluss bekommen. Ganz im Interesse Israels, das damit eine Rechtfertigung für seine Politik frei Haus geliefert bekommt.

  • ... Aber wenn du dich grundlicher informieren wuerdest, wuesstest du, dass das groesste Hindernis fuer Frieden auf Seiten Israel’s liegt...

    Das sind die Bemerkungen die ich meine. Ich BIN der Meinung, dass Israel das größte Hindernis für den Frieden ist. Nur scheinst du zu meinen wenn ich sage ...aber auf der anderen Seite gibt es auch welche... dass ich das dann in Zweifel ziehe.

  • Ohne behaupten zu wollen,dass ich vertieftere Kenntnisse hätte behaupte ich aber,dass die Hamas keine Ansammlung von Friedensengeln pur ist.

    Gilt leider auch für wichtige Teile der israelischen Politiker.


    Israel hat nie auch nur versucht, mit der Hamas zu verhandeln. Der Gaza-Streifen wurde ohne jede Vorbedingung geräumt, da er für Israel nicht mehr von strategischem Interesse war und die Besatzungskosten zu hoch wurden. Man hat sich stattdessen auf "Judäa und Samaria" konzentriert und sorgt jetzt mit seiner Besatzungs- und Siedlungspolitik dafür, dass auch dort die Hardliner mehr und mehr Einfluss bekommen. Ganz im Interesse Israels, das damit eine Rechtfertigung für seine Politik frei Haus geliefert bekommt.

    Seifert hat mit keinem Wort erwähnt wozu Israel bereit ist oder nicht und in deinem Post gibst du ja auch zu, dass es Hardliner gibt. Nur darum ging es.

    Dass sie zu ihren Aktionen provoziert werden, stelle ich nicht infrage. Das sie sich provozieren lassen, nun ja.

  • Seifert hat mit keinem Wort erwähnt wozu Israel bereit ist oder nicht und in deinem Post gibst du ja auch zu, dass es Hardliner gibt.

    Nun gut, ich gebe auch zu, dass die Erde keine Scheibe ist.

    Ich hatte weder die Absicht, Seifert in irgend einer Form zu belehren, noch in Frage zu stellen, dass es unter den Arabern Hardliner gibt, denen eine Verhandlungslösung zuwider ist. Ich habe lediglich einen Aspekt dazu geschrieben, mehr nicht.

  • Ohne behaupten zu wollen,dass ich vertieftere Kenntnisse hätte behaupte ich aber,dass die Hamas keine Ansammlung von Friedensengeln pur ist.

    Gilt leider auch für wichtige Teile der israelischen Politiker.

    seifert, nirgendwo habe ich von Friedensengeln geschrieben. Ich bin es leid, staendig der Einseitigkeit diffamiert zu werden und nehme mir Alexander Flores, einen Experten zur Hilfe, ein Zitat aus seinem Buch “Wissen was stimmt, der Palaestinakonflikt” zur Erklarung:

    ....”verantwortliche Hamas-Fuehrer haben aber wiederholt erklaert, die Organisation werde sich fuer den Fall eines Rueckzugs zu einem sehr langen Waffenstillstand bereitfinden, de facto also zur Koexistenz mit Israel. Die Erfahrung lehrt, dass man sich auf Versprechungen von Hamas verlassen kann.”

    Dem Gazakrieg 2008/09 ging ein Waffenstillstand voraus, den beide Parteien unterzeichnet hatten. Im November 2008, noch zur Zeit des vereinbarten Waffenstillstands, toetete die israelische Armee 6 Hamasmitglieder. Was folgte, ist hinreichend bekannt.


    Flores:” die israelische Weigerung, mit Hamas in Verhandlungen einzutreten und die westlichen Staaten, die ihm hierin folgen, sind sehr kurzsichtig.”

    ..und ich behaupte ein untruegliches Zeichen, dass Israel keinen Frieden wünscht.

  • Nun gut, ich gebe auch zu, dass die Erde keine Scheibe ist.

    Ich hatte weder die Absicht, Seifert in irgend einer Form zu belehren, noch in Frage zu stellen, dass es unter den Arabern Hardliner gibt, denen eine Verhandlungslösung zuwider ist. Ich habe lediglich einen Aspekt dazu geschrieben, mehr nicht.

    Hast du nicht, und ich auch nicht.

    Es war aber u.a. von Kriegstreibern die Rede und man sollte schon zwischen den beiden Begriffen differenzieren und dies vermisse ich etwas bei Seifert und/oder Dieter Bruno.

  • Hast du nicht, und ich auch nicht.

    Es war aber u.a. von Kriegstreibern die Rede und man sollte schon zwischen den beiden Begriffen differenzieren und dies vermisse ich etwas bei Seifert und/oder Dieter Bruno.

    Du meinst auf der palästinensischen/arabischen Seite gibt es keine Kriegstreiber?

  • Du meinst auf der palästinensischen/arabischen Seite gibt es keine Kriegstreiber?

    Die sind auf beiden Seiten (leider!!) noch immer recht stark und auch einflussreich vertreten. Selbst wenn die Majorität der jeweiligen Völker/Volksgruppen für den Frieden ist, diese Bremser sind noch viel zu einflussreich.Dummerweise wird ein endgültiger Friedensschluss zwischen den Streithähnen noch Jahre auf sich warten lassen,um die Opfer trauern ja "nur" die Angehörigen.Und jedes überflüssige Opfer ist wieder Wasser auf eine der Kriegsmühlen.

    Es trifft ja nur die Kleinen.....

    Kopp hoch und wenn der Hals ooch dreckig ist!

  • Du meinst auf der palästinensischen/arabischen Seite gibt es keine Kriegstreiber?

    Die gibt es durchaus. Aber


    Der Schwache kann nicht verzeihen. Verzeihen ist eine Eigenschaft des Starken.

    Mohandas Karamchand Gandhi


    Sind die Israelis sooo schwach? Oder befinden sie sich nicht in einer Position der Stärke, welche sie lustvoll auskosten?

    Religion wird von den einfachen Leuten als wahr, von den Weisen als falsch und von den Herrschern als nützlich angesehen.

    Lucius Annaeus Seneca