Israel: Volk ohne Raum(?)

  • Der Name Boehm steht - hier! - fuer Qualitaet. An anderer Stelle wies ich auf Omri Boehms klug-provokante Streitschrift: "Israel, eine Utopie" hin. Es gibt sie, die Stimmen der Vernunft in Israel. Das Problem ist, dass viele kein oder wenig Gehoer finden, weil, wie die juedische "Verraeterin" Roni Hammermann

    meint: https://www.rbb-online.de/rbbk…archiv/20191020_1904.html, sehr Vielen, auch Israelis, die Situation in den von Israel besetzten palestinensischen Gebieten voellig unbekannt ist. Es ist halt bequemer und einfacher, bei Kritik verbissen und hasserfuellt die Antisemitismuskeule schwingen.

  • Mit Omri Boehm nimmt auch Reiner Bernstein Abschied von einer Zwei - Staatenloesung.

    In der aktualisierten Auflage seines Buches mit dem Titel: "Wie alle Voelker...? Israel und Palaestina als Problem der internationalen Diplomatie",

    geht der deutsch - juedische Historiker Bernstein u.A. auf das Nationalgesetz ein.


    Es ist interessant, Vergleiche zwischen den beiden Schriften - Boehms und Bernsteins - zu ziehen und wird von der SZ tnematisiert.



    https://www.sueddeutsche.de/po…AiytrMVtAj-gBlFyX_sczMTBM

  • Der Name Boehm steht - hier! - fuer Qualitaet. An anderer Stelle wies ich auf Omri Boehms klug-provokante Streitschrift: "Israel, eine Utopie" hin. Es gibt sie, die Stimmen der Vernunft in Israel. Das Problem ist, dass viele kein oder wenig Gehoer finden, weil, wie die juedische "Verraeterin" Roni Hammermann

    meint: https://www.rbb-online.de/rbbk…archiv/20191020_1904.html, sehr Vielen, auch Israelis, die Situation in den von Israel besetzten palestinensischen Gebieten voellig unbekannt ist. Es ist halt bequemer und einfacher, bei Kritik verbissen und hasserfuellt die Antisemitismuskeule schwingen.

    Seltsamerweise haben die meisten Deutschen ja angeblich auch nicht gewußt, was in den Konzentrationslagern so praktizert wird. Nur wenn jüdische Mitbürger einfach so verschwunden waren, hat man das ja auch irgendwie bemerken müssen, und in Israel findet die Diskriminierung der Palästinenser ja nebenan und öffentlich statt.

  • Ein ausgewogener und beachtenswerter Standpunkt. Aber aus Sicht der selbsternannten Israel-Freunde, die hinter jeder Kritik an israelischer Politik Obession, Tourette-Syndrom oder welche Krankheit auch immer verorten (wobei sie nicht merken, wie krank sie selbst sind), ist Omri Boehm wieder nur ein Alibi-Jude für die Antisemiten. :kotz:

    Schon Herzl hat geschrieben, dass man die indigene Bevölkerung Palästinas aus dem Land entfernen müßte und seine zionistische vision sah auch keinen Staat vor, in dem die beiden Völker kooperativ zusammenleben sollten. Mit Jabotinski war dann völlig Schluß in Bezug auf friedliches Zusammenleben. und mit dem Plan Dalet begannen die Massaker an den Palästinensernund die NAKBA.

  • Stimmt, grauer Kater. Aber es ist ein Unterschied, wenn man es mit eigenen Augen sieht, Das genau schildert Roni Hammermann, die Vertreterin der israelischen Menschenrechtsorganisation Machsom Watch, die an die Checkpoints geht oder andere israelische Menschenrechtsaktivisten, die Palaestinenser mit Kameras ausstatten, um festzuhalten, welche Schikanen sie erfahren. Das macht einen Unterschied zu den Menschen in Israel, die durch die Propagandamaschinerie nichts anderes als ueber die bosen palaestinensischen Terroristen erfahren. Die Hasbara macht einen "guten"Job.

  • Auch wenn "Weitererzaehlung" keine Wirkung verspricht, sollten wir die Arbeit der israelischen Menschenrechtsgruppen unterstuetzen, die eben durch weiter erzaehlen bekannt machen moechten, was viele nicht wissen -- und wegschauen nicht mit dem Gewissen zu vereinbaren ist. Es gibt so viele engagierte Gruppen der israelischen Zivilgesellschaft, die sich nicht scheuen, hinzuschauen und zu berichten.

    Die Juedische Stimme fuer einen gerechten Frieden in Nahost veroeffentlicht auf ihrer FB Seite einen Bericht der FAZ vom 07.07. 2020, Nr. 155 S.12

    mit dem Titel : "Eine Hiobsbotschaft. Wie eine palaestinensische Familie um ihr Haus gebracht worden ist.


    Der Indologe David Shulan an der Hebraeischen Universitaet in Jerusalem und Mitglied von Ta arush , einer engagierten Gruppe, die sich fuer die Rechte der palaestinensischen Bevoelkerung in den besetzten Gebieten einsetzt, erzaehlt in seinem Blog von seinem Besuch bei der arabischen Familie Sumarin, die seit Generationen im Stadtteil von Ost-Jerusalem lebt, wo sich die Geschichte von Hiob zugetragen haben soll.

    Dort wurde kuerzlich ein Besucherzentrum einer Siedlergruppe errichtet, -( just neben Haus der Sumarins,) in dem sie Schulkindern und Touristen ihre nationalistische Geschichte eber diesen Ort, den sie "Stadt Davids" nennen, erzaehlen. Dort ist kein Platz mehr fuer eine palaestinensische Familie.

    David Shulman hat die Grossfamilie dort oft besucht und berichtet:

    " Der Großvater hat das Haus in den fünfziger Jahren gebaut. Er starb 1982, nach 1989 lebten seine drei Söhne außerhalb Israels und Palästinas. Diese Tatsache erlaubte es der Regierung, das Haus der Familie in die Hände eines staatlich eingesetzten "Wächters verlassenen Eigentums" zu geben, und zwar mit Hilfe eines notorischen Gesetzes, das immer wieder zur Enteignung palästinensischen Grundbesitzes eingesetzt wird. Der Wächter übereignete Haus und Grundstück dem Jüdischen Nationalfonds. Immerhin wurde der Neffe des Großvaters, der bereits seit langem mit Frau und Kindern in dem Haus wohnte und sich um den Onkel gekümmert hatte, noch als legitimer Bewohner anerkannt. Als aber dieser Neffe 2015 starb, entzogen die israelischen Behörden seiner Witwe sowie den Kindern und Enkeln das Wohnrecht und ordneten die Evakuierung an. Die Familie wehrte sich mit allen rechtlichen Mitteln gegen diese Entscheidung. Im September 2019 wurde das Urteil durch den Jerusalem Magistrate Court bestätigt; eine weitere Beschwerde der Großfamilie wurde am 30. Juni abgewiesen.

    (....) Israelische Menschenrechtsaktivisten haben nicht weggeschaut. Sie haben den Fall der Sumarins über Jahre verfolgt und taten, was sie konnten, um die Ausweisung der Familie zu verhindern. Sie haben viele Freunde im In- und Ausland mobilisiert, um ihren Protest zu unterstützen. In diesem Zusammenhang habe auch ich meinen ersten Brief an den Jüdischen Nationalfonds in New York geschrieben. Inzwischen sind dort viele Briefe eingegangen, aber es liegt auch die letzte Entscheidung der Behörde vor: Die Sumarins haben den Jahrzehnte andauernden Kampf um ihr Haus und Eigentum verloren.(....)

    Seit vielen Jahren haben ich und meine Aktivisten-Freunde viel menschliche Bosheit in Aktion gesehen. Aber in diesem bösartigen Akt erlebe ich etwas so schreiend Grausames, ja Unmenschliches, dass es mich mehr schmerzt und erzürnt als je zuvor. So weit sind wir also gekommen. Ein ungerechtes Gesetz wird von der Regierung, den Siedlern und Gerichten gedreht und manipuliert im Interesse eines rassistischen und fundamentalistischen Nationalismus. In Trauer, David."

  • Ein ausgewogener und beachtenswerter Standpunkt. Aber aus Sicht der selbsternannten Israel-Freunde, die hinter jeder Kritik an israelischer Politik Obession, Tourette-Syndrom oder welche Krankheit auch immer verorten (wobei sie nicht merken, wie krank sie selbst sind), ist Omri Boehm wieder nur ein Alibi-Jude für die Antisemiten. :kotz:

    Jenen Israelfreunden moechte ich Wolfgang Benz neues Buch: "Streitfall Antisemitismus, Wegweiser aus einem verminten Gelaende" empfehlen und anzuhoeren, was er ueber "Experten, die alles besser wissen" zu sagen hat. Ueber denunziatorischen Aktivismus von selbsternannten Israelfreunden und mehr. Die Antisemitismus-Debatte in Deutschland sei erheblich aus dem Ruder gelaufen. Anstatt ohne Verstand und Gewissen zu verleumden, koennte man, so man moechte, dazu lernen.


    https://www.deutschlandfunkkul…AR0pWYRQAyMZ3cuG9_1tc5JDt

  • Eine chaotische und historische Nacht in Israel laesst hoffen, dass die Menschen dort endlich aufwachen.

    Hoechste Zeit!


    https://www.972mag.com/netanya…OQw6PKYerq0ORHqtRC_s4CiWE


    https://www.haaretz.com/israel…bMM__JYxFKF9GaOLyM_EDV_hs


    Wer diesen Staat kritisiert, laueft Gefahr, als Antisemit diffamiert zu werden. Hoffentlich beginnt auch diesbezueglich in Deutschland ein Aufwachen., denn wie die ZEIT ONLINE es richtig nennt, ist eine systematische Diffamierung nicht weiter als ein perfides Ablenkungsmanoever.


    https://www.zeit.de/kultur/202…facebook.ref.zeitde.share.

  • Rassismus oder Fremdenhass?


    Einer der schockierendsten Vorfaelle war das Lynchen eines eritreischen Asylbewerbers, der von einem Wachmann erschossen wurde, weil er ihn fuer einen palaestinensischen Terroristen (!) hielt. Als dieser schon blutend am Boden lag, traten ihn Zivilisten, spuckten auf ihn und fluchten. Ein Zuschauer schlug mit einer Bank auf den Kopf.

    Nun wurden die Lynchmaenner freigesprochen - im zivilisierten Israel.


    So sieht Rassismus aus.


    https://www.972mag.com/lynch-a…ELKpyUg63g2CXW4zJhK5L3xEw

  • Wir diskutieren hier ueber die Definition von Rassismus und Fremdenfeindlichkeit, beim Thema Antisemitismus landen wir wie ueblich bei Israelkritik, die zunehmend kriminalisiert wird.

    Der gesunde Menschenverstand wird dabei leider oft ausgeschaltet und ein Augenmass wird mehr und mehr vermisst.


    "Unverantwortlicher Umgang mit dem Begriff Antisemitismus findet sich in diesen Tagen auch noch in ganz anderen Zusammenhängen. Wenn in Berlin, im Zuge der weltweiten ikonoklastischen Welle im Namen der politischen Korrektheit, der Vorschlag der Umbenennung der U-Bahn-Station Mohrenstraße in Glinkastraße mit dem Verweis auf den angeblichen Antisemitismus des russischen Komponisten abgeschmettert wird, wird es endgültig absurd.."


    https://www.tagesspiegel.de/ku…JLcrJVwYuLQcKjeMDCoFo5N7a

  • Ich sag's ja immer wieder... jeder Mensch hat seine dunkle Seite, die eine übertriebene Ehrung verbietet. Man soll aufhören, Straßen, Schulen oder gar Flughäfen nach ihnen zu benennen. In New York (oder Mannheim) kommt man auch ohne Straßennamen aus. :)

  • Ich sag's ja immer wieder... jeder Mensch hat seine dunkle Seite, die eine übertriebene Ehrung verbietet. Man soll aufhören, Straßen, Schulen oder gar Flughäfen nach ihnen zu benennen. In New York (oder Mannheim) kommt man auch ohne Straßennamen aus. :)

    WAS ist eine übertriebene Ehrung? Nach Deiner Sicht dürfte man niemand mehr eine Ehre erweisen. Aber solange sogar nachgewiesene Massenmörder einen Friedensnobelpreis bekommen können, sind wohl einige dunkle Seiten bestimmter verdienter Menschen als Bagadellen zu sehen.

  • Straßen nach unseren Kolonialverbrechern zu nennen, ist mehr als eine übertriebene Ehrung, sie war von Anfang an falsch. Den Flughafen München nach FJS zu benennen, ist zumindest übertrieben. Dass Terroristen und Massenmörder einen Friedensnobelpreis bekommen, habe ich schon immer für falsch gehalten.

    Ich könnte dir seitenweise Beispiele liefern.

  • Ich auch - und weil wir hier zum Thema Israel schreiben, auch von mir ein Beispiel:

    In Frankfurt gibts einen Ben Gurion- Ring. Zu viel der Ehre fuer einen, von dem das Zitat stammt: "Ich bin fuer Zwangsumsiedlung, darin sehe ich nichts Unmoralisches."

  • Wenn .... eiin Zweitligist Fussballer auf seinem Instagram Account des Staat Israel kurzerhand von der Landkarte loescht"" und stattdessen ersetzt mit Palaestina, verziert mit Rosen und anderen Blumen und dann noch als Gipfel der Frechheit mit dem Felsendom, "als einem der aeltesten Sakralbauten des Islam" schmueckt, dann ist Empoerung angesagt, schliesslich habe Fussballer eine grosse "Reichweite". Dem Deutsch-Albaner wird mit dieser seiner Grafik vorgeworfen, eine Welt zu wuenschen, in der Juden dem Antisemitismus schutzlos ausgeliefert waeren.

    Also wieder einer, der seine Vorbildfunktion als Fussballer missachtet.

    "Blumige Vernichtungsfantasie" , nennt es der Nuerberger Publizist Jim Tobias, der den Vorfall ueber das deutschsprachige juedische Onlineportal

    haGalil oeffentlich gemacht hat, dass Mergim Mavraj von Greuther Fuerth den Staat Israel ausgeloescht"" habe und damit seine Sympathie fuer den islamistischen Fundamentalismus bekundet. (SZ 25.07)


    Richtig finde ich, dass man diese Grafik und dessen Zeichner kritisiert, nicht aber, dass man dabei die "islamistische Fundamentalismusschiene" faehrt.

    Mavrajs Verteidigungsversuch wird ihm kaum helfen, er habe auf die Loeschung Palaestinas von Google Map reagiert, Palaestina sei von der amerikanischen Internetfirma verschwunden. Diverse israelische Regierungstellen loeschen gewohnheitsmaessig Palaestina. Von juedschem Fundamentalismus ist dagegen nicht die Rede, zumindest wenn unsere Politiker in braver Vorbildfunktion unsere Werte mit Israel teilen.||

  • "WAS sagst Du denn zu den Drohnenliquidierungen der USA und Israels, wo nicht nur die Verdächtigen sondern meist eine Anzahl völlig Unschuldiger ohne jedes Recht und ohne rechtsstaatliches Urteil ins Jenseits befördert werden????"


    Diese Frage von Kater im Islam Thread wurde bislang nicht beantwortet.


    Das koennte interessieren:


    "Neue Bundeswehrdrohne absolviert Erstflug. "

    Die Bundeswehr hat 5 bewaffnete "Heron TP" bestellt, Daraus koennte auch die Zahl sieben werden.

    Im November wird die erste Heron TP an die Bundeswehr ausgeliefert und auf einem Militaerflughafen in der Nahe der israelischen Hauptstadt Tel Aviv stationiert. Vor einigen Tagen hat die Drohne ihren Erstflug absolviert. Welcher Luftraum bei dem Test ueberflogen wurde, darueber wird geschwiegen.'

    Deutsche Soldaten werden in Israel geschult. In weniger als zwei Jahren soll die Heron-TP einsatzbereit sein. Ab 2021 in Afghanistan, und 2024 in Mali fliegen.


    https://netzpolitik.org/2020/n…TD7zJ8Mq3VONDYbGVKwYtdNAk


    Gemeinsame Anstrengungen " vertrauensblldender" Massnahmen oder wie man Terror " bekaempft" bzw. foerdert.