Israel: Volk ohne Raum(?)

  • Und hättest du das Interview gelesen, dann wüsstest du, dass es eben nicht nur an den Israelis liegt, dass dort kein Frieden einkehren will.

    Der Schluessel zum Frieden, losgeloest von der Schuldfrage liegt in den Haenden des uebermaechtigen Israel. Solange aber die USA Israel gewaehren laesst, die Staatengemeinschaft tatenlos den Machenschaften Israels zuschaut und die EU - allen voran Deutschland - aus lauter Angst vor der Antisemitenkeule sich duckt und schweigt, wird kein Frieden einkehren. Israel nimmt, was es kriegt, warum auch nicht. Die Palaestinenser tragen keinerlei Schuld am europaeischen Antisemitismus noch am Holocaust, aber die Folgen bekommen sie bis heute und in Zukunft zu spueren. Wie soll so eine friedliche Loesung zustande kommen.

  • Der Schluessel zum Frieden, losgeloest von der Schuldfrage liegt in den Haenden des uebermaechtigen Israel. Solange aber die USA Israel gewaehren laesst, die Staatengemeinschaft tatenlos den Machenschaften Israels zuschaut und die EU - allen voran Deutschland - aus lauter Angst vor der Antisemitenkeule sich duckt und schweigt, wird kein Frieden einkehren. Israel nimmt, was es kriegt, warum auch nicht. Die Palaestinenser tragen keinerlei Schuld am europaeischen Antisemitismus noch am Holocaust, aber die Folgen bekommen sie bis heute und in Zukunft zu spueren. Wie soll so eine friedliche Loesung zustande kommen.

    Dazu gibt es einen interessanten Artikel in der taz. Es lohnt sich auf jeden Fall den mal zu lesen. Der Autor ist Araber.


    Beharren auf der Opferrolle

  • Dazu gibt es einen interessanten Artikel in der taz. Es lohnt sich auf jeden Fall den mal zu lesen. Der Autor ist Araber.


    Beharren auf der Opferrolle

    Es ist nicht neu, dass unter den Hasbara -Predigern sich auch Araber befinden, echte oder auch nur vermeintliche. Wie stechend das Argument, dass sogar Araber im Toten Meer schwimmen duerfen. Wahnsinn! Das kann man nicht von jedem israelischen Schwimmbad behaupten undn icht nur deswegen ist es in Israel noch lange nicht so, dass "Mensch gleich Mensch" ist. Beispiele dafuer gibt es unzaehlige, die der eifrige Autor - wie war gleich sein Name - ausblendet.

  • Es ist nicht neu, dass unter den Hasbara -Predigern sich auch Araber befinden, echte oder auch nur vermeintliche. Wie stechend das Argument, dass sogar Araber im Toten Meer schwimmen duerfen. Wahnsinn! Das kann man nicht von jedem israelischen Schwimmbad behaupten undn icht nur deswegen ist es in Israel noch lange nicht so, dass "Mensch gleich Mensch" ist. Beispiele dafuer gibt es unzaehlige, die der eifrige Autor - wie war gleich sein Name - ausblendet.

    Das ist echt schwierig an dich heran zu kommen. Da bist du mit dem Kater in bester Gesellschaft. Den Satz zum "Toten Meer" hast du flugs umgedeutet, damit er in die Argumentation passt. Die Quintessenz eines jeden eurer (du und Kater) Beiträge, wälzt die Verantwortung, die Schuld an der Gewalt immer wieder auf Israel ab. Wann immer mir diese einfache schwarz-weiß-Denke begegnet ist, sie war immer falsch. Und sie ist es hier auch.
    Zitat aus dem Artikel:
    "Israel muss sich unverhältnismäßig viel Kritik gefallen lassen, und ich nenne das Doppelmoral. Wenn es um Gleichberechtigung und Menschenrechte geht, weshalb fehlen dann Forderungen nach einem Boykott der radikalislamistischen Hamas? Sie steht immerhin bei der Europäischen Union und den Vereinigten Staaten auf der Liste der Terrororganisationen – und stellt seit 2006 im Gazastreifen die Regierung. Und woher, das frage ich mich oft, die obsessive Beschäftigung mit Israel? Warum sieht man keine Menschenrechtler auf die Straße ziehen gehen eklatantes Unrecht in Myanmar, in Nordkorea, in Weißrussland, in China?"


    So etwas ähnliches will ich seit vorgestern hier im Strang unterbringen und es prallt immer wieder ab.

  • Das ist immer das Problem. Sofort in einer Richtung drauflos prügeln.

    Auffällig ist gerade im Nahost-Konflikt, dass hier viele Menschen eine Meinung haben und auch artikulieren, die durchaus zur Differenzierung in der Lage sind, hier aber, bei einem so hochkomplexen Thema eine Einfachheit in der Beantwortung von Fragen durchblicken lassen, die fast schon den Karrieresprung innerhalb der alternativen Partei erfolgversprechend aussehen lassen.

  • Das ist echt schwierig an dich heran zu kommen. Da bist du mit dem Kater in bester Gesellschaft. Den Satz zum "Toten Meer" hast du flugs umgedeutet, damit er in die Argumentation passt. Die Quintessenz eines jeden eurer (du und Kater) Beiträge, wälzt die Verantwortung, die Schuld an der Gewalt immer wieder auf Israel ab. Wann immer mir diese einfache schwarz-weiß-Denke begegnet ist, sie war immer falsch. Und sie ist es hier auch.
    Zitat aus dem Artikel:
    "Israel muss sich unverhältnismäßig viel Kritik gefallen lassen, und ich nenne das Doppelmoral. Wenn es um Gleichberechtigung und Menschenrechte geht, weshalb fehlen dann Forderungen nach einem Boykott der radikalislamistischen Hamas? Sie steht immerhin bei der Europäischen Union und den Vereinigten Staaten auf der Liste der Terrororganisationen – und stellt seit 2006 im Gazastreifen die Regierung. Und woher, das frage ich mich oft, die obsessive Beschäftigung mit Israel? Warum sieht man keine Menschenrechtler auf die Straße ziehen gehen eklatantes Unrecht in Myanmar, in Nordkorea, in Weißrussland, in China?"


    So etwas ähnliches will ich seit vorgestern hier im Strang unterbringen und es prallt immer wieder ab.

    Klar - somit sind wir bereits mitten im Thema. Warum erwaehnst du gleich der deutschen Qualitaetsmedien die Hamas, nie ohne den Zusatz "radikal islamisch" aber niemals eine einzige der radikal juedischen Parteien, die an der israelischen Regierung beteiligt sind wie die HaBayit HaYehudi oder die Yisrael Beitenu? Allein der Satz, dass Israel sich unverhaeltnismaessig viel Kritik gefallen lassen muss, bringt mich zum Lachen, allerdings ist es kein froehliches Lachen. Der Sicherheit Weissrusslands, Myanmars, Nordkoreas oder Chinas sind wir nicht durch Staatsraeson verpflichtet. Vielleicht begreifst du den Unterschied, doch schoen, wie du Vergleiche ziehst. Der Israel - Palaestina Konflikt besteht seit nunmehr ueber siebzig Jahren, und unser blinder Gehorsam und falsch verstandene historische Verantwortung ist Teil der Ursache, dass er nicht loesbar ist.

  • Zitat aus dem Artikel:
    "Israel muss sich unverhältnismäßig viel Kritik gefallen lassen, und ich nenne das Doppelmoral. Wenn es um Gleichberechtigung und Menschenrechte geht, weshalb fehlen dann Forderungen nach einem Boykott der radikalislamistischen Hamas? Sie steht immerhin bei der Europäischen Union und den Vereinigten Staaten auf der Liste der Terrororganisationen – und stellt seit 2006 im Gazastreifen die Regierung.

    Nun, warum konnten aber die radikale HAMAS 2006 die Regierung im Gazastreifen übernehmen ?


    Hier fehlt mir vom Autor eine Kurzbeschreibung der kompletten Ausweg und Hoffnungslosigkeit der Menschen dort aufgrund der Politik Israels ( um diese Projekt bewußt scheitern zu lassen ) die wohl kaum Hoffnung in irgendwelche gewählten Vertreter Ihrer Zunft gehabt haben.


    Ferner erscheint es mir das der Schreiber ein gehöriges Maß an Scheuklappenmentalität in Bezug auf die Lebensrealität arabischstämmiger oder anderer Nationalitäten in Israel hat. Was sich ja übrigens auch dort in einigen Leserkommentaren niederschlägt.

  • Das ist echt schwierig an dich heran zu kommen. Da bist du mit dem Kater in bester Gesellschaft. Den Satz zum "Toten Meer" hast du flugs umgedeutet, damit er in die Argumentation passt. Die Quintessenz eines jeden eurer (du und Kater) Beiträge, wälzt die Verantwortung, die Schuld an der Gewalt immer wieder auf Israel ab. Wann immer mir diese einfache schwarz-weiß-Denke begegnet ist, sie war immer falsch. Und sie ist es hier auch.
    Zitat aus dem Artikel:
    "Israel muss sich unverhältnismäßig viel Kritik gefallen lassen, und ich nenne das Doppelmoral. Wenn es um Gleichberechtigung und Menschenrechte geht, weshalb fehlen dann Forderungen nach einem Boykott der radikalislamistischen Hamas? Sie steht immerhin bei der Europäischen Union und den Vereinigten Staaten auf der Liste der Terrororganisationen – und stellt seit 2006 im Gazastreifen die Regierung. Und woher, das frage ich mich oft, die obsessive Beschäftigung mit Israel? Warum sieht man keine Menschenrechtler auf die Straße ziehen gehen eklatantes Unrecht in Myanmar, in Nordkorea, in Weißrussland, in China?"


    So etwas ähnliches will ich seit vorgestern hier im Strang unterbringen und es prallt immer wieder ab.

    Der Schwanz wedelt mit dem Hund. Fuer Israel ist die Hamas eine Terrororganisation, somit ist es Pflicht und Gesetz, dass die USA und die EU sich dieser Forderung beugten. Die EU hatte vor einigen Jahren den Plan, die Hamas von der Liste zu nehmen, was Netanjahu mit groessem Gedeonse erfolgreich verhindern konnte. Dummer kann man Politik nicht mehr machen. Anstatt die frei und demokratisch gewaehlte Hamas in die Regierungspflicht zu nehmen und als Folge an den Verhandlungstisch zu bringen, wurde sie boykottiert und die Bevoelkerung des Gazastreifens wird seit mehr etwa dreizehn Jahren dafuer bestraft, dass sie "falsch", d. h. eine der israelischen Regierung verhasste Partei gewaehlt hat.

    Du hast viele meiner Fragen offen gelassen, z.B. wo es heutzutage einen zu Israel vergleichbaren Staat gibt, der Siedlerkolonialismus betreibt und die einheimische Bevoelkerung ihrer Ressourcen beraubt.

  • Auffällig ist gerade im Nahost-Konflikt, dass hier viele Menschen eine Meinung haben und auch artikulieren, die durchaus zur Differenzierung in der Lage sind, hier aber, bei einem so hochkomplexen Thema eine Einfachheit in der Beantwortung von Fragen durchblicken lassen, die fast schon den Karrieresprung innerhalb der alternativen Partei erfolgversprechend aussehen lassen.

    Es gibt ein paar einfache Antworten, selbst wenn das Thema noch so komplex ist. Israels Kriegsverbrecherbande in der Regierung muss endlich aufhören, weiteres Land zu okkupieren, Demonstranten zu erschießen und illegal Häuser abzureißen, in konkrete Verhandlungen über einen gerechten Frieden und einen palästinensischen Staat eintreten.

    Sobald sie das tut, bin ich der erste, der jeden Angriff auf Israel, sei es Terroranschlag oder Raketenangriff seitens Hamas oder Hisbollah aufs schärfste verurteilt.


    So lange sie (die israelische Administration) so weitermacht wie bisher bekommt dieser pseudodemokratische Unrechtsstaat volle Breitseite.

    Religion wird von den einfachen Leuten als wahr, von den Weisen als falsch und von den Herrschern als nützlich angesehen.

    Lucius Annaeus Seneca

  • In der Tat. Der Artikel bringt sehr schön die Vielschichtigkeit des Problems zum Ausdruck.

    "Die Araber akzeptierten den Teilungsplan von 1947 nicht"


    Zitat aus dem Artikel der taz ist 1:1 aus Hasbara Tastatur. Er beschreibt darin nicht annaehernd die Nakba, wie sie von juedischen Historikern belegt ist und zeigt, wessen Geistes Kind der Autor ist. Das ist keine Schwarz-Weiss Zeichnung meinerseits, die keine einseitige Schuld Israels sieht, aber unter "Vielschichtigkeit des Problems" etwas voellig anderes sieht. Genug mit der zionistischen Geschichtsklitterei, die nicht zielfuehrend ist.

  • Wer immer noch behauptet, ob Israeli oder Araber, dass Israel kein Apartheid -Staat sei, kann sich den folgenden Aufsatz von Jonathan Cook zu Gemuete fuehren, der ausfuehrlich erklaert, wie es dazu kommt, dass selbst ein sachkundiger Beobachter wie der suedafrikanische Erzbischof Tutu von Apartheid spricht, der darauf hinweist, dass die Lage der besetzten Palaestinenser tatsaechlich schlimmer ist als die der Schwarzen im ehemaligen Suedafrika.


    https://senderfreiespalaestina…cook_israel_apartheid.pdf


    Das nenne ich Vielschichtigkeit des Problems. Ist aber zu lang fuer den eher durchschnittlich interessierten Leser.

  • Nochmal Mansour:


    Zitat

    Die Araber akzeptierten den Teilungsplan von 1947 nicht

    Warum? Auch das muss ich den Jugendlichen in Deutschland überall erklären. Nach der Herrschaft der Nationalsozialisten, die in der unfassbaren Grausamkeit des Holocaust kulminierte, wuchs das Bedürfnis bei Juden aus aller Welt nach einer sicheren Heimat, einem eigenen Staat als Rettung aus der Not. Der UN-Teilungsplan von Palästina wurde 1947 von der UN-Generalversammlung verabschiedet. Er sah ein Ende des britischen Mandats vor und die Aufteilung des Gebietes in einen Staat für Juden und einen für Araber. Israel akzeptierte den Beschluss. Nicht so die Araber. Viele fühlten sich um ihr Land betrogen, viele flüchteten in Nachbargebiete, aus denen wiederum jüdische Bevölkerung vertrieben wurde. NS-Propaganda hatte zuvor schon den Antisemitismus in der Region entfacht, unter anderem durch den von Hitler hofierten Großmufti von Jerusalem. ...

    Araber fühlten sich um ihr Land betrogen. Araber flüchteten, jüdische Bevölkerung wurde vertrieben. Und über allem thront der unvermeidliche Großmufti von Jerusalem.

    Sadat wurde von radikalen Islamisten (gibt es eigentlich auch Islamisten, die nicht radikal sind?) erschossen wegen seiner Verhandlungen mit Israel. Kein Wort über das Schicksal Rabins.


    Kein Wort davon, dass Israel der Teilungsplan nicht weit genug ging und man die Gelegenheit gerne nutzte, in zwei Kriegen sein Gebiet zu "konsolidieren", von ursprünglich 57% auf 75% Palästinas westlich des Jordans.


    Den Rest schenke ich mir. Schwarz-weißer geht es jedenfalls nicht.

  • Warum sieht man keine Menschenrechtler auf die Straße ziehen gehen eklatantes Unrecht in Myanmar, in Nordkorea, in Weißrussland, in China?

    Vielleicht, weil man bei Staaten, die sich dem zivilisierten Westen zugehörig fühlen, etwas genauer hinschaut? Und weil man vielleicht hofft, dass man bei Staaten, die sich dem zivilisierten Westen zugehörig fühlen, eher etwas erreicht?

  • Vielleicht, weil man bei Staaten, die sich dem zivilisierten Westen zugehörig fühlen, etwas genauer hinschaut? Und weil man vielleicht hofft, dass man bei Staaten, die sich dem zivilisierten Westen zugehörig fühlen, eher etwas erreicht?

    Und dieses "Erreichen" wird was, wenn man die Adressaten kollektiv als "Pack" wahrnimmt? Es gibt einfach keine Distanz, von keinem, zu diesem unsäglichen Post vom Techniker. Daran hat sich meine Kritik entzündet. Dies nur zur Erinnerung. Es ist einfach nicht zielführend denen, die man erreichen will, einen vor den Koffer zu knallen. Ich bin gerne bereit, eine differenzierte Debatte zum Thema zu führen. Aber das erscheint unmöglich, wenn solche Aussetzer nicht kritisiert werden dürfen, ohne dass man sich dafür unter allen möglichen und unmöglichen Aspekten rechtfertigen muss. Natürlich gibt der Text in der taz Anstoß für eine Debatte, ich bin sicher, darum ist er geschrieben worden. Aber er offenbart eben eine Sicht, die hier nicht zur Geltung kam, bislang, und darum ist das ein guter Beitrag.

  • ….

    Kein Wort davon, dass Israel der Teilungsplan nicht weit genug ging und man die Gelegenheit gerne nutzte, in zwei Kriegen sein Gebiet zu "konsolidieren", von ursprünglich 57% auf 75% Palästinas westlich des Jordans.....

    Im Nachhinein zu schreiben, die Kriege kamen den Israelis gelegen, ohne sie begonnen zu haben, weil sie so eine Gebietserweiterung durchsetzen konnten, das ist mir ein bisschen zu blöd. Die Nachbarn hätten den Krieg einfach nicht beginnen müssen, so einfach? Ja, manchmal ist es einfach.

  • Was mir noch auffiel:


    Zitat

    Unter Jassir Arafat und Yitzhak Rabin glückten Friedensverhandlungen zwischen Israel und den Palästinensern. Durch die palästinensischen Aufstände, die im Jahr 2000 eskalierten, als es Terroranschläge gab und die Zweite Intifada begann, wurde die Chance auf Frieden erneut zerstört. Die palästinensische Seite lehnte seitdem mehrere Angebote für Friedensschlüsse ab und war kaum bereit, Kompromisse einzugehen.

    Das ist schon keine Schwarz-Weiß-Malerei mehr, sondern Geschichtsklitterung in Vollendung.