Israel: Volk ohne Raum(?)

  • Danke gun0815 fuer den ueberaus interessanten Link ueber das Scheinlexikon.

    Das erklaert auch, warum die einen fuer die Sichtweise ihres Diktators, den sie nicht gewaehlt haben, bis heute bestraft werden, die anderen per Wikihausen fuer die Sichtweise ihrer gewaehlten Regierung "belohnt" und bereichert werden.

  • Mal ganz naiv gefragt: Ein Lexikoneintrag nach Sicht Israels --- kann jedes Land seine Sichtweise bei Wikipedia eintragen lassen? ?(

    Aus irakischer Sicht zu Zeiten Saddams ist Kuwait eine irakische Provinz,X(

    Der Lexikoneintrag hat als Überschrift "Westjordanland"; danach folgen die Benennungen und Schreibweisen in arabisch, hebräisch, englisch. Daran ist nicht auszusetzen.

    Es widerspricht auch der Neutralität nicht, wenn es erwähnt, dass Kuwait vom Irak als irakische Provinz betrachtet wurde.


    Und Verschwörungstheoretiker fühlen sich von Wikipedia seit je her schlecht behandelt; das ist nichts Neues. :)

  • Der Lexikoneintrag hat als Überschrift "Westjordanland"; danach folgen die Benennungen und Schreibweisen in arabisch, hebräisch, englisch. Daran ist nicht auszusetzen.

    Es widerspricht auch der Neutralität nicht, wenn es erwähnt, dass Kuwait vom Irak als irakische Provinz betrachtet wurde.


    Und Verschwörungstheoretiker fühlen sich von Wikipedia seit je her schlecht behandelt; das ist nichts Neues. :)

    Zaehlst du mich etwa zu den Verschwoerungstheoretikern.? Nicht ich fuehle mich schlecht behandelt, sondern aufs Uebelste das irakische Volk. Der Neutralitaet mag es nicht widersprechen, dass Irak Kuwait als seine Provinz betrachtet(e) , nur leider sah Bush das ein wenig anders.


    aber wir reden hier ja ueber ein Propagandalexikon, nicht ueber Politik.....

  • Vor etwa zehn Tagen fasste die Koalition einen Beschluss, das Verbrennen oder Zerstoeren einer auslaendischen Flagge mit einer Freitheitsstrafe bis zu 2-3 Jahren oder Geldstrafe zu bestrafen.

    Man haette es auch praeziser bezeichnen koennen. wie der Spiegel, der schreibt, dass die Koalition es nicht laenger hinnehmen wolle, dass in Deutschland Israelfahnen verbrannt werden.

    Demonstranten verbrannten waehrend einer Demonstration in Berlin 2017 eine selbst bemalte Fahne mit dem Davidstern in Berlin.

    Das fuehrte zu kollektiver Empoerung in den Medien.


    Dazu konstatiert ganz richtig die Juedische Stimme fuer gerechten Frieden in Nahost, dass es seit Jahrzehnten dazu kommt, dass waehrend kurdischer Demonstrationen in Deutschland tuerkische Fahnen verbrennen. Das passiere oefter als die Verbrennnung israelischer Fahnen. Darueber wuerde wenig berichtet und schon gar nicht in den Medien skandalisiert.

    Sie stellt die berechtigete Frage, ob eigentlich alle wuessten, die jetzt das Verbrennen von Fahnen unter Strafe stellen, dass dieses neu geplante Gesetz vor allem zur weiteren Kriminalisierung kurdischer Proteste fuehren wird.

  • "Die Besucher des" (Holocaust-)"Forums widmen sich dem grauenhaften Verbrechen des Holocaust." #1.189


    https://www.haaretz.com/israel…CbQ3WJjSPr0cBV3RxDmFmaMXa


    Und wie.... Die Gedenkfeier wird zur "Feiertags-Party " mit allen Schikanen eingelauetet.

    Die Teilnehmer der kochkaraetigen Veranstaltung zum Gedenken an den 75. Jahrestag der Befreiung von Auschwitz wurden zu einer einzigartigen Veranstaltung mit LIve-Musik und einer After-Party eingeladen.

    Der Buergermeister von Jerusalem lud zu einer Cocktailparty mit einem DJ in eine Hoehle unterhalb der Altstadt Jerusalems ein.

  • Feiern können sie ja.


    mfg

    Dagegen ist auch nichts einzuwenden. Nur - was feiert man und wie .. Auch die Location finde ich kritikwuerdig. Haetten sie doch die Party in Eilat gemacht. Hoffentlich verhagelt es die lebhafte Stimmung angesichts des anhaltenden Sauwetters. Morgen soll es schneien, hoffentlich schneien die Partygaeste ein. Leid tun mir dabei nur Jene:


    http://qudsnen.co/?p=11239&fbc…MVJXHZjZel9U08RYcUX_xgdr8


    "Israels Supreme Court approves demolition of more Palestinian houses in Jerusalem." (19.01.2020)

  • Es ist wirklich nicht zu fassen. Man ist geneigt, den verantwortlichen Israelis ein paar Raketchen zu wünschen, auf ihr Wohnhaus. Denn sie bauen ja selbst jede Menge illegaler Häuser im Palästinensergebiet.



    "in der Dummheit ist eine Zuversicht, worüber man rasend werden möchte." F. H. Jakobi, 15. März 1781

  • Es ist wirklich nicht zu fassen. Man ist geneigt, den verantwortlichen Israelis ein paar Raketchen zu wünschen, auf ihr Wohnhaus. Denn sie bauen ja selbst jede Menge illegaler Häuser im Palästinensergebiet.

    Sicherlich etwas zynisch aber wie soll man sonst sein Unverständnis ausdrücken?


    Auch ich bin ein wenig entsetzt über den Verlauf der Feierlichkeiten.



    mfg

  • Es ist wirklich nicht zu fassen. Man ist geneigt, den verantwortlichen Israelis ein paar Raketchen zu wünschen, auf ihr Wohnhaus. Denn sie bauen ja selbst jede Menge illegaler Häuser im Palästinensergebiet.

    Deiner "Neigung" moechte ich lieber nicht nachgeben, auch wenn ich sie gut nachvollziehen kann.


    Es sind vor allem die staatlichen Subventionen, welche die illegal erstellten Haueser der Siedler im arabischen Ost-Jerusalem und im Westjordanland attraktiv machen.


    Die 192000 israelischen Siedler, die in Ost-Jerusalem leben und ihre Haueser bauen, verstossen gegen internationales Recht. Ihre Haueser werden nicht abgerissen, sondern die Siedlungen staendig ausgebaut.


    Ost-Jerusalem soll nach dem Wunsch der Zionisten araberfrei werden. Das ist Sinn und Zweck der Haueserabrissverordnungen, sonst nichts.

  • Die 192000 israelischen Siedler, die in Ost-Jerusalem leben und ihre Haueser bauen, verstossen gegen internationales Recht. Ihre Haueser werden nicht abgerissen, sondern die Siedlungen staendig ausgebaut.

    Diese Tatsache scheint aber den allergrössten Teil der Weltöffentlichkeit nicht mal ansatzweise zu interessieren.Proteste nehme ich so gut wie keine wahr,im Gegensatz zu den Klimaaktivisten,die sich ums Klima scheren.Hier hätten sie ein Betätigungsfeld,was sehr dankbar wäre und die Unterstützung der Palästinenser zu 100% sichern würde.

    Kopp hoch und wenn der Hals ooch dreckig ist!

  • Diese Tatsache scheint aber den allergrössten Teil der Weltöffentlichkeit nicht mal ansatzweise zu interessieren.Proteste nehme ich so gut wie keine wahr,im Gegensatz zu den Klimaaktivisten,die sich ums Klima scheren.Hier hätten sie ein Betätigungsfeld,was sehr dankbar wäre und die Unterstützung der Palästinenser zu 100% sichern würde.

    Ein bisschen zu hoch, diese Erwartungen. Der Klimaschutz geht alle an auf diesem Planeten, oder sollte es zumindest. Ich wuerde die Erwartung auf die "westliche Welt" reduzieren, die so oft und gerne seine Werte, das Einhalten der Menschenrechte und Voelkerrecht verbal strapaziert, sich aber stattdessen feige vor der Antisemitenkeule duckt. Wuerden die USA und Europa sich tatsaechlich um das Voelkerrecht "scheren", um seine Werte, dann waere damit vor allem dem Frieden gedient und so ganz nebenbei nicht nur den Palaestinensern, sondern auch den Israelis.

  • Diese Tatsache scheint aber den allergrössten Teil der Weltöffentlichkeit nicht mal ansatzweise zu interessieren.Proteste nehme ich so gut wie keine wahr,im Gegensatz zu den Klimaaktivisten,die sich ums Klima scheren.Hier hätten sie ein Betätigungsfeld,was sehr dankbar wäre und die Unterstützung der Palästinenser zu 100% sichern würde.

    Palästinenser haben von Beginn an keine Lobby gehabt. Golda Meir hat ja gesagt, dass es keine gibt! Die Zionisten haben "Ein Land ohne Volk für ein Volk ohne Land!" besiedelt, nachdem sie mit Terror die indigene Bevölkerung vertrieben haben.

    Wer das nicht glaubt, ist ANTISEMIT!

  • Monsieur Macron wurde "laut", und das in Jerusalem. Es geschah waehrend seines Besuchs in der St. Anna - Kirche, die im franzoesischen Nationalbesitz ist. Er aergerte sich doch tatsaechlich ueber die israelische Polizei. Macron missfiel, was diese da "direkt vor ihm gemacht haben" und fuehlte sich "provoziert.". "Jeder kenne die Regeln" liess er in englischer Sprache vernehmen und empoerte sich, dass die Israelis sich nicht danach hielten.


    https://www.faz.net/aktuell/po…96UZvXppDlBedoeiVjWxGD-n4


    So "schoen", dass sich Macron mit der israelischen Polizei "anlegt", dass sogar der Spiegel ueber diesen kleinen Vorfall darueber berichtet.


    Ist Emmanuel I. nun ein Antisemit?

  • Ueber den 75. Jahrestag der Befreiung von Auschwitz, die in Jerusalem stattfand, gibt es viele Kommentare, einige nennen es "Gedenkshow der Maechtigen. Show ist das Stichwort...


    "My dearest wish is freedom and equality for Palestinians...." sind Worte des englischen Thronfolgers im Wartestand, Prinz Charles, der ebenfalls bei der Show anwesend war.


    Aehnliche Worte haette ich mir von einem der Maechtigen gewuenscht, warum nicht auch von unserem Bundespraesidenten?


    Deutliche Worte - wie immer - fand der Haaretz - Journalist Gideon Levy. An die Vergangenheit sich zu erinnern, dabei sich aber der Gegenwart bewusst zu sein, ohne die Augen zu verschliessen, so oder aehnlich kritisierte er Dutzende Staatsmaenner, die nach Israel kamen, die sich der Vergangenheit erinnern, aber die Gegenwart "verwischen". So nennt er deren Schweigen, ihre Missachtung der Realitaet, waehrend sie sich bedingungslos an die Seite Israels stellen. Damit verrieten sie auch die Erinnerung an die Vergangenheit, in deren Namen sie nach Israel kamen. Gaeste des Landes zu sein, ohne Erwaehnung seiner Verbrechen, dem Holocaust zu gedenken, dessen Lehren zu ignorieren, Jerusalem zu besuchen ohne in das Ghetto Gaza zu reisen - Levy kann sich keine groessere Heuchelei vorstellen - ich mir ebenfalls nicht.


    Es ist gut und richtig, wenn Praesidenten und andere Prominente zu Ehren dieses Gedenktages zusammen kommen. Ueber den Standort kann man anderer Meinung sein. Was dabei vor allem zu bedauern ist, ist die Ignoranz, was die Opfer des Holocaust einer anderen Nation zufuegen.

    Der Staat Israel nutzt die Erinnerung an die Verbrechen des Holocaust fuer seine Zwecke. Auch das sollte erwaehnt werden..

  • Der Staat Israel nutzt die Erinnerung an die Verbrechen des Holocaust fuer seine Zwecke. Auch das sollte erwaehnt werden..

    Das ist das eigentliche Problem. Für Netanjahu war das Ganze eine Wahlkampfveranstaltung. Das hätten die "Mächtigen dieser Welt" schon vorher erkennen können und die Tagespolitik außen vor lassen sollen. Leider hielten sich beispielsweise Pence und Putin nicht daran. So gesehen hat Steinmeier die richtige Rede gehalten (auch wenn es dem unvermeidlichen Wolffsohn nicht passt).