Quo vadis Israel?

  • Natuerlich teile ich den Standpunkt der "Juedischen Stimme fuer einen gerechten Frieden in Nahost". Andernfalls haette ich deren Text hier nicht eingestellt. Von einem "Haufen rassistischer Israelis" ist dort nichts zu lesen. Wer die israelischen Parteienlandschaft kennt, wird das wohl etwas differenzierter lesen. Gemeint sind Koalitionspartner von Netanjahus Likud wie die extrem rechte

    Siedlerpartei Ha-Beit ha-jehudi (das juedische Haus), Vereintes Thora-Judentum, die Schas Partei. Rassistischer gehts nimmer.

  • Was hat mal ein schlauer Mensch gesagt? Ein Kompromiß ist ein Regenschirm mit Löchern!

    https://www.heise.de/tp/featur…sche-Emirate-4912777.html


    Zitat

    Diese Woche war der israelische Verteidigungsminister Benny Gantz zu Besuch in Washington. Bei seinen Gesprächen dort ging es unter anderem um die Lieferung von F-35-Kampfjets, die Donald Trumps Berater Jared Kushner den Vereinigten Arabischen Emiraten als Gegenleistung für eine Normalisierung der Beziehungen zu Israel in Aussicht gestellt hatte.


    Qualitativer militärischer Vorsprung

    Bislang werden diese mit Abstand teuersten Kampfflugzeuge der Welt nicht an arabische Länder verkauft. Ein Grund dafür ist ein nach dem Jom-Kippur-Krieg von 1973 abgegebenes amerikanisches Versprechen, darauf zu achten, dass Israels qualitativer militärischer Vorsprung gegenüber der arabischen Welt erhalten bleibt. Bei seinem Besuch in Jerusalem am 24. August versicherte der amerikanische Außenminister Mike Pompeo dem israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu noch einmal, dass an dieser Zusage nicht gerüttelt wird.

    Ihr bekommt das Material, nur kann man das ganz leicht abschießen. ;)


    mfg

  • Ist doch ein lohnendes Geschaeft. An Araber Waffen liefern bedeutet doch an Israel noch mehr Waffen zu liefern.

    Man nennt es geschaeftstuechtig, schliesslich muss man ja Geld verdienen.

    Die Folgekosten, sprich Fluechtlinge, ueberlaesst man anderen Laendern.

  • Wenn die Israelis also eine Koalition mit den Arabern gewählt hätten, dann gäbe es die sozialen Probleme sowie die Corona-Krise in Israel nicht? Verstehe ich das richtig? Wenn ja? Warum wäre dann alles anders?

    Weil man zum Beispiel in einem gemeinsamen real demokratischen Staat nicht die Überrüstung finanzieren müßte, vernünftige Beziehungen zu den Nachbarstaaten und international haben könnte, so dass man in die Völkergemeinschaft eingebunden wäre und sich den sozialen und wirklich wichtigen Aufgaben zuwenden könnte, für die dann auch Kapital da wäre.

  • Ist doch ein lohnendes Geschaeft. An Araber Waffen liefern bedeutet doch an Israel noch mehr Waffen zu liefern.

    Man nennt es geschaeftstuechtig, schliesslich muss man ja Geld verdienen.

    Die Folgekosten, sprich Fluechtlinge, ueberlaesst man anderen Laendern.

    Dieses "loehnende Geschaft" ist jedenfalls kein wirkliches Friedensabkommen, als das es verkauft wird, sondern ein Deal, bei dem die einzigen Gewinner die Waffenlieferanten sind. Die absoluten Verlierer sind die Menschen, gegen die und deren Land diese Waffen gerichtet sind. Die Folge werden einmal mehr Jene tragen muessen, die es nicht schaffen, eine eigenstaendige Nahostpolitik zu betreiben und deswegen ein gewisses Mass an Mitschuld tragen.

    Fazit: Saemtliche Friedensinitiativen der vergangenen Jahrzehnte konnten auch deswegen keinen Erfolg bringen, weil Frieden keinen Profit abwirft. Krieg ist anscheinend lohnender.

  • Israel hat sich zum Versuchslabor für die Entwicklung neuer Waffen und Methoden zur überwachung, Kontrolle und Pazification unliebsamer Bevölkerungsteile entwickelt, die Palästinenser sind dabei die "VERSUCHSTIERE". So kann man mit "Praxiserprobt" auf allen Waffenmessen der Welt werben und sich bei allen Regimes empfehlen, die aufgrund ihrer Herrschaftsformen besorgt sein müssen, dass die Unterdrückten dieser Erde ihrer Macht ein Ende setzen. Man braucht also kaum zu fürchten, dass Israel seine "Produkte" nicht los wird. Was mich wundert, ist, dass das bedeutende Buch von Jeff HALPER weder hier im Forum, noch in der breiten Öffentlichkeit so wenig Ressonanz findet.

  • Habe ich etwas uebersehen? Ich kenne weder das Buch noch den Autor. Kannst du mal den Titel nennen, vielleicht ergibt sich dann eine Anregung zur Diskussion.

    Ich habe mir das Wundern laengst abgewoehnt. Gelingt mir aber nicht immer. Zum Beispiel heute beim Lesen eines Artikels der Islamwissenschaftlerin und Publizistin Lamya Kaddor, die auch durch zahlreiche Auftritte in Talksshows in Deutschland einen gewissen Bekanntheitsgrad erreicht hat.

    Regelmaessig schreibt sie u.a. fuer den Koelner Stadtanzeiger.

    Ihr letzter Artikel (den sie auch auf ihre FB Seite einstellt) widmet sie der diplomatischen Annaeherung zwischen Israel und den Emiraten.

    Einerseits hoffe sie, dass der Rest der arabischen Welt diesem Beispiel folgt und damit die Palaestinenserfuehrung weiter unter Druck setzt, einen Kurswechsel vorzunehmen. Wie dieser aussehen soll, verraet die Dame aber nicht. In den vergangenen Jahrzehnten haben die politischen Anfuehrer der Palaestenser unzaehlige Male bewiesen, dass der von ihnen eingeschlagene Weg mit Krieg, Terrorismus, Boykotten und ausgeschlagenen Kompromissen zu nichts anderem gefuehrt haben als zu Leid fuer die eigene Bevoelkerung.

    Kritik an der Palaestinenserfuehrung ist gut und richtig, aber weiss Frau Kaddor eigentlich, was sie da schreibt? Ich wuerde sie gerne befragen zu dem" eingeschlagenen Weg mit Krieg"... Wer hat welchen Weg des Krieges gewaehlt? Welche Kompromisse wurden von den Palaestinensern ausgeschlagen? Eines weiss die Kaddor, naemlich dass es bei dem von ihr gepriesenen Deal zwischen Israel und den Emiraten um Geld geht. Aber das steckt sie gerne weg, seí's drum. Kaddors "guter"Rat, ist, dass die Palaestinenser fuer eine bessere Zukunft sorgen sollten, anstatt ueber ihr Schicksal zu lamentieren.

    Das sagt die Frau mit den syrischen Wurzeln, die nichts lieber haette als Assad dort, wo der Pfeffer waechst. Was wuerde sie zu einem aehnlich Rat sagen, gaebe man ihn den Syrern? . Aber bleiben wir bei den Palaestinensern. Auch ohne die Belehrung der Kaddors wissen wir, dass Israel ein Faktum ist, wie sie es nennt, das wissen auch Naivlinge und Extremisten wie die Regierung Irans, die Hizbollah und die Hamas. Von israelischen Extremisten ist uebrigens nie die Rede. Natuerlich ergaenzt sie, dass Israel immer sein wird, und das sei auch gut so. Das Wort Siedlungspolitik oder Besatzung werden nicht erwaehnt. Wir lernen von ihr auch , dass die diplomatische Aechtung Israels schon lange gescheitert sei. Anstatt sich lautstark zu empoeren, sollte die Palaestinenserfuehren aufhoeren, ihrer Bevoelkerung vorzumachen, es koenne ein Zurueck zu 1967 oder gar zu 1948 geben.

    Zynisch oder realistisch, denn das bedeutet doch, dass alle missachteten Resolutionen endgueltig unter den Tisch fallen, Voelkerrecht obsolet ist. Bleibt nur der Rat Frau Kaddors, jetzt von der Kuchentafel zu nehmen, was noch uebrig ist.

    Wahrscheinlich weiss die Kaddor nicht, dass man von Kruemel nicht satt werden kann. Ah ja, zum Schluss warnt sie denn doch noch vor den arabischen Fuehrern, die nicht von Vernunft und demokratische Strukturen bekannt seien. Vergisst dabei zu erwaehnen, dass das auch fuer die israelische Fuehrung gilt. Sei's drum.


    Qelle:https://www.facebook.com/lamya…r/posts/10158628241858232

  • Jeff HALPER : "WAR AGAINST THE PEOPLE", (2015), Pluto-Press, London, ISBN:978 0 7453 3431 8, ist in Deutschland nicht verlegt worden, aber über Amazon zu bestellen und zu bekommen. Es ist nur in Englisch erhältlich, dürfte für DIch keine Hürde sein.

    Auf jeden Fall wird beschrieben, wie die "Israelisierung" die Welt verändern könnte, wenn dIe echten Demokraten nicht aufpassen.

  • Vielen Dank. Habe mittlerweile ein bisschen recherchiert ueber den israelischen Professor Jeff Halper , Mitbegruender und Direktor des Israelischen Komitees gegen Hauszerstoerung in Beer Sheva, an dessen Sitz ich bei meinem letzten Aufenthalt in der Nachbarschaft einquartiert war. Eine Einrichtung, deren Existenz mich ueberraschte und von der ich bis dato nichts gewusst hatte.

    Danke fuer den Buchtipp.

  • Netanjahu nimmt seine dreckige Waesche mit auf Dienstreisen und laesst sie dort waschen.

    Ashkanasi, der israelische Kollege von Heiko Maas, laesst sich auf deutsche Steuerzahlerkosten mit der deutschen Luftwaffe abholen.

    "... Ashkenazi flew to Berlin on a German Air Force plane that arrived specifically to pick him up" "https://www.haaretz.com/.../.premium-israel-s-foreign...

    Maas bezeichnete es als grosse Ehre, dass die Aussenminister Israels und der Emirate Berlin als Ort fuer ihr erstes historisches Treffen gewaehlt haben.

    Diese Ehre kann man den deutscher Steuerzahler etwas kosten lassen. Anstatt eigens die Luftwaffe zur Abholung des israelischen Aussenministers nach Tel Aviv zu schicken, haette kostensparend der Scheich aus Abu-Dhabi einen kurzen Zwischenstopp dort einlegen koennen, liegt eh mehr oder weniger auf seiner Route. Vielleicht klappts ja damit auf der Rueckreise. <X

  • Elitäre Gesten für elitäre Verbrecher.

    Wahnsinn, der Methode hat und dem Michel als gutes Ereignis verkauft wird, während solch Politik Menschen ihre Lebensgrundlage entzieht und solche Eliten die Opfer auch noch als Verbrecher darstellt.

    Die Agitation ist einfach zu durchschauen und die Propaganda ist auch nicht unbekannt.


    Ich dachte, nach 89 hätte ich das hinter mir.


    Aber nein, es ist nicht besser....nur anders.


    mfg

  • Das kleine Israel - spielt offenbar im Konflikt mit Bergkarabach eine grosse Rolle. Etwa 60 Prozent der Ruestungsimporte Aserbaidschans stammen aus Israel

    https://www.tagesschau.de/ausl…SGKUslsx7xwFKwu0ZvaXWqEdw


    Verbunden durch Waffen und Oel, durchaus nichts Neues - halt eine Win- Win- Situation. fuer beide Seiten. Eine weitere Erklaerung: Aserbaidschan ist der direkte Nachbar zu Iran. Das nutzen, wen wunderts, Israels Geheimdienste aus. Aserbaidschan- ein Brueckenkopf fuer einen Angriff auf den Iran?

  • Das kleine Israel - spielt offenbar im Konflikt mit Bergkarabach eine grosse Rolle. Etwa 60 Prozent der Ruestungsimporte Aserbaidschans stammen aus Israel

    https://www.tagesschau.de/ausl…SGKUslsx7xwFKwu0ZvaXWqEdw


    Verbunden durch Waffen und Oel, durchaus nichts Neues - halt eine Win- Win- Situation. fuer beide Seiten. Eine weitere Erklaerung: Aserbaidschan ist der direkte Nachbar zu Iran. Das nutzen, wen wunderts, Israels Geheimdienste aus. Aserbaidschan- ein Brueckenkopf fuer einen Angriff auf den Iran?

    Das "kleine Israel" ist nur (Noch) territorial klein, ansonsten ist es dank der USA und der EU der sechststärkste Militärstaat der Erde.

    Und sein Einfluß reicht weit. Sogar in China gibt es zionistische Lobbiisten, auch in Kasakhstan und in Aserbaidshan sowieso.

  • Man ist mal wieder tief besorgt - die ueblichen Floskeln - und Israel weiss, dass nicht mehr folgen wird, - keine Sanktionen. Dafuer aber weitere Waffenlieferungen.

    Die Sprecher der Aussenministerien Deutschlands, Frankreichs, des Vereinigten Koenigsreichs, Italiens und Spaniens haben sich zu einer gemeinsamen Erklaerung durchgerungen - zum israelischen Siedlungsbau.

    Es ist von Voelkerrechtsverstoessen die Rede, Forderung zur Umsetzung der Resolution 2334 des UN -Sicherheitsrats und einiges mehr


    https://www.auswaertiges-amt.d…fodi5SXlgN9pX318XRdSZHER8


    Ein wirkungsloses Mahnen, wie schon so oft. Man bemuehte sich.