Ausbeutung via Ehrenamt

  • Ich funke gleich im Anschluss folgendes zurück: (...)


    Fortsetzung folgt in Beitrag # 21

    Hier die Kopie meiner Gegenargumentation:



    Seit dem höre ich nichts mehr von diesen Weicheiern aus Wiesbaden, aber ich werde Sie jagen.


    :freude:


    Es macht einen Schweinespaß diese angepassten verlogenen Spießer zu nerven, die vermutlich selber schwer angepisst von den asozialen Zuständen in diesem Staat sind, sich aber nichts wagen dagegen zu sagen geschweige zu unternehmen und mit ihrer bezahlten Arbeit dieses Schweinesystem bzw. die Ausbeutung von ehrenamtlich tätigen Menschen unterstützen. Diese angepassten Idioten nehmen mir meinen Arbeitsplatz und damit meine Erwerbsmöglichgkeit weg bzw. tragen dazu bei, dass ich arm bin.

    Wäre ich die, ich würde mir Scheibenwischer an meinen Badezimmerspiegel montieren, der die Kotze wegwischt die notgedrungen kommen würde, wenn ich mein Konterfei im Spiegel sehen würde.

  • […] Es macht einen Schweinespaß […]

    Nun, wenn Du für so viel Vergnügen so viel Zeit aufzuwenden vermagst, dann scheinst Du ja keinerlei finanziellen Sorgen zu haben. Die bedauernswerten Adressaten Deiner Spam-Mails haben indes besseres zu tun, als darauf zu antworten. Die Anbieter eines derartigen Hausnotrufs etwa haben ihre Funk- und Einsatzleitstelle zu besetzen, die Fahrer ihre Notrufeinsätze zu bewältigen und zu dokumentieren, und deren Verwaltung beschäftigt sich sicher mit ernstzunehmenden Anfragen, mit kaufmännischen Tätigkeiten, mit Öffentlichkeitsarbeit und mit der Anwerbung geeigneter ehrenamtlich tätiger Helfer, um das Leistungsspektrum aufrechterhalten zu können.

  • Diese angepassten Idioten nehmen mir meinen Arbeitsplatz und damit meine Erwerbsmöglichgkeit weg bzw. tragen dazu bei, dass ich arm bin.

    Das musst du mir mal näher erläutern....

    Allemagne? C'est un grand Bordel néolibéralement conservateur Merkel'scher l'empreinte


    AMERIKA......oder..... Alles was die Welt nicht braucht....oder....Spiel nicht mit den Schmuddelkindern....


    Manchmal gibt es Situationen nur zu lesen, nur nachzudenken und dann einfach zu schweigen.:lach-w::uglybrav:

  • Das musst du mir mal näher erläutern....

    Ich versteh Kleinloks Anfrage so, dass, wenn ein Dienst sich direkt vom Nutzer und außerdem (u. U.) aus dem Topf der Pflegeversicherungseinzahler bedienen darf, er nicht noch obendrein die versprochenen und ja vom Nutzer bezahlten Servicekräfte durch ein Ehrenamt quasi kostenfrei verlangen darf bzw. die Kritik daran sehr berechtigt ist.

    Da läuft in Sachen Ehrenamt nun wirklich Einiges aus dem Ruder.


    Frdl. Grüße

    Christiane

  • […] Da läuft in Sachen Ehrenamt nun wirklich Einiges aus dem Ruder. […]

    Es wäre ja so viel besser, wenn die Pflegeversicherung nicht 3,05% vom Bruttolohn betragen würde, sondern wie die gesetzliche Krankenversicherung 14,6%… und wenn der am Hausnotruf teilnehmende Mensch für jede Betätigung seines Rufknopfes dann noch mit ein paar hundert Euro zur Kasse gebeten würde…

  • […] So einfach ist das manchmal.

    Du magst es Dir ja so einfach vorstellen - de facto sind Pflege und Pflegebedürftigkeit weitaus komplizierter - und den steuerrechtlich nicht unerheblichen Status der Gemeinnützigkeit "erkaufen" manche Rettungsdienste (Johanniter, Malteser etc.) durch die ehrenamtliche Tätigkeit ihrer Vereinsmitglieder.

  • Johanniter GmbH

    Zitat

    Die Johanniter GmbH ist eine Trägergesellschaft für mehr als 100 stationäre Gesundheits- und Pflegeeinrichtungen, darunter Krankenhäuser, Fach- und Rehabilitationskliniken, medizinische Versorgungs- und Therapiezentren, Tageskliniken, Seniorenhäuser, Hospize sowie zentrale Dienstleistungsunternehmen.


    Malteser Deutschland

    Zitat

    Die Malteser Deutschland gemeinnützige GmbH ist eine neben dem Malteser Hilfsdienst e. V. gegründete Teilorganisation der Malteser in Deutschland. Sie bündelt die Trägerschaft für die Malteser Einrichtungen aus dem Bereich Medizin und Pflege und der Malteser Werke gemeinnützige GmbH.

  • Zitat

    Wenn der Beitrag der Pflegeversicherung nicht ausreicht, betroffenen Menschen eine menschenwürdige Pflege zu garantieren, muss man ihn erhöhen. So einfach ist das manchmal.

    Davon war die Rede.


    Ob man einen Hausnotruf mit Ehrenamtlichen vernünftig organisieren kann, bezweifle ich. Schließlich muss die Notrufzentrale rund um die Uhr besetzt sein.

  • Wenn der Beitrag der Pflegeversicherung nicht ausreicht, betroffenen Menschen eine menschenwürdige Pflege zu garantieren, muss man ihn erhöhen. So einfach ist das manchmal.

    Es geht einfacher. ALLE Empfänger von Gehalt/Lohn/Vergütung zahlen in diese Kasse ein. Punkt! :)

    Wer in Grenzen denkt, denkt begrenzt.

  • Davon war die Rede.


    Ob man einen Hausnotruf mit Ehrenamtlichen vernünftig organisieren kann, bezweifle ich. Schließlich muss die Notrufzentrale rund um die Uhr besetzt sein.

    Der Einsatz von Ehrenamtlichen im Hausnotruf ist bekloppt hoch ³ (und nicht nur da).

    Im Hausnotruf braucht es Präsenz, Zuverlässigkeit, Qualifikationen (z.B. eine Sanitätsausbildung erscheint mit Notfälle unbedingt wichtig) und Einfühlungsvermögen für meist ältere Menschen. Das fällt einem nicht so einfach zu und dürfte einen hohen Einsatz von Zeit und Arbeitsbereitschaft erfordern. Das gehört bezahlt, zumal der Service Hausnotruf kostest, teil sogar richtig ordentlich (ca. 40 Euro/Monat).


    Wer bekommt einen Anteil an diesen Einnahmen,

    warum sollen Ehrenamtliche davon ausgeschlossen werden?


    Und wenn die Einnahmen nicht reichen sollten, warum reichen die nicht?

    Und wenn die Einnahmen berechtigt erhöht werden müssten(was zu beweisen wäre)

    , warum springt hier nicht stärker der Staat ein?


    Die Masche mit dem Ehrenamt ist die m.E. verlogene Tour den Weg des geringsten Widerstandes zu gehen. Wer gutmütig und politisch unbedarft ist , lässt sich in Bezügen ausbeuten, die ich in aller Regel als sehr unsolidarisch angelegt sehe. Gerade der Sozialbereich ist zu einem Selbstbedienungsladen verkommen wo freche Nasen satt auf Kosten derjenigen absahnen, die sich für lau ausbeuten lassen und das noch ehrenhaft finden sollen.

  • Das Thema "Ehrenamt" ist für mich seit Jahren ein rotes Tuch.

    Grundsätzlich unterscheide ich da allerdings. Menschen, die uneigennützig anderen helfen oder irgendwo unentgeltlich einspringen, wo Not am Mann ist oder tatsächlich Gelder fehlen, da zolle ich diesen Ehrenamtlern großen Respekt!


    Das jedoch hört auf, wenn es darum geht, eine kostenfreie Arbeitskraft auf eine Stelle zu verbringen, die eigentlich dazu ausgelegt ist, eine Vollzeit- oder Teilzeitkraft einzustellen mit entsprechend angemessener Bezahlung. Das wird besonders gerne von kirchlichen Institutionen umgangen!


    Ärgerlich vor Jahren waren für mich immer Talkrunden, wo dann eine Ehrenamtlerin aus dem Publikum geholt und gelobt wurde. Da fühlten sich dann diese "gebauchpinselt" und merkten gar nicht, wie sie ausgenutzt wurden.

    Menschen wollen gebraucht werden. Das ist ja auch prima! Aber doch nicht nur für "Gottes Segen" oder so....


    Besonders nachdenklich nach dem Motto "muss das sein" sollte man werden, wenn kostenfreie berufsfremde Hilfskräfte in Ehrenamtfunktion auf Menschen "losgelassen" werden. Dort, wo bezahlte Kräfte sich "Fachkräfte" mit entsprechender Ausbildung nennen können.

  • Ich versteh Kleinloks Anfrage so, dass, wenn ein Dienst sich direkt vom Nutzer und außerdem (u. U.) aus dem Topf der Pflegeversicherungseinzahler bedienen darf, er nicht noch obendrein die versprochenen und ja vom Nutzer bezahlten Servicekräfte durch ein Ehrenamt quasi kostenfrei verlangen darf bzw. die Kritik daran sehr berechtigt ist.

    Da läuft in Sachen Ehrenamt nun wirklich Einiges aus dem Ruder.

    Und wie das aus dem Ruder läuft. De facto wurde das "Ehrenamt" jahrhundertelang missbraucht, um Kosten für humanitäre Aufgaben bzw. die staatliche Fürsorge zu sparen. Der Adel pfiff oftmals auf die Grundbedürfnisse der unter ihm befindlichen Schichten, Klosterfrauen sollten dann mit unentgeltlicher Arbeit die willkürlich geschaffenen Lücken füllen.


    In der Grundtendenz findet sich in der Politik noch immer diese Anspruchhaltung, auch wenn die angesichts der neoliberalen Verrohung absurd daher kommt. Aber genau darin lässt sich ein mieses absurdes Prinzip erkennen:


    Der korrupten Eliten hörige deutsche Staat betreibt im Auftrag dieser Eliten eine Umverteilung von unten nach oben, ermöglicht Bonz & Co legale bis illegale Steuererleichterungen und-fluchten, kassiert den Mittelstand ab und lässt Unterschicht, Bildung, Betreuung, Breitensport und-kultur darben. Die somit auf Grund mieser Willkür entstandenen Lücken sollen dann Freiwillige schließen helfen, die dann als "Vorbild" für den schlanken Staat dienen sollen mit dessen Hilfe die Angehörigen von Bonz & Co ihren habgierigen Heißhunger auf Kapitalzuwachs befriedigen.


    Das "Ehrenamt" war und ist somit zu einem begleitenden Instrument einer inhuman veranlagten kapitalistischen Ausbeutung verkommen, wo die Bulimie der Reichen mit Hilfe der Magersucht der Armen ermöglicht werden soll. Mit Ehre hatte das noch nie etwas zu tun, denn natürlich ist auch Selbstausbeute scheiße, besonders dann, wenn diese psychologisch gesehen oft nicht wirklich auf reiner Freiwilligkeit basiert,sondern mit subtilen unfairen Motiven promoted wird.


    Mit macht es einen Höllenspaß diese Mogelpackung als solche zu enttarnen und bigotte Sozialvereine, Freiwilligenagenturen, Medien und Politiker wieder ein Schamgefühl bei zu bringen. :lach-m:

  • […] Im Hausnotruf braucht es Präsenz, Zuverlässigkeit, Qualifikationen (z.B. eine Sanitätsausbildung erscheint mit Notfälle unbedingt wichtig) und Einfühlungsvermögen für meist ältere Menschen. […]

    Und genau diese Aufzählung erklärt auch, weswegen derartige Hilfsdienste mit ehrenamtlich arbeitenden Freiwilligen gut fahren. Besser jedenfalls, als wenn dort jemand nur des Geldes wegen seine Stunden schlechtgelaunt absitzt.

  • Und genau diese Aufzählung erklärt auch, weswegen derartige Hilfsdienste mit ehrenamtlich arbeitenden Freiwilligen gut fahren. Besser jedenfalls, als wenn dort jemand nur des Geldes wegen seine Stunden schlechtgelaunt absitzt.

    Du unterstellst,das bezahlte Arbeiter das nur wegen dem Geld tun würden und deswegen quasi automatisch auf Arbeit schlecht gelaunt wären.


    Ich gehe davon aus, dass du dich ab jetzt nur noch von ehrenamtlich tätigen Chirurgen zusammenflicken lässt , sollte das (was ich nicht hoffe) nötig sein.

  • Zu den ehrenamtlichen Tätigkeiten von Johannitern oder Maltesern beispielsweise gehören hauptsächlich soziale Dienste wie Jugendfreizeiten, Besuchs- und Begleitdienste für Ältere und Hospizdienst. Früher wurde das durch Familienangehörige oder Nachbarn abgedeckt, aber heute ist das von denen kaum oder gar nicht mehr zu leisten. Solche Tätigkeiten würde ich nicht als Ausbeutung betrachten.