Ausbeutung via Ehrenamt

  • Hier die Kopie meines Schreibens vom 18.09.2019 an den ASB Regionalverband Westhessen und das Freiwilligenzentrum Wiesbaden: (,,,)


    Nach dem Versand dieser kritischen Mail, welche die Kommunikation des ASB Westhessen als widersprüchlich und in Teilen als unwahr erscheinen lässt, erfolgte von Seiten des ASB lange Zeit das, was meistens erfolgt, wenn Unternehmen auf solche Widersprüche in ihrer Politik gewiesen werden: Das kalte Schweigen. Auch das Freiwilligenzentrum Wiesbaden e.V., dass lange Zeit das benannte ehrenamtliche Engagement beim ASB Westhessen zu vermitteln versuchte, verweigerte Antworten auf diesbezügliche Nachfragen.


    Wahrscheinlich hoffen die für ein solches Schweigen verantwortlichen Akteure, dass eine ihnen unliebe Kritik bzw. unangenehmen Nachfragen mit diesem Schweigen ausgebremst werden kann. Eine andere Erklärung kommt da nicht in Frage. Ich finde ein solches Verhalten feige, bequem, meiner Person gegenüber als unhöflich und als ungeeignet, um die von mir angesprochenen Sachverhalte konstruktiv zu bearbeiten.


    Ich habe mir vor einiger Zeit angewöhnt, dass ich in solchen Fällen konsequent am Ball bleibe, so dass Akteure, die mich bzw. meine Fragen/Kritik derart aussitzen wollen, letztendlich erkennen müssen, dass eine solche feige Aussitzpolitik sich nicht lohnt.


    Eine solche Standhaftigkeit erscheint mir im vorliegenden Fall mehr als doppelt geboten. Nachdem die kommissarische Geschäftsführerin des ASB Westhessen mir am 18.September 2019 mitgeteilt hatte, dass dieser Regionalverband des ASB Hessen definitiv keine ehrenamtlichen Arbeitskräfte im Bereich seines Hausnotruf-Service einsetzen würde (weil der ASB angeblich den Wert hauptamtlicher Arbeit in diesem Bereich erkannt hätte und schätzen würde), stelle ich bei meinen am 27.September 2019 erfolgten Recherchen im Netz auf den Seiten desselben Regionalverbands fest, dass dieser Verband entgegen der Aussage seiner kommissarischen Geschäftsführerin unvermindert weiter nach Menschen sucht, die ehrenamtlich im Bereich des Hausnotruf-Service eingesetzt werden sollen, Zitat der Ausschreibung:



    https://www.asb-westhessen.de/mitmachen-helfen*


    (Anmerkung: Fettung durch meine Person)


    Ich finde, dass der nun damit eingetretene Sachverhalt und die damit erkennbaren krassen Widersprüche dem Fass den Boden raushauen. Mein Kommentar:


    Beim ASB Westhessen:


    a) weiß die linke Hand nicht was die rechte tut.

    b) wird gelogen und getrickst, so dass sich die Balken vor Scham biegen müssen.


    Diesen skandalösen Umständen muss nach gegangen werden. Dafür werde ich sorgen.


    Fortsetzung in Beitrag # 64


  • Am 27. September 2019 richte ich eine erneute Anfrage an den ASB Westhessen:



    Auf diese Anfrage regiert der ASV Westhessen nicht mehr, das finde ich aber nicht gut und deswegen erinnere ich die hier verantwortlichen Personen am Freitag, 25. Oktober 2019 um 11:10 Uhr an die vorstehende Anfrage:



    Am Donnerstag, 28. November 2019 musste ich erkennen, dass der ASB Westhessen weder auf meine am 27. September 2019 gestellte Anfrage noch auf die am Freitag, 25. Oktober 2019 erfolgte 1. Erinnerung an diese Anfrage reagiert hatte. Das stinkt mir gewaltig und ich hake am 28. November 2019 nach:



    Und siehe da, diese verschärfte Erinnerung kann das bizarre Schweigen aufbrechen, das der ASB Westhessen meiner Person gegenüber seit über 2 Monaten zu praktizieren versucht.


    Fortsetzung in Beitrag # 65

  • Am 02.12. 2019 meldet sich die kommissarische Geschäftsführerin des ASB Regionalverband Westhessen per Mail bei mir. In diesem Schreiben zeigt Sie sich schwer befremdet, behauptet dass Ihr Verband meine Anfrage abschließend beantwortet hätte und dass der ASB keinen Bedarf auf Fortsetzung der Kommunikation mit meiner Person erkennen würde. Sie wertet meine am 28. November 2019 gesendete Erinnerung als ein persönlich beleidigendes und diffamierendes Schreiben, eine Fortsetzung in dieser Art wäre der ASB nicht bereit zu akzeptieren und würde sich in dieser Hinsicht weitere Schritte gegen meine Person vorbehalten.


    Ich kann angesichts der Vorgeschichte im vorliegenden Fall keinerlei Verständnis für diese Position entwickeln und erkenne hier einen billigen Versuch meinen Anfragen aus dem Weg gehen zu wollen. Ich finde, dass das so nicht geht und das lasse ich den ASB WEesthessen wissen:


    Fortsetzung in Beitrag # 66

  • Fortsetzung in Beitrag # 66

    Hier der 2. Teil meines Beschwerdeschreiben vom 04.12.2019 an den ASB Westhessen:


  • Soziales Geben ohne Bezahlung ist Liebe, mit Bezahlung ist es Prostitution.

    Asoziales Nehmen ohne Bezahlung (dort wo die möglich wäre und oft auch nötig ist) stellt eine weitere Form eiskalt praktizierter Lieblosigkeit dar.


    Mit lauwarmen Sprüchen wie deinen kann man keine Wohnung heizen geschweige deren Miete zahlen.

  • Asoziales Nehmen ohne Bezahlung (dort wo die möglich wäre und oft auch nötig ist) stellt eine weitere Form eiskalt praktizierter Lieblosigkeit dar.

    Das habe ich auch so erlebt.


    Habe mal im Sozialladen (Tafel) gearbeitet und dann wollte man fast nur noch Ehrenamtliche Mitarbeiter haben und ich wurde gekündigt.


    Ich finde es ist eine Ausbeuterei! Wer arbeitet soll auch bezahlt werden.

  • Das habe ich auch so erlebt.


    Habe mal im Sozialladen (Tafel) gearbeitet und dann wollte man fast nur noch Ehrenamtliche Mitarbeiter haben und ich wurde gekündigt.


    Ich finde es ist eine Ausbeuterei! Wer arbeitet soll auch bezahlt werden.

    Bei den Tafeln wird wohl zu 100% ehrenamtlich gearbeitet. Da sehe ich das Problem, dass die Arbeit dieser Tafeln einer sozialen Schieflage entgegenarbeiten will, die willkürlich durch eine korrupte unehrliche und unfaire Politik verursach bzw. mit verursacht wird. Die ehrenamtlich Tätigen räumen da einem Dreck hinterher, denn überbezahlte Idioten anrichten. Das ist bekloppt.

  • Diejenigen, die das Ehrenamt so toll finden wollen und die Arbeit in einem solchen propagieren wollen, weisen gerne darauf, dass eine solch ehrenamtliche Tätigkeit keine hauptamtliche Arbeit ersetzen soll. Hier stellt sich die Frage, wo eine allgemein akzeptierte und redlich bestimmte Grenze verlaufen könnte, die hauptamtliche von ehrenamtlicher Arbeit unterscheiden könnte?


    Diese Frage wird laut meiner Wahrnehmung nie wirklich öffentlich gestellt und diskutiert - wer das anders sieht, ,den oder die bitte ich um gegenteilige Belege. Alles, was irgendwie als gemeinnützig wirken könnte, wird als würdig für ein Ehrenamt erachtet. Interessant ist dann nur, von wem eine solche Sichtweise vertreten wird. Schwer ist das nicht zu erkennen, wer gier aus welchem Grund des Lobes voll bezogen auf das Ehrenamt auftritt: In aller Regel Institutionen, die von einem ehrenamtlichen Einsatz profitieren (wollen), Akteure im Sozialbereich z.B. und allen voran der deutsche Staat bzw. dessen politische Vertretung. Kein Wunder, den die können mit ehrenamtlicher Arbeit im Vergleich zu hauptamtlicher jede Menge Lohnkosten sparen und wollen das auch, solange man genügend Dumme findet, die sich derart ausbeuten lassen.


    Zum Beispiel der ASB Regionalverband Westhessen. Dem war ich im Sommer 2019 auf die Spur gekommen, dass der mit Hilfe ehrenamtlicher Arbeit einen schlanken Fuß bei seinen Lohnkosten zu machen versucht. Im Frühjahr 2019 wurden auf den Seiten des Freiwilligenzentrums Wiesbadens ehrenamtliche Mitarbeit im sogenannten "Hausnotruf-Service" gesucht. Nach einigem Hin- und Her vermittelte dieses Freiwilligenzentrum mich an den ASB Regionalverband Westhessen, der für diese Mitarbeit zuständig sein sollte. Am Donnerstag, 08. August 2019 versuchte ich beim ASB Erkundigen betreffs dieser Arbeitsangebotes einzuholen...


    RE: Ausbeutung via Ehrenamt


    ... in einer Antwort (für die sich die kommissarische Geschäftsführerin Zeit erbat, weil sie diese Antwort mit der landesgeschäftsstelle abstimmen wollte) , stellte diese Dame dann heraus, dass der ASB Regionalverband Westhessen keine ehrenamtlichen Kräfte in diesem "Hausnotruf-Service" einsetzen würde. Ich erkannte jedoch im Zusammenhang mit der benannten Ausschreibung und ihrer Auskunft klare Widersprüche und fragte deswegen am 18.09.2019 nach.


    RE: Ausbeutung via Ehrenamt


    Auf dieses Schreiben wurde erst einmal nicht mehr eingegangen...

  • In der letzten Septemberwoche 2019 recherchiere ich ein wenig auf den Seiten des ASB und finde dort eine Ausschreibung, die auch nach ehrenamtlichen Tätigen in dem Bereich des benannten Hausnotruf-Service sucht, also das was die Geschäftsführerin mir gegenüber behauptet hat komplett in Frage stellt. Am Freitag, 27. September 2019 stelle ich deswegen diese neue Anfrage an den m.E. schwer verlogenen ASB




    Der ASB klemmt sich mal wieder neu nicht nur ein Ei ab, ich bekomme jedenfalls keine Antwort. Am Freitag, 25. Oktober 2019 erinnere ich an meine Anfrage (...).

  • In der letzten Septemberwoche 2019 recherchiere ich ein wenig auf den Seiten des ASB und finde dort eine Ausschreibung, die auch nach ehrenamtlichen Tätigen in dem Bereich des benannten Hausnotruf-Service sucht, also das was die Geschäftsführerin mir gegenüber behauptet hat komplett in Frage stellt. Am Freitag, 27. September 2019 stelle ich deswegen diese neue Anfrage an den m.E. schwer verlogenen ASB: (...)


    Der ASB klemmt sich mal wieder neu nicht nur ein Ei ab, ich bekomme jedenfalls keine Antwort. Am Freitag, 25. Oktober 2019 erinnere ich an meine Anfrage (...).

    Hier eine Kopie der versuchten 1. Erinnerung:



    Wieder klemmt sich der ASB die Bällchen ab, also schiebe ich am

    28.11.2019 eine etwas schärfere Erinnerung nach: (...)



    Und siehe da, diese etwas unfreundlicheren Zeilen können endlich am 02.12.2019 die so seltsam zugeknöpfte kommissarische Geschäftsführerin des ASB-Westhessen aus der Reserve locken:



    Am 04.12.2019 erfolgt meinerseits diese Replik: (...)

  • Am 04.12.2019 erfolgt meinerseits diese Replik: (...)

    Die Kopie diese Replik (1.Teil):



    Fortsetzung in Teil 2:


    RE: Ausbeutung via Ehrenamt

  • Die Kopie diese Replik: (...)


    Fortsetzung in Teil 2:


    RE: Ausbeutung via Ehrenamt



    Teil 2 Replik, Teil 2


  • Aber soll ich ehrenamtlich arbeiten und völlig ohne Einkommen dastehen?


    Ich muss auch irgendwie überleben können.


    Daher arbeite ich jetzt lieber in einem Sport-Fachgeschäft.

    In der intelligenzbefreiten "Argumentation" der Propagandisten des Ehrenamts kommen Menschen nicht vor, die sich ein Einkommen erarbeiten müssen. Fernab der Realität tun diese Vollpfosten so, als ob alle Menschen etwas ehrenamtlich der Gemeinschaft "zurück geben" möchten und das auch könnten. Sie offenbaren damit 1 satten Denk- bzw. Wahrnehmungsfehler:


    Es gäbe in Deutschland eine funktionierende Gemeinschaft, welche das Engagement aller Bürger/innen verdient hätte. Der deutsche Staat bzw. die deutsche Gesellschaft würden viel für den einzelnen Bürger/in tun, so dass diese etwas "zurück geben" möchten /sollten.


    Die Propagandisten des Ehrenamts verkennen offiziell in aller Regel:


    a) verbreitete Niedriglöhne, verdeckte Arbeitslosigkeit und ein zusammengesparter Sozialstaat haben die Einkommenssituation, damit verbunden die Lebensqualität und Existenzsicherung vieler Menschen unnötig in den Keller gefahren.


    b) die zunehmende Spaltung der Gesellschaft in viele relativ arme Menschen bei gleichzeitig sehr reichen Menschen und einem allgemein behaupteten hohen materiellen Wohlstand spaltet die deutsche Gesellschaft und provoziert sozialen Unmut.


    c) in Folge von a) und b) leidet bei rund der Hälfte der Bevölkerung sich ehrenamtlich zu engagieren (bzw. ausbeuten zu lassen).


    Das Ehrenamt wird in mehrfacher Hinsicht missbraucht:


    • Ehrenamtler sollen die der Oberschicht genehme Illusion unterstützen, dass es in Deutschland eine funktionierende Gemeinschaft gäbe um die Folgen der zunehmenden Ungerechtigkeit leugnen zu können), von der die Oberschicht de facto profitieren will.
    • Ehrenamtler helfen die negativen Folgen der sozialen Ungerechtigkeit zu mildern undunterstütze damit (aus deren Sicht wohl eher ungewollt) den ungerechten Status quo .
    • Ehrenamtler erledigen wichtige und teils notwendige Arbeiten für lau und helfen damit Staat und Bonzen auf Kosten der Allgemeinheit Arbeitskosten einsparen und die Pründe der Oberschicht zu sichern bzw.,. ausbauen zu können.

    Wenn man genauer hinschaut, lässt sich m.E. erkennen, dass die Propagierung des Ehrenamts sehr oft von oben gesteuert und gefordert wird.

  • Diejenigen, die das Ehrenamt so toll finden wollen und die Arbeit in einem solchen propagieren wollen, weisen gerne darauf, dass eine solch ehrenamtliche Tätigkeit keine hauptamtliche Arbeit ersetzen soll. Hier stellt sich die Frage, wo eine allgemein akzeptierte und redlich bestimmte Grenze verlaufen könnte, die hauptamtliche von ehrenamtlicher Arbeit unterscheiden könnte?


    Diese Frage wird laut meiner Wahrnehmung nie wirklich öffentlich gestellt und diskutiert - wer das anders sieht, ,den oder die bitte ich um gegenteilige Belege. Alles, was irgendwie als gemeinnützig wirken könnte, wird als würdig für ein Ehrenamt erachtet.

    Die Grenze ist doch für die meisten ehrenamtlichen Tätigkeitsfelder klipp und klar gezogen. Ausnahmen davon gibt es fast nur im Politzirkus. Also bei denen, die die Ausnahmen ja selbst beschließen. Ansonsten arbeitet im engeren Sinne jemand im Ehrenamt, der neben seinem Hauptberuf (oder halt in der Rente) etwas Gutes für die Gesellschaft tut. Ohne dafür entlohnt zu werden. Die Freiwillige Feuerwehr. In Teilen das THW. Das schließt nicht aus, dass es dafür staatliche Unterstützung in Form von Vergünstigungen (der Führerschein) oder Verdienstausfallregelungen im Fälle von Einsätzen gibt. Oder der Trainer der Fußballjugend. Oder der Arzt, dem die NGO den Flug nach Afrika bezahlt und dort Arbeitsmittel und Infrastruktur zur Verfügung stellt. Nicht aber, wenn der Arzt dafür ein wie auch immer gestaltetes Gehalt erhält. Das ist dann halt kein Ehrenamt mehr, sondern er ist schlicht und ergreifend Arbeitnehmer, Angestellter oder Auftragnehmer dieser NGO. Das werden wohl die meisten Bürger so sehen. Problematisch wird das nur in einigen Politikfeldern, wo erhebliche, regelmäßig wiederkehrende "Entschädigungen" gezahlt werden. Ehrenamtliche Bürgermeister z.B. würden mir da einfallen. Auch die Entgelte für quasi hauptberufliche Tätigkeit in gemeinnützigen Vereinen etc sollte strenger begrenzt werden. Und zwar unter Einschluss sonstiger Vergünstigungen. Die Gehälter der DRK- Vorstände fallen mir da ein. Zuzüglich das Ausmaß der Tätigkeiten. Oder nehmen wir die DUH: Resch plus 6 weitere Führungskräfte verdienen dort ca. 110.000 Euro pa. Nicht alle zusammen, jeder. In einem 150- Leute- Verein. Ehrenamt und Gemeinnützigkeit sind nicht dafür gedacht, sich seinen Lebensunterhalt zu gestalten. Nach meiner Meinung jedenfalls.

  • Ehrenamt und Gemeinnützigkeit sind nicht dafür gedacht, sich seinen Lebensunterhalt zu gestalten. Nach meiner Meinung jedenfalls.

    Na toll. Dann müssen wir halt DRK, DUH usw. die Gemeinnützigkeit entziehen. Hauptsache, Atlantik-Brücke, Gesellschaft für Wehrtechnik, EIKE, DFB, Bertelsmann-Stiftung usw. behalten sie (ist mir jetzt zu lästig, die Einkommen von deren Vorsitzenden zu googeln).


    Gemeinnützigkeit hat nichts mit Heilsarmee zu tun. Wer einen guten Fulltime-Job macht, hat auch das Recht, davon leben zu können. 1100.000 Euro pa - dafür stehen manche Manager gar nicht erst auf.