Wasserstoff und Brennstoffzelle - Energiewirtschaft, Haustechnik, Strom, Wärme, Elektromobilität

  • Ich denke du kannst auch Norwegen nicht mit D vergleichen.Dafür seit ihr einfach viel zu wenige.Und du sagst es ja selbst, viele können zu Hause laden.Darum ist nach meiner Meinung Wasserstoff als Energieträger und Medium für lange Strecken und Geschwindigkeit beim Tanken auch ein gutes Angebot.Aber dann wird immer wieder die Energiebilanz angeführt.Bei diesen ganzen Rechenbeispielen fehlt mir aber immer der Faktor Zeit.Wie soll jemals eine menschlich eingesetzte Technik, die Zeit von jahrmillionen übertrumpfen, welche die Sonne und der Transformationsprozess gehabt haben, um die natürlichen Ressourcen entstehen zu lassen?Vielleicht habe ich auch einen Denkfehler!?

    Ich denke, hier wird dem Faktor Zeit und der Praktikabilität nicht genug Raum gegeben und nur der Wirtschaftlichkeit von einem Produkt gegenüber dem anderen gefrönt.Und da sind wir wieder am selben Punkt wie immer, der Einzelne oder eine größere Gruppe (Lobby) können das nicht entscheiden, das können nur Staaten entscheiden und somit die Politik.China hat sich entschieden.

  • In dem einem Land kann man 20.000 Menschen umsiedeln, in den anderen Ländern hagelt es Klagen.

    Die Unterschiede sind letztlich gradueller Natur (hier ein weiterer Bericht bezüglich Zwangsumsiedlung wegen Braunkohleabbaus - offensichtlich 'legal'). Aber wenn in China der Staat ins Leben der Menschen eingreift, ist es das "brutale, rücksichtslose Regime", passiert es hier, macht der Rechtsstaat (oder eine "Rechtsfirma" mit staatlicher Unterstützung) eben von seinem Recht Gebrauch. :)

    Hier wirst du dazu zwangsverdonnert, als Schöffe am Gericht zu arbeiten oder am Mikrozensus teilzunehmen. Aus chinesischer Sicht ist so manches hier genauso absurd, wie umgekehrt für uns, was dort passiert.

    Um es klarzustellen, ich sage keineswegs, unterm Strich seien staatliche Überwachung und Eingriffe ins Privatleben der Menschen hier genauso ausufernd wie in China (das finde ich bei aller Faszination für die schnelle technologische und wirtschaftliche Entwicklung des Landes erschreckend), also nicht falsch verstehen, aaaber andererseits sollte uns auch bewusst sein, wie sehr wir vieles durch unsere sehr subjektiv eingefärbte Brille betrachten.


    Aber das die Welt nur eingeschränkt fair spielt ... muss man eben mit ähnlichen Mitteln gegenhalten.

    Ich halte es ebenfalls für eine typisch westlich-selbstgerechte Sichtweise, allein Chinas Verhalten als unfair zu betrachten. Viele Entwicklungsländer können ein Lied davon singen, ihre Rohstoffe an westliche Firmen unter Inkaufnahme verheerender Umweltzerstörung (z. B. Goldminen in Indonesien) viel zu billig verscherbelt zu haben, wobei vor allem einige korrupte Politiker profitierten, die dann natürlich zu den 'Lieblingen des Westens' wurden.


    China hat das anders gemacht und gesagt "Ihr wollt unsere Rohstoffe, unsere Arbeitskräfte und unsere riesigen Absatzmärkte? Könnt ihr haben, aber dann wollen wir dafür nicht vor allem Geld, sondern euer Know-How, damit auch wir langfristig profitieren. Entscheidet einfach selbst, ob ihr das wollt oder nicht."

    Was war wohl sinnvoller für die Weiterentwicklung des eigenen Landes, Chinas Vorgehen oder das von Indonesien? Das war nicht unfair, sondern gerecht. :) Ich hätte es an Chinas Stelle ganz genauso gemacht.

  • Die Unterschiede sind letztlich gradueller Natur (hier ein weiterer Bericht bezüglich Zwangsumsiedlung wegen Braunkohleabbaus - offensichtlich 'legal'). Aber wenn in China der Staat ins Leben der Menschen eingreift, ist es das "brutale, rücksichtslose Regime", passiert es hier, macht der Rechtsstaat (oder eine "Rechtsfirma" mit staatlicher Unterstützung) eben von seinem Recht Gebrauch. :)

    Hier wirst du dazu zwangsverdonnert, als Schöffe am Gericht zu arbeiten oder am Mikrozensus teilzunehmen. Aus chinesischer Sicht ist so manches hier genauso absurd, wie umgekehrt für uns, was dort passiert...VZ

    Also das China anders handelt als wir im Westen ist wohl nicht von der Hand zu weisen und mehr habe ich nicht dargestellt.Das die Rechtssprechung dort noch etwas anders funktioniert ist wohl keine Lüge.Ich habe ja nicht einmal eine moralische Wertung vorgenommen.Aber da du das jetzt gemacht hast kann ich das jetzt ja auch:P.Unter keinen Umständen möchte ich unter diesen Eingriffen, die dort in China möglich sind, leben müssen- dafür ist meine "Gedankenverfestigung" einfach schon zu weit abgeschlossen.


    Was die Öffnung der Märkte angeht, gebe ich dir in Bezug auf Afrika und anderer 3 Welt-Länder recht.Aber China ist kein 3 Welt-Land mehr und von daher sollten wir es auch so behandeln.Und deswegen sehe ich es als völlig legitim an wenn Europa sein geistiges Eigentum schützt und die gleichen Rechte für ihre Unternehmen in China einfordert, wie wir es chinesischen Unternehmen gewähren.Wenn das nicht möglich ist werden wir uns in Zukunft anpassen und ähnlich staatskapitalistisch agieren müssen in einigen Gebieten.

    Und ja, wir neigen in Europa auch zu Übertreibungen, wenn es uns in den Kram passt.

  • Also das China anders handelt als wir im Westen ist wohl nicht von der Hand zu weisen und mehr habe ich nicht dargestellt.Das die Rechtssprechung dort noch etwas anders funktioniert ist wohl keine Lüge.

    Es geht hier doch nicht darum, dass du lügen würdest! Auf diese Idee käme ich nie ... mann, mann, mann! :D


    Aber genauso wie du eine bestimmte Sicht der Dinge dargestellt hast, habe ich eine etwas relativierende dem entgegengehalten, wie soll sonst eine interessante Diskussion entstehen, wenn wir uns alle immer nur gegenseitig zustimmen und auf die Schulter klopfen? :)

    Vielleicht wusste ja gar nicht jeder, dass in Deutschland Familien samt ihrem Besitz der Braunkohle weichen müssen?


    Aber da du das jetzt gemacht hast kann ich das jetzt ja auch:P.

    Gerne doch!


    Was die Öffnung der Märkte angeht, gebe ich dir in Bezug auf Afrika und anderer 3 Welt-Länder recht.Aber China ist kein 3 Welt-Land mehr ...

    Ja, und zwar genau weil es tat, was ich oben beschrieben habe, und sich eben nicht zu billig verkaufte.


    Und deswegen sehe ich es als völlig legitim an wenn Europa sein geistiges Eigentum schützt und die gleichen Rechte für ihre Unternehmen in China einfordert, wie wir es chinesischen Unternehmen gewähren.Wenn das nicht möglich ist werden wir uns in Zukunft anpassen und ähnlich staatskapitalistisch agieren müssen in einigen Gebieten.

    Ja, durchaus, wobei das mit dem geistigen Eigentum m. E. auch zu einseitig betrachtet wird. Gerade deutsche Autohersteller suchen mittlerweile Kooperationen mit chinesischen, um im Bereich Elektromobilität und digitale Vernetzung dazuzulernen. Hierzulande höre ich oft Sprüche wie "BYD ist hinsichtlich Qualitätsstandards eine Ausnahme, weil sie von der Zusammenarbeit mit Daimler-Benz profitieren." Viel zu gönnerhaft ... Daimler-Benz ist kein Wohltätigkeitsverein und sein Management weiß sehr genau, warum es bestimmte Kooperationen eingeht oder nicht.

    Oder nehmen wir 5G? Wo hat Europa da noch geistiges Eigentum zu schützen? Huawei ist es, das von westlichen Geheimdiensten ausgespäht wurde, (wenn Huawei ausgespäht wird, dann natürlich nur, damit Huawei den Westen nicht ausspäht, :) tun die Chinesen dasselbe, stehlen sie geistiges Eigentum) ähnlich erging es chinesischen Universitäten und Forschungszentren.

    Mir geht - dass ich das überhaupt betonen muss - nicht darum zu sagen, China betriebe keine Industriespionage etc. Mich stört jedoch der verengte Blick auf die Taten anderer ...

  • Ja, durchaus, wobei das mit dem geistigen Eigentum m. E. auch zu einseitig betrachtet wird. Gerade deutsche Autohersteller suchen mittlerweile Kooperationen mit chinesischen, um im Bereich Elektromobilität und digitale Vernetzung dazuzulernen. Hierzulande höre ich oft Sprüche wie "BYD ist hinsichtlich Qualitätsstandards eine Ausnahme, weil sie von der Zusammenarbeit mit Daimler-Benz profitieren." Viel zu gönnerhaft ... Daimler-Benz ist kein Wohltätigkeitsverein und sein Management weiß sehr genau, warum es bestimmte Kooperationen eingeht oder nicht.

    Oder nehmen wir 5G? Wo hat Europa da noch geistiges Eigentum zu schützen? Huawei ist es, das von westlichen Geheimdiensten ausgespäht wurde, (wenn Huawei ausgespäht wird, dann natürlich nur, damit Huawei den Westen nicht ausspäht, :) tun die Chinesen dasselbe, stehlen sie geistiges Eigentum) ähnlich erging es chinesischen Universitäten und Forschungszentren.

    Mir geht - dass ich das überhaupt betonen muss - nicht darum zu sagen, China betriebe keine Industriespionage etc. Mich stört jedoch der verengte Blick auf die Taten anderer ...

    Jetzt ist aber jetzt Jaki. Und jetzt muss es möglich sein das ein deutsches Unternehmen dort ohne große Hürden agieren oder ein komplettes Unternehmen aufkaufen kann wie die Chinesen es in Europa permanent machen können (konnten als Reaktion)- mehr will ich gar nicht.Mit Huawei hast du angefangen- da habe ich überhaupt keine andere Meinung zu.Im Übrigen müssen wir da ja eh auf Technik aus dem Ausland zurückgreifen, weil wir ja selber in diesem Bereich überhaupt nicht mehr vertreten sind.

    Und deswegen war mein Anliegen, dass auch unser Staat ohne strategische Subventionen im Energiesektor (alternative Energien) nichts gepacken kriegen wird.Denn hier ging es ja um die Energie und die wird strategisch vom chinesischen Staat gefördert und Märkte erobert (siehe Solarpanel).Als sie es begriffen hatten war es zu spät, da waren bei uns schon die Lichter aus.

    Und mit Dumpingpreisen beförderst du nicht die Innovation oder Wettbewerb, sondern bereinigst den Markt und das Angebot.

    Und das da jetzt Bewegung in die Sache kommt beweist mir die Reaktion der Chinesen bei dem letzten Treffen, denn warum sollten die Europäer von einem Herren zum anderen wechseln und sich den Markt diktieren lassen?

  • Dagegen, dass europäische Firmen in China dieselben Rechte haben sollten wie chinesische in Europa, spricht m. E. ... nichts ... :)


    Was den Dumping-/Subventionsvorwurf betrifft, wäre ich als 'Deutschland' wiederum sehr vorsichtig. Immerhin bekommen ca. 200000 Menschen mit Vollzeitjobs zugleich Hartz 4. Letztlich erspart es also der Staat den Firmen höhere Löhne zu zahlen, wodurch diese in ganz Europa einen enormen Wettbewerbsvorteil genießen (Vorteil auf kurze Sicht, denn was nutzt es, wenn die europäische Konkurrenz aufgibt und in der Folge Menschen entlässt, die sodann als mittellose Arbeitslose auch den deutschen exportierenden Firmen als potentielle Kunden fehlen werden).


    Die deutschen Solarfirmen waren einfach zu schlecht (Solar Millennium, Solarhybrid, Solardworld, ... oh nooo ... :) ), ruhten sich auf ihren Anfangserfolgen aus, statt die Technologie weiterzuentwickeln. Die Zölle auf Solarmodule sind eine einzige Farce. Entweder man hätte sie einführen müssen, als die deutschen Firmen noch einigermaßen wettbewerbsfähig waren oder gar nicht. Aber zu warten, bis alle deutschen Pleite waren, dann Zölle einzuführen, damit die Solarmodule zu verteuern und den Photovoltaikausbau zu hemmen, was wiederum z. B. deutsche Installateure und Wechselrichterhersteller vor Probleme stellte (und stellt), war ein typischer Schuss in den Ofen. Da hätte man lieber sagen sollen "Ok, die Chinesen haben gewonnen, auf dem nächsten Sektor machen wir's besser, aber wir sind wenigstens nicht so dumm, die ganze eigene, mit der Installation von Solarmodulen verknüpfte Industrie gleich auch noch mit in den Orkus zu befördern."

    Mal sehen wie's im Stromspeichersektor laufen wird. Immerhin ist 'sonnen' relativ stark vertreten (wobei die Akkus letztlich von Sony stammen), aber auch hier wird BYD mit dem Vorteil, eigene Akkus herzustellen, sicherlich einen Teil des Kuchens für sich beanspruchen.


    Und warum ich Huawei nannte? Um zu zeigen, dass mittlerweile in vielen Technologiebereichen das geistige Eigentum an vielen Orten liegen mag, aber hier jedenfalls nicht mehr. :)

  • Dagegen, dass europäische Firmen in China dieselben Rechte haben sollten wie chinesische in Europa, spricht m. E. ... nichts ... :)VZ

    Nichts anderes habe ich gesagt (dumm, dümmer, am dümmsten).Man hätte vorher reagieren müssen.Was die mangelnde Innovationskraft anbelangt wurde dies von der FDP als Argument befördert, um die Subventionen zu streichen.Die Hersteller stellen das natürlich anders dar und darum wäre ich hier auch vorsichtig zu schnell ein abschließendes Urteil zu fällen.Die Anlage von Solarworld wure jedenfalls an den Golf verkauft.


    Und noch einmal, da du Huawei und Patente erwähnst.Genau darum geht es, wie man ja ständig in den Nachrichten über die Techriesen lesen kann.Es geht um den Erwerb von Patenten und den Ausbau der Marktmacht.Wenn aber ein Spieler permanent auf Einkaufstour gehen kann, dabei unterstüzt wird vom Staat mit Geld und Schutz, dies aber im eigenen Land verhindert, dann kannst du dich abstrampeln wie du willst.

    Das China sich bei diesem Spielchen auch enorm verschuldet hat ist eine andere Sache und ob sie bestimmte Industrien irgendwann nicht mehr decken können eine andere, aber würden sie es auch zulassen, dass ein ausländisches Unternehmen dieses zu 100% überbernehmen könnte?

    Darum fängt jetzt auch die EU und die USA an enorm rumzuzicken.Willst du in einer Welt leben wo ein Land irgendwann alle relevanten Patente hält- ich nicht.

    China wird wieder seinen angestammten Platz in Bezug auf die Wirtschaft (Nr.1) einnehmen, welchen es Jahrhunderte innehatte, aber wie stark sich das diesmal auswirken wird, wo es keine geographischen Grenzen mehr gibt, kann keiner sagen.



    Wir sehen natürlich die Dinge aus unserer europäischen Brille und färben diese natürlich auch ein, dass bedeutet aber nicht, dass wir das völlig naiv zur Kenntnis nehmen und nicht handeln sollten.China ist kein Kuscheldrache, genau so wenig wie die USA dieses Prädikat hat.

  • Wir sehen natürlich die Dinge aus unserer europäischen Brille und färben diese natürlich auch ein, dass bedeutet aber nicht, dass wir das völlig naiv zur Kenntnis nehmen und nicht handeln sollten.

    Natürlich sollten wir handeln. Zur ganzen Wahrheit gehört aber auch, dass wir in diesem Land wettbewerbsfähig nicht mal mehr einen normalen Hammer herstellen können. Das haben wir ausgelagert, ganz freiwillig. Solarzellen können wir auch nicht. China hat natürlich auch etwas dafür getan, dass es so gekommen ist. Nicht zu knapp. So langsam sollte es sich aber herumgesprochen haben, dass es nicht funktioniert, irgendwas zu erfinden und die Produktion dessen dann nach irgendwo als verlängerte Werkbank zu schieben. Irgendwo ist man ja auch nicht dämlich. Natürlich werden die das produktionsbegleitend optimieren und verbessern. Daraus generieren sich ebenso Patente, die dann halt nicht mehr unsere sind.

  • Natürlich sollten wir handeln. Zur ganzen Wahrheit gehört aber auch, dass wir in diesem Land wettbewerbsfähig nicht mal mehr einen normalen Hammer herstellen können. Das haben wir ausgelagert, ganz freiwillig. Solarzellen können wir auch nicht. China hat natürlich auch etwas dafür getan, dass es so gekommen ist. Nicht zu knapp. So langsam sollte es sich aber herumgesprochen haben, dass es nicht funktioniert, irgendwas zu erfinden und die Produktion dessen dann nach irgendwo als verlängerte Werkbank zu schieben. Irgendwo ist man ja auch nicht dämlich. Natürlich werden die das produktionsbegleitend optimieren und verbessern. Daraus generieren sich ebenso Patente, die dann halt nicht mehr unsere sind.

    Hier liegt ja der Hund begraben, Industrie, die umweltbelastend ist, lagern wir aus um sauber dazustehen. Globaler Effekt ist gleich null.

  • Natürlich sollten wir handeln. Zur ganzen Wahrheit gehört aber auch, dass wir in diesem Land wettbewerbsfähig nicht mal mehr einen normalen Hammer herstellen können. Das haben wir ausgelagert, ganz freiwillig. Solarzellen können wir auch nicht. China hat natürlich auch etwas dafür getan, dass es so gekommen ist. Nicht zu knapp. So langsam sollte es sich aber herumgesprochen haben, dass es nicht funktioniert, irgendwas zu erfinden und die Produktion dessen dann nach irgendwo als verlängerte Werkbank zu schieben. Irgendwo ist man ja auch nicht dämlich. Natürlich werden die das produktionsbegleitend optimieren und verbessern. Daraus generieren sich ebenso Patente, die dann halt nicht mehr unsere sind.

    Aus diesem Grunde kommen ja auch wieder einige Unternehmen zurück nach Europa.Aber nicht weil sie dort nur "beklaut" werden, sondern weil sie ausgebremst werden.

    D produziert überall auf der Welt, dass sehe ich nicht als das Problem an.In den USA expandieren sie teils mit enormen Summen, auch durch übernahmen ganzer Unternehmen.Das mal mit mehr und mit weniger Erfolg (Monsanto).Aber sie können sich dort mehr oder weniger wie US-Unternehmen bewegen.Das da natürlich auch Grenzen gesetzt sind, wie in der EU auch, das will ich gar nicht abstreiten.Ich kann mir nicht vorstellen das die USA erlauben würden das eine fremde Macht Boing oder Intel übernimmt, bei Apple wäre ich mir aber nicht sicher.Selbst IBM ist filetiert worden und heißt in der Consumer-Sparte nun Lenovo.Dagegen ist auch nichts einzuwenden, aber es muss zwischen großen entwickelten Volkswirtschaften eben in beide Richtungen verlaufen.

    Das Trump hier auf der verfehlten Wirtschaftspolitik der USA herumreitet und Handelskriege über den Zaun brechen will ist nicht mein Anliegen, sondern das ebenbürtige Volkswirtschaften auf ihren Spielfeldern die gleichen Möglichkeiten einräumen.

    Damit meine ich, wenn ein Akkuhersteller in China ins Straucheln gerät, es möglich sein müsste, dass z.B. ein deutsches Unternehmen oder europäisches dieses übernimmt (wie z.B. KUKA)- ist das möglich?Dann sieht die Sache nämlich schon wieder anders aus.

    Ein vietnamesisches Unternehmen hat jetzt vor kurzem den spanischen Smartphone-Hersteller BQ (von denen ich selbst eins habe) übernommen. Das ist ok, wenn das Unternehmen sich verzettelt hat (ich finde es natürlich schade) und sonst komplett vom Markt verschwinden würde.Allerdings wird es keine europäische Ausrichtung mehr haben, sondern das Sprungbett für die Vingroup in Europa sein http://www.areamobile.de/news/…t-mehrheit-an-vietnamesen

  • Es geht um den Erwerb von Patenten und den Ausbau der Marktmacht.

    Klar. Es ist mir aber zu kurz gegriffen zu denken, China erwerbe (und klaue) Patente nur. Nein, es ist mittlerweile hoch innovativ. Chinesische Studenten, die ich erlebt habe, wiesen enormes Wissen, aber auch Kreativität auf (sie waren also nicht nur gut im Auswendiglernen und Kopieren, wie das Vorurteil oft lautet).

    Als kleine Anekdote kann ich hier von einer Klausur berichten, in der fast alle zu dieser Chinesengruppe gehörenden Studenten vorzeitig abgegeben hatten. Als ich den noch Schreibenden etwas später sagte, die Zeit sei nun vorbei, sie müssten ebenfalls abgeben, protestierte jemand "Aber wir sind noch nicht fertig!" Ich verwies darauf, die Chinesen hätten ja auch schon abgegeben, da rief er verzweifelt "Aber wir sind Menschen!!" (Humor hatte er jedenfalls ...). :D


    China ist kein Kuscheldrache ...

    Deutschland auch nicht, oder werden die von uns exportierten Waffen zum Kuscheln benutzt.

    Ich bleibe dabei, 'wir' sind zu selbstgerecht!


    Dass die deutsche/europäische Politik auf Chancengleichheit, z. B. hinsichtlich der Möglichkeit von Firmenübernahmen, bestehen sollte, da gebe ich dir Recht, aber die herrschende Chancenungleichheit (was z. B. den erzwungenen Wissenstransfer in China betrifft) liegt nicht allein an China, sondern es sind ja deutsche Firmen, die aus purer Profitgier den von China gesetzten Bedingungen zugestimmt haben, z. B. am Riesenmarkt unter der Bedingung partizipieren zu können, ihr Know-How zu teilen. Also soweit ich weiß, hat niemand diese Firmen dazu gezwungen, diesen Deals zuzustimmen. Sie hätten sich ja auch anderen, freieren Märkten zuwenden können ...


    P. S.: Mal konkret gefragt, wie findest du es eigentlich, dass in Deutschland Familien samt ihrem Besitz der Braunkohleförderung weichen müssen? Darauf hat hier niemand geantwortet. Hinterfragt 'man' diese Vorgänge im eigenen Land kritisch genug?

  • Ich wollte hier nicht kurz greifen.Ich wollte hier zu etwas hinleiten.Das wenn wir nicht ähnlich agieren in einigen Feldern wie die Chinesen, wir von diesen (der Regierung) einfach übernommen werden.Das die Chinesen in der Forschung ganz vorne mit dabei sind ist schon Fakt, warum muss ich das als Gegenargument mit anführen, wenn es mir vornehmlich darum gar nicht geht, in Bezug auf Möglichkeiten auf deren Markt.Sie wollen zum Mond, sie stellen eigene Prozessoren her, sie sind Nuklearmacht, sie haben eine Hyperschallgeschwindigkeitswaffe, sie besitzen Supercomputer, sie sind ganz vorne in der AI und werden wahrscheinlich den ersten Menschen klonen.Niemals würde ich deren Fähigkeiten unterschätzen!

    Bei einem Deal gibt es immer 2 und das die deutschen Unternehmen, um Zugang zu deren Markt zu bekommen diesem zugestimmt haben ist deren Sache und Dummheit.Aber das die andere Seite dies als grundlegende Auflage gemacht hat, neben bekommenen Investitionen und Arbeitsplätzen spricht eben auch Bände.Es ist nicht so dass die Chinesen nicht auch mit der gängigen Praxis gewonnen hätten, aber eben nicht so schnell.Die Länder der EU haben jetzt aber beschlossen, dass es jetzt genug ist und man jetzt in eine Beziehung eintreten muss welche anders aufgebaut ist und andere Faktoren berücksichtigt.Frankreich bekommt langsam Angst....


    D Waffenexporte mit dem größten Markt der Welt, dem bevölkerungsreichsten Land der Erde, der demnächst größten Volkswirtschaft der Welt, dem geographisch gesehen 4 größten Land unseres Planeten mit D zu vergleichen, bringt mir ein leichtes Schmunzeln auf die Lippen.Mit der EU eventuell...vielleicht.


    Persönlich fand ich den Braunkohleabbau noch nie gut und das aus verschiedenen Gründen.Zum einen weil Menschen ihr Heim verlassen müssen und zum anderen weil es riesige Wunden in der Erde hinterläßt (ich habe vor einem Monat in eines dieser Täler hineingeschaut).Aber wenn wir einen Vergleich ziehen wollen, dann müssten wir auch fragen ob der einfache Chinese ähnlich entschädigt wird wie der Deutsche?


    Ich finde die chinesische Kultur sehr interessant und bewundere auch deren Errungenschaften (ich habe mir vor kurzem eine chinesische Serie auf Netflix im O-Ton mit Untertitel angeschauen und musste feststellen, dass es 25 Folgen gebraucht hat, um langsam zu kapieren wie die ticken- "The Rise of Phoenixes"), dass tue ich bei der us-amerikanischen Kultur aber auch in vielen Bereichen.


    Darum noch einmal zurück zum Threadtitel und meinem ersten Post.Wir müssen in der Energiewende ähnlich handeln wie die Chinesen sonst wird das nix.

  • Das die Chinesen in der Forschung ganz vorne mit dabei sind ist schon Fakt, warum muss ich das als Gegenargument mit anführen, wenn es mir vornehmlich darum gar nicht geht ...

    Du musst das überhaupt nicht erwähnen, aber mir ist es wichtig, das in einer Diskussion zu betonen, in der viele Deutsche den technologischen Fortschritt Chinas immer noch nicht anerkennen bzw. ihn einzig und allein aufs Abkupfern bei anderen zurückführen wollen.

    So ist das nun einmal in einer nicht strikt auf einen Aspekt limitierten Diskussion, dass verschiedene Diskussionsteilnehmer verschiedene Aspekte des Themas beisteuern und unterschiedliche Prioritäten setzen.


    Bei einem Deal gibt es immer 2 und das die deutschen Unternehmen, um Zugang zu deren Markt zu bekommen diesem zugestimmt haben ist deren Sache und Dummheit.

    Hier bin ich mir nicht so sicher, ob von Dummheit gesprochen werden sollte. Hierzulande wird der Erfolg von Managern an Quartalsergebnissen bemessen. Wer gute Deals macht, verdient gut. Wenn das sein Ziel war, ist er nicht dumm gewesen, mit China Handel zu treiben und dabei reich zu werden - vielleicht war vielen der Wissenstransfer an ein anderes Land schlicht egal? Ob ein solches Vorgehen allerdings langfristig für den wirtschaftlichen Erfolg des eigenen Landes von Vorteil ist, ist eine ganz andere Frage, ob das den Bossen großer, in China investierender Unternehmen von Bedeutung ist, wieder eine andere ...


    Aber das die andere Seite dies als grundlegende Auflage gemacht hat, neben bekommenen Investitionen und Arbeitsplätzen spricht eben auch Bände.

    Es spricht von Vernunft! Siehe Vergleich mit anderen Entwicklungsländern. Das ändert nichts daran, dass es ebenfalls von Vernunft spräche, wenn Europa diesen Deal nun aufkündigen würde.


    D Waffenexporte mit dem größten Markt der Welt, dem bevölkerungsreichsten Land der Erde, der demnächst größten Volkswirtschaft der Welt, dem geographisch gesehen 4 größten Land unseres Planeten mit D zu vergleichen, bringt mir ein leichtes Schmunzeln auf die Lippen.

    Mir nicht. Ist meine eigene Tat weniger bedenklich, nur weil 10 andere Menschen zusammen viel mehr Schaden anrichten können als ich? Ich finde die Auswirkungen einer Nation sollten immer auch in Relation zur Bevölkerungsanzahl gesehen werden, z. B. ist der CO2-Ausstoß pro Kopf hier größer als in China - trotzdem wird immer China als der große Umweltverschmutzer bezeichnet. Da ist sie wieder, die deutsche Selbstgefälligkeit, die mich mehr und mehr nervt.


    Persönlich fand ich den Braunkohleabbau noch nie gut und das aus verschiedenen Gründen.Zum einen weil Menschen ihr Heim verlassen müssen und zum anderen weil es riesige Wunden in der Erde hinterläßt (ich habe vor einem Monat in eines dieser Täler hineingeschaut).Aber wenn wir einen Vergleich ziehen wollen, dann müssten wir auch fragen ob der einfache Chinese ähnlich entschädigt wird wie der Deutsche?

    Das ist natürlich eine völlig berechtigte Frage, aber trotzdem würde ich zunächst einmal fragen, warum es bei uns, dem Hort der Freiheit, so ist? :)

    Um deine Frage sinnvoll beantworten zu können, müsste ich aufwändig recherchieren - so einfach ist das gar nicht, lies doch z. B. mal diesen Bericht durch, hat für mich eine gewisse Ähnlichkeit mit der deutschen Braunkohlesituation ...


    Darum noch einmal zurück zum Threadtitel und meinem ersten Post.Wir müssen in der Energiewende ähnlich handeln wie die Chinesen sonst wird das nix.

    Ich habe meine Erwartungen an die Politik mittlerweile ziemlich zurückgeschraubt, um mich nicht ständig ärgern zu müssen. Ich tue in meinem Mikrokosmos, was ich kann, und habe mir ansonsten einen gewissen Fatalismus angeeignet: Wenn eine in meinem Sinne positive Entscheidung getroffen wird, freue ich mich, wenn nicht, denke ich mir leicht resignierend "War wohl auch nicht anders zu erwarten." Ich bin nicht unpolitischer geworden, aber Parteien und Politiker interessieren mich immer weniger. Dann doch lieber Netzwerke von Menschen, die unabhängig von Wohnort und Nationalität gemeinsam etwas bewirken wollen. Klar ist dabei natürlich, dass man um gewisse Schnittstellen mit der Politik meist nicht herumkommt ...