Katastrophale Umweltsünden

  • In den USA gäbe es längst eine Revolution, würden die wie in Deutschland für einen Liter Sprit soviel zahlen müssen, wie sie bisher für eine Gallone hinblättern.

    Deshalb ist auch in den USA die CO2-Emision pro Kopf fast doppelt so hoch wie bei uns.

    Übrigens haben Belgien, Niederlande, Dänemark und Italien höhere Spritpreise als wir. Und wenn man den ungebrochenen Trend zum SUV sieht, scheint Benzin bei uns immer noch zu billig zu sein.

  • Seit langem plädiere ich dafür, die schiere Außengröße eines Kfz bei der Steuer zu berücksichtigen, mit allen nötigen Vergünstigungen für Leute, die ein großes Auto beruflich brauchen. In der Regel sind das aber keine SUVs.


    Ich kenne einige SUV-Besitzer, die haben neben dem SUV auch noch einen Kleinwagen. Mit dem fährt der Gatte zur Arbeit, und die Gattin braucht den SUV dringend, um Milch, Brot und Gemüse vom Wochenmarkt zu holen und anschließend die Tochter an der Schule aufzupicken. In Urlaub fliegen sie. Man könnte das für ein billiges Klischee halten, aber es ist die Realität. So schaut es aus bei uns auf dem Land.

  • ............... Und wenn man den ungebrochenen Trend zum SUV sieht, scheint Benzin bei uns immer noch zu billig zu sein.

    Die Mehrzahl der SUV sind Fakes! sie haben weder Allradantrieb, noch sind sie wesentlich größer als normale PKW. zum teil haben sie sogar nur 1,0 l Motoren, die mit Mühe und Turbo die Leistung bringen, die die Karren vorwärts bringt. Und im Verbrauch sind solche auch kaum unterschiedlich zum durchschnittlichen PKW.

    Wer allerdings der Meinung ist, die Spritpreise seien bei über 60% Steuer-/Abgabenbelastung zu niedrig, der muss sich schon sagen lassen, dass er von volkswirtschaftlichen Zusammenhängen nur wenig versteht.

  • Seit langem plädiere ich dafür, die schiere Außengröße eines Kfz bei der Steuer zu berücksichtigen, mit allen nötigen Vergünstigungen für Leute, die ein großes Auto beruflich brauchen. In der Regel sind das aber keine SUVs.

    Kater hat es ja schon angesprochen, nur eine überschaubare Menge aus dem automobilen "Premiumbereich" sind von Motorleistung und Aussenformat her

    die SUV's die in der Kritik stehen. Der Rest ist oft nicht viel grösser als mein oller Kangoo.

    Ergo ist das oft nur eine Scheindebatte bzw. eine Projektionsfläche für eine Diskussion.

    Und wo fängt so eine Klassifizierung an, wo hört Sie auf ?

    Ein Freund von mir hat als Alltagsfahrzeug einen ausgebauten Sprinter ( der offiziell nicht mehr in den "Verbotsstrassen" bewegt werden kann ), parkt aber auf eigenem Gelände. Wiederum steht vor unserem Büro (also öffentlicher Raum ) eine immer sauberst geleckte Landrover Safariversion mit Alukoffern, Schnorchel etc. pp. der bestimmt noch nicht mal die ungepflasterte Auffahrt irgendeines Ponyhofs gesehen hat...

  • Die Mehrzahl der SUV sind Fakes! sie haben weder Allradantrieb, noch sind sie wesentlich größer als normale PKW. zum teil haben sie sogar nur 1,0 l Motoren, die mit Mühe und Turbo die Leistung bringen, die die Karren vorwärts bringt. Und im Verbrauch sind solche auch kaum unterschiedlich zum durchschnittlichen PKW.

    Wer allerdings der Meinung ist, die Spritpreise seien bei über 60% Steuer-/Abgabenbelastung zu niedrig, der muss sich schon sagen lassen, dass er von volkswirtschaftlichen Zusammenhängen nur wenig versteht.

    Ein SUV ist kein Geländewagen. Er ist nur eine aufgeblasene Limousine.

    Letztes Jahr habe ich den Vergleich zwischen A3 und Q3 gemacht. Ich habe den Händler gefragt, was ein Q3 mit gleicher Ausstattung kostet, es waren runde 5000 Euro mehr. Dazu 20% höherer Spritverbrauch (laut Werksangaben; in der Realität wahrscheinlich mehr). Die Innenraummaße von A3 und Q3 waren identisch.

    Natürlich ist der Q3 ein Fake. Im Grunde ist er ein Auto für die Generation Hochbett. Wäre das die einzige Zielgruppe, würde das Auto allerdings nicht gebaut. Es muss also genügend Leute geben, denen ein A3 zu popelig ist und 20% Mehrverbrauch nichts ausmacht.

    Apropos "volkswirtschaftliche Zusammenhänge": Eine Volkswirtschaft, die nur durch Energieverschwendung am Leben gehalten werden kann, wird auf Dauer nicht erfolgreich sein.

  • ... Es muss also genügend Leute geben, denen ein A3 zu popelig ist und 20% Mehrverbrauch nichts ausmacht.

    Apropos "volkswirtschaftliche Zusammenhänge": Eine Volkswirtschaft, die nur durch Energieverschwendung am Leben gehalten werden kann, wird auf Dauer nicht erfolgreich sein.

    Ja, Leute wie mich. Man hat einen viel besseren Überblick und kann wieder wie früher vorausschauend fahren, ohne dass man nur Rückansichten von Hochbettfahrern sieht und nicht weiß was hundert Meter voraus passiert. Die Straßenumwelt hat sich halt geändert. Man hat noch dazu Platz und ist recht gut motorisiert. Der Mehrverbrauch macht mir nichts aus, zumal er genau der gleiche ist wie bei meinem alten Kombi.


    Und wegen der energieverschwenderischen Volkswirtschaft würde ich sagen, dass die USA so ziemlich am erfolgreichsten waren/sind und am Ende beißen die Erfolglosen und weniger verschwenderischen mit ins Gras.

  • Ja, Leute wie mich. Man hat einen viel besseren Überblick und kann wieder wie früher vorausschauend fahren, ohne dass man nur Rückansichten von Hochbettfahrern sieht und nicht weiß was hundert Meter voraus passiert.

    Du brauchst also einen SUV, weil die anderen auch einen haben. Ok, ich ärgere mich auch, wenn ich ständig hinter einer Wand her fahren muss. Ich habe mir dafür angewöhnt, SUV-Fahrer gar nicht erst den Vortritt zu lassen, wenn die mal auf mein Entgegenkommen angewiesen sind ... 8o


    Da haben ja Leute schon gefordert, die Parkhäuser umzubauen, weil die SUVs mehr Platz benötigen. Was kommt als Nächstes? Altstädte abreißen und die Gassen verbreitern?

  • Ich kann mich noch daran erinnern, dass am Anfangszeit der SUV-Welle deren Besitzer immer so taten, als hätten sie ein Ferienhaus in den Bergen und kämen mit nix anderem hinauf. Schon da haben wir über die SUVs gelacht.


    Ich sag´s ja: Außenmaße besteuern, nicht nur den Verbrauch.

  • Du brauchst also einen SUV, weil die anderen auch einen haben. ...

    Du wirst lachen, aber dass es inzwischen so viele hochgebaute Fahrzeuge gibt, war für mich tatsächlich ein Teil meiner Kaufentscheidung. Jeder ärgert sich, wenn er hinter einem Wagen herfahren muss, an dem man kaum vorbeischauen kann, geschweige denn darüber hinweg. Man fühlt sich dabei nicht wohl, weil man nicht weiß ob weiter vorne eine Überraschung lauert. Früher war das halt seltener der Fall, aber heute ? Ich kam mir in meinem Kombi immer mehr benachteiligt vor, was die Übersicht über den Verkehr betraf. Der Kombi war vom Platzangebot ziemlich ähnlich, sogar von der Ladefläche etwas besser. Aber der Überblick macht die etwas kleinere Ladefläche bei weitem wett. :biggrin:


    Und was das Entgegenkommen betrifft - SUV fahren macht locker. Man hat automatisch Abstand zu dem "niedern Blechvolk" da unten. :lol: Und man kann durchaus auch Spaß haben. Hatte ich schon dreimal erfolgreich bei Ampelstarts, die sportliche Audis oder BMWs neben mir provoziert haben. Lustigerweise nahmen die ausländisch Aussehenden das immer sehr fair, mit hochgerecktem Daumen. Hass habe ich mir nur bei einem deutschen Audifahrer zugezogen, der sich wegen seiner Niederlage gar nicht beruhigen konnte. :sifone: