Muslimische Minderheiten in Südostasien

  • Ich führe es auch nicht auf die Religion zurück, denn dann würden sich manche Leute anders verhalten. Ich führe es auf kulturelle Unterschiede zurück, manchmal sogar auf ganz bewusste Abgrenzung. Deinen Satz "Mir war immer vollkommen egal, ob jemand Jude, Moslem, Christ oder Atheist war, ist schließlich jedermanns Privatangelegenheit, genauso wie es mir egal ist ob jemand schwul/lesbisch oder transsexuell ist." unterschreibe ich vorbehaltlos, besonders das Wort Privatangelegenheit.



    "Oh Tor, im Unglück ist Trotz nicht förderlich!" (Sophokles: Ödipus auf Kolonos)

  • Es ist schon Schade feststellen zu müssen, dass das christlich-jüdische Erbe so mit Füßen getreten und vergessen wird. Kein Wunder das die links-grün Versifften zusammen mit ihren den braunen Freunden dieses Erbe der damnatio memoriae übergeben wollen.

    Du plapperst auch nur nach, was?


    Welche Tradition soll das denn sein? Wann haben denn Christen und Juden in der Geschichte mal in Frieden und ohne Repressalien zusammen gelebt, dass es eine gemeinsame Tradition geben könnte. Die einzige Konstante ist die Verfolgung der Juden und deren Diffamierung, die immer gern von Christen betrieben wurde, bzw aus eben deren Traditionen entstammt. Ist es das?


    Hier mal eine andere Meinung zu deiner These, die du wahrscheinlich eher aus deinen Dunstkreisen ungefiltert übernommen hast.


    Zitat


    Passende Worte dazu fand dereinst der Journalist und Publizist Heribert Prantl in dem Artikel „Missbrauch der Juden durch die Politik“ in der Süddeutschen Zeitung: „Beim Reden von der christlich-jüdischen Tradition handelt es sich aber um eine gewaltige Heuchelei. Die deutsche Politik drückt die alte, früher stigmatisierte Minderheit der Juden an die Brust, um die neue Minderheit, die Muslime, zu stigmatisieren. Die Juden werden missbraucht, um die Muslime pauschal als unverträglich zu kennzeichnen. Eingeführt hat diese Unwortkombination wahrscheinlich der blonde Holländer Geert Wilders. In seinen pathetischen Reden betonte er geradezu beschwörend, dass wir Europäer unser christlich-jüdisches Erbe vor der Islamisierung verteidigen müssten. So innig wie heute war die Beziehung zwischen Christen und Juden in Deutschland noch nie. Die neue Innigkeit ist nicht von Theologen und Pastoralklerikern ausgerufen worden, sondern von Politikern. Im Jahr 72 nach der Reichspogromnacht haben sie etwas entdeckt, was es nicht gibt: eine christlich-jüdische Tradition, eine gemeinsame Kultur. Die christlich-jüdische Geschichte besteht vor allem in der Verfolgung, Vertreibung und Vernichtung der Juden und in der Verketzerung des Talmudes. Und wo es gemeinsame Wurzeln gab, hat die Mehrheitsgesellschaft sie ausgerissen. Wenn Juden anerkannt wurden, dann nach ihrem Übertritt zum Christentum. Und dieses Christentum hat bis in die jüngste Vergangenheit nicht die Gemeinsamkeit der Heiligen Schrift, sondern den Triumph des Neuen über das Alte Testament gepredigt. Zum 72. Jahrestag der Reichspogromnacht wird eine neue Kategorisierung der Minderheiten propagiert (nicht nur von scharfen Islamkritikern wie Geert Wilders und Thilo Sarrazin): in gute und schlechte, in kluge und dumme Minderheiten. Diese Sortierung wird nicht dadurch besser, dass muslimische Milieus oft sehr antisemitisch sind. Weil aber dieser Antisemitismus von der deutschen Mehrheitsgesellschaft lange kaum beachtet wurde, gibt es in jüdischen Gemeinden Sympathien für die gesellschaftliche Ausgrenzung deutscher Muslime.“

    http://einspruch.at/kulturkamp…uedisch-christliche-erbe/


    Eigentlich ist dieser Begriff zutiefst zynisch. Er entwertet eine Glaubensrichtung, die in der Vergangenheit nie in das Christliche Abendland integriert wurde, weil nur Vorurteile und Abwertung und im weitern Verlauf sogar Vernichtung dieser entgegen schlug, sich heute auf solch eine Tradition zu berufen, ist an Zynismus und Widerwärtigkeit kaum zu überbieten.

  • Also NUR die Ausländer sind Schuld?


    Das es auch Probleme mit den Kursen selbst gibt, das auch öffentlich schon Thema ist, geht an dir wohl vorbei.


    Zitat


    Flüchtlinge, die in Deutschland leben, sollen schnell Deutsch lernen - um ihr Leben meistern und arbeiten gehen zu können. Das Bundesamt für Migration finanziert daher Sprachkurse. Doch die Kursanbieter schauen oft nur auf Gewinn und nicht auf Qualität.

    https://www.rbb24.de/politik/b…bamf-probleme-berlin.html


    Zitat


    Deutschkurse sollen Migranten vor allem eine berufliche Perspektive eröffnen, doch das dafür investierte Geld hat bislang nicht den gewünschten Effekt. Nur jeder zweite Teilnehmer schafft am Ende die Prüfung. Dies liegt auch an Problemen bei der Organisation der Kurse, wie Lernende und Ehrenamtliche berichten.

    https://www.deutschlandfunk.de…ml?dram:article_id=421710


    ....versuch mal sauber zu argumentieren und nicht einseitig zu propagieren. ;)

  • Verstehe nicht ganz. Bei uns sind die Sprachunterrichte in extra eingerichteten, oeffentlichen Schulen mit Fachkraeften. Eingeteilt wird nach dem was die Migranten mit bringen, d.h. von Klassen fuer Analphabeten bis zu Akademikern.

    Es hat vielleicht gute Gruende wieso Norwegen mit Abstand die geringste Arbeitslosigkeit unter Migranten hat, man laesst sich Integration etwas kosten. Langfristig verdient der Staat daran.

  • Da braucht man nicht viel, um das zu verstehen.


    Man nahm die Konzepte, die für die Russland-Deutschen und andere osteuropäische Spätaussiedler entworfen wurden und organisierte anhand dieser die Sprachkurse für die neuen Migranten, ob sie passten oder nicht.

    Es herrscht Lehrermangel in Deutschland, also nimmt man, wie auch bei dem Hartz IV-Konzept renditeorientierte Privatunternehmen, die mies bezahlte und teils unfähige Dozenten rekrutieren. Deren Hauptinteresse liegt natürlich im erzielbaren Gewinn.


    Die schwarze Null ist eben heilig.

    Religion wird von den einfachen Leuten als wahr, von den Weisen als falsch und von den Herrschern als nützlich angesehen.

    Lucius Annaeus Seneca

  • Dank Karl Martells und durch die Schlacht bei Poitiers 732. n. Chr. blieb dieses Erbe auf die iberische Halbinsel beschränkt. 8)

    Wo dann die Reconquista mit blutiger Verfolgung von Muslimen und Juden zu einem Kultursturz führte, aber die Reste dieser Hochkultur bis heute den Tourismus profitabel sein lassen. Das Erbe islamischer/orientalischer Wissenschaft und Kultur hat seit der Renaissance für Europa überhaupt die Grundlage geschaffen, um international aufzusteigen.

  • Früher gab es in der Regel nur die Juden als erkennbar Andersartige. Und der Mensch als solcher schiebt gern alles Üble, ob Wetter oder Krankheiten, auf das Andersartige, was es ihm leicht macht(e), die Juden zu rundum Schuldigen zu erklären, unter Anführung der Kirchen, wie bei der Hexenverfolgung.



    "Oh Tor, im Unglück ist Trotz nicht förderlich!" (Sophokles: Ödipus auf Kolonos)

  • Verstehe nicht ganz. Bei uns sind die Sprachunterrichte in extra eingerichteten, oeffentlichen Schulen mit Fachkraeften. Eingeteilt wird nach dem was die Migranten mit bringen, d.h. von Klassen fuer Analphabeten bis zu Akademikern.

    Es hat vielleicht gute Gruende wieso Norwegen mit Abstand die geringste Arbeitslosigkeit unter Migranten hat, man laesst sich Integration etwas kosten. Langfristig verdient der Staat daran.

    Unsere Schulen waren schon vor der "schwarzen Null" am Limit und die Bereitschaft in die Zukunft zu investieren nicht analog zu den gestellten Herausforderungen. Aber nochmal, der fairnesshalber muss man trotzdem immer wieder sagen das Deutschland komplett andere Vorraussetzungen hat als die skandinavischen Länder. Der Förderalismus trägt dazu bei, aber vor allen die diversen Fremdkosten die uns aufoktroyiert sind sind wesentlich höher als im Norden Europas.

  • Wie meinen? Ganz ehrlich: Hältst Du mich für einen Rechtsausleger?

    Du warst doch damit gar nicht angesprochen! Gun meinte jene, die von "christlich-jüdischer Tradition" faseln, die es nie so in ganz Europa gegeben hat. Das jüdische Mitmenschen ebenso wie andere Menschen aus fremden Kulturen unsere europäische Wissenschaft und Kultur entscheidend mit beeinflußt und geprägt haben, ist etwas ganz anderes als von einer "christlich-jüdischen Tradition" zu sprechen.

  • Es ist eine Unsitte, irgndwas in die Gegend zu hauen, ohne zu kennzeichnen, an wen man sich richtet. Neun Beitrage vorher war was Diesbezügliches zu lesen.



    "Oh Tor, im Unglück ist Trotz nicht förderlich!" (Sophokles: Ödipus auf Kolonos)

  • Wie meinen? Ganz ehrlich: Hältst Du mich für einen Rechtsausleger?

    Definitiv nicht, nur solltes du, bevor dich beschwerst, verstehen, was geschrieben wurde.

    Ich habe deinen Beitrag nur benutzt, um aufzuzeigen, dass du nicht nur Recht hast, sondern dass eben unsere Rechtsausleger dieses als Traditionen verstehen.


    Ich konnte mit dieser Phrase noch nie etwas anfangen. Aber ich kenne ja auch die Geschichte der Juden in unseren Gefilden. Allein schon deshalb weiß ich, dass diese beiden Religionen keine gemeinsame Traditionen haben können! Denk bitte mal drüber nach.


    Und dann versuch mir diese Tradition anhand von geschichtlicher Fakten zu erklären.

    Brauchst du nicht, denn es ging nie um dich. ;)


    mfg

    Wer in Grenzen denkt, denkt begrenzt.

    Einmal editiert, zuletzt von gun0815 ()

  • Warum gibt es überall da wo Muslims leben Konflikte?