Diskussionen zum Grundgesetz

  • ... eine gewisse politische Bildung

    Die geht zwei Dritteln der deutschen Bevölkerung leider fast vollständig ab. Um das etwas genauer zu beschreiben:


    Um den Einbürgerungstest zu bestehen, reicht es, 17 von 33 Fragen richtig zu beantworten. Das schafft die Mehrheit der Deutschen, aber auf 90% richtige Antworten schaffen es wenige.

    Religion wird von den einfachen Leuten als wahr, von den Weisen als falsch und von den Herrschern als nützlich angesehen.

    Lucius Annaeus Seneca

    Einmal editiert, zuletzt von Diogenes2100 ()

  • Wenn man davon ausgeht, dass zwei Drittel der Bevölkerung Deutschlands nicht imstande sind, demokratische Regeln zu begreifen, dann bleibt eigentlich nur noch die Diktatur einer selbst ernannten Intelligenz.

    Wer sollte diese sein?

    Die meisten Ruinen haben zwei Beine.

  • Wenn man davon ausgeht, dass zwei Drittel der Bevölkerung Deutschlands nicht imstande sind, demokratische Regeln zu begreifen, dann bleibt eigentlich nur noch die Diktatur einer selbst ernannten Intelligenz.

    Wer sollte diese sein?

    Ich meine, dass Du zu früh aufgibst.


    Aber man könnte die Kohlenstoff-Einheiten, die die Erde bevölkern, sicherlich mit Hilfe eines Elektronen-Gehirns und der künstlichen Intelligenz (KI) regieren - sofern wir nicht befürchten müssen, dass die KI die Kohlenstoff-Einheiten deaktiviert.

    Das wird man doch wohl noch Fragen dürfen!!


    Uneingeschränkte Solidarität für Israel - gegen Antisemitismus und Antizionismus.



    So geht Internet heute

  • Ich meine, dass Du zu früh aufgibst.


    Aber man könnte die Kohlenstoff-Einheiten, die die Erde bevölkern, sicherlich mit Hilfe eines Elektronen-Gehirns und der künstlichen Intelligenz (KI) regieren - sofern wir nicht befürchten müssen, dass die KI die Kohlenstoff-Einheiten deaktiviert.

    ... und solange du nicht die Programme schreibst.

  • Wenn man davon ausgeht, dass zwei Drittel der Bevölkerung Deutschlands nicht imstande sind, demokratische Regeln zu begreifen […]

    Es geht nicht darum, dass demokratische Regeln nicht begriffen würden, sondern im Gegenteil darum, dass Mehrheitsentscheidungen nicht unbedingt der Mehrheit nützliche oder vorteilhafte Folgen mit sich bringen… und wenn die Bevölkerungsmehrheit allzu leicht bereit ist, sich Agitatoren anzuschließen, dann ist das demokratische Prinzip für sich genommen und in größeren Gesellschaften bedürftig, sich vor voreiligen Fehlentscheidungen zu schützen.


    Aus diesem Grunde hat sich das Prinzip der direkten Demokratie eher in kleineren Gesellschaften bewährt - während die parlamentarische Demokratie mit Mehrkammerparlament und Gewaltenteilung in größeren und bevölkerungsreicheren Verwaltungseinheiten vorteilhaft ist. In Deutschland ist der Föderalismus mit seinem Kompetenzgerangel von Bund, Ländern, Kommunen, Bundestag, Bundesrat, Bundeskabinett… hinreichend mit sich selbst beschäftigt, dass der Bürger so einigermaßen davor geschützt ist, dass "sein Wille" sich unverhofft als des Zauberlehrlings herbeigerufener Geisterreigen erwiese…

  • Ich verstehe euer Problem.

    Auch ich habe notwendigerweise Kontakt zu Menschen.


    Die Frage steht: Wer ist der Klügere?

    Wer will wen beaufsichtigen, und warum?

    Wer entscheidet, was richtig zu sein hat?


    Ein Grundgesetz reicht mir da nicht.

    Die meisten Ruinen haben zwei Beine.

  • […] Ein Grundgesetz reicht mir da nicht.

    Das Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland regelt eindeutig die Aufgaben der Staatsorgane - und die Selbstverpflichtung von Gesetzgeber, Parlament, Rechtsprechung und Ordnungskräften, ihrerseits an geltendes Recht gebunden zu sein… die zu Beginn des Grundgesetzes im einzelnen aufgeführten und beschriebenen Grundrechte sind unveräußerbare Rechte des Individuums - aus denen sich gewissermaßen auch das zivil- und strafrechtlich geregelte Zusammenleben ableitet, weil ein jeder Bürger die Grundrechte seiner Mitmenschen ebenfalls zu achten hat. Und dem Anschein nach gelingt dies der Bevölkerungsmehrheit doch auch.

  • Noch einmal von vorn:

    Dieses Grundgesetz kann mit einer Zweidrittelmehrheit des Bundestages inhaltlich in die Tonne geklopft werden.

    Deshalb bin ich dafür, dass dieses Grundgesetz zur Wahl gestellt und zur Verfassung wird.

    Die meisten Ruinen haben zwei Beine.

  • Noch einmal von vorn:

    Dieses Grundgesetz kann mit einer Zweidrittelmehrheit des Bundestages inhaltlich in die Tonne geklopft werden.

    Deshalb bin ich dafür, dass dieses Grundgesetz zur Wahl gestellt und zur Verfassung wird.

    Kann es nicht. Grundgesetzänderungen kann nicht der Bundestag alleine durchführen, er braucht ebenso eine 2/3-Mehrheit im Bundesrat. Und dann kommt das Bundesverfassungsgericht. So einfach ist es nicht, das GG in die Tonne zu treten, zumal etliche Artikel gar nicht so ohne weiteres außer Kraft gesetzt oder in ihrem Wesensgehalt geändert werden können.

    Religion wird von den einfachen Leuten als wahr, von den Weisen als falsch und von den Herrschern als nützlich angesehen.

    Lucius Annaeus Seneca

  • Das Grundgesetz, unsere Verfassung, ist durch das Volk legitimiert worden. Zwar nicht direkt, sondern durch seine frei gewählten Repräsentanten, aber das ist ausreichend.

    Nein, ist es eben nicht! Damit legitimierst Du die Unterbutterung der Ostdeutschen Bundesländer unter die Kräfte der alten BRD, die nie ein echt geeintes Deutschland wollten. Der Souverän, das gesamte Volk, kann nie durch den delegierten Parlamentarismus vertreten werden. Infolge der Parteienstruktur, der Wahlgesetzgebung, den Koalitionen wird nie der gasamte Souverän im Parlament rpräsentiert. Und wenn die Opposition nur rund 20 % der Parlamentarier ausmacht, ist eine Legitimierung einer für alle Menschen im Staat gültigen Verfassung völlig unzureichend.