Markt-Wirtschaft

  • Wie man'a an Tankstellen längst gewohnt ist, werden künftig auch Verbraucherpreis für Lebensmittel und andere Dinge des täglichen Bedarfs über den Tag verteilt Schwankungen unterliegen - eine niederländische Supermarktkette leistet da gerade Pionierarbeit. Wo zu braucht man noch feste Preise, wenn doch Displays, die den angezeigten Preis jederzeit gegen einen niedrigeren oder höheren wechseln können, billig genug sind, um ganze Regalreihen damit auszurüsten?

  • Die Kombination dieser Displays mit Gesichtserkennung und Bid-Data führt dann am Ende dazu, dass jeder, der einkauft andere Preise angezeigt bekommt - passend nach seinen Vorlieben und seinem Geldbeutel.

    Schöne neue Welt.


    Ich hätte die Tankstellen längst per Gesetz dazu verdonnert, Preise nur noch einmal am Tag, und zwar vor Tankstellenöffnung festsetzen zu dürfen.

    Religion wird von den einfachen Leuten als wahr, von den Weisen als falsch und von den Herrschern als nützlich angesehen.

    Lucius Annaeus Seneca

  • […] Ich hätte die Tankstellen längst per Gesetz dazu verdonnert, Preise nur noch einmal am Tag, und zwar vor Tankstellenöffnung festsetzen zu dürfen.

    Nun sind die Zeiten herrschaftlicher Preisdiktate ja irgendwie vorbei - und auch der Weltmarktpreis für allerlei Handelsgüter schwankt im Laufe des Tages beträchtlich. Abgesehen davon stellt sich die Frage, um welche Uhrzeit Tankstellen, die rund um die Uhr geöffnet haben, ihre Verkaufspreise festgelegt haben müssten… ganz zu schweigen davon, dass der Tankstellenpächter die Preise ohnehin längst nicht mehr selbst bestimmt, sondern zumeist von der über seine Tankstelle vertriebene Marke vorgegeben bekommt - und das heutzutage online.

  • Die Kombination dieser Displays mit Gesichtserkennung und Bid-Data führt dann am Ende dazu, dass jeder, der einkauft andere Preise angezeigt bekommt - passend nach seinen Vorlieben und seinem Geldbeutel.

    Schöne neue Welt.


    Ich hätte die Tankstellen längst per Gesetz dazu verdonnert, Preise nur noch einmal am Tag, und zwar vor Tankstellenöffnung festsetzen zu dürfen.

    ODER.....


    Wir übertragen dieses Tankstellen-Preis-Prinzip einfach auf jegliche Konsumartikel, die es überall zu kaufen gibt. Dann kostet der Pullover morgens 45,99 und Nachmittags 41,99. Kurz vor Ladenschluß kann man dann nochmal runter gehen. ;)


    Da wird konsumieren wieder zu Abenteuer und die uralten Jagdinstinkte der Schnäppchen-Fraktion wieder befriedigt werden und abends in der Kneipe, wenn der Bierpreis das Tagestief erreicht hat, kann man seine Jagdergebnisse dann genußvoll ausdiskutieren.


    8o

    Wer in Grenzen denkt, denkt begrenzt.

  • Wie man'a an Tankstellen längst gewohnt ist, werden künftig auch Verbraucherpreis für...über den Tag verteilt ...

    So wie es in dem Artikel steht finde ich es gar nicht so schlecht. Also zum Beispiel bei verderblichen Waren den Preis an das Haltbarkeitsdatum anzupassen. Der Lachs den der Argo sich aufs Brötchen klatscht, könnte dann jeden Tag billiger werden und wenn der Argo ihn erst am letzten Tag des Haltbarkeitsdatums kauft, bekommt er ihn fast geschenkt. :cool: Er muss dann zwar noch Erdbeeren und Schlagsahne dazukaufen um den Geschmack zu überspielen, aber bei Erdbeeren ist das Verfallsdatum ja noch viel kürzer. Haben fertige Tortenböden eigentlich auch ein Haltbarkeitsdatum ? :essen:

  • […] Dann kostet der Pullover morgens 45,99 und Nachmittags 41,99. Kurz vor Ladenschluß kann man dann nochmal runter gehen. […]

    Da Pullover nicht zu den leichtverderblichen Waren zählen, deren Verkauf spätestens mit Ablauf des Mindesthaltbarkeitsdatums erfolgt sein muss, wären dort diese Preissprünge eher nicht zu erwarten - und herabgesetzt werden die Preise in dieser Warengruppe auch heute schon, wenn die Neuware der Folgesaison in die Läden kommt, und die Lagerbestände rasch noch an den Mann gebracht werden sollen.


    Die Preisbildung nach dem jeweiligen Verhältnis von Angebot und Nachfrage würde dann schon eher bei Drogeriewaren problematisch werden, wenn angenommenermaßen bei im Laufe des Tages schrumpfendem Warenbestand bei Toilettenpapier, Menstruationsbinden u.dgl. mehr sukzessive mit der Tageszeit deren Preis anstiege - in dem Falle käme es frühmorgens zu Hamsterkäufen, während die abends ihre Einkäufe erledigenden Personenkreise schließlich leere Regale vorfänden.

  • Da Pullover nicht zu den leichtverderblichen Waren zählen, deren Verkauf spätestens mit Ablauf des Mindesthaltbarkeitsdatums erfolgt sein muss, wären dort diese Preissprünge eher nicht zu erwarten...

    Ähnlich kann man aber auch beim Benzin an der Tanke argumentieren. Schließlich haben die letztendlich - vor Ort - als lange vorher raffiniertes, bzw. zum Verbrauch gefertigtes Produkt weniger mit den aktuellen Tagesschwankungen des Rohöls zu tun.

    Karstadt hat auch keinen Liveticker über die Tagespreise von Merinowolle über Ihren Pulloverregal zu hängen.

  • So wie es in dem Artikel steht finde ich es gar nicht so schlecht. Also zum Beispiel bei verderblichen Waren den Preis an das Haltbarkeitsdatum anzupassen. Der Lachs den der Argo sich aufs Brötchen klatscht, könnte dann jeden Tag billiger werden und wenn der Argo ihn erst am letzten Tag des Haltbarkeitsdatums kauft, bekommt er ihn fast geschenkt. :cool: Er muss dann zwar noch Erdbeeren und Schlagsahne dazukaufen um den Geschmack zu überspielen, aber bei Erdbeeren ist das Verfallsdatum ja noch viel kürzer. Haben fertige Tortenböden eigentlich auch ein Haltbarkeitsdatum ? :essen:

    Mal abgesehen davon, dass dieses Verfahren in Sachen Lachs möglicherweise jedweden künftigen Lebensmittelverbrauch bei mir unnötig macht, glaube ich, dass es sehr personalintensiv ist. Natürlich könnte es Arbeitsplätze bringen, Preisaktualisierer etwa. Oder Sicherheitsleute, die Ordnung in die Käuferschlangen bringen, die auf die nächste Rabattstufe warten, wie bei der Hofpfisterei, wo immer ein paar Leute im Laden oder davor warten und die Uhr im Blick haben, weil die Brotpreise um 18 Uhr deutlich sinken.

  • ...glaube ich, dass es sehr personalintensiv ist. Natürlich könnte es Arbeitsplätze bringen, Preisaktualisierer etwa. Oder Sicherheitsleute, die Ordnung in die Käuferschlangen bringen, ...

    Aber das machen doch keine Menschen Argo. Das macht die App. Du gehst nur mit Deinem Schmartfon an den Regalen vorbei und wenn Dein Blick sich auf den Lachs richtet, sagt Dir die Google-KI den tagesaktuellen Preis.

  • Dann muss ich mich in jedem Laden lange aufhalten und hin und her gehen in der Hoffnung, dass der Preis derweil weiter sinkt... Sagt die App auch, ab wann man ihn nicht mehr essen sollte?

    Du kannst den Lachs von der Firma Verleihnix bei Deinen Favoriten aufnehmen, dann bekommst Du den stundenaktuellen Preis sofort auf Nachfrage von Siri und Co. vorgelesen. Natürlich auch wenn das Ablaufdatum erreicht ist und Du ihn umsonst abholen kannst.

  • […] glaube ich, dass es sehr personalintensiv ist. […]

    Keineswegs - schließlich wird die Preisausschilderung direkt mit dem Kassensystem vernetzt sein - es wird also niemand mehr zum Zwecke der Preisauszeichnung durch die Gänge laufen, mit jedem Scanvorgang an der Kasse "weiß" das System ja, wie viel Restbestand der jeweiligen Ware noch vorhanden ist (von Ladendiebstählen mal abgesehen) und kann je nach Programmierung den Preis herauf- oder herabsetzen.

  • ..........Ich hätte die Tankstellen längst per Gesetz dazu verdonnert, Preise nur noch einmal am Tag, und zwar vor Tankstellenöffnung festsetzen zu dürfen.

    Viel besser wäre ein Festpreis von maximal einem Euro / l Benzin/Diesel und alle Marktschwankungen gingen zu Lasten der Steuer- und Abgabeneinkünfte des Staates. Dann würde der politisch Einfluß auf die Multinationalen Konzerne nehmen, damit seine Einkünfte nicht über Gebühr sinken und Konflikte in den Förderstaaten nicht eskalieren sowie die Märkte belasten.

  • Sowas bäckt man sich aus guten Zutaten selbst, dauert nicht lange, ist frisch und schmeckt wesentlich besser!

    Und wie willst Du auf einem eigenhändig angefertigten Tortenboden sehen, ob der mit einem Mindeshaltbarkeitsdatum versehen ist? Natürlich könntest Du selbst was draufschreiben (beispielsweise "muss bis zur Goldenen Hochzeit verbraucht werden") - aber 'ne Antwort auf BudSpencers berechtigte Frage von heute früh wär's nicht.

  • ODER.....


    Wir übertragen dieses Tankstellen-Preis-Prinzip einfach auf jegliche Konsumartikel, die es überall zu kaufen gibt. Dann kostet der Pullover morgens 45,99 und Nachmittags 41,99. Kurz vor Ladenschluß kann man dann nochmal runter gehen. ;)

    Kleidung kostet ca. 6 Monate nach Markteinführung sowieso nur die Hälfte und im Schlußverkauf gehen nochmals 50 % zum letzten Preis runter. Die Handelsketten machen dennoch Gewinn, weil die Ausbeutung in den Produktionsländern der Dritten welt so krass ausfällt! Es ist eine Affenschande, was da so läuft! Preisbildung hat fast gar nichts mit Wert zu tun, man nimmt, was man kriegen kann!