Russland II

  • Dem kann ich nicht zustimmen. Ich finde den SPIEGEL sehr informativ, seine investigativen Berichte entstehen zwar im Verbund, dadurch aber mit besserer Reichweite, und als Mainstream sehe ich ihn gar nicht.

    Der "Spiegel" war vor Kurzem der Meinung, dass Auschwitz von amerikanischen Soldaten befreit wurde.

    Natürlich nur kurz. Aber das ist relativ.

  • Es ist eine seit Jahrzehnten bestehende Tatsache,dass die Zeitung mit den wilden Bildern und den dicken Buchstaben durchaus meinungsbildend ist. Und hinter dieser Zeitung stehen natürlich Interessen,die sich nicht notwendigerweise mit denen der Bevölkerung decken.Aber: mit genügend Geld,sprich Dauerberieselung,lässt sich doch prima Meinung machen.Das geht so lange,bis auch Otto Normalverbraucher davon überzeugt ist,er habe schon immer so gedacht (besser wohl denken lassen).

    Steht alles in "Mein Kampf".

    Aus ständiger Wiederholung wird "Wahrheit".

  • Wie viele sind es in Russland?

    Ich weiss es nicht, ich sehe Russland auch nicht als Vorbild. Auf jeden Fall dürfte sich Putin eine umfassende Einflußnahme auf die Medien gesichert haben. Da aber zumindest gebildeten Menschen in Russland das Internet verfügbar ist, gibt es auch dort Quellen zur Wahrheit.

  • Putin macht nun Nägeln mit Köpfen und sichert sich seinen Job bis 2036. Dann ist der so um die Mitte 80, glaube ich.


    Zitat

    Kurz nach Putins Rede stimmte die Staatsduma dafür, Putins bisherige Amtszeiten - es sind einschließlich der laufenden vier - auf Null zu setzen. Das soll dem seit mehr als 20 Jahren regierenden Politiker den Weg für eine neue Präsidentschaftskandidatur in vier Jahren freimachen. Ein Nachfolger ist bisher nicht in Sicht.

    https://www.spiegel.de/politik…da-4e9b-bae1-0fdaf9dd4677

  • Tja, man kann schon sagen, dass der sein Ding gemacht hat. Der Wladimir. Ich denke ja, dass er politisch nicht so lange durchhält. Egal, welche machtstrategischen Karten er noch zieht, um an der Spitze zu bleiben. Es rumort doch schon ziemlich in Russland und er wird fallen, weil er irgendwann übertreiben wird.

  • Tja, man kann schon sagen, dass der sein Ding gemacht hat. Der Wladimir. Ich denke ja, dass er politisch nicht so lange durchhält. Egal, welche machtstrategischen Karten er noch zieht, um an der Spitze zu bleiben. Es rumort doch schon ziemlich in Russland und er wird fallen, weil er irgendwann übertreiben wird.

    Er kann auch ohne die neue Verfassung noch bis 2024 im Amt bleiben. Und bei aller Kritik, er hat Russland wieder gefestigt, nachdem Jelzin es in die Hände der ausländischen Interessenten fast verschenkt und zu allgemeinen Ausplünderung freigegeben hatte. Schon Gorbatschow hatte nicht verstanden, dass man nach 1000 Jahren Diktatur im Russischen Reich nicht bedingungslos eine "westliche Demokratie" etablieren kann. Putin regiert entsprechend den Möglichkeiten und im Ergebnis der von ihm nicht gewollten Konfrontation, die entstanden ist, als man in der EU unter USA-Einfluß sein Angebot für umfassende Kooperation von "Lissabon bis Wladiwostok" in beschämender Weise ablehnte.

    Zudem glaube ich nicht, dass Putin es sich das antun wird, ewig regieren zu wollen. Irgendwann möchte er auch noch sein Vermögen genießen.:saint:<3:saint:

  • Das "Vermögen", das er genießt, ist die Macht, und dank der von ihm gepamperten Oligarchen ist dieses Vermögen auch sonst ein handfestes.



    "Oh Tor, im Unglück ist Trotz nicht förderlich!" (Sophokles: Ödipus auf Kolonos)

  • Das "Vermögen", das er genießt, ist die Macht, und dank der von ihm gepamperten Oligarchen ist dieses Vermögen auch sonst ein handfestes.

    Macht ist ziemlich unbequem, wenn man selbst ohne Personenschutz nicht auf Toilette gehen oder sonstige diskreten Dinge tun kann. Wenn ich Milliardär wäre, würde ich alles Andere tun, aber keinen exponierten politischen Posten ausüben, wo man immer Feinde hat und selbst die Parteifreunde sich zu Erzfeinden entwickeln.

  • Putin macht nun Nägeln mit Köpfen und sichert sich seinen Job bis 2036. Dann ist der so um die Mitte 80, glaube ich.

    Ich halte es für am wahrscheinlichsten, dass Putin seinen Job für so eine Art Berufung hält. Anders kann ich mir nicht erklären, wie man sich bis ins hohe Alter so etwas antut. Geld und Macht hat er auch so zur Genüge.

  • Aber er weiß nicht, was dann kommt, vielleicht kommt ein Umsturz, bei dem er "seine Identität verliert" und seine Unangreifbarkeit sowieso. Man könnt sich seiner erinnern - "Das ist doch der, der im Ausland Giftmörder beauftragte" und es könnte, verreck´, sogar zu Prozessen kommen.

    Nein nein, der will bis zu seinem letzten Schnaufer auf der sicheren Seite sein. wie alle Potentaten.



    "Oh Tor, im Unglück ist Trotz nicht förderlich!" (Sophokles: Ödipus auf Kolonos)

  • Aber er weiß nicht, was dann kommt, vielleicht kommt ein Umsturz, bei dem er "seine Identität verliert" und seine Unangreifbarkeit sowieso. Man könnt sich seiner erinnern - "Das ist doch der, der im Ausland Giftmörder beauftragte" und es könnte, verreck´, sogar zu Prozessen kommen....

    Nicht das ich ähnliches über Putin nicht denken würde... aber das mit den Auslandsmorden... das ist ja so ein einziger Giftmord absolut Oldschool und halt typisch Ostblock alte Schule.


    Natürlich wird Ihn das nicht den Schlaf rauben. Genauso wie die im Oval Office. Ist halt aber auch echt unangenehm wenn es bei uns vor der Haustür passiert. Weil die Drohnenmorde die andere Mörder loslassen und ja vollgewiss immer die Richtigen treffen, die sind ja sonst immer so schön weit weg.


    Na, hoffentlich lässt der das Botox demnächst weg. Ist ja noch furchtbarer als die Bräungscreme.

  • Du hast recht, es war nur ein Giftmord, von dem wir wissen, der zweite war nur der Versuch dazu, denn Vater und Tochter haben überlebt.



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  • Du hast recht, es war nur ein Giftmord, von dem wir wissen, der zweite war nur der Versuch dazu, denn Vater und Tochter haben überlebt.

    Erstens ist nichts beweiskräftig nachzuweisen, inwiefern Putin eine Verantwortung für den Giftmord trägt und zweitens ist es wieder mal eine Beurteilung nach unterschiedlichen Maßstäben. Ein Begin bekommt als nachgewiesener Terrorist den Friedensnobelpreis, ein Obama trotz mehr Drohnenmorden als Bush bekommt ihn sogar, bevor er keinerlei Leistung für den Frieden erbracht hat. Ein Netanyahu kann in Gaza und im Westjordanland wahllos Morden lassen, er wird mit Rotem Teppich empfangen und bekommt aus Deutschland sogar die Waffen, darunter atomwaffentragfähige modernste U-Boote.

    Alles regt hier niemand auf. Aber wenn es um Putin geht, der die legitimen Interessen Russlands verteidigt, sich gegen Infiltration erwehren muss, da geht der Zug ab! Die Bösen sitzen eben im Osten! Nur wir sind die Guten und dürfen ein Vielfaches für Rüstung ausgeben als Russland und China zusammen.

  • Der gute Putin. Ein Herz von einem Menschen. Ich kann dieses einseitige Geschwafel nicht mehr hören. Richtung Osten immer relativieren, Richtung Westen immer verdammen.

    Die Bösen sitzen im Osten und im Westen und im Süden und im Norden und ob jetzt der eine mehr böse ist als der andere, interessiert mich nicht. Verbrecher ist Verbrecher.

  • Der gute Putin. Ein Herz von einem Menschen. Ich kann dieses einseitige Geschwafel ........................

    Es gibt keinen guten Putin. Er handelt als Machtmensch, der die Interessen Russlands vertritt, wie es andere Regierende auch tun. Und einseitig ist das Geschwafel der die westliche Politik Relativierenden. Wenn Trump von "America First" tönt, gibt es eventuell milde Kritik, jedoch kaum, wenn er unseren Politikern gegenübersteht. Da wird devot reagiert. Und wenn echte Schreibtischtäter und Massenmörder empfangen werden, spielt man das böse Spiel auch mit, obwohl sie alle längst einen Platz vor dem IStGH in Den Haag auf der Anklagebank zumindest verdient hätten.