Russland II

  • Das Ende des Julius Cäsar wartet an jeder Ecke- aus dem Katechismus des kleinen Diktators. Am Ende hilft nur Koffer packen und der Besuch bei einem brasilianischen Schöheitschirugen, oder die Dosis erhöhen, um das Ende herauszuzögern und im eigenen Bett die Augen für immer zu schließen.

    Was soll man an Putin noch mittels Schönheitschirugie erreichen, der ist zu alt, das Ergebnis wäre negativ. Und Cäsar war zwar keine Ausnahme, aber für die meisten Diktatoren und Despoten, Generale und sonstige gilt, dass sie im hohen Alter im Bett sterben.

  • Russland ist keine Demokratie, und wird dies auch in 20 Jahren noch nicht sein.

    Das hat mit der Vielfalt der Völker auf einem Gebiet mit sieben(?) Zeitzonen zu tun.

    Gretchenfrage: kann so ein Riesenreich überhaupt "nichtdiktatorisch" regiert werden??

    Kopp hoch und wenn der Hals ooch dreckig ist!

  • Gretchenfrage: kann so ein Riesenreich überhaupt "nichtdiktatorisch" regiert werden??

    Eindeutig "JA", nur muss man über etwa zwei Jahrzehnte, eventuell eine Generation bildungsseitig und ideologisch dafür die Voraussetzungen schaffen, damit eine echte Demokratie bewusstseinsseitig funktionieren kann. Und der Staat darf während dieser Zeit kein Machtvakuum zulassen, das reaktionären Kräften erlaubt, die Ethnien und religiösen Gruppierungen gegeneinander in Stellung zu bringen, den Gleichheitsgrundsatz aller Menschen vor dem Recht zu unterlaufen.

  • Die ideologische Voraussetzungkann wieder insAuge gehen. Im Übrigen glaube ich nicht an eine Umformung des Menschen so, dass er ein echter Demokrat wird. Der Mensch als solcher versucht immer, Vorteile für sich herauszuschlagen, seine Natur ist über kurze Zeiträume - fünf bis sechs Jahrtausend - nicht zu ändern.



    "Oh Tor, im Unglück ist Trotz nicht förderlich!" (Sophokles: Ödipus auf Kolonos)

  • Die ideologische Voraussetzungkann wieder insAuge gehen. Im Übrigen glaube ich nicht an eine Umformung des Menschen so, dass er ein echter Demokrat wird. ..............................

    Der Mensch ändert sich ständig mit den Veränderungen in der Gesellschaft und der Umwelt, sonst würdest Du nicht beklagen, dass sich schon nach rund 45 Jahren solche gravierenden Auffassungen heraus bilden, die dazu führen, dass die Deutschen in Ost und West die Realität derart unterschiedlich reflektieren. Gorbatschow hatte schon Recht, Demokratie einzuführen, nur hat er unterschätzt, wie sehr eben in der UdSSR über eintausend Jahre absolute Despotie nachwirkten. Es dauert eben unter optimalen gesellschaftlichen Verhältnissen mindestens eine, eventuell mehrere Generationen.

  • Gretchenfrage: kann so ein Riesenreich überhaupt "nichtdiktatorisch" regiert werden??

    Da sie eine Föderation sind würde ich mit ja antworten.


    Aber das ist nicht das Problem, denke ich. Vor kuzem kam eine gute Doku über Russland und ihr Gang durch die Geschichte. Es ist weniger die tausendjährige Diktatur als vielmehr die Unenschlossenheit wohin sie "gehören" (kulturell). Da haben sie ähnliche Probleme wie die Engländer, die ebenfalls an ihrer "Einzigartigkeit" und Grandiosität festhalten und einen besonderen Weg gehen wollen/müssen. Obwohl der kulturelle Austausch (Peter I., Katharina, und fast alle Zarenbräute waren deutsch) nicht gering war blieb doch immer eine gewisse Distanz. Die Kriege können es nicht gewesen sein, denn die gehörten in Europa zur Normalität.

    Es muss also tiefergehend sein und du wirst erst freier, wenn du von dieser einsamer Wolf Mentalität wegkommst.