"Prepper" - Spinner oder Gefahr für die Gesellschaft?

  • Für den normalen Katastrophenfall haben wir ein Notstronaggregat, damit ist die Stromversorgung erst mal gesichert, Heizung und Elektroherd sowie Radio/TV laufen. Ein paar Transistorradios auf Batterie haben wir auch. Essensvorräte reichen mindestens für 14 Tage und zum See sind es wenige hundert Meter, der hat fast Trinkwasserqualität, so dass abgekocht auch die Wasserversorgung klappt. Die Autos sind auch immer vollgetankt und fahrbereit. Bei einem Krieg, einer Revolution ist sowieso nichts zu machen. Ein nuklearer Krieg würde bedeuten, dass das Überleben sowieso sich nicht lohnt. Somit hat sich das Preppertum voll erledigt.

  • Buddy, ich bin eben ein Weichei, deshalb mag ich Dir für diesen animierten Mst auch kein Danki geben.

    Aber Weicheier sind oft gerissene Durchschlängler und Wegducker :sofa: bis wieder Ruhe ist. Höchstens halten wir uns solche :gunman:

  • ... mag ich Dir für diesen animierten Mst auch kein Danki geben.

    ...

    Das ist kein animierter Mist sondern "Left for Dead" Du ahnungsloses Weichei. :biggrin: "The Survivors escaped" ist da ein running gag beziehungsweise das erwünschte Ende jeder Episode im Spiel. Nur damit Du meine Assosation dazu verstehst. Ich hatte nicht daran gedacht, dass es Weicheier geben könnte, die Left 4 Dead nie gespielt haben. 8o


    P.S. Ein Danki ist dafür natürlich nicht nötig. ;)

  • […] Bei den Prepper-Spinnern ist die Sache etwas anders, in der FAZ ist das ganz gut beschrieben, denn die Preppers bereiten sich darauf vor, Überlebende im Gegensatz zu anderen zu sein. […]

    Soweit ich weiß, ist es beispielsweise schon bei unseren Nachbar hinter der Schweizer Staatsgrenze Vorschrift, als Eigenheimbesitzer einem atomsicheren Schutzraum mit Nahrungsvorräten im Keller anzulegen - das ist die eidgenössische Variante der Prepperei - schließlich kann man nie wissen, was die Zukunft so bringen wird. Und Survivaltrainings sind doch seit Beginn der Rambo-Filmreihe (erinnern wir uns: Das war die Zeit der Präsidentschaft Ronald Reagans) und der Diavorträge Rüdiger Nehbergs auch hierzulande überaus populär.


    In den USA - dort existiert weiterhin, historisch bedingt, jene uns so befremdende Mentalität der Heimverteidigung - und hat sich in der Nachbarschaft erst herumgesprochen, dass bei Ausfall der öffentlichen Versorgung in den Häusern einer oder zweier Nachbarn bereitliegt, was man zum Leben so braucht, dann werden diese sich der Belagerung durch Plünderer erwehren müssen.

  • Soweit ich weiß, ist es beispielsweise schon bei unseren Nachbar hinter der Schweizer Staatsgrenze Vorschrift, als Eigenheimbesitzer einem atomsicheren Schutzraum mit Nahrungsvorräten im Keller anzulegen - das ist die eidgenössische Variante der Prepperei - schließlich kann man nie wissen, was die Zukunft so bringen wird. Und Survivaltrainings sind doch seit Beginn der Rambo-Filmreihe (erinnern wir uns: Das war die Zeit der Präsidentschaft Ronald Reagans) und der Diavorträge Rüdiger Nehbergs auch hierzulande überaus populär.


    In den USA - dort existiert weiterhin, historisch bedingt, jene uns so befremdende Mentalität der Heimverteidigung - und hat sich in der Nachbarschaft erst herumgesprochen, dass bei Ausfall der öffentlichen Versorgung in den Häusern einer oder zweier Nachbarn bereitliegt, was man zum Leben so braucht, dann werden diese sich der Belagerung durch Plünderer erwehren müssen.

    Dass das Überleben in einem Endzeit- oder Katastrophenszenario Menschen animiert sich damit zu beschäftigen, finde ich nicht abwegig. Es gibt übrigens auch Prepper, die sich andere Strategien als das Einigeln und Verteidigen der eigenen Vorräte verfolgen. Ich habe mal eine Sendung dazu gesehen und da war zum Beispiel eine junge Frau, die mitten in der Stadt eine kleine Mietwohnung hatte, also gar nicht die Möglichkeit besaß Vorräte zu horten und sich zu verteidigen. Sie bereitete sich trotzdem vor, indem sie sich einfach vorstellte, wie sie aus der Stadt zu Fuß entkommen könnte wenn alles zusammenbricht. Der Verkehr, das Stromnetz, die Hausversorgung. Es herrscht also Chaos auf den Straßen und eine junge Frau will es allein zum Stadtrand schaffen und in den Wäldern oder Feldern verschwinden. Wieso sollte man sich nicht damit beschäftigen dürfen, was man mindestens mitnehmen muss, welche Wege man am besten läuft und welche Zeit es braucht das Problem zu lösen und das dann auch noch selbst mit Rucksack und minimaler Bewaffnung versehen ausprobieren ? Ich kann mir sinnlosere Beschäftigungen vorstellen.

  • […] Es herrscht also Chaos auf den Straßen und eine junge Frau will es allein zum Stadtrand schaffen und in den Wäldern oder Feldern verschwinden. […]

    Im Falle eines derartigen Notstandes dürfte des "Entkommen" schwieriger werden, denn zuerst würde wohl ein Ausgangsverbot verhängt werden… und innerstädtische Mietwohnungen verfügen eher selten über unterirdische Geheimgänge bis in den nächsten Wald, so romantisch derartige Vorstellungen auch sein mögen.

  • Ich habe mal eine Sendung dazu gesehen und da war zum Beispiel eine junge Frau, die mitten in der Stadt eine kleine Mietwohnung hatte, also gar nicht die Möglichkeit besaß Vorräte zu horten und sich zu verteidigen. Sie bereitete sich trotzdem vor, indem sie sich einfach vorstellte, wie sie aus der Stadt zu Fuß entkommen könnte wenn....

    Lol... Das erinnt mich an was. Als ich in Indonesien gearbeitet habe teilte ich mir das Haus mit einem Arbeitskollegen, einem Dänen.


    Ich mache jetzt keine Exkurs über die Deutsch-Dänischen Unterscheide, nur soviel: Er zeigte mir ein ziemlich gefüllten Schnellhefter, erhalten von der dänischen Botschaft. Immer wieder aktualisiert. Darin war alles mögliche drin an Verhaltenstips im Falle von Notfällen, Erdbeben, Putsch etc.

    Telefonkette und wie man sich erreicht, wie man bei solchen Fällen mit Hilfe der anderen Dänen zum Flughafen gelangt etc.

    Von den monatlichen, zwanglosen Treffen/Einladungen in die dän. Botschaft gar nicht erst gesprochen.


    Ich war baff. Klar, als ich dann mal irgendwann bei der dt. Botschaft vorstellig war, sprach ich das Thema an. Natürlich kam darauf nur ein abfälliges, arrogantes " Sie haben wohl nie etwas von Datenschutz gehört" und "Was die Dänen machen interessiert uns nicht" etc. pp.

    "Sie sind hier auf sich gestellt...." Also, typisches, deutsches Beamtentum bei den nur der Schweiß in die Ritze lief wenn sich Besuch aus Berlin angesagt hat...


    Ab da an war ich fast nur noch in der dän. Community unterwegs, sofern die Geschäfte (leider) nicht das Gegenteil erforderten....

  • Ich will mich gar nicht all zu sehr über diese Szene auslassen. Aber habt ihr eigentlich schon mal drüber nachgedacht, was es bringen soll, wenn man erst ein paar Monate nach den ersten Opfern stirbt? Egal wie voll der Hobbybunker ist und egal wieviel Waffen man hat, man zögert nur das unvermeidbare hinaus. Mehr nicht.


    Und ja, diese Hardcore-Prepper haben alle einen tierischen an der Waffel! :)



    mfg

    Wer in Grenzen denkt, denkt begrenzt.

  • ...habt ihr eigentlich schon mal drüber nachgedacht, was es bringen soll, wenn man erst ein paar Monate nach den ersten Opfern stirbt? Egal wie voll der Hobbybunker ist und egal wieviel Waffen man hat, man zögert nur das unvermeidbare hinaus. Mehr nicht.

    ...

    Was für ein schicksalergebenes, kleinmütiges Versagen vor den Herausforderungen der Apokalypse. :kopfkratz2: Kein Wunder wenn es dann nur in den USA Überlebende gibt, bei dem Prepperpotential. Die haben wenigstens immer eine Chance und geben niemals auf. Keiner wird zurückgelassen ! :gunman:


    Und wieso soll nach ein paar Monaten dann endgültig alles aus sein ? Das trifft höchstens bei einem Atomschlag zu. Was wäre, wenn ein Virus den größten Teil der Menschheit auslöscht ? Oder die Globale Erwärmung 50% der bewohnbaren Fläche der Erde in Wüste verwandelt. Oder es rollt einfach nur ein konventioneller Krieg über uns hinweg. Dann gilt es die kommenden Verteilungskämpfe zu überleben und sich nicht dem Fatalismus hinzugeben. :opa: