"Prepper" - Spinner oder Gefahr für die Gesellschaft?

  • .... Braucht man im Falle des Falles Waffen im Sinne des deutschen Waffengesetzes? In einem denkbaren Szenario? Irgendwie ja. Das künftig noch erlaubte 6 cm- Messerchen (Entwurf 3. Waffenrechtsänderungsgesetz und heutige Forderungen) wird für notwendige Handlungen wohl eher suboptimal sein. ....

    Dazu muss ich sagen, dass ich das Argument nicht verstehe. Wenn eine derartig katastrophale Situation eintritt, habe ich genügend Gegenstände/Werkzeuge in meiner Wohnung, die hilfreich sind. Das fängt mit zwei kleinen Handbeilen, einer richtigen Axt und zwei Macheten an - ich möchte den sehen, der mir da mit einem Jagdmesser gegenüber tritt. Ganz zu schweigen von den vorhandenen Küchen Metzgermessern - hatte ich erwähnt, dass ich aus einer Familie stamme, die über knapp 150 Jahre eine Dorfmetzgerei betrieb?.

    Religion wird von den einfachen Leuten als wahr, von den Weisen als falsch und von den Herrschern als nützlich angesehen.

    Lucius Annaeus Seneca

  • Und wieso soll nach ein paar Monaten dann endgültig alles aus sein ? Das trifft höchstens bei einem Atomschlag zu. Was wäre, wenn ein Virus den größten Teil der Menschheit auslöscht ?

    Ok..Medizinstudium abgeschlossen ?


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    Check.




    Oder die Globale Erwärmung 50% der bewohnbaren Fläche der Erde in Wüste verwandelt.

    Hä ? Dier Meeresspiegel wird immens steigen, also Bootsbau in eigener Garage angefangen ?


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    Check.

    Oder es rollt einfach nur ein konventioneller Krieg über uns hinweg.

    Alle weiteren Familienangehörige auf sowas vorbereitet ?



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    Check.

  • Im Falle eines derartigen Notstandes dürfte des "Entkommen" schwieriger werden, denn zuerst würde wohl ein Ausgangsverbot verhängt werden… und innerstädtische Mietwohnungen verfügen eher selten über unterirdische Geheimgänge bis in den nächsten Wald, so romantisch derartige Vorstellungen auch sein mögen.

    Was will denn die Dame dann im Wald? Die wenigsten Menschen bei uns können im Wald überleben, ihnen fehlt das Wissen, die Überlebenstechniken sind unbekannt und bei einem Krieg ist auch der Wald nicht sicher.

  • #42 : Wenn ein Virus den größten Teil der Menschheit auslöscht, bleiben immernoch genügend über, die dann nach Beerdigung der Toten völlig neu anfangen können. Alle materiellen Dinge bleiben erhalten, die Überlebenden werden umfassende Möglichkeiten bekommen. Allerdings ist es unwahrscheinlich, dass eine Virusepidemie nicht rechtzeitig eingedämmt werden kann und Milliarden Menschen vernichtet. Es sei denn, es ist ein biologischer Angriff mit gewollten Zielen.

  • Was will denn die Dame dann im Wald? […]

    Vielleicht Pilze suchen… im Katastrophenfalle (außer bei Waldbrand natürlich) dürfte jedenfalls die sicher aus mittelalterlichen Zeiten stammende Lebensweisheit "Im Wald, da sind die Räuber" außer Kraft gesetzt sein, weil die zu beraubende Zielgruppe sich dann dann wohl daheim einigelt…

  • Was will denn die Dame dann im Wald? Die wenigsten Menschen bei uns können im Wald überleben, ...

    Ich glaube da hat von mir noch was gefehlt. Sie hatte im Wald irgendwo ein unangemeldetes, aber funktionstüchtiges Fahrzeug auf einem Privatgrundstück stehen. Vielleicht war es auch eher Feld als Wald. Bei ihrer Vorbereitung ging es ihr hauptsächlich darum, sich aus einer kollabierenden Großstadt vom Zentrum an die Peripherie vorzuarbeiten und von dort dann weiter in ein sichereres Gebiet vorzustoßen. Wo immer sie dieses dann vermutete.

  • Dazu muss ich sagen, dass ich das Argument nicht verstehe. Wenn eine derartig katastrophale Situation eintritt, habe ich genügend Gegenstände/Werkzeuge in meiner Wohnung, die hilfreich sind. Das fängt mit zwei kleinen Handbeilen, einer richtigen Axt und zwei Macheten an - ich möchte den sehen, der mir da mit einem Jagdmesser gegenüber tritt. Ganz zu schweigen von den vorhandenen Küchen Metzgermessern - hatte ich erwähnt, dass ich aus einer Familie stamme, die über knapp 150 Jahre eine Dorfmetzgerei betrieb?.

    Dann müsstest Du auch über die Fähigkeit verfügen, ein Schwein zu schlachten... Alle Achtung!

  • Dann müsstest Du auch über die Fähigkeit verfügen, ein Schwein zu schlachten... Alle Achtung!

    Traue ich mir auch zu. Das Töten würde Überwindung kosten, der Rest ist sicher zu bewältigen und mir auch nicht völlig unbekannt. Je nach Lage würde das schon gehen.

    Im Falle kollabierender Versorgungslage in dichtbesiedelten Gebieten wird die Peripherie sicher erst recht in den Heimverteidigungsmodus wechseln…

    Ja, aber in der Großstadt würdest Du ja gar nicht mehr wissen wo dir der Kopf steht und völlig auf Dich selbst gestellt könntest Du auch kaum nennenswerte Vorräte plündern. Du könntest sie bei zusammenbrechendem Verkehr auch nicht transportieren, weil die Straßen verstopft wären und dich praktisch aus jeder Ecke ein weiterer Plünderer anspringen kann. Zusätzlich würde ohne Strom die Wasserversorgung ausfallen. Du könntest Dich in Deiner Wohnung weder waschen, noch kochen, noch nichteinmal aufs Klo gehen. Also was sollte Dich da halten ? Jede Stunde die Du dort verbringst, ist eine verlorene Stunde, Da ist es doch vernünftiger in die Peripherie auszuweichen und zu hoffen auf ein besitzendes Weichei zu treffen, welches nicht so gut verteidigt, oder ? 8) :uglytwink: Eine andere Alternative wäre sicher dich einer marodierenden Bande anzuschließen und von den Schrecken zu profitieren die diese verbreitet. Das ist für eine junge Frau aber wohl eher keine gute Option. :twd: :uglybreak:

  • Dann müsstest Du auch über die Fähigkeit verfügen, ein Schwein zu schlachten... Alle Achtung!

    No problem. Ich weiß auch sehr gut, wo man beim Rind mit dem Vorschlaghammer hinzielt damit es umfällt ....

    Religion wird von den einfachen Leuten als wahr, von den Weisen als falsch und von den Herrschern als nützlich angesehen.

    Lucius Annaeus Seneca

  • […] hatte ich erwähnt, dass ich aus einer Familie stamme, die über knapp 150 Jahre eine Dorfmetzgerei betrieb?.

    Nicht wörtlich, aber der Grundtenor Deiner Aussagen ließ auf solch einen Hintergrund schließen… (War nicht auch Franz Josef Strauß in einer Metzgerfamilie aufgewachsen?) - Aber Küchenmesser sind schon faszinierend… wäre bloß nicht ihre Herstellung so zeitaufwendig! - in der nannyfizierten Gesellschaft sind Küchenmesser und/oder Präparation auf eventuelle Vorkommnisse jedoch unvorstellbar bis tabuisiert.

  • […] Jede Stunde die Du dort verbringst, ist eine verlorene Stunde, […]

    Weswegen solle eine anderswo verbrachte Stunde weniger verloren sein? Jede verlebte Stunde verringert die verbleibende Lebensdauer - eigentlich müsste man folglich doch erstreben, sich redlich zu langweilen, damit einem die Stunden quälend langsam zu verstreichen scheinen, wenn man ein langes Leben zu bevorzugt… auch die "Prepper"-Szene strebt doch ein ganz anderes Lebensideal an, als etwa James Dean

  • Die schlimmste Bedrohung bei einem solchen Szenario sind immernoch die Menschen selbst. Da brauch ich mir nur anschauen, wie unsere "Jäger und Sammler" sich fast zu Tode prügeln und treten, wenn der Black Friday mal wieder ausgerufen wird.


    ....aber ehrlich, das ist mir eh zu dumm, dieses Thema. Ihr dürft euch gern alleine drübber auslassen. ;)


    Ich genieße mein Leben heute und mach mir keine völlig überflüssigen Gedanken über ein "eventuell" oder "möglicherweise" ....wenn das kommen sollte, dann werde ich genauso spontan reagieren, wie ich es immer mache. Ich weiß, dass ich im Wald überleben werde. Ich weiß, wie man über die Runden kommt. Und improvisieren hab ich von Berufswegen schon gelernt.



    Also euch viel Spaß noch. Lästert bitte richtig schön ab, denn lesen werd ich hier ab und an nochmal und dann will ich unterhalten werden. Klar soweit? ;)


    mfg :)

    Wer in Grenzen denkt, denkt begrenzt.

  • Aber Küchenmesser sind schon faszinierend… wäre bloß nicht ihre Herstellung so zeitaufwendig! - in der nannyfizierten Gesellschaft sind Küchenmesser und/oder Präparation auf eventuelle Vorkommnisse jedoch unvorstellbar bis tabuisiert.

    Ja, die höherpreisigen Küchenmesser sind meist sehr schick. Sie haben nur einen Nachteil: Es sind Küchenmesser. Gebaut und optimiert, um eine Aufgabe in der Küche bestmöglich zu lösen. Weshalb der arrangierte / gutverdienende Koch die meist im Set erwirbt und sie hütet wie ein Heiligtum. Mein Sohn beispielsweise :grins: Und genau deshalb nutzen sie draußen wenig bis gar nichts. Sie können nur jeweils eine Aufgabe erledigen. Das ist aber nicht, was benötigt wird. Du brauchst ein Messer, mit dem Wild zerwirkt werden kann, mit dem man Holz spalten oder das man notfalls als Hammer benutzen kann. Womit man sich bei denkbaren Anwendungsfällen nicht verletzt. Was einschließt, dass man es auch sicher transportieren kann, was also eine Scheide hat. Was man auch wiederfindet, falls es mal auf den Waldboden gefallen ist oder man es dort abgelegt hat. Genau dafür gibt es Outdoormesser und die sind was anderes als Rambomesser für Arme. Braucht man die unbedingt? Nöö! Aber sie sind halt sehr hilfreich, weil genau für solche Uni- Anwendungen gebaut.

  • Ja, die höherpreisigen Küchenmesser sind meist sehr schick. Sie haben nur einen Nachteil: Es sind Küchenmesser. .....

    Tja, Dieter - ich hab von meinem Opa immer noch das komplette Set an handgeschmiedeten Metzgermessern der Fa. Friedrich Dick, inkl. Spalter und Knochensäge, und glaub mir - das reicht für jede Aufgabe, inkl. Holz hacken. Ich würde gern ein Foto reinstellen, aber dafür packe ich die jetzt nicht extra aus.


    Das Schöne an den Dingern ist halt, selbst wenn man aus welchen unerfindlichen Gründen auch immer meine Wohnung durchsucht (Irrtümer in Bezug auf die zu durchsuchende Wohnung kommen ja anscheinend in letzter Zeit des öfteren vor) - das sind keine Waffen. Genauso wenig wie die Macheten oder die Beile und die Spaltaxt, so lange ich sie nicht im Gürtel in der Fußgängerzone mit mir herumtrage. Was ich übrigens mit dem Leatherman immer noch problemlos machen kann, selbst nach der Neuregelung (5,9cm Klinge) - und der ist weit nützlicher als ein Jagdmesser..

    Religion wird von den einfachen Leuten als wahr, von den Weisen als falsch und von den Herrschern als nützlich angesehen.

    Lucius Annaeus Seneca