Wer Verstand hat, kauft Kryptowährungen. :)

  • […] Abgesehen davon ist auch (bzw. insbesondere) dein nichtvirtuelles Geld verloren, wenn dein Geldbeutel in den Fluss fällt ...

    Viel schlimmer ist doch, wenn wegen dieser Kryptowährungen irgendwann die regulären Landeswährungen und die trockengelegten Banken den Bach runtergehen - welch hübsches sprachliches Paradoxon…

  • Viel schlimmer ist doch, wenn wegen dieser Kryptowährungen irgendwann die regulären Landeswährungen und die trockengelegten Banken den Bach runtergehen - welch hübsches sprachliches Paradoxon…

    das wird wohl nicht passieren, denn bankgeschäfte sind eine wichtige einahmequelle. dem nicht-computeraffinen user dürften bitcoins wohl auch ziemlich suspekt sein. daher wird es weiterhin ein schattendasein führen.

  • Nur aus dem Bauch heraus:

    Mir ist das aktuelle Geldsystem eigentlich viel suspekter. Was mich am Minen der Kryptogelder stört, ist der enorme Energieverbrauch. Aber da werden auch gerade Wege gesucht und gefunden. Ansonsten ist jede Transaktion sicherer nachzuhalten, weil dauerhaft keine versteckt werden kann. Deshalb meine ich, ist eine Geldwäscherei schwieriger als bei unserem gängigen System. Außerdem man kauft sich nicht anonym ein und geht auch nicht anonym heraus, wenn ich das richtig verstehe. Der u. a. Link ist allerdings bereits aus dem Jahr 2014, aber für einen groben Überblick evtl. noch gültig.

    https://bitcoinblog.de/2014/06…ldwasche-keine-gute-idee/


    Facebook eröffnet jetzt das Zwischending beider Systeme und muss, wenn es nur einen Hauch einer Chance auf Erfolg haben will, alles dafür tun, dass die Benutzer Vertrauen haben. Das ist die Grundlage überhaupt.


    Frdl. Grüße

    Christiane

  • einziger nachteil ist eben, dass es für schwarzgeld-transfers benutzt werden kann, weil die bullerei keinen zugriff auf das system hat. gangster und ähnliche drogendealer und waffenschieber werden sich freuen.

    Was das Geldwäsche betrifft, sollte man sich folgende Studien zu Gemüte führen:


    - Studie


    - Studie


    - Finanzbhörde Hongkong


    Ich frage mich immer, weshalb diejenigen, die bei Bitcoin immer "Geldwäsche!" rufen, meist dennoch am Bargeld festhalten wollen (ja, ich will das auch, aber ich rufe eben auch nicht immer "Geldwäsche!").

    wer tauscht denn bitcoins in echte dollars um, mit denen man im einkaufsladen bezahlt? oder gibt es das nicht?

    Es gibt verschiedene Gründe dafür, Bitcoins in Dollar umzutauschen, z. B. könnte ein Investor einen Teil seines Bitcoin-Gewinns umschichten, um dem Risiko wieder fallender Kurse vorzubeugen. Klar, könnte man sie auch einfach umtauschen, um sie zwecks Begleichung allfälliger Alltagskosten zu nutzen. Man könnte für viele dieser Zwecke aber auch Krypto-Debit-Karten, verwenden, wie - beispielsweise - diese hier.

    Das Bitcoins in andere Kryptowährungen, Dollar oder Euro umzutauschen, funktioniert sehr einfach auf Börsen wie z. B. Binance.

  • Viel schlimmer ist doch, wenn wegen dieser Kryptowährungen irgendwann die regulären Landeswährungen und die trockengelegten Banken den Bach runtergehen - welch hübsches sprachliches Paradoxon…

    Darüber, ob das schlimm wäre, könnte man diskutieren ...

    So manches südamerikanische Land wäre beispielsweise gut mit einer Krypto- als Staatswährung bedient. Argentinien oder Venezuela wären solche Kandidaten.

  • dem nicht-computeraffinen user dürften bitcoins wohl auch ziemlich suspekt sein. daher wird es weiterhin ein schattendasein führen.

    Ja, Deutschland ist in solchen Dingen immer recht langsam und wird noch ein wenig Zeit benötigen ... In China z. B. zahlt bereits jetzt fast jeder per Handy ... Die Asiaten sind mehr als 'computeraffin' genug, um sich von der Nutzung von Kryptowährungen nicht abschrecken zu lassen.

  • Was mich am Minen der Kryptogelder stört, ist der enorme Energieverbrauch. Aber da werden auch gerade Wege gesucht und gefunden.

    Der Stromverbrauch des Bitcoins ist nicht von der Hand zu weisen, dennoch sollte man auch Artikel wie diesen gelesen haben ...


    Andere Kryptowährungen wie - beispielsweise - der STEEM, der of "Proof of Brain" statt "Proof of Work" basiert, verbrauchen weitaus weniger Strom.

    Ansonsten ist jede Transaktion sicherer nachzuhalten, weil dauerhaft keine versteckt werden kann. Deshalb meine ich, ist eine Geldwäscherei schwieriger als bei unserem gängigen System.

    Ja, sobald die zuständigen Behörden sich tiefer in die Materie eingearbeitet haben, wird es, zumindest mittels konventioneller Bitcoins, sogar deutlich schwieriger sein, Geld zu waschen als mit Dollar oder Euro.

    Außerdem man kauft sich nicht anonym ein und geht auch nicht anonym heraus, wenn ich das richtig verstehe.

    Bitcoin-Transaktionen sind pseudonym, nicht anonym ... :)

    Facebook eröffnet jetzt das Zwischending beider Systeme und muss, wenn es nur einen Hauch einer Chance auf Erfolg haben will, alles dafür tun, dass die Benutzer Vertrauen haben. Das ist die Grundlage überhaupt.

    Das ist einer der wenigen Fälle, wo ich Facebook viel Erfolg wünsche (natürlich nur so viel davon, dass die Leuten merken wie praktisch Kryptowährungen sind, um dann alle zu Steemit überzulaufen ;) ).

  • Der Stromverbrauch des Bitcoins ist nicht von der Hand zu weisen, dennoch sollte man auch Artikel wie diesen gelesen haben ...

    Naja, ein bisschen Sand in die Augen gestreut ist das schon ...


    Zitat
    Nicht die Energiemenge sei entscheidend, sondern, wie der Strom gewonnen werde.

    Das ist ja nun eine Binsenweisheit und gilt überall und jederzeit; aber man muss wohl Forscher(in) sein, um darauf zu kommen. ;)


    Was allerdings weniger bekannt ist: Der Stromverbrauch hängt nicht von der Anzahl der Transaktionen ab. Allerdings: "Bei maximal 4000 Transaktionen alle zehn Minuten sind nicht mehr als rund 210 Millionen Transaktionen pro Jahr möglich." (c't) Zum Vergleich: Bei der Postbank sind es 7,6 Milliarden Transaktionen (Zahl von 2012). Damit relativiert sich auch der Einwand in dem Artikel, die Rechenzentren traditioneller Banken verbrauchten über 100 TWh pro Jahr, während Bitcoin auf 30 TWh Energiebedarf pro Jahr komme.


    Mehr dazu hier:


    So richtig falsch - Warum eine vielzitierte Klima-Studie zu Bitcoin falsch liegt

  • Naja, ein bisschen Sand in die Augen gestreut ist das schon ...

    Bei so viel gestreuter Panik, kann zur Abwechslung ein wenig Sand sehr wohltuend wirken. :)

    Das ist ja nun eine Binsenweisheit und gilt überall und jederzeit; aber man muss wohl Forscher(in) sein, um darauf zu kommen. ;)

    Nö, das ist schon wichtig, denn wenn jemand mittels regenerativer Energiequellen Strom erzeugt, und die Produktion tages- und jahreszeitlich stark schwankt, dann wird zu Spitzenzeiten mehr Strom erzeugt als benötigt wird, und wer den dann zwecks Bitcoinmining nutzt, verschwendet überhaupt keinen Strom. Dasselbe gilt für Leute, die sich irgendwo ein Windrad hinstellen um mit dem dadurch erzeugten Strom Kryptowährungen zu minen. Es gibt da z. B. so ein ZCash-Projekt, bin jetzt aber zu faul zu suchen, ob's dazu Links gibt - ist schon spät (und es ist auch bei Weitem nicht das einzige).

    Der Stromverbrauch hängt nicht von der Anzahl der Transaktionen ab. Allerdings: "Bei maximal 4000 Transaktionen alle zehn Minuten sind nicht mehr als rund 210 Millionen Transaktionen pro Jahr möglich."

    Das wird sich mit Etablierung des Lighning-Netzwerks selbstverständlich ändern (und tut es bereits). Da es anfänglich viel weniger Transaktionen gab, rückte das Problem der Skalierbarkeit erst in jüngster Zeit in den Fokus des Interesses und der Entwickler.

    Gib doch der noch jungen Technologie mal ein klein wenig Zeit, ihre Überlegenheit nach und nach erst so richtig zur Entfaltung zu bringen! ;)


    Und wie gesagt, nimm den STEEM, und dir stehen absolut gebührenfreie, superschnelle Transaktionen zur Verfügung, deren Bestätigung im Schnitt keine drei Sekunden benötigt.

  • wir können ja schon mittels bits und bytes materie verändern, siehe 3d-drucker. der nächste schritt wären echte replikatoren, also aus daten atomare strukturen generieren. ...................

    Materie ist und bleibt Materie! Sie hat verschiedene Erscheinungsformen, dazu gehören auch die bits und bytes in Form von gespeicherten Energiezuständen. Mittels Daten und Algorithmen lässt sich vieles steuern, das menschliche Denken lässt sich nicht ersetzen, moralisch-ethische Kategorien dürften in der KI auch nicht abbildbar sein.

  • Viel schlimmer ist doch, wenn wegen dieser Kryptowährungen irgendwann die regulären Landeswährungen und die trockengelegten Banken den Bach runtergehen - welch hübsches sprachliches Paradoxon…

    Wenn es ein internationales stabiles und allgemein anerkanntes Kryptogeld geben würde, könnte ich mich damit schon anfreunden. Wenn man allerdings den Bitcoin betrachtet und dessen massive Kursgewinne sowie Kursverluste innerhalb von kürzester Zeit, so gibt es bei mir kein Vertrauen, mich auf diese Spiele einzulassen. Da könnte ich besser Roulette spielen, denn da besteht eine Gewinnchance von immerhin 50 %.

  • Materie ist und bleibt Materie! Sie hat verschiedene Erscheinungsformen, dazu gehören auch die bits und bytes in Form von gespeicherten Energiezuständen.

    naja, so ein bit muss nicht zwingend eine physikalische entsprechung haben. ein bit repräsentiert 2 zustände und ist ein geistiges konzept. ich glaube, der olle leibniz war der erste, der bits kombinierte z.b. um damit die natürlichen zahlen abzubilden. so wurden die grundlagen heutiger digitalrechner geschaffen.


    Mittels Daten und Algorithmen lässt sich vieles steuern, das menschliche Denken lässt sich nicht ersetzen, moralisch-ethische Kategorien dürften in der KI auch nicht abbildbar sein.

    das wissen wir nicht mit bestimmtheit. vielleicht gibt es tatsächlich irgendwann einmal maschinen, die gefühle haben wie menschen. vielleicht wird das ein schritt der evolution sein, durch den sich der mensch selber obsolet macht, weil er etwas erschaffen hat, das ihn ersetzt und sogar besser ist als er.


    die maschinen werden uns dann als ihre schöpfer verehren und millionen jahre später sind wir sowas wie götter für sie geworden.

  • Wenn es ein internationales stabiles und allgemein anerkanntes Kryptogeld geben würde, könnte ich mich damit schon anfreunden. Wenn man allerdings den Bitcoin betrachtet und dessen massive Kursgewinne sowie Kursverluste innerhalb von kürzester Zeit, so gibt es bei mir kein Vertrauen, mich auf diese Spiele einzulassen. Da könnte ich besser Roulette spielen, denn da besteht eine Gewinnchance von immerhin 50 %.

    Auf lange Sicht hat der BTC bisher noch immer (enorme) Gewinne gebracht: 2009 war er 20 Cent wert, 2015 ca. 200 Euro pro Coin ...


    Die Kursschwankungen sind unter anderen durch das vergleichsweise niedrige Marktvolumen bedingt, d. h. einzelne (große) Transaktionen haben einen relativ starken Effekt. Diese Schwankungen dürften nach und nach geringer werden, aber vermutlich erst, wenn ein BTC den Wert von ca. 100000 USD oder mehr hat.

  • Ich packe mal Zweierlei in einen Kommentar:


    a) Beispiel für "grünes" Bitcoin-Mining.


    b) Erkennen nun auch unsere Politiker, dass der Trend hin zum Kryptogeld an Fahrt aufnimmt und wollen auf den Zug aufspringen, solange es noch geht? Unionsfraktion fordert "digitalen Euro", der zwar blockchainbaisert ist, aber von den Zentralbanken ausgegeben werden soll. Das hat zwar nicht wirklich etwas mit einer dezentralen Währung zu tun, zeigt aber dennoch, dass die Verantwortlichen wohl irgendwie spüren, dass die sich anbahnenden Veränderungen sich nicht mehr so einfach wegignorieren lassen.

    Einerseits bin ich gespannt darauf, welche Auswirkungen es haben wird, wenn Blockchaintechnologie in den Fokus politischer Diskussion gerät, andererseits fürchte ich mich davor (Denn wie sollen Politiker, für die bereits das Internet "Neuland" darstellt, kompetent Kryptowährungen betreffend agieren? Und leider lauten die Hauptfragen, wenn es hierzulande um irgendetwas Neues geht, in der Regel meist eher nicht "Welches Potenzial birgt das? Welche Chancen eröffnen sich uns?", sondern "Wie kann man das höchstmöglich besteuern? Wie können wir es (tot)regulieren?"). :)

  • Minen ist doch keineswegs illegal - nur mit geklautem Strom. Und bei der Größenordnung dürfte die Einziehung der Computer und die Strafe im Strafverfahren das kleinste Problem der Täter sein. Die werden viel Spaß beim Abzahlen der privatrechtlichen Forderungen haben.

    Religion wird von den einfachen Leuten als wahr, von den Weisen als falsch und von den Herrschern als nützlich angesehen.

    Lucius Annaeus Seneca