Flüchtlingsretterin muss ins Gefängnis ...

  • Zitat
    Es ist ein Schritt mit Ankündigung: Kaum legt das deutsche Rettungsschiff "Sea-Watch 3" im Hafen von Lampedusa an, verhaftet die italienische Polizei die deutsche Kapitänin Rackete. Die 40 Geflüchteten verharren weiter an Bord.

    https://www.n-tv.de/politik/It…fest-article21115574.html


    es ist unglaublich. für die rettung von menschenleben steckt der italienische schurkenstaat jemanden in den knast. was ist bei denen schief gelaufen? wer menschen vor dem ertrinken rettet, kann deswegen kein verbrecher sein!


    ich hoffe sehr, dass die bundesregierung in aller schärfe dagegen protestiert und alles unternimmt, damit diese mutige frau schnell wieder frei kommt.

  • Das rechte Dreckspack mal wieder, was anderes braucht man von denen nicht erwarten.

    Religion wird von den einfachen Leuten als wahr, von den Weisen als falsch und von den Herrschern als nützlich angesehen.

    Lucius Annaeus Seneca

  • Ich habe mir jetzt auf verschiedenen Seiten mal einige Kommentare dazu durvchgelesen, und finde auffallend viele, die mit "geltendes Recht muss durchgesetzt werden" argumentieren. Meine Meinung dazu:


    Wo Recht zu Unrecht wird, wird Widerstand zur Pflicht. Und die Gesetze in Italien sind himmelschreiendes, menschenverachtendes Unrecht. Leider nicht nur in Italien. Ich finde, der Umgang mit dem gesamten Thema Flüchtlingsrettung im Mittelmeer ist ein Armutszeugnis für die angeblich so zivilisierten Staaten der EU, Deutschland eingeschlossen. Es ist widerlich, was sich die europäischen Politiker erlauben. Christliches Abendland - darauf scheiße ich.

    Religion wird von den einfachen Leuten als wahr, von den Weisen als falsch und von den Herrschern als nützlich angesehen.

    Lucius Annaeus Seneca

  • Und wenn man sich die Anmerkung vom Außenminister hernimmt, dann wäre ich eindeutig für eine gerichtliche Entzugsmaßnahme. Was der faselt, kann nur vom Drogenkonsum herrühren.


    Meine Hochachtung gilt der Kapitänin. Stark und Konsequent! Und vor allem: Menschlich!


    Hut ab!

    Wer in Grenzen denkt, denkt begrenzt.

  • Wo Recht zu Unrecht wird, wird Widerstand zur Pflicht. Und die Gesetze in Italien sind himmelschreiendes, menschenverachtendes Unrecht. Leider nicht nur in Italien. Ich finde, der Umgang mit dem gesamten Thema Flüchtlingsrettung im Mittelmeer ist ein Armutszeugnis für die angeblich so zivilisierten Staaten der EU, Deutschland eingeschlossen. Es ist widerlich, was sich die europäischen Politiker erlauben. Christliches Abendland - darauf scheiße ich.

    Ich warte auf den Tag,wo italienische Seeleute in Lebensgefahr geraten und ein Schiff a la "Sea-watch" fährt vorbei.

    Nun gut es wird nicht passieren,aber was dieser Minister abliefert ist an Erbärmlichkeit nicht zu übertreffen.

    Scheint -irgendwie -typisch Rechtsaussen zu sein.

    Kopp hoch und wenn der Hals ooch dreckig ist!

  • Es ist widerlich, was sich die europäischen Politiker erlauben. Christliches Abendland - darauf scheiße ich.

    Würde ich nicht, darauf... denn die humanistischen, auch christlichen Grundwerte haben Abertausende von "Gutmenschen" in Dland bewiesen.


    Und schau mal was auf den Kirchentag gesagt wurde, sehr zum Mißfallen unserer bigotten rechtsaussen Abendlandretter, hier oder in Italien oder z.B. in Polen. Wer dauernd davon faselt ( Christentum ) aber nicht mal nur im Ansatz das kennt was dort gelehrt werden sollte... vorallen die Schwarzkittel die ja Glaubensmässig komplett neben der Schnur sind und sich Ihre Lehre teils Götzenanbeterisch und als reine Selbst bzw. Führungsbestätigung zusammen gebastelt haben....

  • Hauptursächlich ist doch, dass die EU - ja, seit wann eigentlich? - nicht willens und in der Lage war, eine praktikable Regelung zum Umgang mit der Migration zu finden. Natürlich wehren sich die hauptsächlich betroffenen Länder. Das betrifft ja nicht nur Italien, sondern auch Griechenland. Nur, im Falle GR hinterfragt das fast niemand ernsthaft, obwohl es dort um eine weit größere Anzahl an Menschen geht. Der Focus liegt auf Italien. Was allein deshalb nicht faktenbasiert ist, weil durch die "Seenotrettung" nur eine vergleichsweise marginale Anzahl von Migranten angelandet werden und in Folge absolut keine zeitnahen Auswirkungen zu erwarten sind. Langfristig sieht das freilich anders aus. Die Aktion war ein politisches Kräftemessen mit absichtlich herbeigeführter Notlage. Kann man machen. Muss ich aber nicht gut finden. 17 Tage ist sie vor Lampedusa rumgedümpelt. Wohl wissend, dass es keine Erlaubnis zum Einlaufen geben wird. Man strengt einen Eilantrag vorm EUGH an, der abgelehnt wird. Und interessiert sich einen feuchten dafür. Ganz im Gegenteil, nachdem man sich schon dem Einlaufverbot in die Hoheitsgewässer widersetzt hat, fährt man dann in einen Hafen und gefährdet Menschenleben auf einem Behördenboot. Die zur Begründung zugezogene Notlage wäre gar nicht entstanden, wenn man - beispielsweise - die paar Meilen bis nach Frankreich gefahren wäre, dass sich ja zur Aufnahme bereit erklärt hatte. In 17 Tagen wäre man selbst bis nach Hamburg gekommen. Das ist in meinen Augen nichts weiter als ideologisch basiertes Kräftemessen auf niedrigstem Niveau und auf dem Rücken der "Geretteten". Letzteres in Anführungsstrichen, weil die ursächliche Notsituation durch die Geschleusten ja eigenverantwortlich herbeigeführt wurde. Um nicht zu sagen, sie war Teil des Schleusungsplanes.


    Kurz: Die EU ist in der Pflicht. Es braucht geregelte und verbindliche Verfahren, die Einwanderung realistisch regeln. Davon sind wir weiter entfernt als 2008. Ein Trauerspiel.

  • Die EU ist in der Pflicht, endlich für vernünftige wirtschaftliche Verhältnisse in den Herkunftsländern dieser Menschen zu sorgen. Mit ihren billigen Milchpulver-Exporten zerstört sie die Existenz der Bauern; gegen billige gebrauchte Kleidung aus Europa haben einheimische Textilfabriken keine Chance; dank günstiger Abkommen fischen Schiffe aus der EU die Küstengewässer leer und die einheimischen Fischer verlieren ihre Lebensgrundlage. Die Flüchtlinge aus Schwarzafrika sieht man dann auf den Straßen Teneriffas, Mallorcas oder Mailands, wo sie Spielzeug oder Woll-Armbänder verkaufen. Ist das eine Zukunft?

  • .... Die Aktion war ein politisches Kräftemessen mit absichtlich herbeigeführter Notlage. Kann man machen. Muss ich aber nicht gut finden. 17 Tage ist sie vor Lampedusa rumgedümpelt. Wohl wissend, dass es keine Erlaubnis zum Einlaufen geben wird.

    Nach der Rettung ist der nächstgelegene sichere Hafen anzulaufen. Sieht internationales Seerecht so vor - dass die Italienischen Rechtsknaller das nicht ernst nehmen, ist nicht die Schuld der Kapitänin.


    Zitat

    .... fährt man dann in einen Hafen und gefährdet Menschenleben auf einem Behördenboot.

    Wozu es gar nicht hätte kommen können, wenn Italien geltendes Recht achten würde.

    Religion wird von den einfachen Leuten als wahr, von den Weisen als falsch und von den Herrschern als nützlich angesehen.

    Lucius Annaeus Seneca

  • Der nächstgelegene sichere Hafen war aber nun mal nicht in Lampedusa. Sagt die SOLAS. Das Anlanden dort war untersagt, der EUGH hatte es in Beantwortung des Eilantrages bestätigt. Man wusste es vorher. Dort hinzufahren hat die zuletzt proklamierte Notsituation erst herbeigeführt.

  • Die EU ist in der Pflicht, endlich für vernünftige wirtschaftliche Verhältnisse in den Herkunftsländern dieser Menschen zu sorgen.

    die eu hat keine macht über diktatoren und andere gewaltherrscher, die den menschen das leben zur hölle machen. assad z.b. würde sich schief lachen, sollte die eu ihn für abgesetzt erklären.

  • die eu hat keine macht über diktatoren und andere gewaltherrscher, die den menschen das leben zur hölle machen. assad z.b. würde sich schief lachen, sollte die eu ihn für abgesetzt erklären.

    Das ist doch wieder eine ganze andere Geschichte. Die Menschen aus Assads Syrien fluechteten vor der Hoelle des Krieges, der ihnen die Lebensgrundlage entzog. Die Rede und Beispiele waren von wirtschaftlichen Verhaeltnissen, wie sie es vor allem in vielen Laendern auf dem afrikanischen Kontinent gibt, die durch kluges und vernuenftiges Handeln der EU sehr wohl verbessert werden koennten.

  • Das ist doch wieder eine ganze andere Geschichte. Die Menschen aus Assads Syrien fluechteten vor der Hoelle des Krieges, der ihnen die Lebensgrundlage entzog. Die Rede und Beispiele waren von wirtschaftlichen Verhaeltnissen, wie sie es vor allem in vielen Laendern auf dem afrikanischen Kontinent gibt, die durch kluges und vernuenftiges Handeln der EU sehr wohl verbessert werden koennten.

    die kontrolle über die wirtschaftlichen verhältnisse haben die dortigen herrscher. egal was die eu an hilfen anbietet, letztlich bestimmen sie darüber.

  • Die EU bietet in dem Fall keine Hilfen an, sondern vertritt knallhart ihre wirtschaftlichen Interessen. Und wenn die afrikanischen Länder nicht mitmachen, werden sie ihre Produkte in der EU nicht los, so einfach ist das.

    Daneben gibt es etwas "Entwicklungshilfe", von der überwiegend europäische Firmen profitieren.

  • Der nächstgelegene sichere Hafen war aber nun mal nicht in Lampedusa. Sagt die SOLAS. Das Anlanden dort war untersagt, der EUGH hatte es in Beantwortung des Eilantrages bestätigt. Man wusste es vorher. Dort hinzufahren hat die zuletzt proklamierte Notsituation erst herbeigeführt.

    Nun, das Schiff ankerte nahe der Insel Lampedusa, somit war es der nächstgelegenste sichere Hafen. Der EGMR hatte Tage zuvor den Eilantrag abgewiesen, weil kurz zuvor diejenigen Flüchtlinge, deren gesundheitlicher Zustand es erforderte, erlaubt worden war, von Bord zu gehen.

    Der Sachstand am Tag der Entscheidung der Kapitänin kann, 5 Tage nach dem EGMR-Urteil schon wieder ein vollkommen anderer gewesen sein.


    Dass du das rechte Dreckspack hier ebenfalls mit Verweis auf geltendes Recht verteidigst, war mir klar. Mit "geltendem Recht" als Ausrede sind schon nach dem Ende des 3. Reichs leider viel zu viele durchgekommen.


    Wenn Unrecht zu Recht wird, wird Widerstand zur Pflicht.

    Religion wird von den einfachen Leuten als wahr, von den Weisen als falsch und von den Herrschern als nützlich angesehen.

    Lucius Annaeus Seneca

  • Die EU bietet in dem Fall keine Hilfen an, sondern vertritt knallhart ihre wirtschaftlichen Interessen.

    das macht sie sowieso schon, was die afrikanische bevölkerung in bedrängnis bringt.


    europäische firmen fangen z.b. den fisch weg, denn die afrikanischen regierungen vertickern denen fanglizenzen. der dumme ist der einheimische fischer, der deshalb nicht mehr überleben kann.

  • Dass du das rechte Dreckspack hier ebenfalls mit Verweis auf geltendes Recht verteidigst, war mir klar. Mit "geltendem Recht" als Ausrede sind schon nach dem Ende des 3. Reichs leider viel zu viele durchgekommen.

    als faustregel gilt: wer mit recht und gesetz argumentiert, will meistens seine unethischen motive dahinter verstecken.